Wie Viel Wasser Brauchen Cannabis Pflanzen?

Veröffentlicht :
Kategorien : BlogCannabisHanfanbau

Wie Viel Wasser Brauchen Cannabis Pflanzen?

Genau wie Menschen, benötigen Cannabis Pflanzen Wasser, um zu überleben und zu gedeihen. Aber zu viel - oder zu wenig - und sie sterben. Die richtige Balance zu finden ist entscheidend für eine reiche Ernte.

80% des Gewichts der lebenden Pflanze sind Wasser. Diese Menge an Flüssigkeit wird benötigt, um die Nährstoffe aus dem Boden durch die gesamte Pflanze zu transportieren und für die Temperaturregelung durch Transpiration. Weniger als 1% des Wassers wird zerlegt, um Wasserstoff bereit zu stellen, der, zusammen mit Kohlendioxid, verwendet wird, um während der Photosynthese Kohlenhydrate zu bilden. Das restliche Wasser diffundiert hinauf bis zu den Blättern, wo die eigentliche Transpiration stattfindet. Dieser Prozess wird Transpirationsstrom genannt - wenn er zum Stillstand kommt, welken die Blätter und die Pflanze stirbt allmählich ab.

Kaufe ein Smart Start

Wie soll man wissen, wann die Pflanze Wasser braucht - und wie viel?

Es gibt keine feste Regel, wann und wie viel Wasser die Pflanzen brauchen. So praktisch das wäre, machen einfache Unterschiede in der geographischen Lage und Bedingungen im Garten dies unmöglich. Eine Pflanze in den nördlichen Teilen Europas könnte alle 3 Tage nur 2 Liter benötigen, da der Boden die Feuchtigkeit gut hält. Die gleiche Pflanze in Spanien könnte drei Mal so viel Wasser benötigen, da die Sonne die Erde schnell austrocknet. Dann muß man sich auch noch die Erde selbst ansehen. Wenn es ein Boden ist, durch den das Wasser schnell abläuft, muß natürlich öfter nachgefüllt werden. Bei lehmigen Böden läuft es sehr langsam ab und es kann schnell zu einer Überwässerung kommen.

Du kannst die Entwässerung des Bodens ganz einfach testen, indem Du ein 30cm tiefes Loch gräbst und Wasser hineingießt. Wenn es unter eine Minute dauert, daß es abläuft, hast Du guten Boden. Wenn es 1 Stunde dauert, ist Dein Boden verdichtet oder lehmig, was bedeutet, daß er ersetzt oder verbessert werden muß. Aber hierbei sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Zum Beispiel die Größe der Pflanze, die Größe des Topfes (wenn Du welche verwendest), Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation und ob die Pflanze sich in der vegetativen oder in der Blütephase befindet.

Also, anstatt eine Formel herauszufinden, die alle Faktoren berücksichtigt, ist es viel einfacher, einen Blick auf die visuellen Zeichen zu haben, die die Pflanze Dir gibt. Sobald das untere Blattwerk das geringste Zeichen einer abnehmenden Spannkraft zeigt und erschlafft, braucht sie einen guten Schluck Wasser. Aber im Idealfall sollte es nicht so weit kommen - wenn Du Deinen grünen Mädchen ein fürsorglicher Vater sein willst, wirst Du nicht auf dieses Zeichen warten, sondern ihnen vorher genug Wasser bereitstellen.

Als Faustregel gilt, wenn sich der Boden in etwa 5cm Tiefe trocken anfühlt, bewässere ihn langsam, bis der Boden gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt ist. Dies funktioniert gut für Pflanzen direkt im Boden, sowie für Pflanzen in einem Topf. Bei Verwendung eines Topfes, vergewissere Dich, daß nur sehr wenig Wasser aus den Drainagelöchern läuft, um den Verlust von Nährstoffen zu verhindern. Nach einigen Versuchen wirst Du ungefähr wissen, wie viel Wasser der Topf halten kann, bevor das überschüssige Wasser abläuft. Wässere um den Stamm herum, um zu vermeiden, daß er nass wird - das verringert die Wahrscheinlichkeit von Stammfäule.

