Die Verrücktesten Cannabis-Mutationen 2.0

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogCannabisHanfanbau
Zuletzt bearbeitet :

Verrücktesten Cannabis-Mutationen 2.0


Die meisten Cannabissorten haben alle die selben unverkennbaren, spitz zulaufenden Blätter. Und die meisten sind grün. Es gibt jedoch auch einige Cannabissorten da draußen, die krass von der Norm abweichen. Zieh Dir diese Mutationen rein!

Nicht alle Grasdamen sind gleich gebaut. Letztendlich ist Cannabis eine vielfältige Pflanze wie jede andere auch. Doch wenn Du denkst, dass die “Norm” alles ist, was die Spezies Cannabis sativa so drauf hat, dann denk nochmal darüber nach.

Cannabis wird auf der ganzen Welt angebaut und es gibt einige super interessante Varianten da draußen, so vielfältig wie ihr geographischer Ursprung. Auch wenn einige davon nur verlockende Raritäten sind, so werden Dich bestimmte Variationen der Ganja-Pflanze womöglich überraschen! Schauen wir uns weiter unten einige faszinierende Möglichkeiten an.

PANASCHIERUNG UND ALBINISMUS

Panaschierung Und Albinismus

Du weißt vermutlich bereits, dass Cannabis verschiedene Farben haben kann. Lila zum Beispiel ist eine Farbtönung, mit der viele ursprüngliche Indicas daherkommen, die eher der Kaltwettertyp sind. Davon abgesehen, wusstest Du, dass Cannabis auch weiß sein kann? So wie ein Albino? Soll heißen, keine Pigmentierung?

Der technische Begriff für diesen Umstand nennt sich Panaschierung. Dieses Phänomen wird von einer genetischen Fehlfunktion der Gene ausgelöst, die den Chlorophyll-Haushalt regulieren. Dieses Merkmal kann auch isoliert in einzelnen Teilen der Pflanze auftreten. Zum Beispiel sind dann vielleicht nur die Blüten oder Blätter farblos.

Während sie vielleicht schön aussehen, gehören sie allerdings nicht gerade zu den effizienten Blütenproduzenten. Noch dazu neigen sie dazu, schnell zu sterben, da sie aufgrund des Mangels an Chlorophyll kein Licht in Energie umwandeln können.

ZWEIFARBIGE BLÄTTER

Zweifarbige Blätter

Die meisten Cannabispflanzen sind grün, doch es gibt einige Sorten die das ganze Farbspektrum bedienen, was in einzigartigen Farbtönen gipfelt, wie sie ein Gärtner nur selten zu sehen bekommt. Eine der häufigsten Variationen aus dieser Schiene sind die Purple-Sorten.

Diese Arten von Cannabis, zumeist Indicas, entwickeln Töne von Lila, wenn sie kälterer Nachtluft ausgesetzt sind. Dadurch entstehen nicht nur zweifarbige Blätter, sondern auch Blüten mit leuchtenden Lila-, Rot- oder sogar Gelbtönen.

ZWILLINGS-SÄMLINGE

Zwillings-sämlinge

Aus manchen Cannabissamen können zwei Pflanzen sprießen. Technisch gesehen nennt man dieses Phänomen Polyembryonie. Das kommt hier genauso vor, wie bei der menschlichen Spezies. In diesem Fall jedoch wird eine Pflanze normal und die andere ein Klon der Mutter sein. Ebenso wie bei der menschlichen Doppelfehlbildung darf man diese Pflanzen nicht zu früh voneinander trennen.

Wenn sie 20-25cm an Höhe erreicht haben, können sie getrennt werden. Dieses Phänomen sollte nicht mit echtem “siamesische Zwillinge Cannabis” verwechselt werden, wobei es sich um eine Mutation handelt, bei der zwei Pflanzen sich die selbe Wurzel teilen.

BLATTBLÜTEN

Blattblüten

Eine der schon seltsameren Cannabis-Mutationen erlaubt Pflanzen am Fuß ihrer Blätter Blüten auszubilden, wo sie sich am Stiel treffen. Das sind niemals besonders große Blüten. Bis jetzt weiß niemand sicher, was das verursacht. Doch diese Mutation wird auch als Mittel zur Ertragssteigerung erforscht. Mit der Zeit wird man mehr über diese verlockende Abart erfahren.

POLYPLOIDIE

Polyploidie

Polyploidie ist der wissenschaftliche Begriff für Pflanzen mit besonders ausgebildeten Bereichen. In anderen Worten die Elephantiasis der Pflanzenwelt. Im Fall von Cannabis sind entsprechende Pflanzen insgesamt viel größer, als ihre gewöhnlichen Gegenstücke der selben Sorte. Nichtsdestotrotz ist dies keine Eigenschaft, die sich auf andere Pflanzen übertragen lässt. Ebensowenig scheint sie die genetische Kreuzung mit anderen Sorten zu überdauern.

