Stört Die Starke Nutzung Von Cannabis Das Träumen?

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Kategorien : BlogCannabisWissenschaft

Stört Die Starke Nutzung Von Cannabis Das Träumen?


Wenn Du je gemerkt hast, dass Deine Träume sich verändern, wenn Du mit dem Cannabis aufhörst oder eine Pause einlegst, bist Du nicht alleine.

Cannabis ist dafür bekannt unsere Schlafqualität zu verbessern. Ein wenig Gras kann uns nicht nur den besten Schlaf unseres Lebens liefern, sondern es hilft auch medizinischen Patienten und anderen Individuen, die Probleme haben, ohne Hilfsmittel einschlafen zu können. Ob es nun wegen Schmerzen oder einer normalen Schlafstörung ist, wie Insomnie, kann Cannabis einem dabei helfen, ganz entspannt in den Schlaf zu sinken.

Es gibt in der Tat einige Sorten, die den Schlaf verbessern können. Ein Beispiel hierfür is Bubba Kush, die eine Indica-Sorte ist, die bekannt dafür ist, einen entspannten Rausch hervorzurufen, der dafür sorgt, dass man stundenlang auf dem Sofa sitzen bleibt. Dann gibt es auch noch Blue Mystic, eine Indica-Sorte, die Dir das angenehmste körperliche Summen Deines Lebens bescheren wird. Im Großen und Ganzen sorgen Sorten wie diese dafür, dass Du eine bessere Schlafqualität bekommst. Aber was passiert mit den Träumen? Hat Cannabis irgendwelche Auswirkungen auf unsere Träume?

CANNABIS, TRÄUME UND DIE REM-PHASE

Schlafzyklus

Wenn Du je gemerkt hast, dass Deine Träume sich verändern, wenn Du mit dem Cannabis aufhörst oder eine Pause einlegst, bist Du nicht alleine. Starke Nutzer berichten, dass sie die skurrilsten und lebhaftesten Träume erleben, wenn sie Cannabis nicht mehr so oft konsumieren. Die die regelmäßig konsumieren, sagen jedoch häufig, dass sie sich nicht an ihre Träume erinnern können. Was hat es damit auf sich?

In den meisten Fällen glauben die Menschen, dass es eine Verbindung zwischen Cannabis und Träumen gibt, besonders wenn es um die REM-Phase geht. Laut Psychology Today verringert Gras die REM-Phase und somit auch Deine Träume. Wenn Du jedoch aufhörst, passiert das Gegenteil. Wenn Du eine Toleranz-Pause einlegst oder für immer aufhörst, bekommst Du als Resultat eine erhöhte REM-Phase und klarere Träume.

Andererseits sagt Dr. Timothy Roehrs, ein Schlafexperte des Henry Fort Health Systems, dass es nicht genügend Beweise gibt, um eine solche Theorie zu bestätigen. Darüber hinaus sagt er, dass dieser Glaube sogar komplett falsch sein kann. "Die Literatur darüber, ob Marihuana die REM-Phase beeinflusst, ist äußerst schwach und zweideutig ", sagt Roehrs. Darüber hinaus, sagt er, "haben einige Studien gezeigt, dass es die REM-Phase unterdrückt, andere Studien, dass es dies nicht tut."

Obwohl es viele Artikel gibt, die Studien aufzeigen, die die gleiche Theorie unterstützen, sind diese oft überholt. Laut Roehrs sind diese Studien oft aus den 1970er und 1980er Jahren. Davon abgesehen sagt er, dass es nur 6 solcher Studien gibt. Deswegen ist es schwer eine solche Ansicht zu akzeptieren.

Wenn also die REM-Phase nichts mit unseren lebhaften und verrückten Träumen zu tun hat, womit hat es dann zu tun? Roehrs hat seine eigene Theorie.

TRÄUME UND ENTZUG

Cannabis Träume

Nachdem Roehrs eine unveröffentlichte Studie mit Kollegin Leslie Lundahl von der Wayne State University School of Medicine durchgeführt hat, glaubt er, dass Menschen diese Träume als Ergebnis von Entzug erleben. Wie es mit jeder Substanz üblich ist, wird Dein Schlaf beeinflusst, wenn Du plötzlich damit aufhörst. Unter Bezugnahme auf Alkoholiker sagt Roehrs: "Wenn sie den Alkoholkonsum einstellen, erfahren sie häufiges Aufwachen und Schlafstörungen und sie berichten von lebhaften Träumen. Dies könnte eine Parallele dazu sein."

