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Cannabissamen Auswählen
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Wie Man Die Richtigen Cannabissamen Auswählt

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Sein eigenes Gras aus Samen aufzuziehen eröffnet einem viele Vorteile, wie beispielsweise die Kontrolle über die Qualität, reduzierte Kosten und das mit der Ernte verbundene Erfolgserlebnis. Nutze diese Anleitung, um die für Deine Bedürfnisse richtigen Samen zu finden.

Heutzutage haben die meisten Cannabisanbauer keine Schwierigkeiten eine Auswahl hochwertiger Cannabissamen zu finden. Viele Saatgutunternehmen richten sich mittlerweile auf alle Arten von Kunden aus, von medizinischen Cannabisnutzern bis hin zu Ganja-Genießern der alten Schule. Andererseits reicht die schiere Anzahl der verfügbaren Sorten bereits aus, um Dir den Kopf zu verdrehen. Wenn Du also Cannabis anbauen möchtest, was stellst Du es dann an, um die richtigen Samen zu finden? Unsere Richtlinien für die Auswahl von Cannabissamen können Dir helfen, eine Entscheidung zu treffen!

DINGE, AN DIE DU VOR DEM KAUF VON CANNABISSAMEN DENKEN SOLLTEST

Bei der Auswahl der richtigen Samen musst Du verschiedene Faktoren berücksichtigen, die Dich zum Erfolg führen werden. Es geht also darum, was Du brauchst, was Du willst und was Du hast (Platz, Energie usw.).

  • WIE UND WO WIRST DU ANBAUEN?

Bevor Du Deine Samen kaufst, gibt es ein paar schnelle Methoden, um Deine Entscheidung etwas einzugrenzen. Überlege Dir zuerst, wie und wo Du Dein Gras anbauen willst. Damit meinen wir, ob Du es drinnen oder draußen anbauen willst. Entscheidest Du Dich für Hydrokultur oder Boden? Hast Du Erfahrung mit dem Trainieren oder Anbau von Cannabispflanzen? All diese Fragen können Dir dabei helfen, die perfekte Sorte für Deinen Anbau auszuwählen. Natürlich bestimmt der Platz, den Du hast, egal ob Du drinnen oder draußen anbaust, auch weitgehend welche Sorte Du auswählst. Wir würden es alle lieben, wenn wir riesige Ganja-Bäume anbauen könnten, aber manchmal reicht der Platz einfach nicht aus.

  • ERSTELLE EINE WUNSCHLISTE MIT DINGEN, DIE DU DIR VON EINER SORTE WÜNSCHST

Dieser Teil macht ein wenig mehr Spaß. Wie sieht Dein Traum-Cannabis aus? Willst Du eine Sorte, die Dir hilft bestimmte Symptome zu lindern oder willst Du eine, die Dir als Inspiration für eine lustige Zeit dient? Schätzt Du ein belebendes Summen oder entspannst Du lieber auf dem Sofa? Und dann gibt es noch den Geschmack, den Du berücksichtigen solltest – sind fruchtige Sorten Dein Ding oder möchtest Du lieber etwas Würzigeres? Du hast es verstanden! Du kannst eine Wunschliste erstellen, damit Du weißt, worauf Du bei der Auswahl Deiner Samen achten willst.

  • SIEH DIR DIE SORTENBESCHREIBUNGEN AN!

Ein seriöses Saatgutunternehmen wie Zamnesia bietet Dir immer hilfreiche Informationen zu seinen Cannabissamen an, damit Du genau weißt, was Du bekommst. Auf diese Weise hast Du eine Vorstellung davon, welche Wirkungen und welchen Geschmack eine Sorte hat, ob sie leicht anzubauen ist, welchen Ertrag Du erwarten kannst und wie lange es dauert, bis Du sie ernten kannst.

DEINE CHECKLISTE FÜR DIE AUSWAHL VON CANNABISSAMEN

Im Folgenden findest Du eine umfassende Checkliste mit allen verschiedenen Dingen, die Du beim Kauf Deiner Samen berücksichtigen solltest.

