Warum synthetisches Cannabis wirklich Mist ist

Veröffentlicht :
Kategorien : Blog

Warum synthetisches Cannabis wirklich Mist ist

Synthetisches Marihuana ist technisch gesehen (noch!) legal, aber glaub es uns, wenn wir sagen, daß Du das Zeug nicht in Deiner Nähe haben möchtest!

Wir wissen jetzt, daß das letzte Jahrhundert des Cannabisverbots ein Fluch für die Menschheit war. Als Gesellschaft arbeiten wir nun auf seine Legalisierung hin und versuchen zu gewährleisten, daß Patienten, die Nutzen aus seiner Verwendung ziehen können, einen sauberen und sicheren Zugang dazu haben. Es ist jedoch kein Prozess, der über Nacht stattfindet und da die Menschen sich langsam mit der Tatsache anfreunden, daß Cannabis nicht vom Teufel geschickt wurde, es aber noch nicht ganz legal ist, hat sich ein Markt für Alternativen eröffnet.

Eine solche Alternative ist synthetisches Marihuana. Es hat viele Namen: K-2, Spice, Bliss, Blaze, Yucatan Fire und wartet mit einer ganzen Reihe von verschiedenen chemischen Referenzen auf - wie JWH-018, wobei die chemische Zusammensetzung sich ständig ändert. Bevor wir uns damit befassen, warum synthetisches Marihuana Mist ist, sollte Dir klar sein, daß Du aus diesem Artikel eigentlich nur eines lernen wirst, nämlich das Verständnis NIEMALS synthetisches Marihuana zu verwenden. Es ist bei weitem nicht das gleiche wie echtes Marihuana.

Es ist äußerst gefährlich und fies für die Menschen, die die Wirkungen von Marihuana verspüren wollen, aber trotzdem nicht das Gesetz brechen wollen. Die Sache ist, daß diese Legalität nur ein technischer Fakt ist und es lediglich von Gesetzeslücken profitiert. Synthetisches Marihuana wird hergestellt, indem in einem Labor verschiedene Chemikalien verändert werden, damit am Ende eine Droge herauskommt. Sobald eine Sorte für illegal erklärt wird, ändert der Hersteller einfach die chemische Zusammensetzung wieder leicht ab, so daß es technisch zu einer anderen Substanz und somit wieder legal wird. Die Sache ist, daß diese Chemikalien eine Wirkung "wie Marihuana" haben, jedoch nicht wirklich etwas über sie bekannt ist. Sie haben eine alarmierende Anzahl von Koma- und Todesfällen verursacht, zudem schreibt man ihnen Hirn- und Nierenschäden zu.

Legal aber unreguliert ist ein gefährlicher Mix

Die Tatsache, daß wir nichts über die sich schnell ändernden chemischen Zusammensetzungen von synthetischem Cannabis wissen und auch nicht welche langfristigen Auswirkungen diese Chemikalien haben (mit Ausnahme der Überdosen die wir gesehen haben), ist äußerst besorgniserregend. Da synthetisches Cannabis Vorteile aus Gesetzeslücken zieht und gar nicht dazu gedacht ist tatsächlich legal zu sein, gibt es keine Art von Regulierung, um irgendeine Form der Sicherheit zu gewährleisten. Nun könntest zu natürlich anführen, daß echtes Cannabis auch nicht reguliert abgegeben wird und Du hättest auch Recht damit, doch es gibt eine ganze Anzahl von Dingen, die hier berücksichtigt werden müssen.

Zum einen ist Cannabis eine natürliche, unverfälschte Pflanze. Sie wurde in großer Tiefe erforscht und wir wissen welche Auswirkungen sie auf uns hat und daß es unmöglich ist sich mit Cannabis eine Überdosis zu verpassen.

Dann ist da noch die Tatsache, daß die Behauptung, daß synthetisches Cannabis legal sei sehr irreführend ist, da sie die Leute anlockt und glauben lässt, es müsse auch sicher sein, doch tatsächlich könnten sie nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Etwas, das legal und unreguliert ist, ist für alle leicht zugänglich - auch Kinder.

Das Zeug aus dem Labor ist einfach zu stark

Eines der Probleme mit im Labor hergestelltem synthetischen Cannabis ist, daß es dafür maßgeschneidert wurde, um die Cannabinoid Rezeptoren im Gehirn gezielt aufsuchen. THC und Cannabinoide in echtem Cannabis sind nur zum Teil Agonisten, was bedeutet, daß sie zwar an die Cannabinoid Rezeptoren andocken, dies aber nicht in einer übermächtigen Weise tun. Synthetisches Marihuana hingegen wurde hergestellt, vollständig agonistisch zu sein, so daß es die Cannabinoid Rezeptoren mit voller Wucht aktiviert. Außerdem wird angenommen, daß synthetisches Cannabis nicht nur bei der Bindung an die Rezeptoren effizienter als normales Cannabis ist, sondern auch, daß es bis zu 100-mal stärker ist.

Das mag zunächst einmal toll klingen, ist es aber nicht. Wenn es um die Toxizität einer Substanz geht, ist die Dosis der Schlüssel. Trink in einem kurzen Zeitraum eine Tasse Wasser und es ist nützlich für Deinen Körper. Trink in dem gleichen Zeitraum einen Liter Wasser und es könnte einen Anfall verursachen. Synthetisches Marihuana enthält kein THC, es ist einfach nicht das gleiche darin wie in Cannabis, es bindet zu schnell an die Rezeptoren an und es schlägt mit tödlicher Kraft zu.

Der Körper weiß nicht wie er mit synthetischen Stoffen umgehen soll

Ein weiterer und sehr gefährlicher Aspekt von synthetischem Marihuana ist, daß der Körper nicht so gut damit zurechtkommt es zu deaktivieren. Normalerweise, wenn echtes Cannabis kosumiert wird, deaktiviert der Körper es schließlich indem er die aufgenommenen Inhaltstoffe metabolisiert. Studien haben jedoch gezeigt, daß synthetisches Cannabis selbst nach der Metabolisierung noch seine Wirksamkeit behält, so daß es im Körper unkontrolliert aktiv bleibt.

Am Ende des Tages trifft jeder eigene Entscheidungen, aber egal was die Werbung auch sagen mag, synthetisches Cannabis ist extrem gefährlich. Es ist kein legitimes Produkt, das die Wissenschaft im Rücken hat, sondern einfach eine sich ständig verändernde Zusammenstellung von Chemikalien aus dem Labor, die die Vorteile von Gesetzeslücken nutzt. Es ist Mist, schlicht und einfach. Setz Deine Gesundheit nicht für einen schnellen Kick aus dem Labor auf's Spiel!