Neue Pilz-Studie: Psilocybin Erleichtert Schwere Depression

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Neue Pilz-Studie: Psilocybin Erleichtert Schwere Depression

Es gibt immer mehr Hinweise, die darauf hindeuten, dass psychedelische Medikamente der Schlüssel für die Zukunft der psychiatrischen Behandlung sein könnten. Dass Pilze helfen, Depression zu behandeln, ist nur einer der neusten!

Wenn die Wissenschaft uns eines gezeigt hat, dann dass Depression eine komplizierte und schwer zu behandelne Erkrankung ist. Die Kombination von chemischem Ungleichgewicht, Stress und Umweltfaktoren bedeutet, dass es keineswegs so ist, dass einfach nur Aufmunterung benötigt wird. Es ist so schwierig, ein medizinisches Grundverständnis dafür zu bekommen, so dass viele Pharmaunternehmen sich aus diesem Bereich verabschieden und auf Forschung verzichten, die versucht, eine bessere Behandlungsmethode zu finden. Sie sind einfach glücklich die aktuelle Gruppe von Antidepressiva zu liefern, die nicht wirklich ins Schwarze treffen. Jedoch hat nicht jeder die Hoffnung aufgegeben, denn eine Gruppe von Wissenschaftlern hat festgestellt, dass Zauberpilze in klinischen Studien sehr wirksam darin sind die Last dieser Krankheit zu bekämpfen.

Die Vorstellung, dass Psilocybin, der Wirkstoff in Zauberpilzen, helfen kann Depression zu behandeln, ist nicht allzu neu. Doch jegliche bis heute betriebenene Forschung war nur Vorarbeit, wobei sehr wenige, wenn überhaupt, klinische Studien durchgeführt wurden. Das macht diese neue Studie für dieses Feld zu einem großen Schritt nach vorne und Psilocybin als massenkompartible Medizin umso wahrscheinlicher.

DIE STUDIE

Die in The Lancet, einer Zeitschrift für psychatrische Studien, veröffentliche Studie beschreibt, dass zwölf Menschen, die an schweren Depressionen litten, jeweils zwei Dosen Psilocybin verabreicht wurden. Jeder Teilnehmer war nachweislich gegen mindestens zwei Formen von pharmazeutischen Antidepressiva resistent. Es wurde festgestellt, dass alle Teilnehmer für mindestens 3 Wochen vollständig von den Symptomen ihrer Depression befreit wurden, wobei sie bei fünf Teilnehmern sogar für ganze drei Monate in Schach gehalten wurden.

Es ist erwähnenswert, dass eine Stichprobengröße von 12 nicht gerade repräsentativ ist, noch wurden sie mit jeder Art von Kontrollgruppe verglichen, die ein Scheinmedikament erhielten. Allerdings ist die Tatsache, dass sie in einem klinischen Umfeld eine Erfolgsquote von 100% gehabt haben, eine Grundlage für größere, umfassendere klinische Studien. Außer als bei den Versuchen mit anderen Psychedelika, hatte seit Jahren keine Studie in dem Forschunggebiet für Depression ein so positives Ergebnis erzielt.

WARUM FUNKTIONIERT ES?

Der Grund, warum Pilze in der Lage sein können, Menschen zu helfen, die an Depression leiden, liegt vorallem an der Art, wie sie uns von uns selbst distanzieren. Das Ich wird oft zurückgelassen, was uns eine völlig neue Perspektive auf uns selbst und die Welt um uns herum gibt. Dies kann jemanden mit Depressionen, in einem sicheren und therapeutischen Umfeld, erlauben an seinen Problemen zu arbeiten.

Einer der Teilnehmer, Kirk Rutter, litt nach dem Tod seiner Mutter an Depressionen, weil er Schwierigkeiten hatte, damit umzugehen. Verständlicherweise war er auf Grund der Situation nervös, aber der therapeutische Ansatz half ihm, seine Angstzustände zu lindern.

"Beide Male erlebte ich etwas, was 'psychedelische Unruhe' genannt wird. Dies ist die Übergangsphase zum psychedelischen Zustand und führte dazu, das ich mich kalt und ängstlich fühlte", sagte der 45-jährige, "Doch das war bald vorbei und ich hatte eine größtenteils angenehme - und manchmal schöne - Erfahrung."

"Es gab sicherlich einige herausfordernde Momente während der Behandlung, zum Beispiel, wenn ich erlebte, wie ich mit meiner Mutter im Krankenhaus war, als sie sehr krank war. Und während der hochdosierten Behandlung visualisierte ich meine Trauer als ein Geschwür, das mich an der Heilung hinderte, sodass ich mit meiner Mutter in Verbindung bleiben konnte. Doch dadurch, dass ich die Erinnerungen durchlebte und die Liebe in unserer Beziehung spürte, konnte ich erkennen, dass ich nicht die Erinnerung an sie loslasse, wenn ich die Trauer loslasse."

Das soll nicht andeuten, dass Zauberpilze ein Wundermittel sind. Wie genau sie dies jemandem ermöglichen, wird noch auf wisschenschaftlichem Niveau untersucht und eine kontrollierte und therapeutische Umgebung ist erforderlich.

Allerdings zeigt uns diese Studie, dass Psilocybin echtes Potenzial hat, um zukünftig ein nützliches und massentaugliches Medikament zu sein. Es muss noch mehr Forschung betrieben werden, aber so wie sich die Dinge bisher verhalten, sieht alles sehr positiv aus.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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