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Cannabis Braucht Jede Menge Regulierung – Wir Erklären, Warum
5 min

Cannabis Braucht Jede Menge Regulierung – Wir Erklären, Warum

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Editorials Neuigkeiten

Um sicherzustellen, dass jeder Nutzer mit Cannabis angenehme und sichere Erfahrungen machen kann, benötigen wir ein gut reguliertes System für die Weed-Vermarktung. Hier erklären wir, warum.

Willkommen bei den Editorials von Zamnesia, wo unser Autor Steven seine Meinung zu allem teilt, was im Zusammenhang mit der Cannabis-, CBD- und Smartshop-Branche steht. Beachte bitte, dass es sich in all diesen Artikeln um die Ansichten des Autors handelt, die nicht unbedingt die Auffassung von Zamnesia als Unternehmen widerspiegeln. Falls Du unserem Autor und unserem Team etwas mitteilen möchtest, hinterlasse bitte einen Kommentar.

Immer mehr Menschen befürworten die Legalisierung von Weed. Letztes Jahr hat eine Umfrage des Pew Research Centers ergeben, dass über 60% der Amerikaner[1] die Legalisierung von Cannabis positiv sehen. Laut dem Independent unterstützen ebenfalls mehr als 3 von 4 Briten[2] die Legalisierung, während auch für Australien und Neuseeland ganz ähnliche Statistiken vorliegen. Und nach einem Bericht von Vice ist es sehr wahrscheinlich, dass Mexiko und Luxemburg[3] sich in den nächsten Jahren ebenfalls der Legalisierung anschließen werden.

Angesichts der Tatsache, dass die Legalisierung vielerorts zur realen Möglichkeit wird, leben wir in einer interessanten Zeit, und dürfen uns vorstellen, wie eine Zukunft mit legalem Cannabis aussehen wird. Und diese Zukunft muss eine Zukunft mit reichlich Regulierung sein. Wir wollen nun erklären, warum wir dies so sehen:

MIT DEM CANNABISKONSUM SIND REALE RISIKEN VERBUNDEN

Mit Dem Cannabiskonsum Sind Reale Risiken Verbunden

In den letzten 100 Jahren haben unsere Regierungen und Medien hart daran gearbeitet, die Risiken des Cannabiskonsums zu übertreiben. Zum Glück legen neue Untersuchungen nahe, dass Cannabis nicht so schädlich ist, wie man uns glauben machen wollte. Diese Untersuchungen zeigen jedoch auch, dass der Cannabiskonsum nicht völlig ungefährlich ist, und dass die Cannabisgemeinschaft dies berücksichtigen und akzeptieren muss.

Manche Untersuchungen belegen beispielsweise, dass das Rauchen von Cannabis ähnliche Risiken wie das Rauchen von Tabak birgt, vor allem, weil es mit der Verbrennung und dem Einatmen von giftigem Rauch verbunden ist.

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Ebenso wissen wir, dass (halt Dich fest) Cannabis eine Abhängigkeit verursachen kann. Sicher, sein Suchtpotential ist viel geringer als das vieler anderer Substanzen (einschließlich legaler Substanzen wie Tabak). Für manche Menschen kann der Cannabiskonsum jedoch problematisch sein. Beispielsweise erfüllten im Jahr 2015 4 Millionen Amerikaner die diagnostischen Kriterien für eine Cannabissucht, von denen 138.000 eine Behandlung suchten, um mit ihrer Sucht fertig zu werden.

Die Untersuchungen haben auch belegt, dass der Cannabiskonsum Risiken für junge Konsumenten mit sich bringen kann. Man konnte nachweisen, dass das Endocannabinoid-System sowohl vor der Geburt als auch während der Pubertät eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Gehirns spielt. In kleinen Studien, in denen Gehirnscans von gewohnheitsmäßigen Cannabiskonsumenten und Abstinenzlern verglichen wurden, stellte man Unterschiede in der Gehirnstruktur und den kognitiven Funktion fest.