Laß den Boden niemals zu nass oder zu trocken werden

Überbewässerung ist der häufigste Fehler beim Cannabis Anbau. Das kann schnell zu einem großen Problem werden - Cannabis verträgt keinen vollgesogenen oder triefend nassen Boden. Für das Wurzelsystem ist es wichtig, daß es genügend Sauerstoff bekommt, was aber nicht funktioniert, wenn zu viel Wasser im Boden ist, da keine Luft an die Wurzeln kommt und die Pflanze erstickt. Eine Pflanze in Boden, in dem das Wasser schlecht abläuft, wächst langsamer, ist in der Regel weniger potent und anfällig für Angriffe von Wurzel- und Stammfäule. Wenn das Problem zu lange besteht, sterben die Pflanzen ab.

Unterbewässerung ist weniger problematisch, denn da sie leicht zu erkennen ist, kann sie sofort korrigiert werden. Wie oben bereits erwähnt, ist das erste Zeichen, wenn das untere Blattwerk erschlafft - wenn Du jetzt nicht gießt, wird der Zustand sich die Pflanze hinauf ausbreiten, bis die Spitze sich neigt.

Wassertemperatur und Tageszeit

Verwende immer lauwarmes Wasser; es dringt leichter in den Boden ein und verpaßt den Wurzeln keinen Schock. Bewässere den Topf immer von oben - tauch den Topf niemals in einen Eimer oder eine Wanne, denn dann verdrängt das Wasser den Sauerstoff aus dem Boden und die Pflanze wird schlecht wachsen.

Wenn es um die richtige Tageszeit geht, hängt es von Deinem Klima und der Verfügbarkeit von Wasser ab. Generell ist es am besten, in den Morgenstunden zu bewässern, so daß die Pflanzen den ganzen Tag über mit dem Wasser arbeiten können. Wenn Du aber in einem heißen Klima lebst und Wasser sparen mußt, ist es möglich, am Abend zu wässern. Dadurch wird verhindert, daß das Wasser zu schnell verdunstet.

Eine einfache Methode, um in heißen Klimazonen eine schnelle Verdunstung zu verhindern, ist eine Art von Mulch zu verwenden. Der Zweck einer Mulchschicht ist, die Feuchtigkeit zu bewahren. Eine einfache Art und Weise dies zu tun, ist, indem man den Boden rund um die Pflanze mit flachem braunen Karton abdeckt. Der verrottet nicht so schnell und wird sicherstellen, daß der Boden viel länger feucht bleibt.

Das ideale Wasser

Es ist möglich, eine Wissenschaft aus der Wasserqualität zu machen, aber wenn Dein Leitungswasser in Ordnung ist, wird es Deinen Pflanzen gut gehen. Aber natürlich gibt es immer etwas zu verbessern.

Es versteht sich von selbst, daß das Wasser frei von Chlor und anderen schädlichen chemischen Substanzen sein sollte. Obwohl Chlor in der Regel nicht wirklich ein Problem für die Pflanze selbst ist, kann es einen negativen Effekt auf die symbiotischen Mikroorganismen im Boden haben.

Wasser für Cannabis Pflanzen sollte einen ausgewogenen pH-Wert haben. Es ist am besten, sich ein einfaches digitales pH-Meter zu besorgen, um den genauen Wert der Wasserquelle zu bestimmen. Während der Wachstumsphase bevorzugt Cannabis einen pH-Wert zwischen 5,6 und 5,8 - während der Blütezeit einen Wert zwischen 6,0 und 6,2. Du kannst den pH-Wert ganz einfach mit pflanzenfreundlichen Formeln korrigieren, die man im Gartencenter kaufen kann.

Natürliche Wasserquellen können gut funktionieren, aber ihr pH-Wert kann stark variieren. Wasser aus Flüssen ist tendenziell basischer, Wasser aus stehenden Quellen saurer. Sauberes Regenwasser hat einen pH-Wert von etwa 5,6 und ist eine sehr gute Wahl für die Bewässerung Deiner Cannabis Pflanzen, da es ist eine reichhaltige Stickstoffquelle ist.

Wenn Du sogar noch einen Schritt weiter gehen willst, kannst Du das Wasser mit einer billigen Aquarienluftpumpe für 24 Stunden belüften. Die Belüftung erhöht den Sauerstoffgehalt des Wassers, was sehr vorteilhaft für die Wurzeln und die Gesundheit der Pflanze ist. Außerdem wird während der Belüftung auf natürliche Weise das Chlor aus dem Wasser entweichen, so daß die Mikroorganismen keinen Schaden nehmen. Du kannst auch den Boden auf natürliche Weise belüften; entweder mit bis zu 25% Perlit in Deiner Bodenmischung oder einfach, indem Du die Erde mal durchtrockenen läßt, bevor Du sie wieder bewässerst.

Anbau