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Zikaden (Empoasca decipiens)

Empoasca decipiens

Schäden und Identifikation

Im Sommer kann es Probleme mit Zikaden (Empoasca decipiens) geben. Zikaden erkennt man an ihrer hellgrünen Farbe. Unter Umständen können sie zu Schäden an den Blättern oder den Blüten der Pflanzen führen, da sie den Saft aus dem Mesophyll (das weiche Gewebe unter der Pflanzenoberfläche, das für die Photosynthese verantwortlich ist) der Pflanzen saugen.

Gesprenkelte BlattDadurch verursachen sie Flecken auf den Blättern, Blüten und Früchten. Dies reduziert den Wert der Ernte. Bei schwerem Befall verfärben sich große Teile des Blattes und sterben sogar ab. Dies beschleunigt den Alterungsprozess der Pflanze. Manche Zikaden tragen Viren und Mykoplasmen Bakterien oder sondern Giftstoffe ab, die bei der Pflanze zu Missbildungen führen kann.

Lebenszyklus

Unter Gewächshausbedingungen kann eine einzige Generation, abhängig von der Temperatur, in nur vier bis fünf Wochen zur Geschlechtsreife heranreifen. Zikaden durchlaufen während ihres Lebenszyklus ein Eistadium, fünf Nymphenstadien und das Erwachsenenstadium. Die ausgewachsenen Insekten sind 3 bis 4 mm lang und bei vielen Spezies grün gefärbt. Eine weibliche Zikade kann in ihrem Leben bis zu 50 Eier legen. Diese sind weiß, nierenförmig und etwa 0,6 mm lang. Sie werden in das Gewebe der Blattrippen und Stiele gelegt, wo man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann.

Bei 15°C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 65-75% dauert es etwa 28 Tage, bis die Eier bis zum Schlüpfen bereit sind. Bei 20°C verkürzt sich diese Zeitspanne auf 15 Tage und bei 24°C auf nur 11 Tage. Die Nymphen sind heller und mit jedem durchlaufenen Nymphenstadium wird der Flügelaufbau immer deutlicher sichtbar.

Die sehr agile Nymphe hat eine interessante Methode der Versenkung: diagonal. Das Nymphenstadium der Empoasca decipiens dauert 37, 19 oder 15 Tage, jeweils bezogen auf 15, 20 und 24 Grad Celsius.

Zikaden Bekämpfung

Zikaden BekämpfungDerzeit kann eine Bekämpfung von Zikaden nur durch chemische Mittel erfolgen.

Mit der Finanzierung aus dem niederländischen Gartenbau Marktverband (Productschap Tuinbouw) begann im Jahr 2005 an der landwirtschaftlichen Universität in Wageningen die Forschung über die Auswirkungen der Zikaden auf Blumen im Gewächshausanbau. Sie fanden heraus, daß Empoasca Decipiens die häufigste Zikade war, die in dieser Umgebung gefunden wurde.

Unter geschlossenen Laborbedingungen untersuchten die Forscher die Raubzüge anderer generalistischer Prädatoren auf die Zikade. Sowohl im Stadium der Nymphe als auch dem der Erwachsenen sind diese sehr mobil und schwer zu fangen. In einem Feldversuch zeigte sich, daß die Schlupfwespe Anagrus Atomus in der der Lage war, sich unter Gewächshaus Bedingungen zu reproduzieren.

Es wurde jedoch kein signifikanter Prozentsatz für Parasitenbefall erreicht und somit sind die Möglichkeiten für den Einsatz dieser Wespen als ein wirksames biologisches Pestizid eher dünn.

Die Neo-Nikotinoide Imidacloprid (Admire) Thiacloprid (Calypso), Thiamethoxam (Actara) und Acetamiprid (Gazelle) werden sehr wirksam gegen Zikaden eingesetzt, genauso wie das oxidiazine Indoxacarb (Steward). Dieses Antiraupenmittel ist selektiver und daher eine sicherere Option gegen natürliche Schädlinge als die Neo-Nikotinoide.

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