Cannabis steht NICHT in Verbindung mit einem IQ Rückgang bei Jugendlichen

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Cannabis steht NICHT in Verbindung mit einem IQ Rückgang bei Jugendlichen

Neue Studie findet heraus, daß nein, Cannabis nicht den IQ senkt.

Im Jahr 2012 sammelte eine Studie von der Duke University mit ihren Ergebnissen, daß schwerer Marihuanakonsum bei Jugendlichen einen rückläufigen IQ verursacht, die Anti-Cannabis Aktivisten hinter sich. Es war eine umstrittene Feststellung und wurde von anderen akademischen Einrichtungen wegen seiner Verallgemeinerungen und fehlerhaften Methodik schnell kritisiert.

Jetzt wurde in einer neuen Studie, die vom University College London, einer der angesehensten akademischen Institutionen der ganzen Welt durchgeführt wurde, kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und einem verminderten IQ gefunden. Die Studie, eine Längsschnittstudie, folgte dem Leben von 2.612 Kindern, die zwischen 1991 und 1992 geboren wurden, bis ins Alter von 15 Jahren.

Der IQ jedes Kindes wurde im Alter von 8 und dann wieder mit 15 Jahren getestet. Jeder Teilnehmer wurde zudem gebeten, eine Umfrage über den Cannabiskonsum zu beantworten. Diese Ergebnisse wurden dann in Verbindung mit den schulischen Leistungen jedes Einzelnen analysiert, um festzustellen, ob Cannabis irgendeine negative Auswirkungen auf ihre intellektuelle oder akademische Entwicklung hatte. Es wurde festgestellt, daß, sobald Störfaktoren berücksichtigt wurden, es keine Hinweise darauf gibt, daß auch schwerer Konsum von Marihuana mit einem Rückgang des IQs assoziiert wäre. Wobei Störfaktoren Alkohol, Tabak und andere Drogen, sowie Dinge wie der Schulabschluss der Mutter waren.

Interessanterweise, aber nicht überraschend, ist es der Alkoholkonsum, von dem herausgefunden wurde, daß er stark mit einem Rückgang des IQs in Verbindung gebracht werden kann.

Allerdings wurde in der Studie festgestellt, daß Studenten, die schwere Marihuananutzer waren, bei Prüfungen 3% schlechter abschnitten, als diejenigen, die keine starken Konsumenten waren.

Eine Korrelation, keine Ursache

In einer begleitenden Erklärung des Hauptautors wird festgestellt, "das ist eine potenziell wichtige Nachricht für die öffentliche Gesundheit - der Glaube, daß Cannabis besonders schädlich ist, kann den Fokus von dem Bewußtsein für andere potenziell schädliche Verhaltensweisen ablenken." Dies ist eine sehr starke Aussage. Das Hauptargument der Anti-Cannabis Aktivisten ist, daß Cannabis schädlich ist, aber diese Beweise würden darauf hindeuten, daß wir dadurch, daß wir uns auf Cannabis konzentrieren, andere Entscheidungen des Lifestyles ignorieren, die schädlich sein könnten und daß der Cannabiskonsum eine Korrelation sein mag, aber nicht die Ursache.

Ein Paradebeispiel

Ein tolles Beispiel dafür, was man nicht machen sollte, kommt von unserem heißgeliebten Panikmacher, The Daily Mail. Die Daily Mail hat auch von den Ergebnissen dieser Studie berichtet, aber anstatt die ganze Geschichte zu erzählen und die Botschaft dieser Erkenntnisse zu verbreiten, haben sie sich die Informationen rausgepickt, die das Ergebnis hatten, daß starke Cannabiskonsumenten bei Prüfungen um bis zu 3% niedriger punkteten, als Nutzer, die es seltener und diejenigen, die es überhaupt nicht verwendeten - wir möchten insbesondere den Punkt betonen, daß dies nicht meisten normalen Cannabiskonsumenten sind, nur die schwersten. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Anti-Cannabis Bewegungen die Sachen falsch interpretieren und das größere Bild außer Acht lassen.

Versteh uns nicht falsch - wir befürworten keinesfalls den unverantwortlichen Drogenkonsum Minderjähriger. Aber Jugendliche VERWENDEN Cannabis nun einmal und die Konzentration auf den Cannabiskonsum zu richten, wenn sich doch gezeigt hat, daß er keinen Einfluss auf die Intelligenz hat, statt auf andere Dinge wie den Alkoholkonsum zu achten, ist komplett daneben. Wenn also die Anti-Cannabis Aktivisten wirklich besorgt über die Wirkung von Cannabis auf Kinder sind, dann sollte Cannabis auf jeden Fall legalisiert und kontrolliert werden, so daß es nur Personen über 18 oder 21 erwerben können und nicht jeder, der €20 in der Tasche hat.