7 Gründe warum Städte und Bezirke Marihuana legalisieren sol

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Kategorien : BetäubungsmittelgesetzBlogCannabis

7 Gründe warum Städte und Bezirke Marihuana legalisieren sol

Die Legalisierungsbewegung ist weiter auf dem Vormarsch. Es sind jedoch keine Nationen, die diese Änderung vorantreiben, sondern einzelne Bundesstaaten, Regionen, Bezirke und Städte. Und...

 ...hier sind einige gute Gründe, warum andere diesem Beispiel folgen sollten.

Kürzlich haben wir uns mit Beiträgen befasst, warum Cannabis generell legalisiert werden sollte, aber auch Städte und Bezirke können Gewinne, Nutzen und Vorteile aus der Legalisierung und Regulierung des Anbaus und der Nutzung dieser Pflanze ziehen. Die Dinge müssen nicht auf nationaler Ebene geschehen, um eine Veränderung zu bewirken, ganz im Gegenteil, ein Wechsel auf nationaler Ebene wird oft durch kleinere Bewegungen angestoßen. Man muss sich nur mal die USA ansehen, wo die Legalisierung in einzelnen Staaten und Gemeinden die Bundesregierung unter wachsenden Druck setzt das Verbot aufzuheben.

Vor diesem Hintergrund dachten wir uns, wir würden mal die 7 größten Vorteile eines lokalen Marihuanamarkts auflisten, auf die Städte und Bezirke hoffen können.

7. Die Gründung einer neuen Industrie

Die legale Marihuanaindustrie ist sehr lukrativ und kann Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen, wovon Privatpersonen und die lokale Wirtschaft profitiert. Und wir reden hier nicht über Almosen. Wenn man sich Orte wie Colorado als Beispiel nimmt, kann eine lokale Cannabisindustrie Millionen wert sein, wenn nicht gar Milliarden. Tatsächlich war die Schaffung einer Marihuanaindustrie in Colorado so erfolgreich, daß Colorado im bundesweiten Vergleich nun den ersten Platz in Sachen Wachstum einnimmt.

Wenn es um Arbeitsplätze geht, sind es aber auch nicht nur die, die direkt mit Marihuana arbeiten, die davon profitieren. Sicher, Tausende werden direkt in der Branche als Erzeuger, Laboranten, Einzelhändler usw. arbeiten können (was toll ist), aber auch damit zusammenhängende Zweige werden davon profitieren. Dies kann alles mögliche sein, vom Auslieferungsfahrer, über Wirtschaftsprüfer, Marketingunternehmen, Ausrüstungsanbieter, bis hin zu Anwälten. Es gibt sehr wenige, die nicht in der einen oder anderen Form davon profitieren.

Außerdem ist ein wichtiger Punkt, daß, damit diese Branche wirklich gedeiht, sie legal und reguliert sein muss. Ohne kann man, wie in Amsterdam, am Ende sehen, daß teilweise ein Schwarzmarkt gedeiht - was viele der Vorteile einer legalen Cannabisindustrie zunichte macht.

6. Höhere Steuereinnahmen

Wie oben bereits angesprochen, kann ein legaler und regulierter Cannabismarkt Millionen Euro an Steuereinnahmen und Umsatz generieren. Dieses Geld fließt zurück in der nähere Umgebung, was die Infrastruktur stärkt und deren Wachstum erleichtert. Wir könnten uns über ein verbessertes Bildungssystem, bessere Gesundheitsversorgung und einen besser finanzierten Polizeidienst freuen, um nur ein paar Dinge zu nennen. Solange das Geld für die Menschen angelegt wird, gibt es keine Möglichkeit, daß die Gesellschaft nicht davon profitiert. Zum Beispiel haben die Steuern auf Cannabis in Colorado so viel Geld eingebracht, daß der Staat sogar erwägt etwas davon zu erstatten!

5. Die Notwendigkeit für einen Schwarzmarkt entfällt

Ob Cannabis legal ist oder nicht, die Menschen werden es immer kaufen. Trotz der Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden ist der Cannabiskonsum tatsächlich höher als je zuvor und der illegale Drogenmarkt wächst beständig weiter. Tatsächlich kann man es über alle illegalen Sachen sagen, denn wenn es eine Nachfrage gibt, dann wird sich jemand finden, für den es rentabel ist für ein Angebot zu sorgen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zeit der Prohibition in den USA. Damals, als Alkohol illegal war, regierten Schwarzmarkthändler mit Terror und Gewalt, wobei sie Beamte bestachen, Gewalt gegen die einsetzten, die sich widersetzten und extrem giftigen Alkohol (noch giftiger als normal) anboten. Und jetzt hört man nichts mehr vom Schwarzmarkt, nicht wahr? Das liegt daran, daß Alkohol legalisiert wurde und der Schwarzmarkt um ihn herum starb. Das gleiche passiert wenn Cannabis legalisiert wird - Gewalt, Korruption und der Konsum harter Drogen sinkt.