1. SATIVA, INDICA, HYBRID: WELCHES GEFÜHL SOLL DEIN GRAS DIR GEBEN?

Das erste, was Du bei der Auswahl einer Sorte wahrscheinlich beachten willst, ist, welche Wirkung sie hat. Dafür ist es hilfreich, wenn Du die drei Haupttypen von Cannabissamen kennst: Indicas, Sativas und Hybriden. Hier ist ein kurzer Überblick über ihre unterschiedlichen Wirkungen und Wachstumsprofile. Denke daran, dass die meisten modernen Sorten eine Art von Kreuzung sind, die die Wirkungen verschiedener Sorten in unterschiedlichen Verhältnissen miteinander kombiniert.

  • Indica

Indicas werden hauptsächlich am Abend genossen. Sie rufen eine angenehme, körperlich entspannende Wirkung hervor, die sich am besten mit einem Wort beschreiben lässt: stoned. Starke Indicas können in der Tat so entspannend sein, dass sie die sogenannte “Couchschwere” auslösen, einen Zustand der Dich aufgrund der oben genannten Sedierung nahezu bewegungsunfähig macht.

Während des Wachstums bleiben Indicas normalerweise ziemlich kompakt, werden selten höher als ein Meter und haben kurze Internodien. Wenn Du hervorragende Indicas ausprobieren möchtest, dann sieh Dir doch Northern Lights oder Blue Mystic an.

  • Sativa

Dann gibt es Sativas. Es ist bekannt, dass diese zerebralen und dynamischen Sorten ein erhebliches Summen im Kopf erzeugen, das euphorisch und erhebend ist. Einige Sativas werden aufgrund ihrer Wirkung auf die Wahrnehmung sogar als “psychedelisch” beschrieben. Diese Sorten sind offensichtlich nicht ideal, wenn Du Dich entspannen willst oder schlafen möchtest. Sie eigenen sich jedoch gut zum Rauchen vor Wanderungen, kreativen Projekten und sozialen Aktivitäten.

Reine Sativas können eine riesige Höhe von über 3 Metern erreichen und erscheinen als große, majestätische Bäume. Probiere Kees’ Old School Haze und L.A. Amnesia, um alles zu erleben, was Sativas zu bieten haben.

  • Hybriden

Da die meisten modernen Sorten auf dem Markt eine Art von Kreuzung sind, ist es wichtig, das Verhältnis von Incida und Sativa Genetik zu beachten. Du kannst beispielsweise Sorten finden, die aus 70% Indica und 30% Sativa bestehen, diese werden dann als indicadominierte Hybriden bezeichnet. Diese Sorten induzieren aufgrund des starken Indica-Einflusses wahrscheinlich noch immer eine tiefe, körperlich entspannte Wirkung, aber die Sativa-Wirkungen tragen dazu bei, die Erfahrung etwas auszugleichen. Die gleiche Regel gilt für andere genetische Verhältnisse.

Hybriden zeigen das gesamte Spektrum der Wachstumseigenschaften. Einige sind kompakt, andere schlank, werden in Innenräumen jedoch selten über 2 Meter groß. Um eine hohe Potenz im Hybrid-Format zu erfahren, probiere Liberty Haze und Boy Scout Cookies aus.

Natürlich spielt nicht nur der Genotyp (also die Genetik) eine Rolle bei der Samenauswahl, sondern auch der Chemotyp oder die chemische Zusammensetzung. THC und CBD, ganz abgesehen von den Terpenen, spielen letztendlich eine große Rolle bei der Wirkung einer Sorte.

2. MEDIZINALHANF ODER CANNABIS ALS GENUSSMITTEL: WAS BEDEUTET DAS FÜR DICH?

Heutzutage konsumieren viele Menschen Cannabis nicht (nur), um einen guten Rausch zu genießen, sondern auch für medizinische Zwecke. Einige verwenden Cannabis zur Behandlung von Schmerzen, andere dosieren das Kraut, um Angstzustände zu lindern oder besser einzuschlafen. Welche Krankheit Du behandeln willst, spielt eine Rolle dabei, welche Sorte Du auswählen solltest. Einige medizinische Sorten, wie solche, die viel CBD und wenig THC enthalten, produzieren keinen Rausch, sondern bieten ausschließlich einen therapeutischen Nutzen. Andere medizinische Sorten enthalten einen hohen THC-Gehalt, um die Symptome bestimmter Leiden zu behandeln, wie zum Beispiel den Appetitverlust.

