Welches Ist Das Beste Wasser Für Cannabispflanzen?

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Welches Ist Das Beste Wasser Für Cannabispflanzen?

Für eine erfolgreiche Cannabisaufzucht könnte kaum etwas wichtiger sein, als die Wasserqualität und die richtige Bewässerungstechnik. Erfahre mehr über das beste Wasser für Deine Cannabispflanzen!

Du kannst alle Zeit der Welt in die Aufzucht von Cannabis stecken und viel Geld in Deinen Zuchtraum und Nährstoffe und Zusatzstoffe investieren, doch wenn Dein Wasser nicht optimal ist oder Du Fehler in der Bewässerung machst, kann dies zu Problemen führen, die zu vermeiden Du lernen kannst.

Beim Anbau von Cannabis ist die Wasserqualität alles. Wasser ist das, was hilft die benötigten Nährstoffe und Sauerstoff durch die Pflanzen zu transportieren. Wenn etwas mit der Wasserqualität nicht stimmt, können die Pflanzen nicht das bekommen, was sie benötigen, um zu wachsen und dann stehen Probleme ins Haus.

DIE BEDEUTUNG DES PH-WERTES DEINES WASSERS

Der pH-Wert ist das, was angibt, wie sauer oder basisch (alkalisch) eine Flüssigkeit ist. Saures Wasser hat einen niedrigen und alkalisches einen höheren pH-Wert. Ein pH-Wert von 7 bedeutet, dass das Wasser neutral ist. Abhängig von der Wasserquelle und anderen Faktoren, kann jedes Wasser entweder alkalisch oder sauer sein.

Wenn wir uns die pH-Skala ansehen, die von 0 (extrem sauer) bis 14 (stark alkalisch) reicht, so stellen wir fest, dass Cannabis nur in einem sehr schmalen pH-Bereich gut wachsen kann. Dieser Bereich liegt zwischen pH 6 und pH 7, wobei ein pH-Wert von 6,5 die goldene Mitte ist. Bei diesem Wert kann Cannabis alle Nährstoffe, wie Stickstoff, Phosphor, Kalzium und andere aufnehmen. Wenn der pH-Wert des Wassers nur geringfügig abweicht, kann die Pflanze bestimmte Nährstoffe nicht aufnehmen, auch wenn sie vorhanden sind. Die Pflanze entwickelt dann Mangelerscheinungen. Dieser "Nährstoffausschluss" steht oft mit Wasserproblemen im Zusammenhang und nicht mit den Nährstoffen, die Du Du Deinen Pflanzen gibst.

Wenn der pH-Wert des Wassers zum Beispiel zu hoch ist (alkalisch), können Deine Pflanzen kein Eisen aufnehmen, während ein zu niedriger pH-Wert zu Problemen führen wird, weil die Pflanzen nicht ausreichend Kalzium oder Magnesium bekommen.

Jetzt solltest Du verstehen, warum der richtige pH-Wert Deines Wassers für das ordnungsgemäße Wachstum der Pflanzen so wichtig ist.

WIE STELLT MAN DEN PH-WERT DES WASSERS EIN?

Da es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass Dein Wasser von vornherein den richtigen pH-Wert hat, musst Du wissen, wie man den pH-Wert entweder erhöht oder verringert, so dass er im optimalen Bereich von etwa pH 6,5 (für Boden) oder für den hydroponischen Anbau sogar noch niedriger liegt.

Für diesen Zweck sollte jeder Cannabisanbauer ein "pH down" oder "pH up" Produkt haben. Jedes anständige Gartencenter sollte sie führen. "pH down" ist in der Regel eine starke Säure, von der man eine kleine Menge in das Wasser gibt, um den pH-Wert zu senken. Da es wahrscheinlicher ist, dass Du den pH-Wert senken musst, anstatt ihn zu erhöhen, wirst Du die meiste Zeit mit "pH down" auskommen. Bevor Du Deine Pflanzen bewässerst, musst Du stets den pH-Wert des Wassers in den richtigen Bereich von 6,5 bringen.

