Hanfanbau Im Freien: Töpfe Im Vergleich Zu Boden

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Hanfanbau Im Freien: Töpfe Im Vergleich Zu Boden

Boden oder Töpfe? Es ist eine Frage, die sich viele Anfänger stellen, wenn sie im Freien anbauen wollen. Es geht um Deine Bedürfnisse, daher hier die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Oft wird angenommen, daß Hanf direkt in die Erde gepflanzt werden muss, wenn man ihn im Freien anbauen möchte. Allerdings ziehen viele ihre Hanfpflanze eher in einem Topf auf, denn so können sie den Wachstumsprozess etwas vielseitiger gestalten. Zu wissen, was Du tun willst, ob direkt im Boden oder in einem Topf anpflanzen, kann schwierig sein und ist noch dazu gänzlich von Deinen Bedürfnissen abhängig. Daher hier die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen:

IM BODEN

Vorteile

Hanf direkt in die Erde zu pflanzen ist die tradionellste Art ihn im Freien zu kultivieren. Es ist so wie Mutter Natur es wollte und hat einige Vorteile. Die wichtigsten sind, daß die Hanfpflanze Zugang zu all der Feuchtigkeit und den Nährstoffen im Boden und all den benötigten Raum zum Ausbreiten hat. Dadurch kann sie gedeihen und riesig werden, in Ausmaßen wie man es bei Pflanzen die im Grow Room aufgezogen wurden, eher selten beobachten kann.

Dies bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Weniger Aufwand für die Pflege. Der natürliche Nährstoff- und Feuchtigkeitsgehalt im Erdboden und der unbegrenzte Raum, der der Pflanze für die Ausbreitung zur Verfügung steht, bedeuten, daß Du Dich nicht so oft ums Düngen bemühen musst. Du wirst es zwar ab und an trotzdem tun müssen, aber nicht annährend so oft wie bei den im Topf aufgezogenen Pflanzen - was zusätzlich auch noch Kosten spart. Außerdem wird Deinen Hanfpflanzen der Platz zum Ausbreiten nicht ausgehen, wohingegen Pflanzen in Töpfen oft in größere umgepflanzt werden müssen, selbst wenn alles nach Plan läuft.

Nachteile

Ein großer Nachteil der Aufzucht im Außenbereich ist, daß Deine Pflanze eben da steht wo sie steht und das war's; Du kannst sie nicht so ohne weiteres umpflanzen, jedenfalls nicht, ohne sie auszubuddeln und das mit großem Aufwand. Das bedeutet auch, daß Deine Pflanze mit dem fertig werden muss, was die Elemente ihr angedeihen lassen, auch Stürme, Hagel und starker Regen, was negative Auswirkungen auf Deine Ernte haben kann. Im Falle einer Schlechtwetterwarnung musst Du gegebenenfalls etwas über/um die Pflanzen errichten, um sie zu schützen. Zusätzlich dazu muss Hanf, da er eben so schwerlich umgepflanzt werden kann, zum richtigen Zeitpunkt im Jahr eingepflanzt werden, damit er ein gesundes Maß an Licht abbekommt. Das ist weniger ein Problem, wenn Du den Topf einfach hochheben und im Garten herumtragen kannst.

Hanf der direkt in den Boden eingepflanzt wird, kann zudem ziemlich groß werden - kaum kontrollierbar. Das mag zwar bedeuten, daß auch der Ertrag hoch sein wird, doch wenn er nah an Nachbars Grundstück steht, könnte eine über den Zaun hinaus wachsende Pflanze Verdacht erwecken.

Zu guter Letz hast Du beim Anbau im Freien weniger Kontrolle über die Qualität des Bodens. Du kannst zwar ein Beet mit einem von Dir gewählten Boden anlegen, doch dann benötigst Du immer noch eine Absperrung zwischen den beiden Erdarten (was wiederum vereitelt, daß man eben in natürlichem Boden aufzieht), denn Sachen wie Regen können die gewünschten Begebenheiten Deines extra angemischten Bodens zunichte machen. Es ist sehr schwierig Boden im Freien optimal ausgewogen zu halten - es ist zwar möglich, aber schwierig.

IM TOPF

Vorteile

Hanf im Freien in Töpfen aufzuziehen bietet dementsprechend genau die gegensätzlichen Vor- und Nachteile. Beispielweise wird es Dir eine große Flexibilität geben, wenn es darum geht die Pflanze zu transportieren. Du kannst die Platzierung der Sonne gemäß verändern, damit sie genug Licht abbekommt oder um sie vor einem drohenden Unwetter zu schützen.

Ein weiterer Vorteil der Hanfaufzucht in einem Topf ist, daß Töpfe verwendet werden können, um das Wachstum zu steuern. Abhängig von der Größe des verwendeten Topfes wird Deine Hanfpflanze nur so groß werden, wie der Raum für das Wurzelsystem es zulässt. Dies kann ein großer Vorteil sein, wenn es darum geht im Geheimen anzubauen, da Du in diesem Fall verhindern kannst, daß Dein Hanf unkontrolliert wächst. Wenn Du aber möchtest, daß Dein Hanf so groß wie möglich wird, dann kannst Du immer noch einen riesigen Topf nehmen, um ihm größtmöglichen Raum zu bieten und kommst trotzdem noch in den Genuss der anderen Vorteile des Anbaus in Töpfen.

Zu guter Letzt, bei der Aufzucht im Topf hast Du Kontrolle über die Qualität des Bodens. Du kannst ohne Sorge um Verschmutzung aus anderen Quellen Deine eigene perfekte Mischung ansetzen - was bedeutet, daß pH, Nährstoffe und Feuchtigkeit genau justiert werden können.

Nachteile

Seinen Hanf mal eben so herumtragen zu können ist toll. Weniger toll ist allerdings, daß jeder andere es auch kann! Wenn Du Deinen Hanf im Topf aufziehst, steigt das Risiko, daß ein paar miese Typen ihn schlichtweg klauen. Das sollte aber eigentlich kein Problem darstellen, wenn Du ihn gut versteckt hältst und nicht darüber redest.

Die Beschränkung des Wachstums einer Hanfpflanze kann ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein, wenn man es nicht richtig macht. Wählt man einen zu kleinen Topf, dann wird der Ertrag wesentlich niedriger als beabsichtigt ausfallen.

Zu guter Letzt, Hanf in Töpfen braucht viel mehr Aufmerksamkeit und Pflege, da er sich nicht so ausbreiten kann, daß er natürliche Nährstoffe und Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen kann, wie Hanf, der direkt im Boden wächst. Das heißt, daß Du Deinem Hanf regelmäßig eine gesunde Ernährung zukommen lassen musst und nebenbei ein wachsames Auge auf den pH-Wert haben musst.

Wie Du siehst, gibt es bei beidem verschiedene Vor- und Nachteile, sowohl bei der Aufzucht direkt im Boden, als auch in Töpfen. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort; es geht darum was für Dich am wichtigsten ist und das zu tun, was Deinen Bedürfnissen entspricht. Wir hoffen, daß dieser Artikel für Dich nützlich war.