5 Mythen Die Sich Um Cannabis Ranken

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5 Mythen Die Sich Um Cannabis Ranken

Es ist wichtig, die Lügen und Mythen zu kennen, die sich um Cannabis ranken. Diese Mythen, die schon so lange kursieren, sind der Grund dafür, warum viele Menschen gegen die Legalisierung sind - sie zu entlarven ist unerlässlich.

Cannabis wurde von den Menschen über Tausende von Jahren für sowohl medizinische, als auch Freizeitzwecke verwendet. Im Laufe unserer Geschichte wurde es unbehindert verwendet und verbreitet, ohne Verfolgung oder Diskriminierung. Erst in den letzten hundert Jahren haben wir es zu einer illegalen Substanz gemacht und alles ohne wissenschaftliche Gründe, um dies zu stützen. Das Verbot von Marihuana ist weitgehend das Ergebnis von Panik machenden Industriellen und Politikern, die es sowohl als Bedrohung, als auch als Sündenbock für Fremdenfeindlichkeit ansahen. Doch die Droge blieb im Umlauf und mit zunehmender Popularität begann die Wissenschaft genau zu erforschen, was Marihuana mit uns macht und welchen medizinischen Nutzen es hat.

Die Entdeckungen vieler Forschungen sind ziemlich aufschlußreich und die Leute werden sich immer bewußter, was diese Droge für die Menschheit tun kann. Dies hat zu einer zunehmenden Unterstützung für die Cannabis Bewegung geführt und zu der viel positiveren Meinung, die die Menschen jetzt davon haben. Das ist ja alles schön und gut, nur kursieren diese Mythen weiterhin, Mythen, die Cannabis Gegner und Fürsprecher schnell in Umlauf bringen, wobei sie wenig bis gar keine Beweise haben oder auch nur mal richtig darüber nachdenken.

Die folgenden 5 gehören zu den großen Mythen, die den Leuten bewußt gemacht und ausgeräumt werden müssen, um die Frustration zu beenden, mit der Cannabis Befürworter sich oft konfrontiert sehen.

1. "Cannabis ist gefährlich"

Dies ist wahrscheinlich der größtmögliche Mythos, der sich wirklich hartnäckig hält. Cannabis ist gefährlich, der Konsum von Cannabis wird Dir schaden - es ist Unsinn. Bis zum heutigen Tag gibt es nicht einen dokumentierten Todesfall, der das direkte Ergebnis des Konsums von Marihuana war. Es stimmt, daß Cannabis ein erschwerender Faktor bei Todesfällen ist, aber in diesen Fällen liegt es in der Regel an der Gefahr, die es mit sich bringt, nämlich den illegalen Handel (Bandenkriminalität und Menschenhandel) oder an Unfällen, die durch einen unverantwortlichen Gebrauch verursacht werden. Es gibt keine Hinweise, die vermuten ließen, daß die darin enthaltenen Verbindungen tatsächlich schädlich sind.

Dies führt dazu, daß viele, die gegen Cannabis sind, sagen, daß Kiffen schädlich ist. Das wiederum ist eine Halbwahrheit - das Cannabis selbst ist nicht das Problem. Das Rauchen jeder Pflanze ist schlecht für die Gesundheit. Beim Prozess der Verbrennung entstehen Giftstoffe, die auf lange Sicht die Gesundheit schädigen. Wenn Du Cannabis allerdings verdampfst, es in irgend einer Form ißt oder trinkst, entstehen keine dieser Giftstoffe.

Wir behaupten nicht, daß Cannabis zu 100% narrensicher und sicher ist. Ähnlich wie Alkohol, sollte Cannabis verantwortungsvoll und in Maßen genossen werden. Jeder übermäßige Konsum von etwas ist schlecht für Dich - sogar solche Dinge wie Wasser. Im Endeffekt kommt es immer auf die Person an. Aber wenn man bedenkt, daß viele Wissenschaftler glauben, daß Alkohol und Tabak für die Gesellschaft und den Einzelnen schädlicher sind als Cannabis, dann scheint es albern, daß es illegal ist und diese anderen viel schädlicheren Substanz nicht.

2. "Marihuana ist eine Einstiegsdroge zu härteren Drogen"

Das ist ein Argument, auf das ein großer Teil der Öffentlichkeit schnell anspringt, besonders jene, die Kinder haben und versuchen, ein Beispiel dafür aufzuzeigen, wie Drogen jemanden auf die "schiefe Bahn" bringen.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und dem Konsum harter Drogen. Zusammenhang bedeutet allerdings nicht Ursächlichkeit. Viele, die harte Drogen nehmen, konsumieren auch Cannabis, nicht anders herum. Im Jahr 1999 schickte das Institute of Medicine der National Academy of Sciences nach umfangreicher Forschung einen Bericht an den US Kongress, in dem erklärt wird, daß es keine schlüssigen Beweise dafür gibt, daß der Konsum von medizinischem Marihuana und/oder zur Freizeitgestaltung als Einstieg zu härteren Drogen wirkt.

