Alles, was Du über Ginkgo biloba wissen musst

Ginkgo Biloba: Alles, Was Du Wissen Musst

Ginkgo biloba ist eines der beliebtesten pflanzlichen Ergänzungsmittel. Viele Menschen nehmen es ein, um die Gedächtnisleistung und die Durchblutung zu verbessern, sowie als Heilmittel bei Kopfschmerzen und vielen anderen Leiden. Hier ist alles, was Du über Ginkgo biloba wissen musst.

WAS IST GINKGO BILOBA?

Ginkgo biloba ist ein in Ostchina heimischer Baum. Als das einzige überlebende Mitglied einer alten Gruppe von Pflanzen, die Ginkgoales genannt werden, bezeichnet man den Gingko-Baum auch als lebendes Fossil. In China kultiviert man diesen Baum (der auch "Gingko" oder "Ginko" geschrieben wird) seit der Antike, in der er eine wichtige Rolle in der traditionellen Medizin spielte (und noch immer spielt).

Obwohl sowohl die Blätter als auch die Samen von Ginkgo biloba historisch in der traditionellen Medizin eingesetzt wurden, stellt man moderne Ginkgo-Extrakte üblicherweise nur aus den Blättern her. In Form von Kapseln, Flüssigkeiten oder als Pulver erhältlich, gehören sie zu den beliebtesten pflanzlichen Ergänzungsmitteln.

Man glaubt, dass Ginkgo biloba zahlreiche Nutzen für die Gesundheit bereit hält. Manche Menschen nehmen ihn ein, um den Blutkreislauf und die Gehirnfunktion zu verbessern – dies sind aber nur zwei der gesundheitsfördernden Nutzungsmöglichkeiten der Pflanze. Lies weiter, um alles zu erfahren, was Du über Ginkgo biloba wissen musst.

DIE GESCHICHTE VON GINKGO BILOBA

DIE GESCHICHTE VON GINKGO BILOBA

Ginkgo biloba ist einer der ältesten lebenden Bäume der Erde und ein echtes Pflanzen-Fossil, weshalb seine Geschichte eine sehr, sehr lange Zeit weit zurückreicht. Die Pflanze tauchte erstmalig vor rund 358,9 Millionen Jahren während des Karbon-Zeitalters auf, das 60 Millionen Jahre umfasste. Diese Baumart soll während ihrer langen Existenz viele Krisen überlebt haben, vor allem als die Dinosaurier auf der Erde erschienen. Irgendwann vor 7 Millionen Jahren verschwand die Art dann aus Amerika bzw. vor rund 3 Millionen Jahren aus Europa, ohne dass man den Grund dafür kennt. Einzig in Südostchina haben die letzten überlebenden Ginkgo-Bäume Zuflucht gefunden.

Buddhistische Mönche im antiken China hielten sie für heilig. Sie pflanzten die Bäume in den kaiserlichen Gärten und krönten mit ihnen ihre Tempel – sie glaubten, der Saft aus dem Ginkgo-Holz wirke feuerhemmend.

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Erst viel später, im 17. Jahrhundert, wurde Ginkgo biloba auch in Europa bekannt. Während seiner Reisen in Asien von 1690 bis 1692 entdeckte und kategorisierte der deutsche Botaniker Engelbert Kaempfer den Baum, über den er 1712 in seinem Buch "Amoenitatum exoticarum" schrieb.

Einige der ältesten Ginkgo-Bäume in Europa wurden kurz darauf in den botanischen Gärten von London, in den Niederlanden und in Frankreich gepflanzt. 1784 fand Ginkgo biloba endlich auch seinen Weg in die Vereinigten Staaten zurück, wo man die ersten Bäume in Philadelphia pflanzte.

NUTZEN VON GINKGO BILOBA

NUTZEN VON GINKGO BILOBA

Einer der häufigsten Beweggründe, warum Menschen heute Ginkgo verwenden, liegt in seiner vermuteten Fähigkeit, den altersbedingten kognitiven Verfall zu reduzieren. Aber davon abgesehen hat Ginkgo biloba noch eine lange Liste weiterer Nutzungsmöglichkeiten vorzuweisen. Hier sind die bemerkenswertesten:

1. FÖRDERT DEN BLUTKREISLAUF UND EIN GESUNDES HERZ

Ein Großteil des gesundheitlichen Nutzens von Ginkgo soll auf seine Fähigkeit zurückzuführen sein, den Blutfluss zu verschiedenen Teilen des Körpers zu erhöhen. Eine 2008 veröffentlichte Studie stellte fest, dass ein Extrakt von Ginkgo biloba bei Patienten mit koronarer Arterienkrankheit die Arteriendurchblutung verbesserte. Als die Forscher den Patienten das Ergänzungsmittel verabreichten, konnten sie einen 12%igen Anstieg der Stickoxidzirkulation feststellen. Stickoxid ist eine Verbindung, die Blutgefäße weitet.

