Vermeide Folgende Hauptfehler Bei Deinem Allerersten Cannabisanbau


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Hauptfehler Allerersten Cannabisanbau


Der Anbau von Cannabis ist ein aufregendes und lohnendes Hobby. Trotzdem können sich leicht Fehler einschleichen. Novizen können die meisten der gängigen Schnitzer vermeiden, wenn sie sich schlau machen und gut vorbereiten.

Zwar ist der Anbau von Cannabis ziemlich einfach, doch wiederum nicht so einfach, dass man nur Samen in die Erde stecken muss und bis zu einer großen, schweren und mächtigen Ernte die Hände in den Schoß legen kann. Sogar der Anbau im Freien erfordert Erfahrung. Anfänger können am Anfang eine ziemlich steile Lernkurve erwarten, falls sie beabsichtigen, im Hobbyanbau zum Profi zu werden.

Dessen ungeachtet ist es sicherlich jede Mühe und Geduld wert. Und zum Glück kann man sogar als Anfänger einige häufige Fehler ganz einfach vermeiden. Mache Dich schlau, bevor Du loslegst. Das spart Zeit, Geld und Stress.

JEDER MACHT BEIM ERSTEN MAL FEHLER

Egal, wie gut Du Dich auch vorbereitest, Fehler werden nicht ausbleiben. Es gibt ganz einfach keinen perfekten Anfänger. Schreibe alles auf, was während Deiner Anbaupremiere funktioniert hat und was nicht. Wenn Du im nächsten Jahr wieder an den Start gehst, wirst Du froh sein, dass Du Dir diese kleine Mühe gemacht hast.

Welchen Kardinalfehler solltest Du in diesem frühen Stadium vermeiden? Kündige auf keinen Fall an, dass Du ein solches Vorhaben auch nur in Erwägung ziehst. Dazu gehört auch, Deine Freunde einzuweihen oder (ebenso schlecht), in den sozialen Netzwerken mit Deinen neu erworbenen landwirtschaftlichen Erfahrungen zu prahlen. Selbst wenn Du an einem Ort wohnst, wo der Cannabisanbau legal ist, kannst Du Dir mögliche Schwierigkeiten an Land ziehen. Hierzu gehören auch Sicherheitsprobleme.

BEREITE DICH VOR

Es klingt vielleicht ein bisschen banal, aber die Vorbereitung Deines Anbauplatzes, sowie die Auswahl der Materialien sind entscheidend für Deinen späteren Erfolg. Du musst nicht viel Geld ausgeben. Viel wichtiger ist, dass Du in dieser entscheidenden Phase Zeit investierst und zwar in Forschung und Vorbereitung.

Dies beginnt mit der Auswahl der richtigen Samen. Das ist an und für sich schon ein eigenes Forschungsprojekt. Lass Dich aber nicht dazu verleiten, Deine Samen aus den Resten in Deinem Vorratsglas zusammenzuklauben. Warum nicht? Dort finden sich meist Blindgänger, männliche Samen oder sogar Zwitter, die Dir ganz bestimmt nicht das geben, was Du brauchst.

Der einfachste Weg, um ganz sicher qualitativ hochwertige Pflanzen zu erhalten, ist der Bezug Deiner Samen von einer etablierten und seriösen Saatgutbank. Auf diese Weise bekommst Du auch ein besseres Verständnis dafür, welche Art von Pflanze Du anbaust, was sie benötigt und wie man die besten Ergebnisse erzielt.

BEREITE DEINEN PFLANZORT VOR

Eine der wichtigsten Vorarbeiten, die zu leisten sind, ist neben der Auswahl eines geeigneten Pflanzortes auch seine Vorbereitung. Wenn Du drinnen anbaust, musst Du sicherstellen, dass das Zimmer die richtige Ausrüstung, sowie eine Belüftung bekommt. Wenn Du draußen anbaust, musst Du alles Mögliche beachten - von der zur Verfügung stehenden Sonneneinstrahlung, bis hin zur Frage, wie Du die Pflanzen vor Entdeckung schützt.

