Was Ist Gepresstes Gras?


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Gutes vs Schlechtes Gras: Wie Man Den Unterschied Erkennt


Gepresstes Gras war einmal eine der populärsten Cannabisdarreichungsformen überhaupt. Für den modernen Hanfi mag das schockierend klingen. Aber alteingesessene Cannabiskonsumenten kennen gepresstes Gras nur allzu gut. Wir sehen uns gepresstes Gras genauer an und widmen uns Sorten, die etwas Besseres verdienen, als gepresst zu werden.

WAS IST EIGENTLICH GEPRESSTES GRAS?

In Grassprache ausgedrückt, ist gepresstes Gras (engl. brick weed) einfach gepresstes Cannabis in Form eines Ziegelsteins. Natürlich ist Gepresstes Gras eine lose Definition von kompaktem Marihuana in allen Formen und Größen. Üblicherweise wiegt ein Stück gepresstes Straßengras etwa 500g oder ein Pfund. 1kg Stücke sind auch nicht unüblich.

Die Hochphase von gepresstem Gras lag in den 1970er- und 80er-Jahren, obwohl es in manchen Regionen auch noch bis in die frühen 2000er berüchtigt war. Die Prohibition führte zu einem Schwarzmarkt für Cannabis. Vor der Revolution des Eigenanbaus war gepresstes Gras die am häufigsten konsumierte Form von Cannabis. In früheren Zeiten war gepresstes Gras in den USA und Europa überall zu finden.

WOHER KAM ES?

WOHER KAM ES?

Am häufigsten stammte es aus Südamerika, Mexiko oder Thailand und musste lange Strecken zurücklegen, um am Ende bei den Käufern zu landen. Cannabisplantagen im Freien wurden regelmäßig geerntet und zeitnah mit Hilfe von Industriepressen in ihrer Gesamtheit gepresst, alleine um in die USA oder in europäische Märkte exportiert zu werden. In dieser Form konnten die Schmuggler mehr Ware transportieren, die Kompaktheit erleichterte den Transport und vergrößerte die Gewinnspanne.

Marihuana, das nicht gepresst war, war für den durchschnittlichen westlichen Grasfreund nur schwer erhältlich. Auch Haschisch war primär in gepresster Form erhältlich. Geschäfte wurden üblicherweise mit Scheiben von 250g-Platten gemacht, die oft einem dicken Block Schokolade mit runden Ecken glichen.

DAMALS BRAUCHTE MAN WIRKLICH VERBINDUNGEN

Verunreinigtes "Seifen"-Haschisch und gepresstes Weed waren die einzigen Arten von Cannabis, die Straßendealer anzubieten hatten. Gelegentlich wurde etwas indisches Charras, Turkish Cream und schwarzer Afghane von risikofreudigen Schmugglern eingeführt. Doch "Midnight Express" war eine Seltenheit und ist sowohl Dealern als auch Konsumenten immer noch lebhaft in Erinnerung. Sofern Du keine Verbindung zu Howard Marks oder der Bruderschaft von Eternal Love hattest, musstest Du Dich mit miesem Gras abfinden und dafür auch noch viel bezahlen.

WIE STEHT ES UM DIE QUALITÄT VON GEPRESSTEM GRAS?

WIE STEHT ES UM DIE QUALITÄT VON GEPRESSTEM GRAS?

Die Qualität von gepresstem Gras wird immer schlechter sein, als die Qualität von nicht gepresstem Gras. Die Blüten mit einer Presse zu zerdrücken zerstört die Trichome und ruiniert die Form der Blüte. Üblicherweise wird die gesamte Pflanze gepresst. Stängel, Samen, Blätter und die Blüte werden alle zusammengedrückt und in die Ziegelform gepresst. Manchmal wird die Ernte gesammelt und eine Weile in der Sonne getrocknet, aber meistens ernten die Farmer ab und pressen das Weed zusammen, wenn es noch feucht ist. So oder so, es handelt sich dabei keinesfalls um hochqualitatives Gras.

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Das beste High bringt nur das beste Gras. Du kennst vermutlich schon den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Gras.

