Neue Studie: Keine Verbindung zwischen Cannabiskonsum und Depression

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Neue Studie: Keine Verbindung zwischen Cannabiskonsum und Depression

Cannabis macht Dich depressiv? Laut der Wissenschaft nicht!

Eine neue Studie die im "Journal of Affective Disorders" veröffentlicht wurde deutet an, daß es keinen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Auftreten von schweren Depressionen gibt.

In ihrer Studie beschreibt dieses weltweite Team von Wissenschaftlern, daß sie eine dreijährige Studie zur Beurteilung des Zusammenhangs zwischen Cannabiskonsum und dem Auftreten von Depressionen, sowie einer bipolaren Störung durchgeführt haben. Was sie herausfanden war sehr interessant.

Zum einen fanden sie mit den erhobenen Längsschnittdaten heraus, daß die Wahrscheinlichkeit des Beginns einer schweren Depressionen bei Cannabiskonsumenten nicht höher liegt als bei Nicht-Cannabiskonsumenten. Was wir an ihren Ergebnissen aber wirklich interessant fanden war, daß zwar der Cannabiskonsum nicht zu schweren Depressionen zu führen scheint, aber eine schwere Depression zu einem erhöhten Cannabiskonsums zu führen scheint, wobei viele die an einer schweren Depressionen leiden zur Selbstmedikation greifen.

Was das bedeutet ist, daß es sich mit der bisher angenommenen Theorie, daß Cannabis die Depression verursacht, tatsächlich genau umgekehrt verhalten könnte - nämlich so, daß tatsächlich die, die unter Depressionen leiden dazu neigen zum Cannabis zu greifen. Es ist ein Paradebeispiel dafür, daß die Annahme eine Korrelation bedeute Kausalität auf den Kopf gestellt werden kann.

Natürlich ist dies nur eine Studie, aber sie wirft ein Licht auf eine potenzielle Schwachstelle in einigen der Annahmen die gegen Cannabis ins Feld geführt werden und schon öffnet sich das Tor zu weiteren Untersuchungen in diesem Bereich.

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