TENTAKEL-CANNABIS

Es gibt eine Sorte von Cannabis, die mehr nach Tentakeln als nach Pflanze aussieht. Man kennt das als den “kriechenden Phänotyp”. Zuerst erscheinen die Pflanzen normal zu wachsen, bis sie letzten Endes Äste wachsen lassen, die mehr wie sich windende Ranken aussehen. Diese hängen bis zum Boden herab. Wenn sie ihn erreicht haben, breiten sie sich im Garten aus und schlagen Wurzeln.

Das ist eine tolle Sache, wenn alles was Du willst ein Garten vollgestopft mit einer Grassorte ist, aber eine eher miese, wenn nicht. Schlimmer noch, wenn immer wieder etwas davon zu unpassenden Zeiten und Orten auftaucht.

SUPER-PHOTOSYNTHESE

Dies ist eine Mutation der Pflanze, die dafür sorgt, dass ihr zusätzliche internodiale Blätter wachsen. Man bezeichnet das auch als vertikale Phyllotaxis oder Blattstellung. Eine gewöhnliche Cannabispflanze bildet zwei internodiale Blätter aus. Diesen kleinen Monstern hingegen wachsen drei oder mehr. Manchmal bezeichnet man das Phänomen auch als quirlständige Phyllotaxis.

Das Entscheidende daran? Wenn Du diesen Pflanzenmutanten Dein Eigen nennst, feier ihn. Die meisten Grower mögen diese Variante jedoch nicht. Während sie mehr Lichtenergie als die meisten anderen Pflanzen absorbieren kann, besitzt sie auch die Tendenz eine hohe Zahl männlicher Fortpflanzungsorgane auszubilden. Es scheint sich dabei um eine evolutionär bedingte Mutation zu handeln, die mit der Zeit auftritt. Blätter mit größerer Oberfläche absorbieren mehr Licht.

VERSCHIEDEN GEFORMTE CANNABISPFLANZEN

Verschieden Geformte Cannabispflanzen

Die meisten Cannabispflanzen sehen mehr oder weniger gleich aus. Doch auch hier gibt es einige Arten von seltsamen Mutationen.

ABC oder Australian Bastard Cannabis ist eine der wenigen Sorten, die radikal vom stereotypen Aussehen mit den spitz zulaufenden Blättern abweicht. Genau genommen sieht sie dermaßen anders aus, dass sie oft mit einem Busch verwechselt wird. Also gute Neuigkeiten für alle Grower, die ihr Beet gerne verborgen halten.

Zudem scheint dies eine Mutation zu sein, die sich auf dem Kontinent schon so fest eingenistet hat, dass man sie nun bereits als eigenständige Sorte anerkennt. Man denkt, dass sich die kleinen Blätter mit der filigranen Struktur als natürlicher Abwehrmechanismus gegen die Kälte entwickelt haben.

Davon abgesehen sieht sie als kommerzielle Sorte nicht sehr vielversprechend aus. Diese Pflanze sorgte für hohe Wellen, als sie der Cannabiskultur erstmals vorgestellt wurde, doch diese sind nun abgeebbt. Angefangen damit, dass sie nicht in der Lage zu sein scheint, einen hohen THC-Gehalt zu entwickeln. Keine dieser Sorten sind derzeit kommerziell erhältlich.

Im Gegensatz zu ABC ist Duckfeet- oder Entenfuß-Gras eine der wenigen Pflanzen, deren seltsames Aussehen sich auf andere Arten übertragen lässt. In diesem Fall stabilisierten die harten Anbaubedingungen in den australischen Bergen und ein erfahrener Züchter, was man als rezessive Mutation kennt.

Die Pflanzen sehen aus, als hätten sie Schwimmhäute zwischen den Blattfingern, eben wie ein Entenfuß. Diese Mutation tritt fast ausschließlich bei Sativa-Pflanzen auf. Noch besser? Es ist eine hartnäckige Mutation. Wenn sie mit anderen Sorten gekreuzt wird, hast Du eine 3:1 Chance, dass sie die Merkmale beibehält.

Zum einen ist das ein großartiges Mittel, um Deinen Anbau zu schützen - sowohl Geruch als auch Aussehen führen reichlich in die Irre. Und im Ergebnis davon sorgte sie so für viele kreative Kreuzungen.

Marguerite Arnold

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

Über Unsere Autoren

Verwandte Produkte