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Welche Cannabissorten Man Miteinander Kreuzen Sollte
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Wie Finde Ich Heraus, Welche Cannabissorten Man Miteinander Kreuzen Sollte?

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Du willst Deine eigene Cannabissorte züchten? In diesem Artikel nehmen wir die Kreuzung von Sorten genauer unter die Lupe und geben ein paar Tipps für die Auswahl der besten Sorten für dieses Projekt!

Die Kreuzung von Cannabissorten ist ein aufregendes Projekt für erfahrene und passionierte Anbauer. Aufgrund der enormen Vielzahl an Sorten kann die Auswahl der richtigen Pflanzen für die Kreuzung jedoch eine ziemliche Herausforderung sein. In diesem Artikel wollen wir Dir das Ganze ein bisschen vereinfachen, indem wir Dir die wichtigsten Aspekte bei der Kreuzung von Cannabissorten näherbringen.

Die Grundlagen Der Kreuzung Von Cannabissorten Verstehen

Ehe wir ins Detail gehen, ist es wichtig, die grundlegende Funktionsweise der Kreuzung von Cannabissorten zu kennen. Im Grunde gibt es zwei Arten von Kreuzungen. Bei der Inzucht werden männliche und weibliche Pflanzen derselben Sorte miteinander gekreuzt, um Samen zu erzeugen, die die Eigenschaften der Elternpflanzen replizieren. Auf der anderen Seite gibt es die sogenannte Auskreuzung. Dabei werden männliche und weibliche Pflanzen unterschiedlicher Sorten miteinander gekreuzt, um eine neue Hybridsorte mit den Eigenschaften beider Elternsorten zu erschaffen.

Beide dieser Techniken haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Durch Inzucht entstehen zum Beispiel sehr stabile und vorhersehbare Ergebnisse. Auskreuzung auf der anderen Seite bringt extrem unterschiedliche Ergebnisse hervor, die entweder sehr aufregend oder sehr enttäuschend ausfallen können. In diesem Artikel wollen wir uns ausschließlich mit der Auskreuzung beschäftigen.

Im Grunde ist die Kreuzung von Cannabispflanzen recht einfach; sie beinhaltet den Anbau männlicher und weiblicher Pflanzen, die für die Produktion von Samen zur Blütezeit in denselben Raum gesteckt werden. Wenn Du Dich als Züchter allerdings weiterentwickeln willst, musst Du lernen, wie man die Genetik verschiedener Sorten verändert, um Exemplare mit den von Dir gewünschten Eigenschaften zu kreieren.

Woher Weiß Man, Mit Welchen Sorten Man Das Züchten Beginnen Sollte

Woher Weiß Man, Mit Welchen Cannabissorten Man Das Züchten Beginnen Sollte

Für den Start Deines Zuchtprojekts benötigst Du männliche und weibliche Cannabispflanzen. Idealerweise baust Du diese Sorten aus Samen von einer professionellen Saatgutbank an. Zum Beispiel aus dem Sortiment von Zamnesia.

Im Grunde kannst Du alle beliebigen Sorten miteinander kreuzen. Beachte jedoch, dass die Ergebnisse bei der Auskreuzung ziemlich unvorhersehbar sein können. Selbst bei der Kreuzung zweier erstklassiger Sorten wie zum Beispiel OG Kush und White Widow gibt es keine Garantie, dass die nächste Pflanzengeneration genauso hochwertig ausfällt. Mit der Zeit wirst Du lernen, die besten Eigenschaften verschiedener Pflanzen auszuwählen, sie zu vereinen und die neue Genetik zu stabilisieren.

Die Auswahl Des Richtigen Phänotyps Für Die Kreuzung

Die Auswahl Des Richtigen Cannabis-Phänotyps Für Die Kreuzung

Hast Du die erste Ladung Samen erfolgreich gekauft und gekreuzt, erhältst Du wieder jede Menge neuer Samen. Jeder Samen enthält eine andere Genetik und abgesehen davon, dass sie von denselben Elternsorten stammen, werden sich daraus einzigartige Phänotypen entwickeln.

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Dein Ziel als Züchter ist es, nützliche Eigenschaften der nächsten Generation Deiner Samen zu erkennen und sie über kommende Generationen hinweg selektiv zu züchten. Damit das klappt, musst Du zunächst entscheiden, welche Eigenschaften Du weiterentwickeln willst. Dazu zählen die Größe und Struktur Deiner Pflanze, der Ertrag, spezielle Aromen, die Blütezeit, Farbe und Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel und Schädlinge.

Dominante Und Rezessive Cannabis-Genetik Verstehen

Ob eine Eigenschaft dominant oder rezessiv ist, lässt sich relativ schnell klären; dominante Eigenschaften werden von den Nachkömmlingen häufiger ausgebildet als rezessive Merkmale. Um über mehrere Generationen hinweg zu erkennen, welche Eigenschaften rezessiv und welche dominant sind, hilft die Verwendung eines [1]Punnet-Quadrats.

Dominante Und Rezessive Cannabis-Genetik Verstehen

Mithilfe des Punnet-Quadrats lässt sich sehr einfach erkennen, welche genetischen Merkmale Deiner Pflanzen dominant bzw. rezessiv sind. Selbst, wenn eine bestimme Eigenschaft der Elternsorten nicht an die nächste Generation ihrer Nachfahren weitergegeben wird, bedeutet das nicht, dass dieses Merkmal aus dem Genpool verschwunden ist. Es ist zwar vorhanden, aber jedoch wahrscheinlich eine rezessive Eigenschaft. Durch fortschreitende Züchtung kann es aber passieren, dass sich das Merkmal in zukünftigen Generationen ausbildet.

