Little Saints: Ein neuer Dokumentarfilm, in dem die Heilkraf

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogKunst & KulturPsychedelikaZauberpilze

Little Saints: Ein neuer Dokumentarfilm, in dem die Heilkraf

Die Idee, daß Zauberpilze helfen könnten alle Arten von Krankheiten zu behandeln ist nichts Neues. Aber ein neuer Dokumentarfilm von Oliver Quintanilla hofft dieses oft übersehene Mittel ins ...

Auge der Öffentlichkeit zu bringen.

Zauberpilze haben die Macht Dich auf eine geistige Reise mitzunehmen wie Du sie noch nie zuvor erlebt hast. Diese aufschlussreiche Erfahrung hat jedoch noch weitere Nutzen und Bedeutung, als nur ein Freizeitvergnügen zu sein. Im Laufe der letzten Jahre hat die Wissenschaft eine Menge Studien an Psychedelika als Medizin durchgeführt und es wurden viele sinnvolle Einsatzmöglichkeiten gefunden - einige davon können in Psilocybin, dem Wirkstoff in den Zauberpilzen gewonnen werden.

Die moderne Wissenschaft wird sich dem das Potenzial von Zauberpilze gerade erst bewußt, doch in anderen Kulturen der Welt ist es etwas, das seit langem bekannt ist. Sie wurden seit Hunderten von Jahren in den Heilritualen der schamanischen Gesellschaften auf der ganzen Welt genutzt. Um zu versuchen dieses alternative Heilmittel in größerem Umfang in der westlichen Gesellschaft bekannt zu machen, hat Oliver Quintanilla in Verbindung mit National Geographic einen Dokumentarfilm gedreht, der die traditionellen Rituale der Mazatec und die Heilung durch Verwendung dieser psychedelischen Pilze erkundet.

Little Saints

Diese neue Dokumentation namens Little Saints (Kleine Heilige), folgt der persönlichen, heilenden Reise von sechs Personen aus den USA. Zusammen mit Quintanilla begeben sich diese sechs auf eine Reise zu einer schamanischen Heilerin in Mexiko, die eine Kombination von Zauberpilzen, Gesprächstherapie, Gebeten und Visualisierung nutzt, um ihre Leiden zu behandeln - darunter Angst, Depression, Drogensucht und Asthma.

Eine Szene, die wirklich herausragt, dreht sich um Lorrie Wessel, eine der sechs, die unter sozialer Angst leidet. Durch die Art und Struktur ihrer psychedelischen Reise erkennt sie, daß ihre soziale Angst nicht wirklich eine Störung ist. In einem bewegenden Moment verrät sie: "Ich gewann das Bewusstsein, daß ich die perfekte Umgebung gewählt habe, um mich in meinem Wachstum und dem was ich lernen wollte zu unterstützen und daß niemand eine Schuld trägt. Und das gilt für uns alle. Die Fehler, die wir gemacht haben, waren nicht wirklich Fehler, denn sie waren das beste, das wir zu diesem Zeitpunkt zu tun wußten."

In der gesamten Dokumentation geben führende Wissenschaftler und Mediziner Kommentare und Meinungen ab, in der Hoffnung, daß es die Legitimität der zugrunde liegenden Botschaft des Dokumentarfilms erhöht: Daß jeder davon profitieren kann. Quintanilla sagt er hätte die Kommentare selbst abgegeben können, aber dann wäre die Dokumentation nicht so aussagekräftig geworden.

Er fügt aber auch hinzu, daß, wenn man die Pilze als Partydroge nimmt, der Nutzer eher eine schlechte Erfahrung haben wird. Ziel der Dokumentation ist nicht etwa die Nutzung der Pilze für die Freizeitgestaltung zu fördern, sondern als heilendes Sakrament, als Teil einer strukturierten Therapie. Der Titel des Dokumentarfilms spiegelt diese Idee wider. Wie der Priester José Luis Sánchez früh in dem Dokumentarfilm erläutert, ist "kleine Heilige" eine freie Übersetzung dessen, wie die Mazatec die Funktion der Zauberpilze bezeichnen. Wobei "klein" ein respektvolles Wort ist und "Heilige" oft als "heilige Dinge" interpretiert wird.

Was wir mit Sicherheit sagen können, ist, daß es sich lohnt sich diese Dokumentation anzusehen, egal welche Erfahrung man mit Zauberpilzen hat oder über sie weiß. Sie öffnet einem wirklich die Augen und gibt Einblick in ihren beiden traditionellen Verwendungen und die Art und Weise wie sie heilen können, wo die westliche Medizin versagt. Sieh sie Dir an!