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Wie Rhizobakterien Das Cannabiswachstum Fördern Können

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Cannabis-Grower denken bei Bakterien meist an Pflanzenkrankheiten, doch einige dieser Mikroben verbessern die Pflanzengesundheit und den Ertrag dramatisch. Von der Nährstoffaufnahme über die Abwehr von Krankheitserregern bis hin zum Cannabinoid-Gehalt und zur Trockenheitsresistenz fördern Rhizobakterien nahezu jeden Aspekt der Pflanzenphysiologie.

Der Erdboden ist bei weitem keine leblose Substanz, sondern beherbergt Millionen von Mikroorganismen. Während einige dieser kleinen Lebewesen eine Bedrohung für die Cannabispflanze darstellen, bilden viele von ihnen Allianzen mit den Wurzeln und fördern Pflanzenwachstum, Vitalität und Ertrag.

In dem Erdboden, der die Cannabiswurzeln umgibt, der Rhizosphäre, patrouillieren verschiedene Arten von Bakterien, Pilzen und Nematoden. Obwohl wir diese Mikroben oft mit Zersetzung und Zerfall in Verbindung bringen, fördern viele von ihnen aktiv das Wachstum.

Cannabispflanzen sind von Natur aus schlau. Sie erscheinen dem menschlichen Auge statisch, aber in Wirklichkeit bewegen sie sich ständig und üben reichlich Kontrolle über ihre Umgebung aus. Generell gesprochen "bewirtschaftet" das Kraut die Mikroben im Boden. Durch die Freisetzung von Zucker in die Rhizosphäre zieht es nützliche Pilz- und Bakterienarten an. Als Gegenleistung für diese leckeren Kohlenhydrate schürfen die Mikroben im Boden nach Nährstoffen und setzen wachstumsfördernde Pflanzenhormone frei.

Das Pflanzenwachstum fördernde Rhizobakterien (PGPR) sind Bodenmikroben, die zur Verbesserung des Cannabisanbaus beitragen. Erfahre nun, wie Du diese winzigen Mitglieder der Rhizosphäre nutzen kannst, um die größtmögliche Ernte zu erzielen.

Was sind Rhizobakterien, die das Wachstum von Cannabispflanzen fördern (PGPR)?

Was sind Rhizobakterien, die das Wachstum von Cannabispflanzen fördern (PGPR)?

Rhizobakterien, die das Pflanzenwachstum fördern, umfassen mehrere Arten von Bodenbakterien, die die Gesundheit von Cannabispflanzen verbessern. Der Begriff "Rhizo-" bezieht sich auf "Wurzeln" und bezeichnet den Ort, an dem diese Arten leben.

Was zieht PGPR zu den Wurzeln? Im Vergleich zum Großteil des Erdbodens bietet die Rhizosphäre eine reichhaltige Nährstoffquelle, von der Mikroorganismen angezogen werden. Diese als Exsudate bekannten Zuckermoleküle werden von Cannabispflanzen freigesetzt, um nützliche Mikroben anzuziehen.

PGPR-Arten werden in zwei Hauptgruppen unterteilt: symbiotische bzw. freilebende Arten.

Symbiotische Arten leben im Pflanzengewebe, wo sie nützliche Chemikalien direkt mit den Pflanzenzellen austauschen. Einige Arten leben im Raum zwischen Pflanzenzellen, während andere in die Zellen selbst eindringen und in ihnen leben. Wieder andere gehen noch einen Schritt weiter, indem sie ihre Biologie mit der Pflanze verschmelzen und spezifische Strukturen bilden, die sowohl aus pflanzlichen als auch aus bakteriellen Anteilen bestehen.

Im Gegensatz dazu existieren freilebende Rhizobakterien außerhalb der Wurzeln, wo sie den Ertrag steigern und die Pflanzen vor dem Stress durch Überschwemmungen und Krankheiten schützen.

Freilebende Arten besiedeln die Außenseite der Cannabiswurzeln. Sie bilden Bereiche mit Gemeinschaften, die zwischen 15–40% der Wurzeloberfläche bedecken und an Wurzelhaaren und den Lücken zwischen den Zellen haften. Sind Nährstoffe in ausreichendem Maße vorhanden, bedecken sie die gesamte Wurzeloberfläche und bilden eine dicke Bakterienschicht.

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Welche Nutzen bieten Rhizobakterien für den Cannabisanbau?

Rhizobakterien, die das Pflanzenwachstum fördern, unterstützen Cannabispflanzen auf verschiedene Weise. Sie verbessern die Düngung, stimulieren das Wurzelwachstum, minimieren Pflanzenstress und reinigen sogar den Boden. Außerdem helfen sie den Cannabispflanzen, indem sie sie gegen Krankheiten verteidigen und im Wettbewerb um Nährstoffe unterstützen.

Wie fördern Rhizobakterien das Cannabiswachstum?

Wie fördern Rhizobakterien das Cannabiswachstum?

Als Anbauer kann man PGPR verwenden, um das Wachstum seiner Pflanzen zu fördern. So wie Grower unterschiedliche Nährstoffe, Trainingstechniken und Lampen einsetzen, um den Ertrag zu steigern, führt die Beeinflussung der Rhizosphäre zu ähnlichen Ergebnissen. Einige der wichtigsten Möglichkeiten, wie Rhizobakterien zur Förderung des Pflanzenwachstums beitragen, sind:

  • Wachstumshormone: PGPR produzieren mehrere Pflanzenhormone, die das Pflanzenwachstum stimulieren. Diese Moleküle treiben die Pflanzenentwicklung voran, indem sie die Zellteilung und das Zellwachstum fördern.