Die Potenz von durchschnittlichem gepresstem Gras lag bei etwa 5% THC. Natürlich gab es ab und zu auch eine Ladung von besserer Qualität mit fast 10% THC. Potenteres gepresstes Gras hatte jedoch auch einen höheren Preis. Die Schwankungen in der Potenz waren jedoch nicht das Schlimmste.

Gepresstes Gras konnte so trocken und bröselig sein, dass es in Deinen Fingern zu Pulver wurde. Oder es stank nach Ammoniak und war in der Mitte noch feucht. Es war immer ein Spiel mit ungewissem Ende, wenn man gepresstes Gras kaufte. Verglichen mit heutigen Standards war es ziemlich schrottig.

WIE DU DEIN ABGESTANDENES GEPRESSTES GRAS AUFWERTEN KANNST

WIE DU DEIN ABGESTANDENES GEPRESSTES GRAS AUFWERTEN KANNST

Du hast nur noch gepresstes Gras im Vorratsglas? Hier sind ein paar Tipps, wie Du das komprimierte Cannabis rehydrieren kannst. Wir wissen, dass man eine frische Blüte mit ausgetrockneten Gras lagern kann, damit dieses wieder etwas fluffiger wird. Möchtest Du jedoch gepresstes Gras fluffig machen, hast Du wahrscheinlich keine saftige und frische Blüte, die Du dazulegen kannst.

1) VERWENDE EIN STÜCK ORANGE ODER ZITRONE

VERWENDE EIN STÜCK ORANGE ODER ZITRONE

Zuerst musst Du Dein gepresstes Gras etwas aufbrechen: Verwende eine Schere, falls es ohne nicht geht. Dann füllst Du die mundgerechten Stücke in ein Glasgefäß. Decke die Öffnung des Glases mit etwas Alufolie ab und steche ein paar Löcher mit einer Nadel hinein. Gib das Stück der jeweiligen Zitrusfrucht hinein und verschließe das Gefäß mit dem Deckel. Lass das Glas jeden Tag etwa 10 Minuten durchlüften und beobachte den Fortschritt etwa eine Woche lang. Das sollte die Blüte rehydrieren und noch etwas Aroma hinzufügen.

2) VERWENDE EINEN KESSEL (BEI EINER KLEINEN MENGE)

VERWENDE EINEN KESSEL (BEI EINER KLEINEN MENGE)

Ok, Du hast ein kleines Stück gepresstes Gras und willst zumindest versuchen, dieses zu genießen. Ein einfacher und effektiver Weg, um ein kleines Stück gepresstes Weed zu rehydrieren, ist es, dieses in eine saubere Socke zu stecken und es etwa 30-45 Sekunden vorsichtig über einem kochenden Kessel zu dämpfen. Übertreibe es aber nicht. Sei außerdem vorsichtig, wenn Du die Socke entfernst, drehe diese auf links und du wirst weniger Weed verlieren. Lass das Weed auf einem Geschirrtuch etwa 4-6 Stunden trocknen, bevor Du es rauchst.

3) VERWENDE EINEN TOPF UND EIN SIEB (GRÖßERE MENGE)

VERWENDE EINEN TOPF UND EIN SIEB (GRÖßERE MENGE)

Ähnlich wie bei der obigen Methode kann Dampf verwendet werden, um eine größere Menge gepresstes Gras zu rehydrieren. Auch hierbei ist es hilfreich, das Weed aufzubrechen. Hast Du ca 30g, dann zerbreche es in Viertel. Du musst es wirklich gut im Blick haben, da wirklich trockene Stücke länger als 2 Minuten brauchen können.

Normalerweise reichen 60-90 Sekunden. Gib die Stücke des zerteilten gepressten Weeds in das Sieb und halte dieses über den Kochtopf mit kochendem Wasser. Auch hier ist Vorsicht geboten. Gib die gedämpften Stücke auf ein Geschirrtuch, tupfe überschüssige Feuchtigkeit ab und lass es über Nacht an der Luft trocknen, bevor Du es rauchst.

RÜCKGANG DER NACHFRAGE

Hier sind ein paar Gründe, warum gepresstes Gras aus der Cannabiskultur größtenteils verschwunden ist.