Eine andere medizinische Studie, die man an einer Gruppe von älteren Erwachsenen durchführte, zeigte ebenfalls, dass Ginkgo den koronaren Blutfluss verbessert. Darüber hinaus gibt es weitere wissenschaftliche Belege, die darauf hindeuten, dass Ginkgo biloba nicht nur den Blutfluss an sich verbessert, sondern auch aktiv eine robustere Herzgesundheit fördern könnte.

2. IST EIN STARKER ENTZÜNDUNGSHEMMER

Entzündungen sind ein natürlicher Verteidigungsmechanismus des Körpers, um schädliche Organismen und Substanzen abzuwehren. Allerdings lösen manche Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis selbst dann eine Entzündungsreaktion aus, wenn keine Verletzung vorhanden ist.

In Tierstudien ist nachgewiesen worden, dass Ginkgo biloba im Körper eine Überreaktion des Immunsystems verringert, indem er die Entzündungsreaktion reduziert. Dies weist darauf hin, dass Ginkgo biloba nützlich sein könnte bei der Behandlung von Leiden, zu denen bespielsweise Arthritis, Reizdarmsyndrom, Herzerkrankungen und viele weitere Autoimmunkrankheiten gehören.

3. KÖNNTE BEI DEMENZ UND ALZHEIMER HELFEN

Eine Zusammenstellung von 21 medizinischen Untersuchungen deutet darauf hin, dass Ginkgo biloba-Extrakt tatsächlich förderlich sein könnte, wenn es um den Abbau kognitiver Beeinträchtigungen bei Patienten mit Alzheimer geht.

Die Forschung ergab, dass "Ginkgo biloba möglicherweise für die Verbesserung der kognitiven Funktion, von Aktivitäten des täglichen Lebens und die allgemeine klinische Beurteilung von Patienten mit schwachen kognitiven Beeinträchtigungen oder Alzheimer förderlich ist".

Die Forscher weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass mehr Forschung und Versuche nötig sind, um die Wirksamkeit von Ginkgo für die Behandlung von Alzheimer zu bestätigen.

Ähnlich vielversprechende Ergebnisse stammen von einer Studie an Patienten mit Demenz, in der es um BPSD ging, was man am besten mit "verhaltensbezogene und psychische Symptome der Demenz" übersetzen kann. In der 2018 publizierten Arbeit wiesen die Forscher darauf hin, dass "das Ginkgo biloba-Extrakt EGb 761® BPSD (mit der Ausnahme von psychoseähnlichen Symptomen) und die durch solche Symptome verursachte Belastung der Pflegekräfte verringerte".

Die Forscher nehmen ebenfalls an, dass der mögliche Nutzen von Ginkgo biloba an seiner Fähigkeit liegen könnte, den Blutfluss zum Gehirn zu erhöhen.

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4. KANN BEI DEPRESSIONEN UND ÄNGSTEN HELFEN

Ginkgo biloba-Ergänzungsmittel könnten laut mehreren Untersuchungen womöglich auch bei Depressionen und Ängsten helfen. In einer an Mäusen durchgeführten Untersuchung wurde festgestellt, dass jene Testsubjekte, die Ginkgo erhielten, verglichen mit der Testgruppe, deren Mitglieder das Extrakt nicht erhielten, emotional weniger von Stress betroffen waren.

Man nimmt an, dass der stressabbauende Effekt von Ginkgo auf seine entzündungshemmende Wirkung zurückzuführen sein könnte, die den Körper bei der Bewältigung von stressigen Situationen unterstützt. Andererseits muss erst noch erforscht werden, ob die Ergebnisse dieser Tierstudien auch auf menschliche Patienten anwendbar sind.

Ebenso deutet die Forschung an, dass ein Ginkgo biloba-Extrakt bei Ängsten helfen könnte. 107 jungen Menschen, die unter Ängsten litten, wurden in einer in Deutschland durchgeführten randomisierten Doppelblindstudie entweder 240mg bzw. 48mg Ginkgo oder aber ein Placebo verabreicht. Die Patienten, die die höhere Ginkgo-Dosis erhielten, berichteten von einer um 45% größeren Verringerung der Angstsymptome als jene, die das Placebo eingenommen hatten.

5. HAT STARKE ANTIOXIDATIVE EIGENSCHAFTEN

Wir haben bereits die therapeutische Wirkung von Ginkgo in Bezug auf die Verbesserung der Durchblutung und Vermittlung der Entzündungsreaktion angeführt, zusätzlich ist aber auch ein starke antioxidative Wirkung feststellbar. Deshalb ist Gingko besonders effektiv, wenn es um die Vermeidung von Schäden geht, die durch freie Radikale entstehen können. Aus diesem Grund könnte Ginkgo nicht nur dabei helfen, die körperlichen Zeichen des Alterns zu reduzieren, sondern eventuell auch bei der Vermeidung verschiedener Krankheiten dienlich sein.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 1997 folgerte, dass EGb 761 (ein standardisierter Ginkgo biloba-Extrakt) "die Entwicklung einer Gefäßverkalkung verlangsamen kann und die mechanische Erholung des Herzens beschleunigt". Nach Ansicht der Forscher liegt dies daran, dass Ginkgo hohe Mengen von Antioxidantien wie Flavonoide und Terpene enthält.

