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Fransenflügler

FransenflüglerFransenflügler (Thysanoptera) sind kleine, schlanke Insekten mit Haarfransen an den Flügeln, woher auch der wissenschaftliche Name Thysanoptera kommt: eine Kombination aus dem griechischen thysanos (Büschel) und pteron (Flügel).

Andere gebräuchliche Namen für Fransenflügler sind Thripse und Blasenfüße. Fransenflügler ernähren sich vom Saft der Zellen verschiedener Pflanzen (und einigen Tieren), indem sie Löcher in die Zelle stechen und den Inhalt heraussaugen. Deswegen werden viele Arten von Fransenflüglern von Bauern als Schädlinge betrachtet, da sie die Pflanzen schädigen. Andere Arten der Fransenflügler ernähren sich von den Körperflüssigkeiten anderer Insekten oder Milben und werden von den Bauern als Freunden angesehen, während der Rest der Arten in der Familie sich von den Fluiden der Schimmelpilze ernährt. Bisher kennen wir rund 5000 verschiedene Arten.

Thripse erkennen

Thripse sind sehr klein (unter 1 mm im Durchmesser) und können nicht sehr gut fliegen, doch durch die Nutzung von Thermik und Wind können sie in großer Zahl an hochgelegenen Standorten gefunden werden. Unter optimalen Bedingungen können sich Thripse rasant reproduzieren und vermehren sich bis zu dem Punkt, daß sie nicht mehr nur als ärgerlich, sondern als Befall zu behandeln sind.

Tote Zellen BlattDiese Kreatur hat Mundwerkzeuge, die stechen und saugen, die es verwendet, um Zellen zu durchbohren und auszusaugen, woran die Zelle stirbt. Im Gegensatz zu Läusen sondern sie keine giftigen Flüssigkeiten in die Zelle ab, sondern sie führen Luft ein. Nach einer kurzen Weile wird die Pflanze anfangen, ein graues, ausgetrocknetes Aussehen anzunehmen, weil ihre Zellen ausgesaugt sind. Diese Insekten bewegen sich schnell von einem Platz zum anderen und können daher in kurzer Zeit erheblichen Schäden anrichten.

Der Fransenflügler legt seine Eier im Blattgewebe ab und sie schlüpfen nach 8 Tagen. Die jungen Larven sind von weißlicher Farbe und leben in Gruppen zusammen. Zu einem späteren Zeitpunkt des Lebenszyklus breiteten sie sich über das ganze Blatt. Nach 14 Tagen beginnen sie mit ihrer Verpuppung.

Die häufigsten Arten der Thripse sind die gestreiften Treibhaus Thripse (Parthenothrips dracanae) und die Zwiebel Thrips (Thrips tabaci). Der kalifornische Thrips ist besonders schwierig, da er wegen seiner hohen Resistenz gegen verschiedene Insektizide schwer zu bekämpfen ist.

Kalifornische Thripse sind meist in Gewächshäusern anzutreffen, doch im Sommer können sie auch im Freien Probleme verursachen. Noch es ist unklar, ob sie den europäischen Winter im Freien überleben. Der kalifornische Thrips verpuppt sich in der Regel im Untergrund oder an geschützten Stellen, manchmal aber auch auf Blättern und in Blumen. Der Lebenszyklus dauert bei Temperaturen zwischen 20-30°C 2 bis 3 Wochen. Der Kalifornische Thrips ist ein Träger von TSWV (Tomato Spotted Wilt Virus), der verschiedene Pflanzen, darunter Chrysanthemen und Amaryllis, befällt.

Eigenschaften des Kalifornischen Thrips

  • etwa 1,3 bis 1,4 mm Größe
  • erwachsenen Thripse sind gelb bis orange gefärbt
  • erwachsenen Thripse sind meist in den obersten Abschnitte der Pflanze zu finden
  • ihre Fühler haben acht Segmente (mußt Du mit einer Lupe zu überprüfen)
  • Blütenköpfe und frische Triebe kann ernsthaft verformt wachsen
  • wenn Knospen oder Blüten vorhanden sind, kann der Thripse auch Pollen zu ihnen transportieren
  • Verpuppung erfolgt in der Regel unterirdisch
  • verfällt nicht in Diapause (Ruhezustand bei widrigen Bedingungen)
  • können virale Infektionen übertragen

