Ein Näherer Blick Auf Cannabis-Albinos


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Cannabis-Albinos


Albinismus kommt bei Cannabispflanzen nur selten vor. Dabei handelt es sich um etwas, das nur wenigen unglücklichen Anbauern widerfährt. Hier erklären wir, wie diese Störung entsteht und wie Du vorgehen solltest, falls Du Deine kleine weiße Schönheit am Leben erhalten willst – für Blüten, die ins Auge fallen.

Stell Dir Cannabisblüten vor, die so weiß wie Schwanenhälse sind. Albino-Weed ist eine reale Sache, denn wie andere Pflanzen kann auch Cannabis von Albinismus betroffen sein. Albinismus beeinträchtigt die Fähigkeit einer Pflanze, Chlorophyll zu produzieren, das dafür verantwortlich ist, ihr eine hellgrüne Färbung zu verleihen. Aber was genau ist Cannabis-Albinismus? Was ist die Ursache und welche Wirkung hat er auf eine Pflanze und ihre Blüten?

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Eine Mutation ist der natürliche Weg, um die Karten neu zu mischen. Manchmal kommen dabei neue und aufregende Eigenschaften auf.

In diesem Artikel betrachten wir den Cannabis-Albinismus eingehend und geben unser Bestes, um all diese Fragen zu beantworten.

ALBINO-WEED: ZAMNESIA TAUCH IN CANNABIS-ALBINISMUS EIN

WAS IST ALBINISMUS?

Albinismus ist eine komplexe Erkrankung, die beim Menschen gut dokumentiert wurde, wo sie einen Pigmentmangel in Haut, Haar und Augen verursacht. Menschen mit dieser Farbstoffwechselstörung sind in der Regel extrem blass und haben eine weiße Körperbehaarung und rote Augen, obwohl dies nicht immer der Fall sein muss.

Beim Menschen kann der Albinismus zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen führen, zu denen Sehstörungen gehören, sowie zu einer erhöhten Anfälligkeit für Hautkrankheiten, Sonnenbrand und Melanome, die durch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit verursacht werden.

Der Albinismus ist jedoch keine auf den Menschen beschränkte Störung - er kann auch andere Tiere und Pflanzen betreffen. Berühmte Albinos sind zum Beispiel Snowflake der Gorilla, Claude der Alligator und Schneeglöckchen der Pinguin.

ALBINISMUS BEI CANNABISPFLANZEN: FAKT ODER FIKTION?

Albinismus Bei Cannabispflanzen: Fakt Oder Fiktion?

Der Albinismus kann eine Vielzahl von Pflanzenarten - einschließlich Cannabis - betreffen. Bei Pflanzen ist er gekennzeichnet durch einen teilweisen Verlust von Chlorophyll (Pigmenten, die Pflanzen ihre grüne Färbung verleihen), sowie von roten und gelben Pigmenten. Dieser Mangel an Chlorophyll beeinträchtigt die Fähigkeit einer Pflanze zur Photosynthese, was ihre Überlebenschancen verringert.

Albinismus bei Pflanzen wie Cannabis ist selten, aber nicht ausgeschlossen. Albino-Cannabispflanzen entwickeln aufgrund einer verminderten Menge an Chlorophyll eine reine, fast schweeweiße Farbe. Die Planzen können entweder vollständige Albinos sein oder nur in bestimmten Teilen, wozu insbesondere Blüten, Blätter oder Zweige gehören.

NEW YORK WHITE: EIN URBANER MYTHOS

New York White: Ein Urbaner Mythos

Eine der berühmtesten Geschichten über Albino-Cannabis ist sicher die von New York White, einer mythischen Sorte, die angeblich aus dem unterirdischen Kanalnetz von New York City stammt.

Die Weed-Legende besagt, dass in den Abwasserkanälen der Stadt eine einzigartige Sorte extrem potenten Albino-Weeds wächst. Diese Pflanzen sollen aus Samen gewachsen sein, die während Drogenrazzien die Toilette runtergespült wurden und aufgrund des Lichtmangels im Laufe der Zeit genetische Mutationen entwickelt haben. Manche Draufgänger schlichen sich dann in die Abwasserkanäle, um von diesen Pflanzen extrem potente schneeweiße Blüten zu ernten. Die Sorte erhielt schließlich den Namen New York White.

Obwohl das Ganze eine anziehende Geschichte ist (genau wie die alten Geschichten über Alligatoren in der New Yorker Kanalisation), können wir ganz sicher sagen, dass da absolut nichts dran ist. Cannabispflanzen können nicht ohne Licht und/oder Nährstoffe überleben. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte von New York White immer noch ein lustiges Stück Weed-Legende.

WAS LÖST ALBINISMUS BEI CANNABISPFLANZEN AUS?

Was Löst Albinismus Bei Cannabispflanzen Aus?

Albinismus bei Cannabispflanzen ist selten. Er wurde jedoch bei vereinzelten Pflanzen auf der ganzen Welt beobachtet und man glaubt, dass zwei Hauptursachen dafür verantwortlich sind.

Albinismus bei Pflanzen ist wie beim Menschen in erster Linie eine genetische Anomalie. Es handelt sich um ein rezessives genetisches Merkmal, das dafür bekannt ist, die betroffene Pflanze zu schwächen, da ihre Fähigkeit zur Photosynthese durch den Mangel an Chlorophyll stark eingeschränkt ist. Pflanzen sind nicht notwendigerweise vollständige Albinos - bestimmte Teile der Pflanze können die spezifischen weißen Züge annehmen, während andere ganz normal zu wachsen scheinen.