NÄHRSTOFFE, BIOLOGISCHER ANBAU UND DER PH-WERT DES WASSERS

Es gibt einige Ausnahmen, bei denen Du den pH-Wert des Wassers nicht einstellen musst. Viele kommerzielle Nährstoffe für Cannabis senken den pH-Wert des Wassers von sich aus bereits. Diese Produkte werden oft mit der Tatsache im Sinn hergestellt, dass Leitungswasser meist einen hohen pH-Wert hat. Beispiel: Das Wasser direkt aus dem Wasserhahn kann einen hohen pH-Wert von 8,5 haben. Wenn Du die empfohlene Menge an Nährstoffen verwendest, sinkt sein pH-Wert auf 6,5, also würdest Du kein "pH down" hinzufügen müssen. Allerdings bieten nicht alle kommerziellen Nährstoffe diesen Vorteil. Einige Nährstoffe könnten den pH-Wert nicht viel verändern. Du wirst also trotz allem immer noch den pH-Wert Deines Wassers messen und gegebenenfalls justieren müssen. Wichtig: Das macht man, nachdem man dem Wasser die Nährstoffe oder anderen Zusätze zugesetzt hat. Wenn Du feststellst, dass das Wasser aus dem optimalen pH-Bereich von 6-7 ist, musst Du den pH-Wert einstellen.

Wenn Du biologisch in Boden anbaust, ist der pH-Wert Deines Wassers nicht ganz so wichtig. Beim biologischen Anbau helfen nützliche Mikroorganismen den Pflanzen Nährstoffe aufzunehmen. Einige empfehlen den pH-Wert des Wassers überhaupt nicht einzustellen, wenn man biologisch in Boden anbaut, denn tatsächlich kann es mehr schaden, als nutzen.

IST LEITUNGSWASSER FÜR CANNABIS GEEIGNET?

Wie oben bereits erwähnt, kann die allgemeine Wasserqualität und der pH-Wert variieren. Das meiste Leitungswasser hat einen hohen pH-Wert, so dass es für den Cannabisanbau nicht optimal ist. Den genauen pH-Wert Deines Wassers kannst Du erfahren, indem Du Lackmuspapier, andere Tests oder ein pH-Meter verwendest. Zudem sollte Dein Wasserversorger Berichte zur Verfügung stellen können, denen man die Testergebnisse über die Wasserqualität, einschließlich des pH-Wertes, entnehmen kann.

IST DAS CHLOR IM LEITUNGSWASSER EIN PROBLEM?

Der pH-Wert Deines Wassers ist nicht alles, auf das Du achten musst. Wasser aus dem Wasserhahn enthält in der Regel Chlor, das dem Wasser zugesetzt wird, um das Wachstum von Bakterien und schädlichen Mikroorganismen zu verhindern. Für den biologischen Cannabisanbau ist Chlor ein Problem, denn er ist abhängig von gedeihenden, nützlichen Mikroorganismen. Chlor im Leitungswasser unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Würdest Du Deinen biologisch angebauten Pflanzen Wasser direkt aus dem Wasserhahn geben, würde es die nützlichen Mikroorganismen töten.

Wenn Du hingegen nicht biologisch anbaust und dazu gehören auch die meisten hydroponischen Systeme, dann ist das Chlor im Leitungswasser ein geringeres Problem. Du solltest Dir allerdings bewusst sein, dass einige Zusatzstoffe oder biologische Pestizide lebende Mikroorganismen sein können, die mit dem Chlor in frischem Leitungswasser nicht gut umgehen können.

DAS CHLOR IM LEITUNGSWASSER LOSWERDEN

Während Chlor bei den meisten hydroponischen oder nicht biologischen Aufzuchten keine Probleme verursacht, sollten Anbauer ihr Wasser vor dem Gebrauch trotzdem entchloren. Das ist eigentlich ziemlich einfach zu bewerkstelligen. Alles, was Du tun musst, ist einen Eimer mit Leitungswasser füllen und ihn für etwa 24 Stunden stehen lassen. Danach ist das meiste Chlor verdampft und das Wasser kann sicher verwendet werden.

DIE RICHTIGE BEWÄSSERUNG DEINER CANNABISPFLANZEN

Wie bereits erwähnt, sind Wasserqualität und Bewässerung der Pflanzen wichtig für ein gesundes Wachstum. Fakt ist, dass sich die meisten Probleme beim Cannabisanbau tatsächlich aus Fehlern mit der Bewässerung ergeben. Insbesondere Anbauanfänger können auf Probleme stoßen, die entweder durch übermässige oder Mangelbewässerung entstehen.

