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Kratom, seine Geschichte

Kratom trat erst vor kurzem (ab Ende 2004 und ganz besonders im April 2005) in den Blickpunkt der westlichen wissenschaftlichen und medizinischen Forschung und Studien über das Potenzial der pharmakologischen Verwendungen stehen noch aus und doch erwägen einige Länder es zu verbieten, ohne zuvor seine Vorteile zu erforschen (und Nachteile, wir wollen nicht voreingenommen sein).

Deshalb ist der internationale rechtliche Status von Kratom ungewiß, trotz seiner offensichtlichen Vorteile gegenüber den (teuren!) verschreibungspflichtigen Medikamente mit ihren schweren Nebenwirkungen. Die Verwendung von Kratom reicht Jahrtausende zurück und es ist klar zu sehen, daß Kratom Nutzer, Lieferanten und Forscher genaue Informationen verbreiten müssen, um den wahren Wert dieses natürlichen Heilmittels zu erklären, bevor einige ungebildete Dummköpfe, die keine Ahnung von Kratom haben, es kriminalisieren und den Nutzern einen natürlichen Ersatz für Opiate rauben; was wir bisher gelesen haben zeigte keine wesentlichen negativen Wirkungen auf, aber Studien über die langfristige Nutzung stehen auch hier noch aus. Leider hat Kratom keine romantisierte Geschichte wie Cannabis, Opium oder LSD, sondern ist verbunden mit der traditionellen Verwendung als Stimulans für Bauern und Arbeiter, die es verwendeten, um mit ihrer täglichen harten Arbeit und ärmlichen Existenz fertig zu werden. Aber, laß uns in der Zeit zurückgehen und einen Blick auf die Geschichte von Kratom werfen ...

In der westlichen Literatur wurde Kratom (angeblich) erstmals im frühen 19. Jahrhundert von Pieter Willem Korthals, einem Botaniker, der für die East India Company arbeitete, beschrieben. Eine andere Quelle erwähnt Low, der die Pflanze im Jahre 1836 beschrieb. Er schrieb, daß die Bauern und Landarbeiter in Malaysia es als Ersatz verwendeten, wenn Opium nicht verfügbar oder nicht bezahlbar war. Opium war in der südostasiatischen Region weit verbreitet und spülte Steuergelder in die jeweilige Staatskasse (eine Tatsache, die das Schicksal von Kratom in Thailand im folgenden Jahrhundert besiegeln würde). E.M. Holmes bezog sich ebenfalls auf die Verwendung von Kratom als Opiumersatz, als er sie im Jahr 1895 als Mitragyna speciosa identifizierte. Zwei Jahre später schrieb H. Ridley, daß Kratom verwendet wurde, um Menschen von Opium (und dessen Extrakten) zu entwöhnen.

1907 beschrieb L. Wray die örtlichen Methoden der Verwendung von Kratom, wie etwa es als Gebräu zu trinken, zu rauchen und zu kauen. In der Hoffnung auf medizinischen Nutzen, sendete er Proben der Mitragyna speciosa und auch der mit ihr verwandten Mitragyna parvifolia an die University of Edinburgh, wo Hooper tatsächlich das Alkaloid Mitragynin aus Mitragyna speciosa isolierte, jedoch ohne ihm einen Namen zu geben. Dies wurde im Jahre 1921 nachgeholt, als Fray die Prozedur wiederholte und dem Alkaloid seinen Namen gab - Mitragynin. Aus den Blättern der Mitragyna parvifolia isolierte er auch noch Mitraversin. Im Jahr 1930 studierte I.H. Burkill die Verwendung von Kratom als Psychoaktiva und beschrieb auch seine traditionelle Verwendung als Arzneimittel, wobei er erwähnte, daß es als Mittel gegen Durchfall und Fieber und als Umschlag und in Salben verwendet wurde (Dies wurde 1975 in einer thailändischen Studie von Dr. Sangun Suwanlert bestätigt). Im Jahre 1940 wurden drei weitere Alkaloide identifiziert und die Forschung fortgesetzt. Am 3. August 1943 setzte die thailändische Regierung den Kratom Act 2486 in Kraft, der den Besitz und Verkauf von Kratom illegalisierte und sogar beinhaltete, das die Bäume zu fällen seien, um das Gesetz durchzusetzen. Offensichtlich ein Schuß aus der Hüfte, denn die Pflanze ist in Thailand heimisch und die Auswirkungen der Beseitigung einer bestimmten Spezies wirkt sich immer auf die gesamte Umwelt in ihrer Umgebung aus und schadet der regionalen Biodiversität. Laß Dich nicht von ungebildeten Berichten täuschen, wonach es wegen gesundheitlicher Probleme, die von Kratom verursacht wurden, verboten wurde; der wahre Hintergrund ist, daß Kratom von Nutzern als Opium Ersatz verwendet wurde, was wiederum die Steuereinnahmen der thailändischen Regierung schmälerte, die von der Verteilung von Opium profitierte. Es war eine finanzielle Entscheidung ohne wissenschaftlichen Hintergrund. Wie absurd, es wurde in die gleiche Gruppe wie Kokain und Heroin eingestuft!