  • Nährstoffaufnahme: Rhizobakterien verbessern die Fähigkeit von Cannabispflanzen, Nährstoffe aufzunehmen. Die Pflanzen sind auf ein ausgewogenes Verhältnis von Makro- und Mikronährstoffen angewiesen, um das Wachstum voranzubringen, die Photosynthese voranzutreiben und weitere Stoffwechselprozesse zu ermöglichen.

  • Sicherheit: Diese hilfreichen Mikroben ermöglichen durch ihre "Sicherheitsdienste" ebenfalls ein optimales Pflanzenwachstum. Indem sie verhindern, dass Krankheiten die Wurzeln angreifen, beenden sie jeden Angriff, der das Wachstum verlangsamen und den Ertrag gefährden könnte.

  • Blütenqualität: Cannabinoide und Terpene bilden die wertvollen Verbindungen in Cannabisblüten. Durch die Beeinflussung der Nährstoffbewegung und der Stresskontrolle erhöhen Rhizobakterien die Menge dieser Verbindungen, was eine allgemeine Verbesserung der Blüten für ganzheitliche Zwecke und den Genuss bewirkt.

Wie schützen Rhizobakterien Cannabispflanzen?

Wie schützen Rhizobakterien Cannabispflanzen?

Während PGPR freundlich zu Cannabispflanzen sind, führen sie Krieg gegen andere Arten. Durch den Kampf gegen andere Mikroben um die Herrschaft über die Ressourcen helfen sie Cannabispflanzen, gesund und stark zu bleiben. Neben der Abwehr lebender Organismen ermutigen sie die Pflanzen auch, Witterungseinflüssen und widrigen Wetterbedingungen zu widerstehen.

Rhizobakterien sind wirklich an der Gesundheit ihrer Cannabiswirtspflanzen interessiert, da diese ihnen eine stetige Nahrungsquelle und Schutz bieten. Im Gegenzug bieten sie den Pflanzen ihrerseits Schutz vor verschiedenen Bedrohungen. So schützen PGPR Deine Cannabispflanzen:

  • Sie produzieren Antibiotika: Nicht alle Bakterien in der Rhizosphäre arbeiten gut mit Cannabispflanzen zusammen. Viele Arten stellen vielmehr eine Bedrohung für die Wurzeln dar, bei denen es sich um den vielleicht wichtigsten Aspekt der gesamten Pflanzenanatomie handelt. Indem sie Antibiotika produzieren, töten PGPR die bösen Typen ab.

  • Sie führen die Pflanzen in die Schlacht: Rhizobakterien produzieren nicht nur ihre eigenen Krankheitserreger abtötenden Verbindungen, sondern veranlassen die Pflanzen auch, ihre eigenen zu produzieren. Indem sie einen systemischen Widerstandszustand auslösen, signalisieren sie den Cannabispflanzen, ihre eigenen Metaboliten zu produzieren, um Krankheitserreger und Parasiten abzuwehren.

  • Schutz gegen Umweltbedingungen: Cannabispflanzen erzielen die besten Ergebnisse, wenn man ihnen eine stabile Umgebung bietet. Plötzliche Extreme, einschließlich Temperaturanstiege, Trockenheit und Überschwemmungen, können sich negativ auf Cannabis auswirken, die Pflanzen schädigen und das Wachstum hemmen. Rhizobakterien erhöhen die Toleranz und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen und helfen ihnen, mit diesen Bedrohungen viel besser umzugehen.

  • Mehltau: Diese Pilzkrankheit plagt jedes Jahr viele Anbauer und führt zu kontaminierten Blüten. PGPR verteidigen die Pflanzen gegen diesen Pflanzen zerstörenden Pilz.

Wie und wann werden Rhizobakterien angewendet?

Wie und wann werden Rhizobakterien angewendet?

Erzeuger können ihre Ernte schützen und den Ertrag steigern, indem sie ihre Pflanzen mit PGPR impfen. Anbauer auf der ganzen Welt beginnen, Rhizobakterien als Biodünger zu verwenden, um herkömmliche Pestizide und chemische Düngemittel zu ersetzen.

Anbauer können ihre Pflanzen während des Wachstumszyklus in mehreren Stadien impfen. Durch das Impfen von Samen mit Cannabis-kompatiblen Rhizobakterien erhalten Deine Sämlinge den besten Start ins Leben. Gib bei der Aussaat einfach etwa 1g Rhizobakterien zu dem Samen in das Loch.

Solltest Du bereits mit dem Anbau begonnen haben und diese Mikroorganismen nutzen wollen, verwende dasselbe Produkt, um einen Bodenguss für das Wurzelsystem herzustellen. Vermische dafür 1g Rhizobakterien gründlich mit 1 Liter Wasser. Wende diese Rezeptur einmal alle 21 Tage an, um die Rhizosphäre mit nützlichem Leben gedeihen zu lassen.

Du kannst Rhizobakterien auch in Deine Umtopfstrategie einbeziehen, damit die Pflanzen sich schneller vom Stress des Ortswechsels erholen können. Streue 1g in das neue Pflanzloch, bevor Du Deine Pflanze in ihr neues Zuhause setzt.

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Geschrieben von: Zamnesia
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