Eine Überbewässerung kann die Wurzeln der Pflanze verstopfen und ersticken, da kein Sauerstoff sie erreichen kann. Dies wird zu einem Problem, wenn der unerfahrene Züchter ein Problem an seinen Pflanzen bemerkt aber fälschlich annimmt, dass dies mit den Nährstoffen zu tun hat. Anstatt das eigentliche Problem anzugehen (übermässige Bewässerung), erhöht der Anbauer möglicherweise die Menge an Nährstoffen. Er könnte sogar weiterhin zu viel gießen oder sogar davon ausgehen, dass das Problem durch zu wenig Wasser entstanden ist und das Problem nur noch verschlimmern, indem er noch mehr gießt. Die meisten Anbauprobleme können gelöst werden, wenn man nur richtig bewässern würde!

WIE BEWÄSSERT MAN CANNABIS RICHTIG?

Es gibt einen einfachen Spruch unter Anbauern, wie man es macht: "Lieber zu wenig Wasser, als zu viel." Es ist vorteilhaft für die Pflanzen, wenn die Erde zwischen dem Gießen austrocknen kann. Dies hilft Sauerstoff zu den Wurzeln der Pflanze zu bringen. Einige Anbauer bewässern sogar nur dann, wenn sie die ersten Anzeichen eines Wassermangels sehen, das heißt, wenn die Pflanzen beginnen leicht zu welken. Dies ist kein Problem, denn sie werden sich schnell erholen.

Lasse den Boden im Topf vor jeder neuen Bewässerung austrocknen. Ein einfacher Test, ob der Boden trocken ist, kann sein, wenn Du einen Finger in den Boden steckst und feststellst, dass die ersten 5-8cm trocken sind. Ein weiterer, einfacher und noch besserer Test kann sein, wenn Du den Topf anhebst und wiegst. Bewässere nur dann, wenn der Topf sehr leicht ist, was bedeutet, dass die Erde trocken ist.

WIE VIEL WASSER SOLLTE MAN DEN PFLANZEN GEBEN?

Du solltest nicht "nach einem Zeitplan" bewässern. Überbewässerung bedeutet nicht, dass man "zu viel" Wasser auf einmal gibt, sondern zu häufig zu gießen, ohne dem Boden eine Chance zu geben auszutrocknen. Statt häufig zu gießen, solltest Du es nur tun, wenn die Pflanzen es brauchen. Wenn Du bewässerst, stelle aber sicher, dass Du es gut machst. Verwende genug Wasser, so dass die gesamte Erde im Topf gut durchnässt ist. Eine gute Regel ist so lange zu giessen, bis ein Teil des Wassers durch die Löcher an der Unterseite des Topfes austritt. Es ist wichtig, dass die Pflanzen eine ausreichende Drainage haben. Töpfe sollten immer Löcher an der Unterseite haben, so dass kein Wasser im Topf stehen bleibt.

Bei einigen Substratmischungen und Medien, wie Torf, kann es einige Zeit dauern, bis sie das Wasser aufnehmen, vor allem, wenn sie trocken sind. Es ist gute Praxis anzufangen die Pflanzen zu gießen, dann 30 Minuten zu warten und dann weiter zu gießen, um sicherzustellen, dass der Boden das ganze Wasser aufnimmt, sonst könnte es passieren, dass das meiste Wasser einfach an den Seiten nach unten abfließt und austritt, ohne dass es den Boden durchnässt hat.

Wie wir Dir gezeigt haben, kann es von verschiedenen Faktoren abhängen, welches das beste Wasser für Deine Cannabispflanzen ist. Die Art und Weise, wie Du anbaust (biologisch, in Boden, in Hydrokultur etc.), sowie die Qualität des verfügbaren Wassers spielen eine Rolle. In fast allen Fällen kannst Du die Wasserqualität verbessern, um es für Deine Pflanzen und Anbautechnik optimal aufzubereiten. Sei Dir immer der Bedeutung des Wassers und der richtigen Bewässerungstechnik für den Erfolg Deines Anbaus bewusst. Die meisten Probleme beim Cannabisanbau, wie etwa Nährstoffmangel, stehen im Zusammenhang mit Wasser. Bewässere richtig und verwende das richtige Wasser und Deine Pflanzen werden gedeihen!

 

         
  Georg  

Geschrieben von: Georg
Wohnhaft in Spanien, verbringt Georg nicht nur viel von seiner Zeit an seinem Computer, sondern auch in seinem Garten. Mit einer brennenden Leidenschaft für den Cannabisanbau und die Erforschung von Psychedelika, ist Georg in allem gut bewandert, was psychoaktiv ist.

 
 
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