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Die meisten Cannabissorten haben alle die selben unverkennbaren, spitz zulaufenden Blätter. Und die meisten sind grün.

Bei manchen Albino-Pflanzenarten, wie beispielsweise dem Albino Redwood, konnte man nachweisen, dass sie ohne Photosynthese überleben können. Dieses Merkmal konnte bei Cannabispflanzen jedoch bisher nicht beobachtet werden und man nimmt deshalb an, dass Albino-Weed in der Regel eingeht, wenn ihm keine besondere Pflege zuteil wird.

Die zweite Hauptursache für Albinismus bei Cannabispflanzen sind Umweltfaktoren, insbesondere die Licht-Exposition. Dies wird auch als Licht-Bleichung bezeichnet und betrifft in der Regel Teile von Zimmerpflanzen, die sich zu nahe an einer Pflanzenlampe befinden. Die Licht-Bleichung kommt bei Pflanzen im Freien nur selten vor.

Diese übermässige Licht-Exposition schädigt das Chlorophyll und beeinträchtigt die Photosynthesefähigkeit der Pflanze. Licht-Bleichung ist eine wichtige Stressquelle für Cannabispflanzen und niemals erwünscht. Normalerweise sind nur die Teile einer Pflanze betroffen, die zu viel Licht erhalten. Falls Du an Deinen Pflanzen diese Veränderung beobachtest, kannst Du sie mit Nährstoffen und Veränderungen der Lichtverhältnisse (auf die wir später noch näher eingehen werden) retten.

WIE MAN MIT ALBINO-PFLANZEN UMGEHT

Wie Man Mit Albino-pflanzen Umgeht

Der Umgang mit Albino-Pflanzen ist schwierig. Diese Pflanzen benötigen wegen ihrer verminderten Photosynthesefähigkeit in der Regel viel Aufmerksamkeit. Hier stellen wir einige Möglichkeiten vor, mit denen Albino-Cannabispflanzen gerettet werden können:

- Zuckerergänzungen: Anfang des 20. Jahrhunderts beobachteten Forscher Albinismus bei Maispflanzen. Sie testeten, wie sich ergänzende Zuckergaben auf die Pflanzen auswirkten und stellten fest, dass die Lebensdauer und Fruchtproduktion bei jenen Pflanzen gesteigert wurde, die neben ihren regulären Nährstoffen zusätzlichen Zucker erhielten. Die Pflanzen, die diesen Zuckerzusatz nicht erhielten, gingen ein, wie die Forscher feststellten. Obwohl entsprechende Studien über Cannabispflanzen nicht durchgeführt wurden, lohnt es sich, diese Technik bei Albino-Weed trotzdem zu versuchen.

- Lichtanpassungen: Wenn man bedenkt, dass die Licht-Bleichung eine weitere Hauptursache für Albinismus bei Cannabispflanzen darstellt, empfiehlt es sich, die Beleuchtung anzupassen, wenn Du mit Albino-Pflanzen arbeitest. Auch wenn bisher keine Studien dieses Thema im Detail untersucht haben, ist es sinnvoll, die Höhe und Stärke Deiner Pflanzenlampen anzupassen, um ihre negativen Auswirkungen auf Deine Pflanzen zu reduzieren. Du solltest erwägen LED-Leuchten mit niedriger Wattleistung zu verwenden und sie weiter als gewöhnlich von den Pflanzen entfernt zu platzieren. Dennoch solltest Du sicherstellen, dass Dein gesamtes Kronendach eine angemessene Lichtabdeckung erhält, aber keinen zusätzlichen Lichtbelastungen ausgesetzt ist, indem Du die Pflanzen zu nahe am Licht platzierst.

WIE BEEINFLUSST ALBINISMUS DEINE PFLANZEN?

Wie Beeinflusst Albinismus Deine Pflanzen?

Wie wir bereits erwähnt haben, besteht der Haupteffekt des Albinismus auf Cannabispflanzen in einer spürbaren Verringerung des Chlorophylls. Da Chlorophyll entscheidend für den Prozess der Photosynthese ist, haben Cannabispflanzen mit Albinismus Probleme, Licht in Energie umzuwandeln. Dies führt normalerweise zu einem langsameren Wachstum und niedrigeren Erträgen.

Grower sind sich in der Regel einig, dass Pflanzen, deren Albinismus sich frühzeitig zeigt, in der Regel nicht lohnenswert sind. Einige weisen darauf hin, dass Albino-Pflanzen Schwierigkeiten haben dürften, hohe Konzentrationen an Cannabinoiden zu produzieren, weil sie für diesen Prozess nicht genügend Energie aufbringen können. Auch hier können wir uns auf keine Studien berufen, aber diese Hypothese erscheint zumindest logisch.

So – das war unser genauer Blick auf Albino-Cannabispflanzen. Damit Du es in Deinem Garten nicht mit Albinos zu tun bekommst, empfehlen wir immer Saatgut von respektierten Saatgutbanken zu beziehen und auch immer genau auf die Beleuchtung zu achten, falls Du im Zuchtzelt anbaust.

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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