6. KANN KOPFSCHMERZEN UND MIGRÄNEN LINDERN

In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ginkgo häufig eingesetzt, um Kopfschmerzen und Migräne zu lindern. In China stellt die Pflanze für genau diesen Zweck das beliebteste natürliche Heilmittel dar.

Die Forscher diskutieren, dass die Fähigkeit von Ginkgo biloba, Kopfschmerzen zu lindern, an seinen sedierenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen liegen könnte. Andererseits könnte auch die bereits erwähnte Fähigkeit der Pflanze, den Blutfluss zu erhöhen, eine Rolle spielen. Das gilt vor allem dann, wenn die Kopfschmerzen mit verengten Blutgefäßen einhergehen.

IST DIE EINNAHME VON GINKGO BILOBA UNBEDENKLICH?

Die Einnahme von Ginkgo biloba-Ergänzungsmitteln ist generell für die meisten Menschen unbedenklich, da nachteilige Effekte nur mit geringer Wahrscheinlichkeit auftreten werden. Andererseits kann man, wie das bei den meisten Nahrungsergänzungsmitteln der Fall ist, das Auftreten ungewollter Nebenwirkungen nie ganz ausschließen, was insbesondere für Menschen gilt, die auf Verbindungen in der Pflanze allergisch reagieren oder die empfohlene Dosierung überschreiten. Wer bestimmte Medikamente einnimmt, sollte besonders vorsichtig bei der Einnahme von Ginkgo biloba sein.

MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN

MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN

Mit der Verwendung von Ginkgo ist nur ein sehr geringes Risiko verbunden; jedoch hat die Forschung festgestellt, daß Ginkgo bei bestimmten Menschen unerwünschte Nebenwirkungen verursachen kann, genauer gesagt, bei jenen, die:

  • Unter schweren Kreislaufstörungen leiden
  • Gerinnungshemmende Medikamente (z. B. Aspirin) nehmen
  • Bestimmte Arten von Antidepressiva (wie MAO Hemmer und SSRI) nehmen
  • Schwanger sind

Hinweis: Neueste Studien zeigen, daß Ginkgo eine sehr geringe Wirkung bei Patienten hat, die Antikoagulantien nehmen, aber Vorsicht ist trotzdem geboten.

Zu den Nebenwirkungen bei diesen Erkrankungen gehören:

  • Ein erhöhtes Blutungsrisiko
  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Unruhe
  • Herzklopfen

Es ist erwähnenswert, daß Ginkgo Standardpräparate als sicher gelten und Nebenwirkungen sehr selten sind.

WIE NIMMT MAN GINKGO BILOBA EIN?

Ginkgo biloba-Extrakte gibt es als Kapseln, Pulver und in flüssiger Form. In manchen Reformhäusern kannst Du außerdem getrocknete Ginkgo-Blätter kaufen, aus denen Du Ginkgo biloba-Tee oder -Tinkturen ansetzen kannst. Die meisten Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ginkgo wurden mit Extrakten durchgeführt, die auch die geläufigste Form auf dem Markt darstellen.

Falls Du einen reinen Ginkgo-Extrakt einnimmst, gelten 120–240mg über den Tag in mehrere Dosen aufgeteilt als sicher. Obwohl es für Ginkgo biloba keine eindeutig festgesetzte maximale Dosis gibt, haben die meisten Untersuchungen nur tägliche Dosen bis zu 600mg ausgewertet.

Falls Du ein Ginkgo biloba-Ergänzungsmittel nimmst, solltest Du Dir auch bewusst sein, dass es manchmal mehrere Wochen dauern kann, bis ein Effekt eintritt. Deswegen ist es ratsam, zuerst mit einer niedrigen Dosis zu beginnen. Nur falls sich nach 4–6 Wochen die gewünschten Ergebnisse immer noch nicht eingestellt haben, solltest Du Deine Dosis allmählich erhöhen.

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ALLES, WAS DU ÜBER GINKGO BILOBA WISSEN MUSST – FAZIT

Es gibt reichlich Belege für die zahlreichen gesundsfördernden Eigenschaften von Ginkgo biloba. Die Pflanze hat sich somit nicht grundlos zu einem der beliebtesten pflanzlichen Ergänzungsmittel entwickelt. Bisher scheint die Wissenschaft zu bestätigen, was die Menschheit schon seit Jahrhunderten gewusst hat. Andererseits steht die Forschung noch immer ganz am Anfang, vor allem was die Behandlung und Vermeidung spezifischer Erkrankungen mit Ginkgo biloba betrifft. Und außerdem verstehen wir die Wirkungsweise der Pflanze trotz der Belege, die dafür sprechen, dass sie verschiedene Krankheiten lindern kann, noch immer nicht vollständig. Wir freuen uns auf zukünftige Studien, die hoffentlich das volle Potenzial aufdecken werden, das in der uralten Pflanze Ginkgo biloba steckt.

Disclaimer:
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