Andere Forschungsstudien haben den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychischen Erkrankungen wie Angstzuständen, Depressionen, Psychosen und Schizophrenie untersucht. Könnte es da einen Zusammenhang geben? Das wissen wir leider noch nicht. Die Untersuchungen haben nicht bewiesen, dass Cannabis diese Erkrankungen verursacht, dennoch gehen manche Forscher aufgrund ihrer Untersuchungen davon aus, dass Cannabiskonsum die Symptome verschlimmern oder bei entsprechend veranlagten Personen das Risiko einer Erkrankung erhöhen kann.

Jetzt, wenn ich Dich noch nicht vergrault habe, ist hier noch etwas Wichtiges, dass man bedenken sollte: Fast alle der oben genannten Forschungsarbeiten haben ihre Grenzen. Die traurige Realität ist, dass wir noch nicht viel über Cannabis und seine Auswirkungen wissen. Im Moment scheint Cannabis definitiv nicht so gefährlich zu sein, wie man uns glauben machen wollte, aber es ist auch nicht so sicher, wie manche Befürworter es gern hätten. Und bis wir Gewissheit haben, ist es wichtig, den Cannabiskonsum zu regulieren und mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren.

DER CANNABISANBAU IST NICHT IMMER SAUBER

Der Cannabisanbau Ist Nicht Immer Sauber

Cannabis ist eine robuste Pflanze. Sie wächst auf sechs Kontinenten und benötigt wenig mehr als Sonnenlicht, Wasser und etwas guten Boden, um zu wachsen. Leider hat unsere Vorstellung, wie eine ideale Cannabisfarm aussehen könnte, nicht viel mit der Realität zu tun.

In den letzten Jahren wurde der Cannabisanbau fast ausschließlich in geschlossenen Räumen betrieben. Und das aus gutem Grund, denn dieses Vorhaben stellt in vielen Ländern eine schwere Straftat dar. Um die Wirksamkeit und den Ertrag ihrer Pflanzen zu maximieren, begannen Indoor-Cannabisanbauer auch, eine Reihe von Chemikalien zu verwenden, darunter Nährlösungen, Pestizide und mehr.

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Leider sind viele der Produkte, mit denen Cannabispflanzen zu mehr Leistung angestachelt werden, alles andere als natürlich. Lies einfach mal das Etikett Deiner Blüte-Booster oder Pestizide, um zu verstehen, was ich meine. Wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet werden, können die Chemikalien in diesen Produkten zudem im Endprodukt vorhanden sein, das von den Menschen konsumiert wird. Der Abfluss dieser Produkte ist ebenfalls hochgiftig und kann verheerende Auswirkungen auf die lokale Umwelt haben.

Die Tatsache, dass Cannabis unter Verwendung dieser Chemikalien angebaut wird, ist eine harte Realität und ein weiterer Grund, warum die Produktion von Cannabis streng reguliert werden muss. Der Rahmen für die Legalisierung und Vermarktung von Cannabis muss die Erzeuger für die Verwendung und Entsorgung dieser Chemikalien zur Verantwortung ziehen und sicherstellen, dass sie das Endprodukt nicht beeinträchtigen.

DAS HEUTIGE CANNABIS HAT EINE EXTREM STARKE WIRKUNG

Das Heutige Cannabis Hat Eine Extrem Starke Wirkung

"Das ist nicht das Gras Deines Vaters." Du hast diesen Satz so oder ähnlich vielleicht in den Medien gelesen, wo man in letzter Zeit die Wirkungsstärke des heutigen Cannabis genau unter die Lupe genommen hat. Und es ist wahr; das heutige Cannabis wurde so manipuliert, dass seine Blüten über 30% THC enthalten können. Das Gras, das Deine Eltern geraucht haben[4], hatte dagegen wahrscheinlich weniger als 4% THC.

Warum ist das für die Regulierung wichtig? Nun, obwohl THC bei vielen Freizeitkonsumenten sehr gefragt ist, ist es nicht jedermanns bevorzugtes Cannabinoid. Für viele Menschen kann Cannabis mit hohem THC-Gehalt tatsächlich ziemlich unangenehm sein.

