Hurra: Studie Zeigt, Daß Cannabis Das Gehirn Nicht Schrumpfen Lässt

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Hurra: Studie Zeigt, Daß Cannabis Das Gehirn Nicht Schrumpfen Lässt

Ist Cannabis schuld an Schrumpfung des Gehirns? Es ist eine Angst vieler Wissenschaftler und Gesundheitsexperten. Laut einer aktuellen Studie, nein.

Wenn es darum geht die Mythen rund um Cannabis zu zerstreuen, sind Aktivisten sich sehr wohl bewusst, daß sie einen harten Kampf ausfechten. Es ist nicht gerade hilfreich, wenn die Medien die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien aus dem Zusammenhang reissen und negativ über Korrelationen berichten, als ob es Kausalitäten wären, was neue Mythen entstehen lässt. Ein solcher Mythos ist, daß der Konsum von Cannabis das Gehirn schrumpfen lässt, der durch Neuroimaging (Bildgebung des zentralen Nervensystems) Forschung aufkam, die einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und bestimmten Bereichen des Gehirns aufzeigte, die für kleiner als normal befunden wurden.

ES GEHT UM DIE GENETISCHE VERANLAGUNG

Diese Forschung ist ein Paradebeispiel dafür, wie wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Ruder laufen können, aber glücklicherweise hat eine neue Studie sich näher mit diesem Gebiet befasst und widerlegt den anfänglichen "Cannabis bewirkt Schrumpfung des Gehirns" Mythos.

Diese neue Studie nimmt diese Korrelation und versucht herauszufinden, was dahinter steckt. Um dies zu tun, wurden 483 Teilnehmer rekrutiert, die alle mit mindestens einem anderen Teilnehmer verschwistert waren, manchmal sogar als Zwillinge. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt; die erste bestand aus Geschwistern, die alle Marihuana konsumierten, die zweite Gruppe enthielt Geschwister, von denen ein Geschwister Marihuana kosumierte und der andere nicht und die letzte bestand aus Geschwistern, die noch nie Marihuana kosumiert hatten.

Nach dem Vergleich der Gehirnbilder aller Geschwister in allen Gruppen wurde der Schluss gezogen, daß Cannabis nicht, wie in der bisherigen Forschung umrissen, für die Schrumpfung des Gehirns verantwortlich ist und tatsächlich gemeinsame genetische Faktoren verantwortlich waren. Im Grund verglichen sie alle Scans und fanden heraus, daß, wenn eine Schrumpfung vorlag, sie auch bei dem Geschwister vorhanden war, das kein Cannabis konsumiert hatte. Dies deutet stark darauf hin, daß entweder genetische oder Umweltfaktoren daran schuld sind, nicht der Konsum von Cannabis.

Zwar ist dies eine gute Nachricht, ähnlich wie die erste Studie, in der ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und einer Schrumpfung des Gehirns festgestellt wurde, doch muss diese Studie noch verifiziert und langfristig, in einem größeren Maßstab getestet werden. Das Ding ist aber, wir kommen auf dem Weg zu den gesuchten Antworten langsam voran und wenn diese Studie als Indikator verwendet werden kann, dann ist nicht der Konsum von Cannabis das von vielen gefürchtete Problem. Die Zukunft wird es zeigen.

EIN SCHUB FÜR DAS GEHIRN: MARIHUANA UND WACHSTUM NEUER GEHRINZELLEN

Wenn überhaupt, deutet die Forschung darauf hin, daß Cannabis das Gehirn schützt und wachsen lässt. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, die alle zu dem Schluss kommen, daß der Konsum von Cannabis Neurogenese bewirkt - die Schaffung neuer Gehirnzellen. Im Jahr 2005 zum Beispiel, fand man in einer Studie heraus, daß Cannabinoide das Wachstum neuer Zellen im Hippocampus förderten, was Angst und Depression verringert.

Von Tabak andererseits, der auf der ganzen Welt legal ist, ist wissenschaftlich erwiesen, daß er den Kortex des Gehirns verdünnt - schneller, als es normalerweise mit dem Altern passiert. Trotzdem ist er legal? Unsere Gesellschaft ist ziemlich verkorkst; es ist so, als würden unsere Regierungen mit einer "Alice im Wunder Ideologie" arbeiten, anstatt sich an die kalten, harten Fakten zu halten.