Die psychedelische Medizin der Zukunft

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogPsychedelikaWissenschaft

Die psychedelische Medizin der Zukunft

Psychische Störungen wie Depressionen, PTBS und Zwangsstörungen sind nur schwer zu behandeln. Aber es gibt eine wachsende Zahl von Studien, die darauf hindeuten, daß Psychedelika der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie sein könnten.

Wenn Du vor kurzem unseren Blog besucht hast, dann könntest Du unseren wachsenden Trend der Artikel über die Erforschung möglicher medizinischer Anwendung von Psychedelika bemerkt haben. Viele Wissenschaftler beginnen, hinter diese Gruppe der den Geist öffnenden Drogen zu blicken. Und was denken sie alle? Daß Psychedelika die Zukunft sind.

Ein lebenslanges Potential, unterdrückt durch den Krieg gegen die Drogen

Gehen wir mal zurück in die 1940er Jahre, als die Wissenschaft ein bißchen weniger zurückhaltend war, wenn es um Drogen ging und Du wirst sehen, daß die Erforschung medizinischer Anwendungen von Psychedelika sprunghaft anstieg, als die halluzinogenen Eigenschaften von LSD entdeckt wurden. Für die, die es untersuchten, war es sehr verheißungsvoll und die Wirkungen bei der Behandlung von Angstzuständen, PTBS, Zwangsstörungen und Depression wurden schnell gefunden. Leider wurde diese Forschung durch den Krieg gegen die Drogen schnell zum Stillstand gebracht, da ein generelles Verbot jede weitere Forschung verhinderte.

Knapp über 70 Jahre später und die Forschung wird wieder aufgenommen, da sich abzeichnet, daß der Krieg gegen die Drogen in epischen Ausmaßen gescheitert ist. Obwohl die Forschung gerade erst wieder begonnen hat, verlaufen die ersten Tests gut, wobei ermutigende Ergebnisse ans Licht kamen. Bisher wurden die vier wichtigsten Psychedelika untersucht; diese sind LSD, Psilocybin (Zauberpilze), Ketamin und MDMA. Es wurde herausgefunden, daß LSD bei der Behandlung von Angst und Alkoholismus helfen könnte; Psilocybin bei Angst, PTBS und Zwangsstörungen, Ketamin bei Depressionen und MDMA bei PTBS und Angststörungen.

Alles dreht sich um die Behandlung psychischer Störungen und bei allen haben die traditionellen Medikamente Probleme, sie zu therapieren. Für jemanden der Erfahrung mit Drogen hat ist es keine Überraschung - das heilende Potential von Psychedelika wird von jedem schnell selbst entdeckt und sie wurden über Tausende von Jahren in medizinischer und entheogener Umgebung verwendet.

Ein Blick in die Zukunft der psychedelischen Medizin

Obwohl die Forschung wieder anläuft, hält das rückständige Denken, das durch den Krieg gegen die Drogen hervorgebracht wurde, noch an und es blockiert und behindert weiterhin wissenschaftliches Vorankommen. Sehen wir uns beispielsweise die USA an, wo Psychedelika als Schedule I Drogen eingestuft sind. So werden Medikamente klassifiziert, die ein hohes Potenzial für den Missbrauch und keinen medizinischen Wert haben. Auch wenn es eine Menge Studien gibt, die etwas anderes aussagen, weigert sich die DEA, die für die Durchsetzung der Drogengesetze zuständig ist, dies zu bestätigen, wobei sie zum Ausdruck bringt, daß die Forschung nicht umfangreich genug wäre. Das Problem ist, daß eine umfangreiche Forschung erst gar nicht stattfinden kann, solange diese Medikamente in Schedule I eingestuft sind, also, eine klassische Zwickmühle.

Natürlich ist es hierbei wichtig zu beachten, daß die DEA und anderen Einrichtungen bei der Durchsetzung des Verbots überhaupt keine Rolle dabei spielen, das Potenzial von Medikamenten ernsthaft zu bewerten. Wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Kontrolle diktieren den Krieg gegen die Drogen und die Behörden sind einfach nur die ausführenden Organe des Systems. Die wirkliche Bewertung des Erfolgs des Krieges gegen die Drogen zeigt sich auf jemandes Bankkonto.

Glücklicherweise verliert die USA an Einfluss und andere Länder beginnen unabhängig mit der Erforschung dieser Stoffe. Vielleicht überraschend ist es, daß die Forschung ausgerechnet in Großbritannien wieder beginnt. Großbritannien, das als recht konservativ gilt, wenn es um Drogengesetze geht, hat eine sehr ähnliche Drogenpolitik wie die USA, also die Klassifizierung von Psychedelika als die schlimmste Art von Drogen. Was sie allerdings von den USA unterscheidet, ist, daß die Forschung mit der schriftlichen Zustimmung des Innenministeriums stattfinden kann - so daß eine ausweglose Pattsituation vermieden werden kann. Und das Innenministerium hat einigen wenigen Auserwählten seine Zustimmung gegeben. Hoffentlich wird sich diese Forschung wie beim Cannabis lawinenartig ausbreiten, so daß später größere, umfangreiche Studien stattfinden können. Psychedelika haben das Potenzial, das Leben vieler zu verbessern und können in der richtigen Umgebung sicher verwendet werden. Eines Tages könnte es allgemein akzeptiert sein, daß sie der Schlüssel zur wahren Heilung sind.