Am 28. Januar 1993 erklärte eine Bekanntmachung des Ministeriums für Gesundheit in Myanmar (ehemals Burma) Mitragyna speciosa zu einem kontrollierten Suchtstoff unter Abschnitt 30(b) des Gesetzes für Suchtstoffe und psychotrope Substanzen. Leider konnten wir den Grund für das Verbot nicht herausfinden, aber wir vermuten, daß es ein weiterer unsinniger Zug war, der von finanziellen Interessen angetrieben wurde - verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente bringen der Regierung offensichtlich mehr Geld ein, als das billige und weithin erhältliche (und am häufigsten verwendete!) Naturheilmittel. Anderseits haben wir keine Kenntnis über die Rolle von Kratom in der burmesischen Kultur, also wer sind wir, ihre Entscheidung zu beurteilen? Im Jahre 1994 zeigte eine Studie, die das Landesgesundheitsministeriums veröffentlichte, daß viele Menschen es verwendet hatten, um von (verschreibungspflichtigen) Opiaten, Morphinen oder Heroin loszukommen (obwohl sie Kratom nach dem Entzug weiter verwendeten).

Der thailändische Suchtstoffkontrollrat wies darauf hin, daß Kratom im Jahr 2001 noch immer die zweithäufigste mißbrauchte illegale Droge im Land war, insbesondere in den ländlichen und sub-urbanen Gebieten der Arbeiterklasse. Es wurde geschätzt, daß 2 Millionen Menschen immer noch Kratom verwendeten und im selben Jahr beschlagnahmte die Polizei 1270 Kilogramm; ein klarer Beweis dafür, daß das Verbot im Gegensatz zur Haltung der Bevölkerung steht und daß sich der Markt in den Untergrund verlagert hatte, was den Preis erhöhte und die Qualität des zur Verfügung stehenden Produktes senkte und damit "gefälschtem Kratom" einen Markt verschaffte. Das Fake wird aus Mitragyna javanica gewonnen und enthält das Alkaloid Mitrajavin, eine Chemikalie, die pharmakologisch erst noch untersucht werden muß.

2003 verbot Malaysia Mitragynin und im August 2004 wurde das Verbot auf die Blätter der Mitragyna speciosa erweitert. Im gleichen Jahr organisierten die Behörden eine viertägige Operation, die auf den Kratom Markt in den Staaten Terengganu, Kelantan und Pahang abzielte. Dies führte zu 15 Festnahmen und zur Beschlagnahme von 245 Kilogramm Mitragyna speciosa Blättern und über 800 Liter vorbereiteten Kratom Tee (lokal als "air ketum" bekannt - Kratom Wasser). Andere Operationen sind vermutlich noch im Gange. Im Jahr 2005 beschrieb eine malayische Zeitung ungewöhnliche Methoden der Kratom Verwendung, wobei eine von ihnen ein nicht ganz so schmackhaft klingender Prozess ist, in dem es (Kratom) mit getrocknetem Kuhdung und Tabak vermengt und dann in einer Art "Joint" geraucht wird". Anfang März 2006 gab der Generalstaatsanwalt Anweisungen, um das Verbot zu erweitern, was den Konsum von Kratom ebenfalls zu einer Straftat macht. Im folgenden Jahr wurde Kratom neu eingestuft und von der Liste der "giftigen Stoffe" in die Klasse der "gefährlichen Drogen" überführt, so daß es noch illegaler wurde, als es vorher schon war.

Ein weiteres aktuelles Land das Kratom verbot, ist Australien. Während der Sitzungen des Nationalen Ausschußes für Drogen und Gifte im Februar 2003, wurde erwogen, Mitragyna speciosa in die Klasse 9 der standartisierten Drogen und Gifte Klassen aufzunehmen und im Oktober 2003 und Februar 2004 stimmte der Ausschuß zu. Öffentliche Stimmen, die auf die Sicherheit, Unbedenklichkeit und das medizinische und therapeutische Potenzial verwiesen verklangen ungehört. Am 1. Januar 2005 trat das Gesetz in Kraft.

Und heute?

Fast jedes Mal, wenn Kratom in den Medien erwähnt wird, wird es (oft) als unsicher und stark abhängig machende, mißbräuchliche Substanz ohne medizinischen Wert beschrieben (trotz seiner im Laufe der Jahrhunderte dokumentierten Verwendung als Mittel für verschiedene Krankheiten) und wird mit anderen Stoffen in Verbindung gebracht, mit denen es hat absolut nichts zu tun hat. Es ist noch relativ neu in der westlichen Welt und dies scheint zu einigen allgemeinen Mißverständnissen und Vorurteilen beizutragen. Vergleicht man die natürlichen Kräuter mit Opiaten, wie es einige Journalisten tun oder das Gerede über ihren potenziellen Mißbrauch und das Suchtpotenzial, brandmarkt die Nutzer, die unter Schmerzen leiden in einer negativen Weise und macht Patienten, die die teuren rezeptpflichtigen Opiate mit ihren starken Nebenwirkungen nicht mehr nehmen wollen, zu Kriminellen.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Transnational Institute und thailändischen Suchtstoffkontrollrates kommt zu dem Schluß, daß Kratom ein Teil der Kultur im südlichen Thailand ist und daß die Kriminalisierung von Kratom nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv ist, wenn man die unproblematische Verwendung über die Jahrhunderte betrachtet. Kratom steht in Thailand immer noch an zweiter Stelle der illegal verwendeten Drogen.

2013 war Kratom in den folgenden Ländern illegal: Australien, Thailand, Malaysia, Myanmar, Rumänien und in den US Bundesstaaten Indiana, Mississippi und Louisiana*.

2013 unterlag Kratom in den folgenden Ländern Einschränkungen: Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Neuseeland.

Fußnote: 2012 starben in den USA über 20.000 Menschen an der Verwendung von durch die FDA zugelassene, verschreibungspflichtige Schmerzmedikamente.

*Bitte haltet uns auf dem Laufenden - wenn Euer Land/Staat Kratom verbietet, kontaktier uns bitte über unsere Kontaktseite - Danke!

 

Zamnesia

Besten von Kratom