Die 5 häufigsten Cannabis Mythen und wie man darauf reagiert

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Die 5 häufigsten Cannabis Mythen und wie man darauf reagiert

Obwohl sich das Verbot nicht mehr lange zu halten scheint, halten sich noch immer eine Menge Cannabis Mythen. Hier sind unsere Top 5 und die Argumente, um ihnen zu begegnen.

Es ist nun fast ein Jahrhundert her, daß Cannabis für illegal erklärt wurde, doch Anti-Marihuanaaktivisten labern immer noch gerne den gleichen überalteten Mist, wobei sie die modernen Fortschritte in Wissenschaft und Medizin ignorieren.

Bereits in den späten 1920er Jahren waren die Argumente für ein Verbot von Cannabis abwegig und häufig ganz offen rassistisch - wobei sie auf die Ängste der weißen Mittelschicht anspielten, um dieses friedliche Kraut zu kriminalisieren. Es sind Ignoranz und Vorurteile, die bis vor kurzem Bestand hatten. Zum Beispiel wurde Cannabis in den 1970er Jahren in den USA als Schedule I Droge eingestuft, weil es einen Mangel an Beweisen gab, ob es schädlich ist. Ja richtig, aus einem MANGEL AN BEWEISEN. Anstatt mehr darüber herauszufinden, überzog der Gesetzgeber es mit seinen Vorurteilen.

Und genau hierin liegt das Problem, denn die Argumente gegen Cannabis, die in Angst und Unwissenheit beruhen, hatten 85 Jahre oder so Zeit um sich zu verfestigen, ohne sanktionierte wissenschaftliche Forschung, um ihnen zu begegnen. Glücklicherweise IST die Wissenschaft jetzt zu Hilfe gekommen und die sich häufenden Hinweise, die die feineren Qualitäten von Cannabis aufzeigen zerstreuen langsam den Hass und die Stigmatisierung, die so lange andauerten.

In diesem Sinne haben hier sind einige wissenschaftlich fundierte Entgegnungen zusammengestellt, die Du verwenden kannst, wenn die Leute Dir Gründe nennen, warum sie denken, daß Gras schlecht ist.

1. Cannabis macht süchtig

Dies ist ein Lieblingsargument aller die gegen die Legalisierung von Cannabis sind und es steht in keinem Verhältnis zur Realität, da es vollständig aufgeblasen wurde. Es wird behauptet, daß 1 von 11 oder 9% der Menschen, die Cannabis konsumieren, eine Abhängigkeit entwickeln. Es bezieht sich auf eine alte Studie aus den 90er Jahren, in der die süchtig machenden Eigenschaften mehrerer Substanzen bewertet wurden.

Erstens hat man sich bei diesen Daten die Rosinen rausgepickt, denn die Studie ergab, daß sowohl Alkohol, als auch Nikotin weit eher süchtig machen als Cannabis, aber die sind weiterhin legal und gesellschaftlich akzeptiert.

Quelle: http://www.umbrellasociety.ca/web/files/u1/Comp_epidemiology_addiction.pdf

Zweitens wurde die Studie wegen der schlechten Methodik, weil sie obsolet und voreingenommen ist, stark kritisiert. Zum Beispiel wurde in der Studie jeder, der mindestens 3 von 7 Fragen mit einem Ja beantwortete als süchtig eingestuft, ohne daß dies je durch tatsächliche Laborbefunde bestätigt wurde. Es hat viele Wissenschaftler und Fachkräfte dazu gebracht anzunehmen, daß selbst diese 9% zu hoch gegriffen sind. Dr. Drew Pinsky, ein Suchtexperte zeigte sich geschockt von dem Konzept und brachte zum Ausdruck, daß eine Abhängigkeit von Cannabis "sehr ungewöhnlich" sei und daß sie bei weitem nicht bei den angegebenen 1 in 11 läge.

Quelle:http://www.huffingtonpost.com/sunil-kumar-aggarwal/cannabis-depedency-drug-war-bad-science_b_4675961.html

In einem Bericht an den US Kongress wurde 1999 festgestellt, daß Marihuanaabhängigkeit selten ist und daß sie, wenn sie auftrat, viel weniger schwer war, als bei denen, die unter einer Alkohol- oder Nikotinsucht leiden.

Quelle: http://www.nap.edu/openbook.php?record_id=6376

2. Marihuana ist schlecht für Dich

Wir können mit Sicherheit sagen, daß Dinge wie Alkohol, Tabak, rezeptpflichtige Medikamente und eine schlechte Ernährung eine viel größere Gefahr für Deine Gesundheit darstellen! Laut eines von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichten Berichts tötet Alkohol weltweit jährlich 3,3 Millionen Menschen. Zudem wird angenommen, daß in den USA alle 19 Minuten jemand an einer Überdosis rezeptpflichtiger Medikamente stirbt. Kannst Du erraten wie viele Menschen seit Beginn der Geschichtsschreibung am Cannabiskonsum gestorben sind? NULL!