Pflanzort Bereit

Der Anbauplatz beeinflusst natürlich auch, welche Arten von Pflanzen für Dein Vorhaben in Frage kommen. Wenn Du Sativas oder Sativa-Hybriden anbauen willst, solltest Du auch die Größe der Pflanzen berücksichtigen. Sativa-Sorten wachsen größer und dünner als eine Indica-Pflanze. Mit anderen Worten: Bei einer niedrigen Decke scheidet eine Sativa aus.

Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem Du bestimmen musst, welche Art der Anbaumethoden Du einsetzen willst. Das bedeutet auf Bodenbasis oder Hydroponik. Diese wichtige Entscheidung legt Deine Einkaufsliste fest und bestimmt die resultierenden Kosten.

Wenn Du drinnen anbauen willst, wirst Du ganz sicher auch irgendeine Art von Schalter oder Zeitschaltuhr für die Beleuchtung benötigen. Du solltest auch darüber nachdenken, wie Du Deine Samen keimen willst. Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen. Erfahrene Grower haben ihre eigenen Techniken, aber der Start kann verwirrend sein. Erforsche, ob Du Deine Babies aus dem Boden sprießen lassen möchtest, mit Wasser oder mit einem Grow-Kit.

BEHALTE DEN PH-WERT IM AUGE

Viele Anfänger unterschätzen, wie wichtig es ist, einen gesunden, ausgeglichenen pH-Wert in ihrem Boden aufrechtzuerhalten. In der Tat ist dieses Gleichgewicht zwischen sauer und basisch einer der wichtigsten Aspekte, wenn es darum geht, eine gesunde Umwelt für das Wachstum Deiner Pflanzen zu schaffen und zu bewahren. Falls diese Balance verloren gehen sollte, werden Deine Pflanzen nicht nur unproduktiv sein, sondern sie könnten sogar sterben. Der pH-Wert bestimmt, wie gut die Wurzeln Deiner Cannabispflanzen bestimmte Nährstoffe aufnehmen. Ist der pH-Wert korrekt, können die Pflanzen jede Art von Nährstoffen aufnehmen, die sie brauchen. Der gesunde pH-Bereich für die meisten Cannabispflanzen liegt zwischen 6,0 und 7,0. Hydroponisch angebaute Pflanzen benötigen einen Bereich von 5,5-6,5.

NICHT ZU VIEL WASSER UND NICHT ZU VIELE NÄHRSTOFFE

Auch wenn Du ohne Zweifel nur das Beste für Deine Pflanzen willst und sie genau das bekommen sollen, was sie benötigen, um eine reiche Ernte zu liefern, gehe hier langsam vor. Es ist schnell passiert und Deine Pflanze wurde überwässert oder überfüttert. Hier besteht ein Teil der Schwierigkeiten darin, dass zu Nährstoffen, die Du aus einem Shop bezogen hast, bestimmte Anwendungsvorschriften gehören.

Unerfahrene Grower versuchen oft penibel, alle diese Anweisungen der Nährstoffprodukte zu befolgen. Tu das nicht, denn diese Angaben werden nur selten mit Hinblick auf Cannabis erstellt und sind in der Regel viel zu hoch. Wenn Du Dich nur nach schriftlichen Anweisungen richtest, wirst Du Deine Pflanzen am Ende mit den Nährstoffen, die Du Ihnen zukommen lassen willst, überversorgen.

„Weniger ist mehr“ lautet deshalb die bewährte Faustregel für diejenigen, die gerade experimentieren. Beginne bei der Düngung Deiner Pflanzen mit etwa ¼ dessen, was die Anweisungen Dir vorschreiben. Wenn Du den richtigen pH-Wert beibehältst, werden Deine Pflanzen Dir deutlich vermitteln, was sie brauchen und wann dies der Fall ist. Achte darauf, dass Du höchstens die Hälfte der Menge verwendest, die für kommerzielle Ergänzungsprodukte empfohlen wird.