In der Regel neigen die meisten medizinischen Sorten dazu, eine gute Dosis CBD und einen milden THC-Gehalt zu haben. Letztendlich liegt es jedoch bei Dir zu entscheiden, was eine “medizinische” Cannabissorte ausmacht. Wenn Du medizinisches Cannabis anbauen möchtest, dann schau Dir diese medizinischen Cannabissamen an.

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Cannabis als Genussmittel kann noch einfacher beschrieben werden. Hierbei handelt es sich um das Gras, das Du einfach zu Deinem eigenen Vergnügen konsumierst. Wenn ein großartiges High am wichtigsten für Dich ist, willst Du wahrscheinlich eine starke Indica, Sativa oder Kreuzung haben, die hauptsächlich THC aufweist und möglicherweise ein wenig CBD mitbringt. Sieh Dir die mächtige Gorilla Glue, die berühmte Girl Scout Cookies und die spektakuläre Amnesia Haze an – drei äußerst beliebte und potente Sorten für die Freizeitgestaltung.

3. REGULÄR, FEMINISIERT, AUTOFLOWERING, PHOTOPERIODISCH: WAS BEDEUTET DAS ALLES?

Beim Anbau von Cannabis ist auch die Art des Samens von großer Bedeutung. Es stehen drei Arten von Samen zur Auswahl: Reguläre, feminisierte photoperiodische und autoflowering Samen.

  • Reguläre Samen

Reguläre Cannabissamen können entweder zu einer weiblichen oder männlichen Pflanze heranwachsen. Sie sind nicht mehr so beliebt wie sie früher einmal waren, obwohl erfahrene Grower auf sie schwören und sagen, dass sie die besten Ergebnisse erzielen. Der Nachteil von regulären Samen ist, dass der durchschnittliche Grower die Männchen schnell identifizieren und aussortieren muss, um das Bestäuben der Weibchen zu verhindern. Wenn Du allerdings Cannabis züchtest, benötigst Du natürlich auch männliche Pflanzen.

  • Feminisierte photoperiodische Samen

Feminisierte Cannabissamen räumen den Ärger mit den männlichen Pflanzen aus dem Weg, da sie nur weibliche Pflanzen sprießen lassen. Da die Weibchen die Pflanzen sind, die harzige Blüten produzieren, entscheiden sich die meisten Grower für diese Sorten. Wenn Du drinnen anbaust, kannst Du die Wachstumsstadien von feminisierten photoperiodischen Cannabispflanzen mit einem Timer für Dein Licht kontrollieren.

Während des vegetativen Stadiums stellst Du das Licht auf 18 bis 24 Stunden ein. Wenn Du die Blütezeit einleiten willst, schaltest Du den Timer auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit. “Photoperiodisch” bedeutet im Wesentlichen, dass Pflanzen erst dann blühen, wenn die Lichteinwirkung so gering ist, dass sie die natürliche Veränderung der Jahreszeiten nachahmt. Dies bedeutet, dass feminisierte photoperiodische Pflanzen, die drinnen angebaut werden, bei ausreichendem Licht technisch gesehen beliebig lange im vegetativen Stadium gehalten werden können.

  • Autoflowering Samen

Im Gegensatz zu photoperiodischem Cannabis fangen autoflowering Sorten nach etwa 4 Wochen von selbst an zu blühen. Die genaue Zeit kann variieren, aber autoflowering Sorten blühen immer nach einer bestimmten Zeit und sind nicht abhängig von der Lichteinwirkung. Autoflowering Samen sind ebenfalls feminisiert, so dass sie keine männlichen Pflanzen produzieren. Im Gegensatz zu photoperiodischen Pflanzen sind Grower beim Anbau in Innenräumen jedoch nicht dafür verantwortlich den Lichtzyklus zu ändern, um die Blüte einzuleiten. Grower können autoflowering Sorten einfach während des gesamten Wachstumszyklus unter 18 bis 24 Stunden Licht stehen lassen. Dies macht autoflowering Sorten zu einer großartigen Wahl für Anfänger, die die Grundlagen des Anbaus im Innenbereich noch nicht kennen. Außerdem sind autoflowering Sorten viel schneller bereit für die Ernte und reifen in etwa der Hälfte der Zeit wie einige photoperiodische Sorten.

