5 Probleme, die während der Blütephase des Cannabisanbauzyklus auftreten können

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Probleme Cannabisblüte


Die Blütephase Deines Anbauzyklus ist eine kritische Zeit, wenn man im Sinn hat, eine Ernte von hervorragender Qualität zu erreichen. Spezielle Maßnahmen sind erforderlich, um zu vermeiden, auf häufige Probleme zu treffen.

Der womöglich entscheidendste Punkt beim Anbau von Cannabispflanzen ist die Blütephase. All Deine harte Arbeit hat sich bisher ausgezahlt. Du hast die Bewässerung zeitlich gut abgestimmt. Du hast Deine Kräuter mit einer guten Portion Licht versorgt, die sie durch die vegetative Phase des Anbauszyklus gebracht hat. Du hast sie mit dem korrekten Verhältnis von Nährstoffen beschenkt, um ihnen beim Wachsen und Gedeihen zu helfen. Sobald Du die trichombeladenen Blüten aus Deinem Gras hervortreten siehst, könntest Du dem Eindruck verfallen, dass Deine Arbeit nun erledigt und es an der Zeit wäre, sich zurückzulehnen und die Pflanzen ihr Ding machen zu lassen. Die Pflege durch die Blütephase hindurch ist jedoch entscheidend, um mögliche Katastrophen zu vermeiden. Um sowohl die Qualität als auch Quantität Deines Ertrags zu maximieren, wirst Du die Blütephase hindurch gut aufpassen müssen.

VERMEIDE DIESE FEHLER IN DER BLÜTEPHASE

Genauso wie in der vegetativen Phase, wirst Du weiterhin bestimmte Parameter, wie Beleuchtung, Nährstoffe und den pH-Wert überwachen müssen, um sicherzustellen, dass Deine Pflanzen weiterhin richtig gesund bleiben. Im Folgenden findest Du 5 häufige Probleme, die während der Blüte auftreten können, und Tipps, wie Du diese Auswirkungen vermeiden kannst.

1. FALSCHE pH- UND NÄHRSTOFFWERTE

Falsche pH- Und Nährstoffwerte

Der pH-Wert an der Wurzelzone Deiner Pflanzen ist über die gesamte Länge des Anbauzyklus hinweg ein wichtiger Faktor, insbesondere während der Blütephase, wenn schädliche Situationen wirklich die Gesundheit und Qualität Deiner Ernte beeinflussen können. Probleme mit dem pH-Wert können sich auf verschiedene Weise manifestieren und viele Probleme, die Du mit Deinen Pflanzen während der Blütephase durchmachst, könnten mit dem pH-Wert zu tun haben. pH-Wert-Probleme können bewirken, dass sich die Blätter zusammenrollen und falten. Dies ähnelt oftmals den Symptomen von Nährstoffmängeln.

Flecken auf Blättern und verbrannte Ränder können auch ein pH-Problem bedeuten. Es ist wichtig, die eigentliche Ursache dieser Symptome zu erkennen, bevor Du Deine Pflanzen als Folge von Nährstoffmängeln behandelst. Wenn Deine Pflanze angemessene Nährstoffe bekommt und Du Dich dazu entscheidest, ihr eine extra Dosis zu geben, könntest Du in Wirklichkeit einigen Schaden für den Ertrag verursachen. Obwohl es vielleicht wie eine gute Idee erscheint, einige extra Nährstoffe während der Blütephase zuzugeben, können zu viele bewirken, dass die Buds schlecht schmecken und riechen und die Qualität Deiner Ernte in der Tat ruiniert wird.

pH-Sets können verwendet werden, um den pH-Wert der Wurzelzone Deiner Pflanzen zu prüfen. Beim hydroponischen Anbau sollte die Wurzelzone idealerweise einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 haben. Wenn es um Pflanzen geht, die in Erde angebaut werden, sollte der pH-Wert der Wurzelzone zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Falls der pH-Wert entweder zu hoch oder zu niedrig ist, kannst Du pH-Up- oder pH-Down-Produkte anwenden, damit Deine Pflanzen zu einer gesunden Balance zurückfinden.

