Medizinisches Cannabis senkt Anzahl der Todesfälle durch verschreibungspflichtig

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Medizinisches Cannabis senkt Anzahl der Todesfälle durch verschreibungspflichtig

US Bundesstaaten, die legales medizinisches Cannabis anbieten, haben eine 25% ige Abnahme der durch verschreibungspflichtige Schmerzmittel verursachten Todesfälle verzeichnet.

Wie Du in unserem aktuellen Artikel lesen kannst, sind rezeptpflichtige Schmerzmittel, vor allem solche, die von Opiaten abstammen, die häufigste Ursache für Todesfälle, die mit Medikamenten in Verbindung stehen - weit häufiger als bei illegalen Drogen. Seit den 90er Jahren ist die Zahl der Menschen, die an einer Überdosis Schmerzmittel sterben stetig gestiegen, aber nun scheint es, als würde dieser Trend anfangen sich umzukehren und es passiert an den Orten, die die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert haben.

Der Beweis in Zahlen

In einer Studie, die kürzlich im JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde, wurde festgestellt, daß in den 13 Staaten in den USA, die die medizinische Verwendung von Cannabis zwischen 1999 und 2010 legalisiert haben, eine signifikante Senkung der Anzahl der Todesfälle verzeichnet wurde, die durch rezeptpflichtige Schmerzmittel verursacht wurden - um bis zu 25%! Das ist eine absolut erstaunliche Menge und wenn die weiteren Entwicklungen dies bestätigen, fegt dies die Argumente gegen die Legalisierung von Marihuana vom Tisch.

Laut des Co-Autors der Studie kann man in jedem Staat bereits ein Jahr nach der Legalisierung einen deutlichen Rückgang der Todesfälle sehen. Für viele von uns ist das keine Überraschung, da wir alle die schmerzlindernde Kraft von Cannabis kennen; aber es ist ein weiteres Beispiel dafür, daß Marihuana eine positive soziale Auswirkung haben kann.

Kritik an der Studie

Obwohl die Studie noch nicht lange Zeit raus ist, geriet sie schnell unter Beschuss. Die drei Hauptkritikpunkte sind, daß Marihuana nicht häufig als Schmerzmittel verordnet wird, daß die Verringerung der Todesfälle eher ein Ergebnis des harten Vorgehens gegen die Verschreibung von Opiaten ist und daß die Staaten, die Marihuana legalisiert haben, sehr wahrscheinlich progressivere Rehabilitationsprogramme haben.

Wenn man eine wissenschaftliche Aussage macht, ist es immer wichtig, Kritik und Gegenargumente zu berücksichtigen, denn manchmal sind sie berechtigt. In diesem Fall verfehlen die Kritiker jedoch den Kern der Sache und hier ist warum:

Erstens, obwohl es wahr ist, daß Marihuana nicht oft verschrieben wird, um vorrangig chronische Schmerzen zu behandeln, wird es verordnet, um Erkrankungen zu behandeln, bei denen chronische Schmerzen eines von vielen Symptomen sind - wie Krebs, Migräne, entzündliche Erkrankungen und Glaukom. Ferner wählten viele Cannabispatienten ohne die Anleitung eines Arztes den Weg der Selbstmedikation, in welchem Fall sie aus der Statistik fallen. Zu sagen, daß es nicht verwendet wird, um Schmerzen zu behandeln, ist nur die halbe Wahrheit.

Dann haben wir da die Idee, daß dieser 25%ige Rückgang von einem Vorgehen gegen die Verwendung von Opiaten kommt. Damit dies ein zulässiges Argument wird, müsste dies Vorgehen in jedem Staat exakt zur gleichen Zeit eingesetzt haben, in der medizinisches Marihuana legalisiert wurde, da eine Korrelation besteht zwischen der Zeit, zu der Marihuana legalisiert wurde und der Zeit, zu der die Verringerung der Überdosierungen begann.

Diese Argumentation gilt auch für den dritten Kritikpunkt, die besagt, daß progressivere Rehabilitationsprogramme in allen Staaten mit dem gleichen Zeitrahmen übereinstimmen müssten. Allein schon die Tatsache, daß gute und fortschrittliche Rehabilitationsprogramme als Argument gegen Cannabis hervorgebracht werden, erscheint schlichtweg falsch. Würde die Arbeit eines fortschrittlichen Staates zeigen, daß sie die Todesfälle um 25% reduziert, dann sollten die anderen Staaten sich ein Beispiel daran nehmen und ihm folgerichtig folgen.

Welchen Schluß Du auch immer daraus ziehst, Tatsache ist, daß die Anzahl der Todesfälle, die durch verschreibungspflichtige Schmerzmittel verursacht werden, in den Staaten sinkt, die medizinisches Marihuana legalisiert haben - und das kann nur eine gute Sache sein.