Magnesiummangel bei Cannabis

Magnesiummangel bei Cannabis

Adam Parsons
Adam Parsons
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Cannabis-Magnesiummangel ist ein häufiges Problem und kann das Wachstum von Cannabispflanzen hemmen und die Qualität der Blüten negativ beeinträchtigen. Hier erfährst du, wie du die Symptome erkennst, Ungleichgewichte ausgleichst und Probleme vorbeugst, bevor sie auftreten. Erfahre jetzt alles Wissenswerte zum Thema Magnesiummangel.

Werden die Blätter deiner Cannabispflanzen zwischen den Adern gelb? Das könnte ein Magnesiummangel sein. Hier erfährst du, wie du ihn beheben kannst.

Cannabis-Magnesiummangel ist ein häufiges, aber oft verkanntes Problem, vor allem bei Hobbygärtnern. Ein Ungleichgewicht dieses wichtigen Nährstoffs kann die Gesundheit deiner Pflanzen beeinträchtigen, den Ertrag verringern und die Qualität der Blüten mindern, wenn es nicht behoben wird. In diesem Leitfaden erklären wir dir alles, was du wissen musst, von der Erkennung früher Symptome und der Bestätigung der Diagnose bis hin zu schnellen, wirksamen Behandlungsmethoden und der Vorbeugung zukünftiger Probleme. Egal, ob du in Erde oder in einer Hydrokultur anbaust, werden wir dir dabei helfen, deine Pflanzen zu revitalisieren.

Was ist Magnesium und warum ist es wichtig?

Was ist Magnesium und warum ist es wichtig?

Magnesium ist einer der sekundären Makronährstoffe, die deine Cannabispflanzen zum Überleben und Gedeihen brauchen. Obwohl es im Vergleich zu Stickstoff, Phosphor und Kalium in geringeren Mengen benötigt wird, spielt Magnesium eine wichtige Rolle bei der Photosynthese, dem Prozess, bei dem Pflanzen Licht in Energie umwandeln. Es bildet das Kernatom der Chlorophyllmoleküle, die den Blättern ihre grüne Farbe verleihen und ihnen ermöglichen, Sonnenlicht zu absorbieren.

Ohne ausreichend Magnesium verlangsamt sich die Chlorophyllproduktion und die Blätter der Cannabispflanzen beginnen zu vergilben, was auch als „interveinale Chlorose“ bezeichnet wird – die ältesten unteren Blätter sind zuerst davon betroffen. Dieses frühe Anzeichen ist einer der ersten Hinweise auf Magnesiummangel bei Cannabis.

Magnesium hat noch viele weitere Funktionen:

  • Aktiviert wichtige Enzyme, die an der Energieproduktion beteiligt sind
  • Hilft beim Transport von Nährstoffen durch das Pflanzengewebe
  • Unterstützt eine gesunde Wurzelentwicklung und Nährstoffaufnahme
  • Beeinflusst die Blütenbildung, den Geschmack und den Gesamtertrag

Obwohl ein Cannabis-Magnesiummangel beim Anbau in Erde viel häufiger auftritt, können auch Hydrokulturen betroffen sein, wenn der pH-Wert oder die Nährstoffkonzentration aus dem Gleichgewicht geraten. Zu wissen, wie und wann deine Cannabispflanzen Magnesium verbrauchen, ist entscheidend für eine frühzeitige Diagnose und Vorbeugung.

Magnesiumbedarf während der Vorblüte und Blütephase

Wenn Cannabispflanzen von der vegetativen Phase in die Vorblüte und schließlich in die volle Blüte übergehen, steigt ihr Magnesiumbedarf deutlich an. Während der Blüte werden die Pflanzen voluminöser und bringen mehr Energie für die Blütenentwicklung, Harzproduktion und Terpenbildung auf, was eine starke Stoffwechsel- und Photosynthesefunktion erfordert.

Wenn der Magnesiumgehalt während dieser Zeit niedrig ist, können folgende Symptome auftreten:

  • Schnell einsetzende Chlorose in älteren Fächerblättern
  • Probleme mit dem Nährstofftransport zu den sich entwickelnden Blüten
  • Geschwächte Stängel und mangelnde strukturelle Stabilität
  • Weniger dichte, weniger große und weniger aromatische Blüten

Eine ausreichende Magnesiumversorgung während der Blüte trägt zu einem üppigen, kräftigen Wachstum bei und maximiert die Qualität deiner Ernte. Aus diesem Grund setzen viele Grower beim Übergang in die Blütephase proaktiv auf Magnesiumdünger, insbesondere wenn sie in der Vergangenheit Probleme damit hatten.

