Schweiz entkriminalisiert Marihuana Besitz

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Schweiz entkriminalisiert Marihuana Besitz

Und wieder wurde ein Gesetz gekippt, das Marihuana verbot, durch einen Schlag von der Macht, die man wissenschaftliche und Sozialforschung nennt! Seit dem 1. Oktober ist der Besitz geringer Mengen Cannabis in der Schweiz entkriminalisiert.

Und wieder wurde ein Gesetz gekippt, das Marihuana verbot, durch einen Schlag von der Macht, die man wissenschaftliche und Sozialforschung nennt! Seit dem 1. Oktober ist der Besitz geringer Mengen Cannabis in der Schweiz entkriminalisiert.

Zwar bedeutet dies keine vollständige Aufhebung des Verbots innerhalb des Landes, doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung - die mehr Toleranz innerhalb der lokalen Bevölkerung schafft. Mit den neu in Kraft getretenen Gesetzen, braucht sich niemand, der 10 Gramm Cannabis oder weniger bei sich trägt, mehr um ein anstehendes Gerichtsverfahren zu sorgen. Stattdessen werden sie auf der Stelle mit einer Geldstrafe von 100 Schweizer Franken (rund 81 Euro) belegt und man läßt sie des Weges ziehen - und es wird noch nichtmal in ihrem polizeilichen Führungszeugnis eingetragen, so daß sie weiterhin ungehindert ihr Leben führen können.

Wir sollten etwas genauer darauf eingehen, was die Entkriminalisierung eigentlich wirklich bedeutet. Es ist keineswegs legal (noch nicht). Der Konsum, Anbau und Besitz ist nach wie vor illegal, aber der Besitz kleiner Mengen wird nun mit einer gewissen Toleranz betrachtet, was denen hilft, die sich wünschen, daß es zugänglich ist, ohne daß man Angst vor Verfolgung oder Bestrafung haben müßte.

Diese Veränderung zielt besonders auf die Kinder der Schweiz ab, von denen, wie eine aktuelle UNICEF Studie aus dem Jahr 2013 ergab, mehr als 24% bereits im Alter von 11, 13 oder 15 im letzten Jahr Marihuana geraucht haben. Dies ist die zweithöchste Quote der Welt. Mit der Entkriminalisierung von Gras sollten Kinder in der Lage sein, leichter Hilfe zu bekommen, einfach und ohne langfristige Auswirkungen, die sie sonst für den Rest ihres Lebens verfolgen würden. Zudem wurden die Gesetze für diejenigen verschärft, die beim Verkauf an Personen unter 18 Jahren erwischt werden, was den Gebrauch durch Minderjährige noch weiter verringern soll. Denn, warum an Minderjährige verkaufen, wenn man beim Verkauf an Erwachsene mit minimalem Risiko fährt?

Obwohl wir die Cannabis Kultur lieben, ist uns völlig klar, daß Rauchen, egal in welcher Form, für Kinder niemals eine gute Sache ist. Kinder, die Cannabis verwenden, sind immer eine schlechte Idee - sie sind noch nicht alt genug, um voll informierte Entscheidungen über den Konsum zu treffen, häufig tun sie es nur aus dem Grunde des Gruppenzwangs. Dies ist ein äußerst sinnvoller Schritt der schweizer Regierung, denn er wird helfen, ihre Jugend besser über die Marihuana Kultur zu informieren, ohne daß sie harte Konsequenzen fürchten muss - wie wir wissen, funktionieren harte Strafmaßnahmen bei diesem Anliegen sowieso nicht, statt dessen brauchen sie eine Kultur der Akzeptanz, des Wissens und Verständnisses, um wirklich daran zu wachsen. Dies wird zu einer viel objektiveren Ansicht dieser Droge führen, was die Wahrscheinlichkeit verringert, daß Minderjährige sie nehmen (in der gleichen Weise, wie nur sehr wenige Kinder und Jugendliche sie hier in den Niederlanden verwenden), während gleichzeitig den mündigen Erwachsenen erlaubt wird, sie, diskret und halbwegs legal, in ihrer Freizeit zu rauchen.

Der Schritt, Cannabis in der Schweiz zu entkriminalisieren wird in gewisser Weise auch dazu beitragen, daß die Regierung Verwaltungs- und Steuergelder spart, wobei geschätzt wird, daß die Anzahl der Gerichtsverfahren um etwa 30.000 reduziert wird - was bedeutet, daß weniger für die Verfolgung derer ausgeben wird, die im Besitz von Marihuana angetroffen werden.

Aus welchem Grund auch immer sie es getan haben, dies ist eine gute Nachricht für die Cannabis Gemeinde und ein Schritt nach vorn, um den Krieg gegen das Verbot zu beenden. Gut gemacht Schweiz!

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