Während der Studie experimentierten Roehrs und Lundahl mit starken Cannabiskonsumenten und mit Individuen, die weniger oft Cannabis konsumieren. "Im Entwurf der Studie, die durchgeführt wurde, wurde Marihuana am Morgen und am Nachmittag geraucht, an einigen Tagen war es aktives Marihuana und an anderen Tagen war es ein Placebo mit 0,4 Prozent THC oder so," sagte Roehrs. Was das aktive Cannabis betrifft, sagte Roehrs, "hatte es 3 Prozent THC". Anders ausgedrückt, die Teilnehmer wechselten zwischen dem aktiven und dem Placebo Gras. An einem Tag rauchten sie das echte Zeug und am nächsten Tag erhielten sie das Placebo. Während dem Experiment behielten die Forscher die Schlafmuster der starken Raucher im Auge und verglichen sie mit dem Rest der Gruppe, der nur manchmal Cannabis konsumierte.

Laut Roehrs zeigte das Endresultat, dass "das Rauchen von 3%igem Marihuana, relativ zum Placebo keine Auswirkungen auf die REM-Phase hat". Zusätzlich hat er, nachdem er die Schlafmuster beider Gruppen miteinander verglichen hat, feststellen können, dass beide Gruppen die gleiche Anzahl an REM-Phasen hatten. Allerdings gab es einen leichten Rückschlag in der nicht veröffentlichten Studie. "Der Schlaf der starken Marihuana-Nutzer war anders, als der Schlaf der gesunden Normalen in der Placebo-Nacht", sagte Roehrs. In den Nächten, in denen das Placebo-Gras verwendet wurde, zeigte die Gruppe der starken Nutzer "niedrigere Mengen an Tiefschlaf; das ist diese tiefe, erholsame Art des Schlafes ", so Roehrs. Und weiter "sie zeigten auch eine sehr schlechte Schlafeffizienz, was bedeutet, dass sie in den 8 Stunden, die sie im Bett verbrachten, nur etwa 80 Prozent der Zeit mit dem Schlafen verbrachten". Allerdings schien das Rauchen von wenig Gras alles zu verbessern. "Als sie das aktive Marihuana erhielten, wurde ihre Schlafeffizienz normalisiert", sagte Roehrs.

VERMASSELT CANNABIS UNS DIE TRÄUME?

Obwohl die Studie von Roehrs noch veröffentlicht werden muss, erklärt sie doch die Seltsamkeit der Träume. Wie Roehrs erwähnt, kannst Du Dich besser an Deine Träume erinnern, wenn Du aus der REM-Phase heraus aufwachst. Und wenn Du durch die REM-Phase durchschläfst, kannst Du Dich an viel weniger erinnern. Darum ist es so, dass, wenn Du aufhörst Cannabis regelmäßig zu konsumieren oder sogar ganz aufhörst, Du eher während der REM-Phase aufwachst und Dich viel besser an Deine Träume erinnern kannst.

Schlussendlich müssen mehr Studien durchgeführt werden, um zu bestätigen, dass ein starker Cannabiskonsum das Träumen beeinträchtigt. Falls die Pflanze im Laufe der Jahre weltweit legal wird, dann sollte es eine definitive Antwort auf diese Frage geben. Bis dahin können Menschen über Roehrs und Lundahls Forschung nachdenken, die viel Sinn zu machen scheint.

 

         
  Brittney  

Geschrieben von: Brittney
Brittney, die fest davon überzeugt ist, dass Cannabis für die Gesellschaft von Nutzen sein kann, hat die Feinheiten der Pflanze für eine lange Zeit genossen. Diese Liebe spiegelt sich in ihrem schriftstellerischen Treiben wieder, das darauf abzielt, die Menschen zu informieren, zu bilden und mit ihrer gemeinsamen Liebe für Cannabis zusammen zu bringen.

 
 
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