Überbewässerung ist ebenfalls ein sehr häufiger Fehler, der neuen Anbauern leicht unterläuft. Dies kann auch passieren, wenn Du Deine Pflanze in einem zu großen Behälter platzierst. Die meisten Novizen neigen dazu, ihren Behälter zu sehr zu bewässern, weil sie annehmen, der Boden müsse feucht sein. Allerdings führt dies meist nur dazu, dass die Wurzeln nass werden und nicht die richtige Menge an Sauerstoff aufnehmen können. Dies wird der Pflanze die benötigten Nährstoffe rauben.

Zeichen der Überwässerung? Pflanzen, die die Köpfe hängen lassen.

Zum Glück lässt sich dieser Anfängerfehler ganz einfach korrigieren. Der beste Weg, um festzustellen, ob es Zeit ist, wieder zu wässern? Drücke Deinen Finger bis zum zweiten Gelenk in den Boden. Wenn es sich an dieser Stelle trocken anfühlt, ist es Zeit zum Wässern.

SORGE DAFÜR, DASS DEINE PFLÀNZEN GENÜGEND LICHT ABBEKOMMEN

Die Zeitpläne für das Wachstum sind unbedingt einzuhalten, vor allem bei Pflanzen, die im Haus angebaut werden. Auch die Intensität des Lichts ist sehr wichtig. Da viele Indoor-Anbauer in ein Beleuchtungssystem investieren, handelt es sich hier also um ein Forschungsprojekt für die Planungsphase.

Licht Cannabis

Mache Dir auch klar, dass Du eine deutlich höhere Stromrechnung erhalten wirst, wenn Du ein hocheffizientes Pflanzenlicht (einschließlich LEDs) auswählst. Die energieeffizienteren leichten Anlagen können jedoch sehr teuer sein. Dies ist auch einer der größten Posten für Anbauanfänger im Innenbereich. Vergleiche vorab ausgiebig unterschidliche Produkte und Methoden, bevor Du etwas kaufst. Achte außerdem darauf, dass die Beleuchtungsanlage auch tatsächlich in Deinen Raum für die Aufzucht passt.

HALTE DEIN ZUCHTZELT/ANBAUBEREICH ABSOLUT SAUBER

Zuallererst sind Cannabispflanzen nun einmal Pflanzen. Dies bedeutet, dass sie prinzipiell von Krankheiten, Schädlingen und Verunreinigungen bedroht werden. Auch im Innenbereich sind Cannabispflanzen anfällig für Käfer und Schimmel.

Hieraus folgt, dass Cannabauern sich penibel um äußerste Sauberkeit bemühen müssen. Der Raum sollte so sauber wie möglich gehalten werden. Das umfasst auch die Desinfektion von Werkzeugen und Töpfen. Weiterhin bedeutet es, dass Du Deine Hände waschen musst, bevor Du irgendetwas im Anbaubereich anrührst – oder Du verwendest von vornherein ausschließlich Handschuhe. Eventuell wäre auch zu überlegen, ob Du noch andere Strategien einsetzt, wie zum Beispiel die Verwendung von Begleitpflanzen.

ERNTE NICHT ZU FRÜH

Und wenn Du noch so ungeduldig bist, endlich die knospenden Blüten auf Deinen sorgfältig gepflegten Pflanzen zu sehen, lerne abzuwarten! Eine zu frühe Ernte führt dazu, dass die Blüten nicht ihre volle Potenz entwickeln können und Du mit suboptimalem Stoff zurückbleibst. Hier kannst Du herausfinden, wann die perfekte Zeit für die Ernte gekommen ist.

 

         
  Marguerite Arnold  

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

 
 
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