Einige seitdem betriebenen Forschungen legen sogar nahe, daß Alkohol viel eher zu härteren Drogen führt - und wenn die große Mehrheit der Menschen Alkohol genießen kann, ohne dabei härtere Drogen zu nehmen, dann können sie es mit Marihuana ebenso gut.

3. "Marihuana verursacht Hirnschäden"

Dieser Mythos ist weit verbreitet und es wird allgemein angenommen, daß Gras Gehirnzellen abtötet, was alle Arten von kognitiven Funktionen beeinflußt - einschließlich der Gedächtnisleistung und Intelligenz, daher wird Marihuana manchmal als "Dope" (Idiot, Trottel, Depp) bezeichnet. Weiter von der Wahrheit entfernt könnte man tatsächlich gar nicht liegen. Neuere Studien legen sogar nahe, daß Marihuana Gehirnzellen vor Schäden schützt, die durch andere zelltötende Substanzen wie Alkohol verursacht werden und sogar die Neurogenese (die Schaffung neuer Gehirnzellen) fördert.

Dies geht Hand in Hand mit der Ansicht, daß Cannabis faul und unmotiviert macht. Sicher, einige Leute, die Cannabis konsumieren, fallen in diese Kategorie, aber gleichzeitig gibt es auch regelmäßge Konsumenten, die Vorstandsvorsitzende sind, Marathon laufen, sehr gebildet sind, Machtpositionen besetzen und ein ganz normales Leben führen. Es ist ein Fall von Falschdarstellung in den Medien und das stereotype Bild eines 'Hippies," wenn der Begriff Cannabis erwähnt wird. Nicht Cannabis verursacht die Faulheit. Stattdessen sprechen jene auf Cannabis an, die von Natur aus faul und entspannter sind, aber es ist auch attraktiv für jene, die im Leben vorankommen und aktiv sind. Natürlich haben bestimmte Cannabis Sorten eine unmittelbare sedierende Wirkung, was aber nicht zu langfristiger Faulheit, Apathie oder Dusseligkeit führt. Dies wird durch Studien bestätigt, die darauf hindeuten, daß es wenig Beweise gibt, das der chronische Konsum von Cannabis ein amotivationales Syndrom verursacht.

4. "Das Verbot von Cannabis wurde aus gutem Grund durchgesetzt"

Dies ist echt einer der frustrierendsten Mythen rund um Cannabis, obwohl sie alle wie sie da sind ziemlich frustrierend sind. Viele werden das Argument anführen, daß es wohl einen Grund geben müsse, wenn es illegal ist. Nun die Gründe sind Gier und politische Manipulation. Es war nicht das Ergebnis wissenschaftlicher Erkenntnisse oder Gefahren, die dafür sorgten, daß Marihuana und sein Vetter, Hanf, geächtet wurden. Großindustrielle, deren Branchen vom Hanf bedroht wurden, betrieben Lobbyarbeit dafür und Marihuana wurde verboten. Sie taten dies durch eine Kampagne der Angstmacherei, die ethnische Minderheiten dessen beschuldigte, daß ihre Verbrechen eine Folge des Kiffens seien.

Nun magst Du Dich fragen welche Branchen bedroht wurden? Vor allem die großen Papier- und Ölindustrien, denn Hanf hat das Potenzial, für beide verwendet zu werden. Es war einfach so, daß zwei sehr prominente Namen in diesen Branchen die größten Stimmen waren, die vor der "Gefahr" von Cannabis warnten. Nur zur Erinnerung, die wahre Bedrohung war Hanf, nicht Cannabis; aber Cannabis wurde als Sündenbock herangezogen, um dafür zu sorgen, daß beide Substanzen verboten wurden.

Heute beginnen die Menschen zu erkennen, daß sie über die wahre Natur von Cannabis belogen wurden und fügen ihre Stimme jenen hinzu, die eine Drogenreform sehen wollen. Ein gutes Beispiel dafür ist Dr. Gupta, ein prominenter US Arzt, der zunächst gegen die Legalisierung war, seine Meinung aber geändert hat, nachdem er die Wahrheit und Lügen selbst untersuchte. Er hat sogar öffentlich gesagt, daß wir alle über die wahre Natur dieser Pflanze "systematisch irregeführt" werden.

5. "Cannabis verursacht Psychosen"

Ein Mythos, um den sich viele Sorgen machen, wenn es um Cannabis geht, ist, daß der langfristige Konsum Psychosen und andere psychische Probleme verursacht. In Wahrheit gibt es sehr wenig Hinweise, die dies stützen würden und sogar einige, die es völlig widerlegen (basierend auf dem spezifischen mentalen Zustand). Tatsächlich wurde in einer sehr aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift für Schizophrenie Forschung veröffentlicht wurde, herausgefunden, daß Marihuana überhaupt keinen Einfluss auf das Risiko der Entwicklung einer Psychose hat - selbst bei Hochrisikopatienten.

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