Die Geschlechterkluft: Damen & Ganja

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Kategorien : BlogCannabis

Die Geschlechterkluft: Damen & Ganja

Kiffen war noch nie eine reine "Männersache," doch die Mehrheit der Studien scheint genau dies anzudeuten - da stellt sich die Frage: Wo sind die kiffenden Frauen?

Der geschlechtsspezifische Unterschied (oder in manchen Kreisen sogar Kluft) in Bezug auf Frauen und Cannabis ist so etwas wie ein wohlbekanntes Rätsel. Seit vielen Jahren wird Kiffen weitgehend als ein männliches Vergnügen angesehen - oder Laster. Diese überwältgende Schräglage führte dazu, daß Frauen als Objekte der "Canna-Kultur" an den Rand gedrängt und nicht als Mitwirkende angesehen wurden. Das alte Klischee einer Frau in knapper Kleidung, die suggestiv eine Wasserpfeife hält, darauf läßt sich die weibliche "High-dentität" in den schielenden roten Augen der Medien so ziemlich zusammenfassen. Musikvideos, Filme und die sozialen Medien spielten alle ihre Rollein in der ärgerlichen (wie ich es genannt habe) "Marihuana Manipulation" - die ihren Höhepunkt darin findet, daß Frauen fast vollständig in den Schatten gestellt wurden.

Frauen in der heutigen "High Society"

Die Daten scheinen darauf hinzuweisen, daß Frauen nur einen winzigen (aber stetig wachsenden) Anteil der Cannabiskonsumenten ausmachen. Davon abgesehen schwanken die Angaben von Studien dieser Art in der Regel. Eine solche Studie in den USA stellte fest, daß es tatsächlich eine "Geschlechterkluft zwischen der Zahl der Männer und Frauen gibt, die die Droge irgendwann einmal in ihrem Leben versucht haben." Laut der Statistik gaben 47% der Männer und nur 30% der Frauen zu, die Droge irgendwann ausprobiert zu haben. Mit Zahlen wie diesen und vielen anderen Studien, die auf ähnliche Ergebnisse hindeuten, ist es schwer zu leugnen, daß es diesen geschlechtsspezifischen Unterschied gibt - aber warum ist das so? Eine definitive Antwort auf diese Frage zu finden, war bisher nicht von Erfolg gekrönt, aber es ist wohl auch eher eine Kombination von Faktoren und als Reaktion darauf entstanden viele Theorien. "Unterbewußte Bedenken darüber tief verwurzelte soziale Konstrukte zu stören" war eine davon (ziemlich großspurig), während eine andere auf die "reale Angst vor rechtlichen Konsequenzen" verwies. Und tatsächlich, in besonders repressiven Bereichen müssen Mütter befürchten, daß ihnen ihre Kinder weggenommen werden, wenn sie kiffen.

Bei all den Spekulationen denke ich, kann man mit Recht sagen, daß es tatsächlich das Werk einer Vielzahl von verschiedenen Kräften ist. Kräften der sozialen, kulturellen und emotionalen Herkunft.

Heutzutage beginnen Frauen allerdings, sich von ihren kulturellen Ketten zu befreien, um ihre ersten Schritte in die schöne neue Welt des Cannabis zu machen. Pionierinnen, Unternehmerinnen und Reisende gleichermaßen machen sich nachhaltig in diesem überwiegend männlichen, unfertigen Ensemble bemerkbar. Ein Paradebeispiel hierfür wäre die 43-jährige Frau und Mutter Christie Lunsford aus Denver Colorado. Ihre Geschichte (in der Denver Post abgedruckt, weiter unten verlinkt) war eine der Frauen, die sich in der medizinischen Marihuana Arena voller Männer isoliert fühlte. Laut Angaben der Denver Post "nahm sie an Sitzungen der Cannabis Industrie teil und war die einzige Frau im Raum." Hier sind ihre eigenen Worte, mit denen sie das Hochgefühl beschrieb, das sie ergriff, als sie erstmals eine andere Frau sah: "Das erste Mal, als ich eine andere Frau sah, war ich wirklich aufgeregt. Das war im Jahr 2010." In der Zwischenzeit sind rund um Frauen und Cannabis eine Reihe von Allianzen und Gemeinschaften entstanden. An der Spitze ist die NORML Frauen Alliance (www. normlwomensalliance.org), zusammen mit den Müttern für Marihuana (www.momsformarijuana.org).

Nachdem sie in das Cannabis Marketing, die Produktentwicklung und den Vertrieb wechselte, besucht Christie jetzt Cannabis Branchentreffen, bei denen nur Frauen sind. Dieser Übergang spiegelt den stetigen Fortschritt in der Neubewertung der Stellung der Frau in der "Gras Welt" wieder. Frauen steigen nicht nur in eine von Männern aufgebaute Branche ein und ernten die Früchte des schieren Umfangs der Geschäftsmöglichkeiten (in den USA sowieso). Sie gestalten in dem Prozess auch das Grasbewußtsein um, das auf Männer zentriert ist.

Geht man von der Zahl der von Frauen angeführten Bewegung aus, die in der Industrie stattfindet (auf der ganzen Welt), ist es nur fair zu sagen, daß Frauen beginnen, gute und wirkliche Spuren bei den männlichen Marihuana Massen zu hinterlassen. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, daß wir in den nächsten paar Jahren oder so ohne Zweifel die überfällige Geburt des weiblichen Kifferfilms sehen werden, ganz zu schweigen von einer nicht endenden Reihe von weiblich orientierten Produkten - höchst erwartetes Zeugs.