Solltest Du nur ein oder zwei Wochen von der Ernte entfernt sein, wirst Du Deine Pflanzen wahrscheinlich spülen, also wird die Behandlung des pH-Werts kaum mehr eine Option sein - sorge dafür, dass Du die Probleme erkennst, bevor es soweit ist!

2. MÄNNLICHE PFLANZEN BESTÄUBEN WEIBLICHE PFLANZEN

Männliche Pflanzen Bestäuben Weibliche Pflanzen

Wird in der Absicht angebaut, die fettesten, größten und wohlriechendsten Buds zu ernten, wollen Anbauer einen Zuchtraum voller weiblicher Blüten. Falls männlichen Pflanzen innerhalb des Anbauraums existieren und anfangen, Pollen zu verbreiten, werden sie unweigerlich die weiblichen Blüten bestäuben. Männliche Pflanzen bilden keine Buds aus und haben für viele Erzeuger kaum einen Verwendungszweck. Stattdessen formen sie Pollensäcke, die ihre Gene entwickeln und verbreiten. Nun, dieses Phänomen ist nicht wirklich ein großes Problem für Anbauer, die danach trachten, Samen zu produzieren. Allerdings wird es zu einem riesigen Problem für Grower, die auf einen großen Ertrag hochpotenter Blüten für sowohl freizeitliche als auch medizinische Anwendung abzielen.

Wenn eine weibliche Blüte von einer männlichen Pflanze bestäubt wurde, wird die Blüte zugunsten von Samen vernachlässigt. Sobald eine weibliche Pflanze bestäubt wurde, wird sie beginnen, ihre Bemühungen in die Ausbildung von Samen umzuleiten, ein Verhalten, dass sie von Natur aus verfolgt, um ihre genetische Abstammung fortzuführen. Es ist offensichtlich, dass dies für Anbauer in keinster Weise wünschenswert ist, die wollen, dass ihre weiblichen Pflanzen sich bis ganz zum Ende des Anbauzyklus voll und ganz auf die Herausbildung von geilen Blüten fokussieren.

Um zu vermeiden, dass Bestäubung stattfindet, ist es entscheidend, alle Deine Pflanzen während des Beginns der Blütephase genau im Auge zu behalten. Falls Du siehst, dass eine Pflanze Pollensäcke anstatt Blüten ausbildet, solltest Du sie so schnell wie möglich aus dem Anbaubereich entfernen. Ja, die Vorstellung ist schlimm, zu wissen, wie viel Arbeit in dieses Exemplar floss, aber es ist es wirklich nicht wert, es zu behalten, denn es reduziert die Leistung all Deiner Weibchen.

HERMAPHRODITEN

Hermaphroditen

Halte auch nach Hermaphroditen Ausschau. Diese Pflanzen sind Weibchen, die anfangen, männliche Teile zu entwickeln. Dieses Phänomen kann eine direkte Reaktion von weiblichen Pflanzen sein, die während den frühen Phasen des Anbauzyklus zu viel äußerlichen Stress erleben. Es scheint zudem so, als ob die Tendenz zu Hermaphroditen ein Mittel der genetischen Selbsterhaltung ist, denn ohne jeglichen Pollen in Sicht, hat die Pflanze keine andere Chance, um ihre Genetik zu verbreiten. Hermaphroditische Pflanzen werden anfangen, an den Knospen männliche Teile auszubilden, ein Phänomen, dass sich auf zwei Weisen manifestieren kann: Entweder wird ein ganzer Pollensack an einer Knospe wachsen oder nur eine gelbe bananenähnlich aussehendes Gebilde, das tatsächlich ein Stamen ist.