Deshalb brauchen wir auch hier eine Regulierung. Dies bedeutet nicht, dass Sorten mit hohem THC-Gehalt nicht verfügbar sein sollten, aber Regulierung kann dazu beitragen, dass eine Vielzahl von Konzentrationen üblicher wird. Genau wie Biertrinker die Möglichkeit haben, anstelle eines starken Bieres ein leichtes zu wählen, sollten Cannabiskonsumenten in die Lage versetzt werden, die Wirkungsstärke des von ihnen gekauften Cannabis zu kennen und ihre Produktwahl entsprechend zu treffen.

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WELCHE ART VON REGULIERUNG BRAUCHT CANNABIS?

Welche Art Von Regulierung Braucht Cannabis?

Jetzt fragst Du Dich wahrscheinlich, welche Art von Regulierung ich auf legalen Cannabismärkten sehen möchte. Grundsätzlich handelt es sich um 5 Stufen der Regulierung:

  • Regulierter Verkauf. Cannabis sollte nicht an Jugendliche verkauft oder vermarktet werden und Nutzer sollten in der Lage sein zu wissen, was in dem Gras steckt, das sie kaufen. Und das geht weit über die bloße Angabe des THC-Gehalts eines bestimmten Produkts hinaus. Es sollten auch Informationen zugänglich gemacht werden, zu denen neben den Konzentrationen anderer Cannabinoide und Terpene auch Einzelheiten zum Anbau, zur Verarbeitung und vieles mehr gehören.

  • Regulierte Produktion. Vom Samen über die getrockneten Blüten bis hin zu klebrigen Konzentraten sollte die Produktion von Cannabis und seiner Derivate reguliert werden, damit Nutzer ein sauberes Endprodukt erhalten, das frei von Pestiziden, Spuren von Düngemitteln und anderen giftigen Chemikalien ist.

  • Geregelter Eigenanbau. Jeder Mensch sollte das Recht haben, sein eigenes Cannabis anzubauen, genauso wie jedermann legal sein eigenes Bier brauen darf. Das System für den Heimanbau muss jedoch ebenfalls reguliert werden. In Uruguay können Erwachsene beispielsweise bis zu sechs Pflanzen anbauen, wobei diese Gesetze kaum durchgesetzt werden. Aus diesem Grund ist Schwarzmarkt-Cannabis in ganz Uruguay und in den Grenzregionen noch immer weit verbreitet.

  • Strenge Grenzkontrolle. Länder, die Cannabis legalisieren, sollten es sich zur Aufgabe machen, sicherzustellen, dass ihre gesetzgeberischen Entscheidungen keine Auswirkungen auf andere Nationen haben. Daher müssen die Länder/Staaten ihre Grenzen streng regulieren und vermeiden, dass ihr Cannabis den Schwarzmarkt anderswo befeuert.

  • Regulierte medizinische Programme. Cannabis besitzt echtes medizinisches Potenzial und seine medizinische Verwendung sollte dem gleichen Standard wie alle anderen Arzneimittel entsprechen.

Glücklicherweise gelten in vielen Ländern, in denen Cannabis legalisiert wurde, einige dieser Vorschriften bereits. Viele Cannabisaktivisten schrecken jedoch noch immer vor den Begriffen "Regulierung" und "Kontrolle" zurück. Manche Aktivisten argumentieren, dass es sich bei Cannabis "nur um eine Pflanze" handelt und dass es lächerlich sei, überhaupt zu versuchen, es zu regulieren. Wie ich in diesem Artikel gezeigt habe, ist Cannabis jedoch mehr als "nur eine Pflanze". Seine Verwendung kann Risiken bergen, seine Herstellung ist mit aggressiven Chemikalien verbunden, und der heutige Cannabiskonsum ist alles andere als "natürlich". Daher brauchen wir eine Regulierung, um sicherzustellen, dass jeder Mensch mit Cannabis sichere und angenehme Erfahrungen machen kann.

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Two-thirds of Americans support marijuana legalization | Pew Research Center - https://www.pewresearch.org
  2. Majority of British public support legalisation of cannabis, survey reveals | The Independent | The Independent - https://www.independent.co.uk
  3. These are the Countries Most Likely to Legalize Weed Next - https://www.vice.com
  4. Changes in Cannabis Potency over the Last Two Decades (1995-2014) - Analysis of Current Data in the United States - https://www.ncbi.nlm.nih.gov

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