Bekämpfung der Thripse

Zunächst ist es sehr wichtig, daß das Feuchtigkeitsniveau um bis zu 75-80% liegt, da sich der Befall dann zumindest langsamer verbreitet; Thripse mögen keine hohe Feuchtigkeit. Dies allein wird aber nicht ausreichen, um sich von den Viechern zu befreien. Aber das Waschen der Pflanzen mit einer Lösung aus sanfter Flüssigseife (20g pro Liter) und 10cc Spiritus ist ein einfaches Heilmittel. Wenn das nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, könnten die folgenden Techniken helfen:

Wenn Du eine biologische Methode versuchen möchtest, kannst Du mit Raubwanzen arbeiten. Die kannst Du bei spezialisierten Firmen kaufen. Sie ernähren sich von Insekten, einschließlich Thripse und Milben und diese hier sind die effektivsten:

  • Amblyseius cucumeris: eine hellbrauner, sehr mobile Raubmilbe, die bevorzugt bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur um die 25 Grad jagd. Der Zyklus von Ei bis zum Erwachsenen verläuft (je nach Temperatur) innerhalb von 8-11 Tagen. Diese Raubmilbe lebt für 18-21 Tage und packt sich die Thripse im Larvenstadium und saugt sie aus. Darum lohnt es sich auch, diese Raubtiere als vorbeugende Maßnahme bei jeder Art von Befall und/oder neuer Pflanzung feizusetzen - tatsächlich ist es empfohlen, genau dies zu tun.
  • Amblyseius degenerans: eine Raubmilbe, die etwas größer ist als seine "Schwester" cucumeris. Der Lebenszyklus ist vergleichbar mit dem der cucumeris. Degenerans ist mobiler, weniger temperaturempfindlich und gedeiht besser bei geringerer Luftfeuchtigkeit. Degenerans ist häufiger als cucumeris an den Knospen zu finden und fängt Thripse in der gleichen Weise wie cucumeris. Die höhere Mobilität, geringere Empfindlichkeit auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit und die Fähigkeit, sich in der Blume/Knospe zu verbergen, macht Degenerans etwas erfolgreicher/effektiver als cucumeris, insbesondere bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Der Nachteil ist, daß Degenerans schwerer zu züchten und daher teurer und nicht immer verfügbar ist.
  • Orius laevigatus: eine schnelle, dunkelbraune Raubwanze, 1-3mm groß, mit den charakteristischen roten Augen. Der Zyklus vom Ei bis zum Erwachsenen dauert etwa 2-3 Orius leavigatusWochen, die erwachsene Wanze hat eine Lebensdauer von drei bis vier Wochen. Die Geschwindigkeit dieses Zyklus, sowie ihre Lebensdauer ist von der Temperatur abhängig. In Zusammenarbeit mit Degenerans oder cucumeris ist Orius in der Lage, die Thripspopulation auf akzeptable Werte zu dezimieren oder sogar gänzlich auszurotten. Es wird dringend empfohlen, Orius bei den ersten Anzeichen auf Thripse einzusetzen. Wenn es keine Thripse mehr zu jagen gibt, wird Orius auch andere Insekten im Zuchtraum fressen, wie Spinnmilben, Blattläuse und weiße Fliegen. Darüberhinaus ist Orius der einzige natürliche Feind, der neben den Angriffen auf die Larven auch Jagd auf die erwachsenen Thripse macht. Orius saugt die Beute aus und ist ein nimmersatter und aggressiver Jäger, der auch dafür bekannt ist, seine Beute zu jagen, ohne sie danach zu fressen.
  • Chrysopa carnea: Eine Florfliege, deren Larve ein sehr aggressiver Lauerjäger ist, der "saugt, bis nichts mehr zu saugen ist". Diese Larven sind für 12-13 Tage sehr aktiv und in diesem Chrysopa carneaZeitraum können sie beträchtlichen Einfluß auf den Befall von Schädlingen haben, die ihre Beute sind (Weiße Fliege, Thripse und Blattläuse). Obwohl Carnea weniger aktiv gegen Thripse ist und vor allem für die Eindämmung von Blattlauspopulationen verwendet wird, werden die Larven dieser Florfliegenart häufig angewendet, da die Carnea hervorragend mit Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit umgehen kann. Vorbeugende Freisetzung dieser Florfliege macht jedoch keinen Sinn. Sie sollten erst freigesetzt werden, wenn Schädlinge bereits sichtbar sind, da die Larven sehr mobil sind und abwandern, wenn in ihrer Nähe keine Beutepopulation gegenwärtig ist.

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