Für Welche Eigenschaften Lohnt Sich Die Züchtung?

Für Welche Cannabis-Eigenschaften Lohnt Sich Die Züchtung?

Welche Eigenschaften bei der Züchtung von Sorten im Fokus stehen, hängt komplett von Dir selbst ab. Allerdings gibt es ein paar Eigenschaften, die in der Regel von Anbauern und Züchtern gegenüber anderen Merkmalen bevorzugt werden. Im Folgenden findest Du ein paar davon, auf die Du achten solltest.

1. Kurze Blütezeit

Die meisten Anbauer und Züchter bevorzugen Pflanzen mit einer kurzen Blütezeit, da sie schneller reifen und früher geerntet werden können. In der Tat können Pflanzen mit einer kurzen Blütezeit (6–8 Wochen) in einem Anbauraum bis zu drei oder viermal pro Jahr geerntet werden. Anbauer erhalten dadurch eine kontinuierliche Versorgung mit Buds.

2. Kleine Statur

Weil Cannabis in den meisten Ländern der Erde immer noch illegal ist, entscheiden sich viele für den Anbau in einem Aufzuchtraum. Für den Indoor-Anbau sind kleine Pflanzen ein Geschenk des Ganja-Himmels. Auf der anderen Seite können große, hohe Sativa-Sorten in kleinen Anbauräumen zu einer echten Qual werden. Beim Indoor-Anbau ist es eine gute Idee, kleinere Pflanzen zu züchten.

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3. Autoflowering

Für den Beginn ihrer Blüte sind autoflowering Sorten nicht von der Änderung der Photoperiode abhängig. Wenn Du in einer Region mit kurzen Sommern lebst oder knapp bei Kasse bist und/oder wenig Platz zur Verfügung hast, ist die Züchtung von autoflowering Sorten unter Umständen eine großartige Alternative.

4. Blütenstruktur von Indica-Pflanzen

Indica-Sorten produzieren von Natur aus dichtere Buds, die besser aussehen als ihre fluffigen, schmächtigen Sativa-Gegenstücke. Um solche Buds wie jene in den Regalen einer Cannabis-Ausgabestelle oder eines Coffeshops anzubauen, solltest Du Dich mit der Züchtung von Pflanzen mit Indica-Genetik beschäftigen.

5. Farbe

Neben den klassisch grünen Blütenständen können Cannabispflanzen orangefarbene, rote oder sogar violette Buds produzieren. Achte bei den Nachkömmlingen auf diese Eigenschaften und züchte die Exemplare, die Dir am besten gefallen.

6. Geschmack

Aktuelle Sorten sind mit einer einzigartigen und leckeren aromatischen Mischung verschiedener Terpenprofile ausgestattet. Auch hier kannst Du mithilfe von selektiver Züchtung spezielle Aromen und Geschmacksrichtungen kreieren.

7. Ertrag

Sag bloß! Phänotypen mit einem hohen Ertrag können die Produktion zukünftiger Hybridgenerationen entscheidend verbessern.

8. Potenz

Ohne Instrumente für die Messung des THC- und/oder CBD-Gehalts kann dies ziemlich schwer herauszufinden sein. Nichtsdestotrotz kannst Du theoretisch die potenteste und/oder ausgeglichenste Version einer Sorte auswählen, um das von dir gewünschte Cannabinoid-Profil zu begünstigen.

9. Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel und Schädlinge

Manche Cannabissorten sind von Natur aus widerstandsfähig gegen lästige Schädlinge, Schimmel, Krankheiten und vieles mehr. Die Auswahl spezieller robuster Phänotypen mit einer guten Widerstandsfähigkeit ist vor allem für Anbauer in weniger optimalen Klimazonen interessant.

Rückkreuzung: Der Einfachste Weg Zu Stabiler Genetik

Rückkreuzung: Der Einfachste Weg Zu Stabiler Cannabis-Genetik

Hast Du erst einmal einen Phänotyp gefunden, mit dem Du zufrieden bist, musst Du die Genetik stabilisieren. Am einfachsten geht das durch die Bestäubung mit Pollen der Elternsorte. Anschließend musst Du die neuen Samen anbauen, den für Dich besten Phänotyp auswählen und wieder mithilfe der Pollen der Elternsorte rückkreuzen. Das hilft bei der Stabilisierung der Genetik des neuen Phänotyps und die wiederholte Durchführung trägt zur Produktion homozygotischer Samen mit wenig genetischer Variation bei.

Die Kreuzung Von Cannabissorten: Kreiere Deine Eigenen Sorten Bei Dir Zuhause

Die Kreuzung Von Cannabissorten: Kreiere Deine Eigenen Sorten Bei Dir Zuhause

Die Kreuzung von Cannabissorten mag überfordernd erscheinen, ist aber keinesfalls eine unmögliche Aufgabe. Du benötigst etwas Zeit, Erfahrung und Geduld. Wenn Du an der Züchtung Deiner eigenen Cannabissorten bei Dir zuhause interessiert bist, halte Dich an diese grundlegende Einleitung und schaue zusätzlich regelmäßig auf unserem Blog vorbei. Dort erhältst Du noch mehr Informationen über den Anbau und die Kreuzung von Cannabis.

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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