1. Moderne Anbaumethoden

Während der späten 1980er ging die Nachfrage für gepresstes Gras zurück. Als Der Innenanbau von Cannabis zunahm, entstand eine neue Generation an Cannabiskonsumenten. Cannabiskenner verlangten nach Sinsemilla. Die Kreation verlässlicher feminisierter Samen während der 90er-Jahre katapultierte das Anbauen zuhause auf das nächste Level. Fortschritte mit künstlichem Licht, Techniken wie SOG oder ScrOG und Hybridisierungen ermöglichten es Cannabisnutzern, sich weiterzuentwickeln und sich selbst mit hochpotentem Marihuana zu versorgen, das 20% oder noch mehr THC enthält.

2. Legalisierung

Da die Cannabislegalisierung sich von Nation zu Nation ausbreitet und die öffentliche Wahrnehmung sich ändert, ist die medizinische Verwendung von Cannabis salonfähig geworden. Der Freizeitkonsum trägt nicht mehr das Stigma, das er einst innehatte. Cannabisclubs, Coffeeshops und Ausgabestätten stellen qualitativ hochwertiges Marihuana und Konzentrate zur Verfügung, die jedes gepresste Gras in den Schatten stellen - und die Nachfrage auf dem Schwarzmarkt reduzieren.

MACH MEXIKANISCHES (JAMAIKANISCHES ODER THAILÄNDISCHES) MARIHUANA DESWEGEN NICHT RUNTER

Das meiste gepresste Gras stammte aus Mexiko, Jamaika oder Thailand, jedoch solltest Du die Sorten aus diesen Ländern nicht einfach so abtun. Es lag lediglich an der Methode, die gesamte Pflanze zu pressen, weshalb die Qualität gemindert wurde. Aus diesen Ländern stammen Sorten, die sogar den wählerischsten Hanfi in schwindelerregende Höhen katapultieren.

Hier sind ein paar der besten Sorten aus diesen Ländern, die sich auf jeden Fall lohnen, ausprobiert zu werden.

ACAPULCO GOLD

Acapulco Gold (Barney's Farm)

Acapulco Gold ist eine Sativa-Legende aus der Region um Acapulco in Mexiko. Sie ist bekannt für ihre goldenen Blüten und überragende Qualität. Diese Sorte gehört mit THC-Werten von bis zu 23% zu den potentesten Sorten, was der High Times Best Sativa Award 2010 bestätigt. Alteingesessene Ganja-Farmer hatten nie Zugang zu 100% rein weiblichen Pflanzen, also sei von der Wucht der modernen Reinkarnation nicht überrascht.

MEXICAN SATIVA

Mexican Sativa (Sensi Seeds)

Mexican Sativa ist ein sativadominierter Hybrid und stammt von der Landrasse Oaxaca, Durban Poison und Pakistani Hashplant ab. Die letztere Indica-Sorte wurde hinzugefügt, um die Blütephase auf 8-10 Wochen zu reduzieren. Sie wächst immer noch wie eine Kletterpflanze und mit etwas LST-Finesse kann ihre Höhe kontrolliert werden. Behandle sie gut und der bewährte sandelholzartige Rauch der 70er mit klarem Kopfhigh kann zu Deinem werden.

CANNALOPE HAZE

CANNALOPE HAZE

Cannalope Haze ist die Liebhabermischung aus Mexican Michoacán und originaler Haze-Genetik. Diese Ausgabe aus dem 21. Jahrhundert wurde verfeinert, um den Ansprüchen der Anbauer aus dem 21.Jahrhundert gerecht zu werden. Man kann in nur 8-10 Wochen hohe Ernteerträge von Nostalgie-Sativa-Blüten erwarten. Süßes und fruchtiges Melonen- und Zitronenaroma wird Dich dazu verführen, jeden Tag high zu werden. Für den Konsum tagsüber empfohlen.

Top Shelf Grower

Geschrieben von: Top Shelf Grower
Der ursprünglich aus Dublin in Irland stammende Veteran der Cannabiszucht amüsiert sich zur Zeit in Südspanien. Er widmet sich zu 100% den Top-Shelf Berichterstattungen, bis er entweder gefangen oder getötet wird.

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