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Frühe Symptome eines Magnesiummangels

Magnesiummangel bei Cannabispflanzen beginnt meist unauffällig, kann aber schnell eskalieren, wenn er nicht behandelt wird. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um langfristigen Stress, schlechte Erträge und unansehnliche Blüten zu vermeiden.

Hier sind einige der häufigsten Frühwarnzeichen, auf die du achten solltest:

1. Gelbfärbung zwischen den Blattadern (interveinale Chlorose)

1. Gelbfärbung zwischen den Blattadern (interveinale Chlorose)

Das auffälligste Symptom für Magnesiummangel ist die interveinale Chlorose, bei der das Gewebe zwischen den Adern älterer Fächerblätter gelb wird, während die Adern grün bleiben. Dies geschieht, weil Magnesium innerhalb der Pflanze mobil ist: bei einem Mangel wird es aus älteren Blättern abgezogen und in neue Triebe umgeleitet.

2. Die Symptome zeigen sich zuerst an den unteren/älteren Blättern

Anders als bei vielen anderen Nährstoffproblemen sieht man Magnesiummangel zuerst an den ältesten Blättern, normalerweise an der Basis der Pflanze. Das macht es einfacher, ihn von Eisen- oder Kalziummangel zu unterscheiden, bei denen zuerst neues Wachstum betroffen ist.

3. Braune Flecken und eingerollte Blätter

3. Braune Flecken und eingerollte Blätter

Mit fortschreitendem Mangel können sich an den vergilbten Stellen rostfarbene Flecken oder Ränder bilden. Die Blattspitzen können sich nach oben oder unten rollen, und die betroffenen Blätter fühlen sich oft spröde und trocken an.

Cannabis-Magnesiummangel entwickelt sich in der Regel über mehrere Wochen. In Woche 1 könntest du eine leichte Gelbfärbung zwischen den Adern der unteren Fächerblätter feststellen. In Woche 2 breitet sich diese aus und die Blattspitzen könnten sich leicht einrollen.

In Woche 3 können braune Flecken auf den vergilbten Stellen auftreten, die Verfärbung vertieft sich und weitere Blätter können betroffen sein. Wenn der Mangel bis Woche 4 und darüber hinaus unbehandelt bleibt, beginnen die geschädigten Blätter oft abzusterben, wobei sie sich deutlich (oft nach oben) einrollen oder eine trockene, bröckelige Konsistenz annehmen.

Die Symptome können auch auf die mittleren Blätter übergreifen. Viele Grower verwechseln diese Anzeichen zunächst mit Stickstoffmangel, daher ist es wichtig, bei der Diagnose deiner Pflanze zu berücksichtigen, wo die Symptome auftreten und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickeln.

Verlauf eines Magnesiummangels

Verlauf eines Magnesiummangels

So stellst du fest, ob es sich um einen Cannabis-Magnesiummangel handelt

So stellst du fest, ob es sich um einen Cannabis-Magnesiummangel handelt

Bevor du deine Pflanze behandelst, solltest du sicher sein, dass es sich auch wirklich um einen Magnesiummangel handelt und nicht um irgendein anderes Problem mit ähnlichen Symptomen. Eine Fehldiagnose kann zu unnötigen Korrekturen führen, die im Endeffekt mehr schaden als nützen.

Schließe ein pH-Ungleichgewicht und Nährstoffblockaden aus

Eine der häufigsten Ursachen für Magnesiummangel ist nicht ein Mangel an Magnesium im Substrat, sondern ein pH-Ungleichgewicht. Wenn der pH-Wert deines Wachstumsmediums außerhalb des optimalen Bereichs liegt, können deine Pflanzen möglicherweise kein Magnesium aufnehmen, selbst wenn es im Substrat oder in der Lösung ausreichend vorhanden ist. Dieser Zustand wird als Nährstoffblockade bezeichnet. Teste und korrigiere immer den pH-Wert, bevor du Magnesiumzusätze verwendest. Wenn eine Blockade vorliegt, reicht es möglicherweise aus, das Medium zu spülen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Visuelle Abgrenzung zu anderen Mängeln

Magnesiummangel kann anderen Nährstoffproblemen ähneln, insbesondere Stickstoff-, Kalzium- oder Eisenmangel. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede:

  • Magnesium: Betrifft zuerst ältere Blätter und verursacht eine Gelbfärbung zwischen den Blattadern
  • Stickstoff: Verursacht eine allgemeine Gelbfärbung, die unten an der Pflanze beginnt
  • Eisen: Beginnt an neueren Trieben mit einer Gelbfärbung in der Nähe der Pflanzenspitzen
  • Kalzium: Zeigt sich oft als fleckige Nekrose und schwache Stängel, nicht als Gelbfärbung zwischen den Adern

Einen Vergleich ähnlicher Symptome findest du in unserem Leitfaden zu Nährstoffmängeln.