Wenn diese biologischen Strukturen anfangen, Pollen zu produzieren, dann werden diese Pflanzen sich selbst bestäuben und möglicherweise alle anderen Weibchen im Anbauraum. Aus diesem Grund ist es ratsam, die männlichen Teile zu entfernen, sobald Du sie entdeckst. Oder um ganz sicher zu gehen: Entferne diese Pflanzen aus dem Anbauraum und kultiviere sie in einer separaten Umgebung, um jedwedes Risiko einer Bestäubung zu minimieren.

3. FALSCHE BELEUCHTUNGSEINSTELLUNG

Falsche Beleuchtungseinstellung

Die Beleuchtung ist ein absolutes Schlüsselelement für die Gesundheit, Vitalität und Ertragsproduktion einer Cannabispflanze. Doch ähnlich wie mit Nährstoffen, kann zu viel einer guten Sache auch nachteilige Effekte verursachen. Gute, starke Lampen sind ein Muss, wenn es um die Erzeugung der bestmöglichen Ernte geht. Pflanzen brauchen Licht, um durch den Prozess der Photosynthese Energie zu produzieren, deshalb ist viel Licht wesentlich. Während der Blütephase gibt es bestimme Beleuchtungsfaktoren, die beachtet werden müssen. Einer ist der Beleuchtungszyklus. Du wirst den Lichtzyklus verändern müssen, es sei denn, Du baust eine autoflowering Sorte an. Ein weiterer Faktor ist der Abstand zwischen der Lichtquelle und Deinen Pflanzen.

In der Blütephase tritt hohes vertikales Wachstum auf, insbesondere, wenn die betreffende Pflanze eine große Sativa-Sorte ist, die eine Höhe von 200cm oder mehr erreichen kann. Pflanzen werden dem Licht bis zu einem Punkt entgegenwachsen, an dem es gefährlich wird. Die Lampen müssen nahe an die Pflanzen positioniert werden, um die Leistung zu maximieren. Hat man sie aber zu nah, kann das auch Ärger bewirken. Wenn Pflanzen frei wachsen können und zu nah an eine Lichtquelle wachsen, könnten sie verbrennen und ausbleichen. Die meisten Sorten haben unterschiedliche Anforderungen, was den Abstand betrifft, in dem sie von den Lampen entfernt sein sollten. Es könnten ein paar Experimente erforderlich sein, um diesen Idealpunkt zu finden, oder Du umgehst diesen Prozess des Herumprobierens, indem Du bezüglich der Sorte Deiner Wahl nachforschst.

4. ACHTE AUF DEN GERUCH

Achte Auf Den Geruch

Dieser Faktor ist definitiv einer, der eher diejenigen betrifft, die Gras in Gegenden der Welt anbauen, in denen ein solcher Akt nicht toleriert wird. Es ist kein Geheimnis, dass Cannabispflanzen ein angenehmes und leckeres Aroma verströmen, eines, das sie von fast allen anderen Pflanzen unterscheidet. Während der vegetativen Phase werden die meisten Sorten den vollen Geruch noch zurückhalten. Es ist die Blütephase, in der Pflanzen anfangen, ihre ganze Skunk-Pracht zu zeigen und wirklich zu stinken. Falls Du in einer dichtbevölkerten Gegend lebst, stehen die Chancen gut, dass der Geruch leicht bemerkt wird, besonders in Wohngegenden. Wenn Deine Pflanzen in dieser Phase konfisziert werden würden, wäre das eine Schande. Zudem ist der Anbau von ein paar Pflanzen eine Gefängnisstrafe wirklich nicht wert. Darum ist es extrem wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Skunk-Aromen zu kaschieren und zu entfernen.

