Cannabis verändert nicht das Gehirn. Danke, Wissenschaft!

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Cannabis verändert nicht das Gehirn. Danke, Wissenschaft!

Es gab immer diese Sorge, daß der dauerhafte Konsum von Cannabis die Zusammensetzung des Gehirns physisch verändert. Nun, laut der Wissenschaft war diese Sorge unbegründet.

Vor kurzem wurde im The Journal of Neuroscience eine neue, sehr detaillierte und kontrollierte Studie über die Auswirkungen des Cannabiskonsums auf die Gehirne von Erwachsenen und Minderjährigen veröffentlicht. Rate mal was da herausgefunden wurde. Anders als bisher angenommen verändert Cannabis das Gehirn nicht.

Nachweis, daß die alte Studie falsch liegt

Diese neue Studie widerlegt die bisherige Forschung in diesem Feld, in der festgestellt wurde, daß Cannabis anscheinend das Gehirn verändert. Unter Einbeziehung bestimmter Faktoren, die zu berücksichtigen in den Ergebnissen der bisherigen Forschung versäumt wurde - in einem Versuch, seine Lücken aufzuzeigen. Was war dieser übersehene, aber scheinbar entscheidende Faktor? Alkoholkonsum. Hoppala.

Das ist richtig, von Veränderungen im Gehirn, von denen angenommen wurde, daß sie das Ergebnis von Cannabiskonsum wären, wird nun vermutet, daß sie durch Alkohol verursacht werden. Ziemlich typisch, nicht wahr? Eine hochgiftige Substanz, die völlig legal ist, kommt ungeschoren davon, aber wenn jemand denkt, daß eine viel sicherere Pflanze schädlich sein könnte, schreit jeder Zeter und Mordio. Es zeigt einmal mehr die Widersprüche der aktuellen Drogenpolitik und der öffentlichen Wahrnehmung auf.

Die Studie

In der betreffenden Studie wurden einige sehr detaillierte Gehirnscans von 29 erwachsenen Nutzern und 29 erwachsenen Nicht-Nutzern verwendet, sowie die von 50 jugendlichen Nutzern und 50 jugendlichen Nicht-Nutzern. Beim Vergleich mehrerer Bereiche des Gehirns, vor allem jenen, von denen zuvor gedacht wurde, daß sie durch Cannabis verändert würden, fanden sie überhaupt keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.

Es geht mal wieder darum die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen Korrelation und Kausalität aufzuzeigen. Wenn man Alkohol aus der Gleichung streicht erhält man eine ganz neue Reihe von unterschiedlichen Ergebnissen. Also her mit den Neinsagern! Diese Studie ist ein Präzedenzfall für weitere folgende Erforschung in diesem Bereich.

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