Cannabis-Magnesiummangel beheben

Sobald du einen Magnesiummangel bei deinen Cannabispflanzen festgestellt hast, musst du schnell handeln. Die gute Nachricht? Der Mangel lässt sich relativ leicht beheben, vor allem, wenn er früh erkannt wird. Im Folgenden findest du drei wichtige Strategien, um den Magnesiumgehalt wiederherzustellen und deine Pflanzen wieder gesund zu machen.

Passe den pH-Wert des Substrats oder Hydro-Setups an

Passe den pH-Wert des Substrats oder Hydro-Setups an

Der erste Schritt bei der Behandlung von Magnesiummangel ist sicherzustellen, dass dein pH-Wert im optimalen Bereich für die Nährstoffaufnahme liegt. Wenn dein Medium zu sauer oder zu alkalisch ist, kann deine Pflanze Magnesium möglicherweise nicht aufnehmen, selbst wenn es verfügbar ist.

  • Erde: pH-Wert 6,0–6,5
  • Hydrokultur: pH-Wert 5,5–6,0

Verwende ein zuverlässiges pH-Messgerät oder Testkit, um dein Medium zu überprüfen. Wenn der pH-Wert außerhalb des Bereichs liegt, spüle mit pH-neutralem Wasser und passe den Wert mit geeigneten Produkten an, bis er den Idealbereich erreicht hat. Oft reicht es schon aus, den pH-Wert zu korrigieren, um leichte Magnesiummangelerscheinungen zu beheben.

Verwende ein Magnesiumpräparat

Verwende ein Magnesiumpräparat

Wenn die Symptome nach der Korrektur des pH-Werts weiterhin bestehen, solltest du als nächsten Schritt ein magnesiumreiches Präparat hinzufügen. Es gibt viele verschiedene Ergänzungsmittel auf dem Markt, die allen Vorlieben und Geldbeuteln gerecht werden. Eine der effektivsten und preisgünstigsten Optionen ist Bittersalz (Magnesiumsulfat), das sowohl in Erde als auch in Hydrokultursystemen verwendet werden kann.

Anwendungshinweise:

  • Erde: Mische einen Teelöffel (ca. 5 Gramm) Bittersalz pro 4,5 Liter Wasser und gieße die Mischung im Zuge der regulären Bewässerung.
  • Hydrokultur: Gib je nach Schwere des Mangels 0,5–1 Gramm pro Liter Reservoirwasser hinzu.

Wende dies nur einmal an und beobachte die Auswirkung mehrere Tage. Wiederhole die Anwendung nur, wenn die Symptome anhalten. Vermeide bei der Verwendung von Ergänzungsmitteln oder Bittersalz eine Überdosierung, da dies schnell das Gleichgewicht anderer Nährstoffe wie Kalium und Kalzium stören kann.

Blattdünger für schnelle Aufnahme

Blattdünger für schnelle Aufnahme

Wenn deine Pflanzen schnell Magnesium brauchen, vor allem während der Blüte, bringt eine Blattdüngung die Nährstoffe direkt auf die Blätter.

So verwendest du einen Magnesium-Blattdünger:

  1. Einen Teelöffel Bittersalz in 1 Liter warmem Wasser auflösen.
  2. Gut umrühren, die Lösung abkühlen lassen und dann in eine saubere Sprühflasche füllen.
  3. Die Ober- und Unterseiten der betroffenen Blätter leicht besprühen.
  4. Bei schwachem Licht (früh morgens oder abends) anwenden, um Verbrennungen durch die Sonne/Lampe zu vermeiden.

Eine Blattdüngung kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden zu sichtbaren Verbesserungen führen, sollte jedoch mit einer Wurzeldüngung kombiniert werden, um den Mangel vollständig zu beheben.

Kann ich betroffene Pflanzen oder Blüten noch verwenden?

Kann ich betroffene Pflanzen oder Blüten noch verwenden?

