Anbautipp: Wie man Blütenfäule erkennt und verhindert

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Anbautipp: Wie man Blütenfäule erkennt und verhindert

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Niemand will etwas mit Blütenfäule zu tun haben, aber die Zeichen zu kennen und zu wissen wie man damit umgeht, kann helfen den Großteil der Pflanze zu retten.

Blütenfäule ist der schlimmste Albtraum eines jeden Hanfzüchters; so nah an die Ziellinie zu kommen, nur um dann zu straucheln und zu fallen, lässt uns alle innerlich zu einem Stück sterben. Das mag eine harte Lektion sein, doch sie ist gut, denn mit der richtigen Vorbereitung ist Blütenfäule einfach zu vermeiden.

Was ist Blütenfäule und wie sieht sie aus?

Blütenfäule ist im Wesentlichen eine giftige Pilzinfektion, die die Blüten Deines Hanfes verdirbt und tötet. Einmal ausgebrochen ist sie sehr ansteckend und springt schnell von Knospe zu Knospe. Glücklicherweise kann Blütenfäule nur auftreten, wenn die Bedingungen genau richtig sind, daher kann man sie ganz einfach verhindern.

Blütenfäule neigt dazu große, dicht gepackte Knospe zu betreffen, kann aber auch die lockersten Knospen befallen, vor allem, wenn die Bedingungen beim Anbau nass sind. Du wirst bemerken, daß alles von der Knospe (Stiel, Blätter und Blüten) beginnt immer dunkler zu werden und sich verfärbt. Sie wird auch anfangen auszutrocknen und zu schrumpeln - auch wenn der Rest der Pflanze in Ordnung bleibt.

Wenn Du früh genug darauf aufmerksam wirst, kannst Du weißen Flaum auf der Oberfläche der Knospe bemerken. Dies ist Schimmel, der sich dann zu ausgewachsener Blütenfäule entwickelt. Es ist die erste Stufe und bedeutet, daß immer noch eine Chance besteht, daß einiges von der Pflanze zu retten ist, sowie man noch verhindern kann, daß andere Knospen angesteckt werden. Das kann allerdings sehr schwierig sein, denn dieser flauschige Schimmel zeigt sich nicht besonders lange. Sehr viel wahrscheinlicher wirst Du sehen, daß beliebig auftretende Stellen der Knospe anfangen auszutrocknen und sich zu verfärben.

In einem fortgeschrittenen Stadium der Blütenfäule kannst Du kleine schwarze Flecken auf der Knospe sehen. Dies ist der Pilz, der sich vermehrt. Die Flecken sind neue Sporen, die bereit sind sich von einem lauen Lüftchen auf weitere Pflanzen übertragen zu lassen. Du solltest sie nicht einatmen oder irgendwo in die Nähe anderer Pflanzen lassen.

Wie man mit Blütenfäule umgeht

Wenn Blütenfäule sich breitgemacht hat, dann ist das beste (und einzige), was Du tun kannst, alle Anzeichen einer Infektion und den Bereich darum wegzuschneiden. Wirf das alles weg und stelle sicher, daß es niemals in Kontakt mit irgendeiner anderen Pflanze kommt, egal welcher Art. Dann musst Du Deinen Hanf an einen warmen, trockenen Ort umsiedeln, wo eine leichte Brise herrscht.

Danach kannst Du Deine Pflanze entweder so wie sie ist abernten oder Dich auf ein Glücksspiel einlassen und sie reifen lassen.

Die Ursachen von Blütenfäule und wie man sie verhindert

Wie bereits erwähnt, ist es bei gesunden Hanfpflanzen sehr einfach Blütenfäule zu verhindern, da sie zum Keimen eine Reihe bestimmter Bedingungen braucht. Wenn die Bedingungen für einen Angriff und eine Besiedlung nicht richtig sind, spielt es keine Rolle mit wie vielen Sporen Deine Pflanzen in Berührung kommen. Die Bedingungen für einen Befall sind genau die, die Du vielleicht von einem Schimmelpilz erwartest. Das sind:

Nasse/feuchte Bedingungen (also pass beim Anbau im Freien auf, wenn es viel regnet)

Stehende Luft

Eine kühle Temperatur (alles unter 20 Grad Celsius)

Daher ist der beste Weg, um Blütenfäule zu verhindern, sicherzustellen, daß diese Bedingungen nie lange bestehen bleiben und schon gar nicht zur gleichen Zeit.

Beim Anbau im Freien kann es schwierig sein solche Bedingungen zu kontrollieren und das Beste was zu tun ist, ist sicherzustellen, daß in Deinem Anbaubereich eine anständige Brise weht und es warm bleibt, bevor Du überhaupt einen Samen in den Boden steckst. Einige Freilandzüchter gehen sogar so weit, daß sie ihre Pflanzen nach einem Regenguss schütteln, um überschüssige Wassertröpfchen von ihren Pflanzen zu entfernen. Einige errichten sogar einen Rahmen über ihren Pflanzen, über den sie eine Plane spannen können, wenn sie wissen, daß es regnen wird. Dadurch werden die Knospen vor Wasser geschützt, es bedeutet aber auch, daß Du Deine Pflanzen öfter giessen musst. Wenn Du Dich entscheidest dies zu tun, stelle sicher, daß die Plane in der Mitte abgestützt ist. Dies wird es ermöglichen, daß das Wasser an der Seite ablaufen kann, statt daß es sich sammelt und möglicherweise der Rahmen zusammenbricht.

Im Zuchtraum sollte Blütenfäule sehr leicht zu verhindern sein, denn all diese Bedingungen sind einfach zu steuern. Also stelle sicher, daß die Temperatur nie unter 20 Grad sinkt und Du eine gute Belüftung hast - was verhindert, daß die Luft steht und allzu feuchte Bedingungen herrschen.

Als Schlussnote, verwende niemals Fungizide, Neemöl oder verbrenne Schwefel in einem Versuch die Blütenfäule zu stoppen. Das ist nicht wirksam und lässt die geretteten Knospen komisch schmecken. Einige Züchter versuchen während der Vegetationsphase präventive Maßnahmen mit spezifischen Anti-Pilz-Sprays anzuwenden, aber das kann auch nicht alles bewirken. Die beste Vorbeugung ist die Kontrolle der Umgebung, um zu gewährleisten, daß die oben genannten Bedingungen niemals eintreten. Besprühe niemals Deine Knospe mit irgend etwas!

Wenn die Blütenfäule so weit forgeschritten ist, daß es keine Hoffnung mehr gibt, begrenze Deinen Verlust und entferne die gesamte Pflanze aus dem Anbaubereich. Es ist am besten sie loszuwerden und die Gefahr einer Ausbreitung zu minimieren.

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