Die Zukunft hat begonnen: Arzneimittel aus dem 3D Drucker kommen

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Die Zukunft hat begonnen: Arzneimittel aus dem 3D Drucker kommen

Es könnte sein, daß es nicht mehr lange dauert, bis Krankenhäuser und sogar Patienten ihre eigene personalisierte Medizin drucken.

Vor einer ganzen Weile hatten wir über eine Geschichte geschrieben, die darauf hindeutete, daß es eines Tages möglich sein könnte Medikamente mit einem 3D Drucker zu drucken. Nun, es sieht so aus als hätte die Zukunft endlich begonnen, denn in den USA wurde die erste Pille aus dem 3D Drucker zugelassen.

Es ist einem US-amerikanischen Pharmaunternehmen namens Aprecia zu verdanken, das erfolgreich eine neue Pille gedruckt hat, die hilft epileptische Anfälle unter Kontrolle zu halten. Jetzt stehen andere Unternehmen Schlange, darunter auch einige hier in Europa, um alle Arten von Wundern aus dem 3D Drucker zu patentieren. Die Patentierung von Medikamenten ist nie eine gute Sache, doch die Technologie dahinter ist sehr vielversprechend.

EIN NEUES ZEITALTER DER MEDIZIN?

3D Druck ermöglicht es Medizin in einer Weise herzustellen, der die aktuelle Technologie nicht gleichzukommen hoffen kann. Zum Beispiel ist diese erste gedruckte Pille viel poröser, wodurch sie sich beim Kontakt mit einer Flüssigkeit viel schneller auflöst als herkömmliche Pillen. Außerdem ermöglicht der 3D Druck Medikamente in dichteren Schichten in eine Pille zu drucken und das in genauer Dosierung. Dies bedeutet, daß Medikamente genau abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten hergestellt werden können. Die Drucker selbst sind viel kleiner als die Maschinen in einer Fabrik, so daß sie viel mobiler sind. Dies alles deutet auf eine Zukunft hin, in der Krankenhäuser und möglicherweise sogar Krankenwagen die Ausrüstung haben werden, um Medikamente genau abgestimmt auf die Erfordernisse auszudrucken.

"In den letzten 50 Jahren haben wir Tabletten in Fabriken hergestellt und sie an Krankenhäuser versendet", sagt Dr. Mohamed Albed Alhnan, Professor für Pharmazie an der University of Central Lancashire. "Dieses Verfahren bedeutet, das wir Tabletten zum ersten Mal viel näher am Patienten herstellen können."

Forscher an der School of Pharmacy des University College London haben ebenfalls eine Technologie für 3D-gedruckte Medikamente entwickelt, mit Schwerpunkt auf Formen, wie das Drucken von pyramiden- und donutförmigen Pillen. Dies nicht etwa nur, um ihnen ein ungewöhnliches Aussehen zu verleihen - es wurde festgestellt, daß verschiedene Formen sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und in unterschiedlicher Weise auflösen, also durchaus eine echte und sinnvolle Anwendung haben. Es könnte helfen, daß die gedruckte Medizin der Zukunft noch spezifischer und sogar zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge freigesetzt wird.

Die Folgen sind atemberaubend. Hoffentlich wird es nicht allzu lange dauern, bis wir sehen, daß diese Technik in größerem Umfang genutzt wird! Zudem, wer weiß was dies für das Potenzial von zu Hause gedruckten Psychedelika bedeutet. Es wird sicherlich nicht lange dauern, bis jemand diese Technik in die Finger bekommt und sie hackt!