Eine der drängendsten Fragen, die sich Grower bei einem Cannabis-Magnesiummangel stellen, ist, ob das Endprodukt noch sicher und genießbar ist. Zum Glück lautet die Antwort in der Regel ja, solange das Problem vor der Ernte behoben wird und nicht zu größerem Pflanzenstress oder Krankheiten führt.

Ist der Konsum unbedenklich?

Ja, der Konsum von Blüten von Pflanzen, die unter Magnesiummangel gelitten haben, ist in der Regel unbedenklich. Magnesium selbst ist für den Menschen nicht schädlich, und ein Mangel in der Pflanze führt nicht zu Giftstoffen in den Blüten. Wenn die Pflanze jedoch aufgrund ihrer geschwächten Gesundheit starkem Stress ausgesetzt war oder Schimmel oder Mehltau entwickelt hat, kann das zu Problemen führen, daher ist eine Sichtprüfung bei der Ernte immer wichtig.

Auswirkungen auf Potenz, Ertrag und Geschmack

Auch wenn die Gesundheit der Pflanze normalerweise kein Problem für die „Sicherheit“ der Blüten ist, kann die Qualität auf verschiedene Arten beeinträchtigt werden:

  • Potenz: Wenn die Pflanze in entscheidenden Phasen (vor allem während der Blüte) Stress ausgesetzt war, kann die Cannabinoidproduktion sinken, was zu weniger potenten Blüten führt.
  • Ertrag: Magnesiummangel stört die Photosynthese, was das Wachstum und die Blütenentwicklung verlangsamt. Das kann zu kleineren oder leichteren Blüten führen.
  • Geschmack und Aroma: Eine gestresste Pflanze produziert weniger Terpene, was im Vergleich zu gesunden Blüten zu einem faden oder abgeschwächten Geschmack führt.

Je früher du das Problem erkennst und behebst, desto besser kannst du die Qualität deiner Ernte bewahren. Leichte bis mittelschwere Magnesiummängel haben oft nur minimale langfristige Auswirkungen, insbesondere wenn sie in der frühen bis mittleren Blütephase behoben werden.

Magnesiummangel in Zukunft verhindern

Magnesiummangel in Zukunft verhindern

Um einen Magnesiummangel bei Cannabis zu verhindern, musst du für stabile und gesunde Wachstumsbedingungen sorgen. Sobald du einen Mangel behoben hast, kannst du durch vorbeugende Maßnahmen ein kräftiges Wachstum sicherstellen und die Leistung und den Gesamtertrag maximieren.

Mit diesen einfachen und effektiven Maßnahmen kannst du einen Magnesiummangel vermeiden:

  • Halte den pH-Wert im Auge: Magnesium ist nicht verfügbar, wenn der pH-Wert außerhalb des idealen Bereichs liegt. Teste den pH-Wert regelmäßig und halte ihn bei Erde zwischen 6,0 und 6,5 und bei Hydrokulturen zwischen 5,5 und 6,0.
  • Nicht überdüngen: Vermeide zu viel Kalzium, Kalium oder Stickstoff, da diese die Magnesiumaufnahme beeinträchtigen können.
  • Teste deinen Boden: Verwende Heimtest-Sets oder lass gelegentlich Laboruntersuchungen durchführen, um den Nährstoffhaushalt zu überwachen, insbesondere während der aktiven Wachstumsphasen.
  • Beginne mit hochwertigen Medien: Verwende gut gepufferte Erde oder Kokosfasern, die mit Spurenelementen angereichert sind. Wenn du Erde wiederverwendest, spüle sie zwischen den Anbauzyklen aus und bereite sie neu auf.

Mit etwas Weitsicht und regelmäßiger Kontrolle kannst du die meisten Nährstoffungleichgewichte, einschließlich Magnesiummangel, verhindern und gesündere, produktivere Pflanzen anbauen.

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Magnesium ist zwar ein sekundärer Nährstoff, aber seine Rolle beim Cannabisanbau darf nicht unterschätzt werden. Von der Förderung der Photosynthese bis hin zur Unterstützung einer gesunden Blütenbildung spielt es eine wichtige Rolle dabei, deine Pflanzen kräftig und widerstandsfähig zu halten und ihnen zu helfen, zu gedeihen. Wenn du bei Cannabis Magnesiummangel frühzeitig erkennst und einen ausgewogenen, vorbeugenden Ansatz verfolgst, stellst du den Erfolg deines Grows sicher – nicht nur jetzt, sondern auch bei zukünftigen Ernten.

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