Die Wahre Einstiegsdroge: Alkohol, Nicht Cannabis

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Die Wahre Einstiegsdroge: Alkohol, Nicht Cannabis

Erst ein Joint, dann die Nadel. So wird uns gesagt sieht der Weg eines Drogenkonsumenten aus. Aber es ist nicht das, was die Forschung aufdeckt.

Wenn man den Massenmedien Glauben schenkt, dann fängt alles mit diesem einen Zug an. Man will uns immer wieder vor Augen führen, dass Cannabis uns auf den Weg zu harten Drogen und Abhängigkeit führt. Aber ist das der wahre Schuldige? Eine aktuelle Studie zeigt, dass Alkohol nicht nur vor Cannabis konsumiert wird, sondern auch, dass es die wichtigste Säule des späteren Drogenmischkonsums ist.

Eine vom Institut für Sozialforschung der University of Michigan zusammengefasste Studie untersucht den Konsum und Missbrauch von Alkohol, Tabak und anderen Drogen bei amerikanischen Jugendlichen. Mit Hilfe dieser Daten bestimmte die American School Health Association, dass nur 30% der Sechs- bis Zwölfklässler noch nie Alkohol konsumiert hatten, im Vergleich dazu stehen 54%, die niemals Cannabis probiert hatten. Bei den Kandidaten, die Alkoholkonsum einräumten, ersetzt jede weitere Klasse den Konsum von Cannabis, wobei 644 der Befragten berichteten, dass sie Alkohol vor Marihuana konsumierten.

Wenn man die Daten aufschlüsselt, wird deutlich, dass diejenigen, die in der sechsten Klasse Alkohol konsumierten, später dazu übergingen größere Mengen an illegalen Drogen zu verwenden, als wenn sie Alkohol in der neunten Klasse und aufwärts probiert hatten. Sie konsumierten auch häufiger illegale Drogen, was bedeuten würde, dass in der Grundschule/Mittelstufe mehr getan werden muss, um Alkoholmissbrauch zu verhindern, um diese Spirale zu härteren Drogen im späteren Leben zu verhindern.

Diese Befunde sind ein Schlag ins Gesicht der Politiker und Gesetzgeber, die gegen eine Reform in Sachen Cannabis sind. Es unterstreicht weiter den falschen und schädlichen Ansatz der derzeitigen Politik, die zu einem verstärkten Konsum von harten Drogen führt - ganz im Gegensatz zu den gesteckten Zielen.

Neben Statistiken, die deutlich aufzeigen, dass Alkohol zu langfristigem Drogenmissbrauch führt, hebt eine von RAND durchgeführte Studie einen anderen Aspekt hervor. Ihre Studie fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit eines späteren Konsums harter Drogen viel mit den individuellen Möglichkeiten und der Neigung zu tun hat Drogen zu nehmen, ebenso wie die Droge, die sie als erste verwenden. Angesichts der Tatsache, dass Alkohol auf der ganzen Welt in fast jedem Haus und Geschäft verfügbar ist, stützt dies die Vorstellung, dass tatsächlich Alkohol die eigentliche Einstiegsdroge zu härteren Drogen ist.

Die Daten haben allerdigs auch ihre Grenzen. In diesem Fall sind keine Schulabbrecher enthalten, bei denen der Konsum illegaler Drogen in der Regel höher liegt. Ein weiterer Faktor ist, dass die Befragung retrospektiv war und die 18-jährigen Kandidaten gefragt wurden, sich an das erste Mal zu erinnern, wann sie Alkohol, Tabak und Marihuana konsumiert hatten. Da dies nicht ganz exakt sein kann, gibt es einen Spielraum für Fehler bei der Bestimmung in welchem Alter der Alkoholkonsum den größten Einfluss auf den späteren Drogenmischkonsum hat.

Cannabis: Die Ausstiegsdroge?

Eine frühere Studie über Cannabis als Ersatz für Alkohol und andere Drogen stützt diese Erkenntnisse noch weiter. In ihr wurde herausgefunden, dass drei Viertel der befragten medizinischen Cannabisnutzer es als Ersatz für verschreibungspflichtige Medikamente, Alkohol und andere illegale Substanzen verwenden. Das widerlegt nicht nur die Idee, dass Cannabis zum Konsum härterer Drogen führt, sondern zeigt auch, dass es tatsächlich das Gegenteil bewirkt, nämlich, dass es Konsumenten härterer Drogen eine viel sicherere und positivere Art des Ausstiegs bietet. Wenn überhaupt, macht das Cannabis zu einer Ausstiegsdroge.

 

         
  Lucas  

Geschrieben von: Lucas
Lucas ist ein Teilzeit-Autor und Vollzeit-Visionär. Ein anonymer Psychonaut, der mit Anzug und Krawatte in der Gesellschaft untertaucht, arbeitet daran den Massen evidenzbasierte Rationalität zu bringen.

 
 
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