Quelle: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs349/en/

Die Forschung hat ebenfalls gezeigt, daß es keinen Zusammenhang zwischen dem Rauchen von Cannabis und der Entwicklung von Krebs gibt.

Quelle: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/05/25/AR2006052501729.html

3. Für Cannabis gibt es keine medizinische Verwendung

Dies ist eines der lächerlichsten und antiquiertesten Argumente, das uns je untergekommen ist. Es ist ein Argument, das auf der Klassifizierung von Cannabis in den USA basiert, wo jedes Medikament ohne anerkannten medizinischen Wert als Schedule I eingestuft wurde. Es gibt jetzt einen Berg von Forschungsarbeiten zum Nachweis der medizinischen Nutzen von Cannabis für den Menschen und von namhaften Pharmaunternehmen werden sogar verschiedene Medikamente daraus entwickelt. Erzähl mal Charlotte Figi und den Tausenden anderen Menschen, die unter chronischen Schmerzen, Krampfanfällen, MS, PTBS, Krebs, Glaukom und vielen anderen Beschwerden litten, die derzeit alle von der Verwendung von Cannabis profitieren, daß sie falsch liegen.

Hier ist eine Liste von Organisationen, von lokal bis international, die die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke anerkannt haben und befürworten - und wenn es nur ist um Dich zu erfreuen.

Quelle: http://norml.org/aboutmarijuana/item/quick-reference%23international

4. Marihuana ist eine Einstiegsdroge

Ein weiteres Argument, das oft von besorgten Müttern hervorgebracht wird. Die Angst, daß Cannabis zum Konsum härterer Drogen führt ist unbegründet und findet keine solide wissenschaftliche Unterstützung. Tatsächlich wurde bei Studien in dieser Richtung festgestellt, daß es Alkohol und nicht Cannabis ist, der als Einstiegsdroge wirkt. Und wir sind ziemlich sicher, daß viele Leute die gegen Cannabis sind und Alkohol trinken damit umgehen können ohne sich Heroin zuzuwenden, also können Cannabisraucher es wahrscheinlich auch.

Quelle: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1746-1561.2012.00712.x/abstract

Es ist ein Mythos, der seit langem kursiert, aber einfach nicht verschwinden will. Um unseren Standpunkt noch weiter zu untermauern, im Jahr 1999, nach einer sehr detaillierten und umfangreichen Menge von Studien, legte das Institute of Medicine der National Academy of Sciences dem US Kongress einen sehr detaillierten Bericht vor und legte dar, daß es keine schlüssige Verknüpfung zwischen Cannabiskonsum und der Verwendung von härteren Drogen gibt.

Quelle: http://www.nap.edu/openbook.php?record_id=6376

5. Denkt doch bitte an die Kinder!

Dies ist ein aufreizend dummes Argument und oft der Notfallplan für diejenigen, die gegen Cannabiskonsum argumentieren, wenn alles andere nicht zieht.

Ja, es ist ein wichtiges Thema, das man ansprechen sollte und der Cannabiskonsum von jedem, der sich noch in der Entwicklung befindet soll und darf nicht gefördert werden. Allerdings kann jeder mit einem 20 Euro Schein, Kind oder wer auch immer, Cannabis kaufen wenn es illegal ist. Die potenziellen Wirkungen von Cannabis auf Jugendliche sind sicherlich ein Bereich, der weiter erforscht werden muss, doch wer einfach nur jemanden mit zweifelhaften Nachrichten und Propaganda einschüchtert, statt eine klare Botschaft zu senden und mit Fakten aufklärt, hilft niemandem.

Quelle:http://www.rawstory.com/rs/2014/02/oregon-dem-destroys-top-drug-official-who-cant-say-if-weeds-less-addictive-than-meth/

In Colorado hat sich gezeigt, daß der Konsum unter Teenagern seit der Legalisierung von Cannabis und der Unterichtung über die Fakten über Gras tatsächlich zurückgegangen ist! Wenn überhaupt sollten die Menschen, die sich um den Konsum bei Minderjährigen sorgen, sich für die Legalisierung und Regulierung von Cannabis einsetzen. Denn nur so kann der Konsum kontrolliert werden.

Quelle:http://sensiblecolorado.org/marijuana-use-down-among-teens-in-colorado-since-regulations-took-effect/ 

Schlußendlich sollte niemandem Cannabis aufgedrängt werden, der es nicht will. Aber sein völliges Verbot zu befürworten, wenn es so vielen Menschen hilft, minimalen Schaden (wenn überhaupt) verursacht und möglicherweise ein wirtschaftlicher Segen sein könnte, dann ist diese Aktion der reine Wahnsinn.