Quick One Autoflowering und Sweet Skunk Automatic sind schnell wachsende Pflanzen und vermeiden beim Anbau im Freien das Risiko von Herbstregen. Viele autoflowering Sorten sind zudem sehr kompakt und eignen sich daher gut für kleinere Anbauräume. Ihre Nachteile sind ein kleineres Ertragspotenzial sowie eine geringere Potenz.

Welche Art von Samen ist also die richtige für Dich? Wenn Du drinnen unter einer Lampe anbaust, möchtest Du wahrscheinlich feminisierte Cannabissamen verwenden, die entweder photoperiodisch sind oder die autoflowering Eigenschaft haben. Wenn Du nicht viel Platz hast oder wenn Du einen Anbau haben möchtest, bei dem Du Dir keine Sorgen über den Wechsel der Beleuchtung machen musst, können autoflowering Cannabissamen die beste Wahl sein. Wenn Du ein Grower bist, der neuartige Cannabissorten entwickeln möchte, dann solltest Du für Deine Experimente natürlich reguläre Samen einkaufen.

4. KLIMA: SEI REALISTISCH MIT DEINEN ERWARTUNGEN

Nicht alle Cannabissorten sind für alle Klimazonen gleichermaßen geeignet. Wenn Du in Nordeuropa lebst und im Freien anbauen möchtest, willst Du Cannabissorten haben, die resistent gegen Kälte und Regen sind und ihren Wachstumszyklus schnell beenden. Glücklicherweise wachsen viele der Sorten, die für kältere Klimazonen gezüchtet wurden, von Natur aus schneller und blühen rasch. Auf diese Weise kannst Du erstklassige Blüten ernten, bevor Schimmel und Fäule eine Chance haben, Deine Ernte zu verderben.

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Wenn Du jedoch drinnen oder im Freien anbaust, wo Du lange und sonnige Sommer hast, musst Du Dir keine Sorgen darüber machen, wie lange eine Sorte braucht, bis sie bereit für die Ernte ist. Einige Züchter kategorisieren ihre Samen sogar nach Klima – aber auch andere Metriken wie Blütezeit und natürliche Widerstandsfähigkeit können Dir dabei helfen zu bestimmen, ob eine Sorte zu Deinem spezifischen Klima passt.

5. EINFACH VS. FORTGESCHRITTEN

Cannabissorten können aufgrund verschiedener Faktoren einfacher oder schwieriger anzubauen sein. Wir haben bereits über die Unterschiede zwischen photoperiodischen und autoflowering Sorten gesprochen, aber es gibt noch andere Variablen. Einige Sorten werden darauf gezüchtet robuster zu sein und weisen eine bessere natürliche Resistenz gegen die üblichen Schädlinge, Schimmelpilze und Krankheiten auf. Sie können weniger wählerisch sein, wenn es um Nährstoffe und Bewässerung geht und sie tolerieren Fehler besser als andere. Wenn Du neu im Cannabisanbau bist, ist es am besten eine Sorte zu wählen, die bekannt dafür ist relativ pflegeleicht zu sein.

6. PREIS

Schlussendlich ist der Preis natürlich ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, welche Samen Du kaufen möchtest. Aber sei gewarnt: Du solltest Dich nicht von Schnäppchen täuschen lassen, die zu gut scheinen, um wahr zu sein. Vor allem, wenn Du solche Angebote von unbekannten und weniger seriösen Anbietern findest. In vielen Fällen sind billige Cannabissamen von schlechter Qualität, haben eine schlechte Keimrate und insgesamt eine minderwertige Genetik. Wenn Du ein paar Euro sparen willst, opferst Du wahrscheinlich einen guten Ertrag und eine starke Potenz.

Wenn Du bereits viel Zeit und Mühe in den Anbau von Gras investierst und auch noch viel Geld für eine Ausrüstung ausgibst, ist es wenig sinnvoll, dort zu sparen, wo die Qualität am wichtigsten ist. Hol Dir Deine Samen von einem renommierten Saatgutunternehmen, denn so hast Du von Anfang an vollkommenes Vertrauen in Dein Cannabis.

Viel Spaß beim Anbau!

Georg

Geschrieben von: Georg
Wohnhaft in Spanien, verbringt Georg nicht nur viel von seiner Zeit an seinem Computer, sondern auch in seinem Garten. Mit einer brennenden Leidenschaft für den Cannabisanbau und die Erforschung von Psychedelika, ist Georg in allem gut bewandert, was psychoaktiv ist.

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