Aktivkohlefilter können an die Abluft von Zuchtzelten montiert und eingesetzt werden, um den offensichtlichen Geruch einer blühenden Cannabispflanze abzufangen. Aktivkohlefilter können außerdem zusammen mit Ventilatoren verwendet werden, um Luft entweder durch das Gerät zu drücken oder zu saugen. Diese Optionen sind äußerst effektiv, einfach instand zu halten und lange Zeit haltbar.

5. SCHIMMEL AUF BUDS

Schimmel Auf Buds

Schimmelbildung ist ein echtes Risiko, was die Blütephase des Anbauzyklus betrifft. Schimmel gedeiht in feuchten und dunklen Umgebungen mit wenig Luftzirkulation. Luftentfeuchter und Ventilatoren sind tolle Hilfsmittel im Kampf gegen Schimmel. Du willst gewiss keine Buds rauchen, die mit Schimmel überzogen sind, deshalb ist die Entdeckung eines Befalls auch eine so herbe Enttäuschung.

Ein Weg, Schimmelbildung zu vermeiden, ist es, eine Sorte auszuwählen, die genetisch äußerst resistent gegen Schimmel ist. Falls Du in Regionen leben solltest, in denen Schimmelwuchs wahrscheinlich ist, dann wäre es eine gute Option, derartige Gene zu nutzen. Beispiele wären Blue WidowSwiss CheeseHollands HopeFrisian DewPassion #1White Widow und A.M.S.

Schimmel ist auch während der Ernte ein Grund zur Besorgnis. Es ist vollkommen verständlich, dass manche Anbauer wollen, dass ihr Vorrat sobald wie möglich gebrauchsfertig ist, aber Geduld zahlt sich immer aus. Du wirst Deine Buds richtig trocknen und aushärten müssen, um zu vermeiden, auf Schimmelprobleme zu treffen und zudem die Haltbarkeit Deines Vorrats verlängern.

Wenn Du Dein Weed trocknest, ist ein dunkler Raum aufgrund der abschwächenden Wirkung, die Licht auf Deine Blüten haben könnte, vorzuziehen. Hänge Pflanzen und Zweige verkehrt herum von Schnüren oder Wäscheleinen und versuche in den ersten 3 Tagen eine Raumtemperatur von etwa 20°C zu bewahren, gefolgt von Temperaturen von 17 bis 18°C in der Folgezeit. Dieser Vorgang wird rund 10 bis 20 Tage dauern. Eine Luftfeuchtigkeit von 50% wird die Blüten davon abhalten, zu schnell auszutrocknen. Wenn die Stiele der Zweige sehr leicht brechen, dann ist der Trocknungsprozess abgeschlossen.

AUSHÄRTUNG

Nun folgt der Aushärtungsprozess. Die Aushärtung ermöglicht den Abbau von Chlorophyll, einem Pigment, das manche Buds recht unerwünscht schmecken lassen kann. Das Aushärten kann auch helfen, jegliche überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen und folglich die Chancen auf Schimmel weiter reduzieren. Wenn Du aushärtest, wirst Du ein luftdichtes Glas mit einem Schließmechanismus und einer Gummidichtung brauchen. Fülle das Glas zu ungefähr ⅔ und lasse Platz für etwas Luft. Lagere das Glas an einem dunklen Ort und fange damit an, in den ersten Zwei Wochen den Deckel jeden Tag eine kurze Zeit lang zu öffnen. Dies wird eine Frischluftversorgung gewährleisten und gibt Dir die Möglichkeit, Schimmelbildung zu überprüfen. Es wird berichtet, dass eine 4-wöchige Aushärtung die besten Ergebnisse liefert.

Luke Sumpter

Geschrieben von: Luke Sumpter
Luke Sumpter ist ein im Vereinigten Königreich ansässiger Journalist, der auf Gesundheit, alternative Medizin, Kräuter und psychedelische Heilverfahren spezialisiert ist. Er hat bereits für "Reset.me", "Medical Daily" und "The Mind Unleashed" geschrieben und deckt dabei diese und noch weitere Bereiche ab.

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