4. Die Legallisierung macht Ressourcen und Zeit der Polizei frei

Die Polizei hat derzeit die Angewohnheit auf Marihuanakonsumenten abzuzielen, wobei Marihuana der häufigste Grund ist, warum die Polizei in den USA Menschen durchsucht und oft darauf angewiesen ist eine Verhaftungsquote zu erfüllen, um das Budget zu sichern. Es ist ein System, das grundsätzlich falsch ist und ebenso viele Polizisten wie Bürger ärgert. Viele Polizeikräfte würden ihre Zeit und Ressourcen lieber dafür nutzen um weit schwerere Straftaten zu verfolgen und den Opfern tatsächlich zu helfen. Ihren Gemeinden zu helfen und zu dienen und ihnen näher zu sein ist ein Grund, der viele Menschen überhaupt erst dazu inspiriert in den Polizeidienst zu gehen. Das Marihuanaverbot steht dem derzeit im Weg und die Legalisierung würde es erlauben, daß die Polizei tatsächlich ihre Arbeit erledigen kann.

3. Es führt zu einem Rückgang der Kriminalität

Wie Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst, kann die Polizei, wenn Resourcen frei werden um wirkliche Verbrechen zu bekämpfen, einen ziemlich guten Job machen. Dies führt dazu, daß das gesamte gesellschaftliche Umfeld sehr viel sicherer wird, wobei die Kriminalität durch die Bank weg sinkt.

2. Marihuanatourismus

Ein ziemlich selbsterklärender Punkt, aber einer, der extrem wichtig ist. Touristen auf der Suche nach einem Ort, an dem sie mit ein bißchen Gras chillen können, können eine Menge Geld für die lokale Wirtschaft generieren und, anknüpfend an Punkt 7, noch mehr Arbeitsplätze schaffen. Was es alles noch besser macht, ist, daß Marihuanatouristen in der Regel friedliche, glückliche Menschen sind. Alles was sie tun möchten ist sich zu entspannen und eine gute Zeit zu haben, nicht etwa jemanden zu verletzen. Von Schlachtenbummlern oder besoffenen Gruppen nicht geade sagen kann.

1. Weniger unbeabsichtigte Überdosierungen und Selbstmorde

Die Forschung hat gezeigt, daß, wenn Marihuana legal ist, die unbeabsichtigte Überdosierung von verschreibungspflichtigen Opioiden um rund 25% sinkt. Dies dürfte verschiedene Gründe haben. Zum einen können Medikamente auf Opioidbasis extrem suchterzeugend sein, ähnlich wie Heroin. Daher ist es sehr viel leichter eine Überdosis zu nehmen, wenn der Benutzer den Drang verspürt mehr zu nehmen. Dann ist da auch noch die Tatsache, daß Opioide schlichtweg wesentlich gefährlicher sind als Cannabis, welches weder physiologisch suchterzeugend ist, noch eine tödliche Wirkung hat, was es unmöglich macht sich damit zu überdosieren. Da es oft als Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten verwendet wird, rettet Cannabis Leben, die sonst verloren gegangen wären.

Wenn es um Selbstmord geht, hat die Forschung zudem festgestellt, daß die Legalisierung von Marihuana die Selbstmordraten drastisch fallen läßt - vor allem bei Männern. Warum das so ist bleibt abzuwarten, aber wir würden sagen, daß die Menschen beim Konsum von Cannabis Trost vom Stress des Lebens finden, ohne dabei süchtig zu werden oder sich ganz und gar zu verlieren. Es kann der Puffer sein, den jemand braucht, um wieder in die Spur zu kommen. So oder so, die Tatsache, daß sich von der Legalisierung von Cannabis zeigt, daß es Leben retten kann, sowohl in Bezug auf Selbstmord und versehentliche Überdosierung, ist ein Hauptgrund für die lokalen Behörden eine Legalisierung in Erwägung zu ziehen. Vor allem aber hat Cannabis die Macht Leben zu bewahren, wo die Gesellschaft sonst versagt. Das sollte doch wohl Grund genug sein.