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Was Ist Kurkuma (Curcuma Longa)?
4 min

Was Ist Kurkuma (Curcuma Longa)?

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In asiatischen Gerichten weit verbreitet, zählt Kurkuma seit vielen Jahren zum kulinarischen Leben. Aber wusstest Du, dass es auch als Wellness-Ergänzungsmittel weit verbreitet ist? Vermutlich ist Kurkuma heute beliebter als jemals zuvor. Lies weiter, um alles zu erfahren, was Du darüber wissen musst.

Wenn Du die Gewürze in Deiner Speisekammer durchstöberst, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein Glas Kurkumapulver stoßen. Auch wenn es in der Küche vielseitig eingesetzt wird, wirst Du vermutlich überrascht sein, zu erfahren, dass die Kurkuma in der Welt der Wellness-Ergänzungsmittel hoch angesehen ist. In diesem Sinne möchten wir Dich über alles informieren, was Du über Kurkuma wissen musst.

Was genau ist Kurkuma?

Was genau ist Kurkuma?

Als Teil der Familie der Ingwergewächse, ist die auch als Gelbwurz bekannte Kurkuma eine in Indien und Südostasien beheimatete Pflanze. Die Pflanze bildet Rhizome (Wurzelstöcke), die geerntet und meist in der Küche verwendet werden.

Die Rhizome werden traditionell getrocknet und zu Kurkumapulver zermahlen, dass sich durch sein gelbes/oranges Aussehen auszeichnet und häufig in asiatischen Gerichten verwendet wird, um ihnen eine leuchtende Farbe und einen an schwarzen Pfeffer erinnernden Geschmack zu verleihen. Kurkuma ist ohne Zweifel ein vielseitig einsetzbares Gewürz, das auch in der modernen Welt noch recht häufig genutzt wird.

Da Kurkuma über eine Vielzahl von potentiellen Effekten verfügt, eignet sie sich als hervorragender Zusatz von Ergänzungsmitteln. Doch dazu kommen wir gleich.

Woher Kurkuma stammt

Wie bereits erwähnt, ist Kurkuma in Indien und Südostasien heimisch und sehr geschichtsträchtig, wobei sie Verbindungen zum Hinduismus und Buddhismus aufweist. Tatsächlich wurde gemahlene Kurkuma sogar dazu verwendet, die Roben von Priestern und Mönchen zu färben.

Kurkuma vs. Curcumin

Wenn Du etwas über Kurkuma liest, wird im selben Zusammenhang häufig auch Curcumin erwähnt. Dafür gibt es einen guten Grund. Während Kurkuma das Gewürz ist, das aus den Wurzeln von Curcuma longa hergestellt wird, ist Curcumin der Hauptwirkstoff in Kurkuma, der auch als "Curcuminoid" bezeichnet wird.

Curcumin ist dafür bekannt, den Gehalt an Antioxidantien im Körper zu beeinflussen und eine Reihe weiterer faszinierender Effekte zu bewirken. Daher wirst Du beim Kauf von Kurkuma-Ergänzungsmitteln sehen, dass der Gehalt an Curcumin häufig nach Volumen angegeben wird.

Wofür ist Kurkuma gut?

Wofür ist Kurkuma gut?

Wir haben kurz die Tatsache gestreift, dass Kurkuma über mehrere potentielle Nutzen verfügt, aber wozu genau ist sie gut? Und warum ist sie als Hauptbestandteil von Ergänzungsmitteln so heiß begehrt?

Es wird Dich vielleicht überraschen zu erfahren, dass Kurkuma einige ziemlich wichtige Verbindungen zum Immunsystem, zur Herzgesundheit und sogar zur Gehirnfunktion aufweist. Erlaube uns, diese für Dich aufzuschlüsseln.

Kurkuma und das Immunsystem

In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wurde Curcumin auf sein antioxidatives und entzündungshemmendes Potential untersucht. In solchen Studien konnte nachgewiesen werden, dass es das Immunsystem beeinflussen kann, indem es auf B- und T-Zellen und natürliche Killerzellen wirkt. Diese Zellen regulieren die Antikörper im menschlichen Körper und eliminieren eindringende Krankheitserreger. Eine Studie aus dem Jahr 2007 zeigt, dass Kurkuma, wenn sie in niedrigen Dosen verabreicht wird, die Antikörperreaktionen verstärken kann (Jagetia & Aggarwal).

Obwohl die Studien zu den pharmakologischen Effekten von Kurkuma noch in den Kinderschuhen stecken, weisen die bisherigen Resultate auf eine positive Beziehung zwischen dem Gewürz und dem Immunsystem hin.

Kurkuma und Herzgesundheit

Die Kurkuma hat auch in der Welt der Herzgesundheit Wellen geschlagen. Durch ihr Potential, das Immunsystem und die Oxidation zu beeinflussen, identifizierte eine vorläufige Studie einen möglichen Mechanismus, über welchen Kurkuma die Herzgesundheit beeinflussen könnte (Sharifi-Rad et al., 2020).

Darüber hinaus beobachtete eine klinische Studie aus dem Jahr 2017 über 12 Wochen hinweg die Effekte von Curcumin unter Erwachsenen mittleren Alters. Dabei stellte sich heraus, dass diese Verbindung potentiell die Endothel-Funktion der Widerstandsgefäße verbesserte (Jiang et al.).

In einer weiteren Studie wurde einer Gruppe von 121 Patienten, die sich unlängst einer koronaren Bypass-Operation unterzogen hatten, täglich 4 Gramm Kurkuma verabreicht, um das kardioprotektive Potential der Curcuminoide bewerten zu können (Wongcharoen et al., 2012). Obwohl noch schlüssigere klinische Forschung nötig ist, um den vollen Umfang der Auswirkungen von Kurkuma auf die Herzgesundheit zu verstehen, sind aktuelle Untersuchungen ohne Zweifel ein Schritt in die richtige Richtung.

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Kurkuma und Hirnfunktion

Der Einfluss von Kurkuma auf die Hirnfunktion wird auch von Medizinern und Wissenschaftlern genau beobachtet. In einer über einen Zeitraum von 18 Monaten durchgeführten Studie wurde Patienten zweimal täglich 90mg Curcumin verabreicht (Small et al., 2018). Die Resultate zeigten Marker, die bei den meisten Probanden mit einem verbesserten Gedächtnis und einer besseren kognitiven Leistung in Verbindung standen.

Selbstverständlich ist das Gehirn ein unglaublich komplexes Organ, aber es gibt erste Forschungsergebnisse, die das Potential von Curcumin untersuchen, Symptome der Alzheimer-Krankheit zu verzögern oder sogar umzukehren (Dong et al., 2012). Es hat sich gezeigt, dass Curcumin die Produktion eines Proteins erhöht, das sich im Gehirn und in der Wirbelsäule befindet. Bekannt als Wachstumsfaktor BDNF (engl.: brain-derived neurotrophic factor), hat es die Fähigkeit, Nervenzellen zu erhalten und Kommunikation zu gewährleisten – ein Prozess, der für Lernen und Gedächtnis von entscheidender Bedeutung ist.

Verschiedene Formen von Kurkuma

Verschiedene Formen von Kurkuma

Wenn es um den Konsum von Kukurma geht, stehen Dir viele Formen zur Auswahl. Natürlich kannst Du das Gewürzglas aus Deinem Schrank nehmen und Deinen Lieblingsgerichten ein wenig Kurkumapulver hinzufügen. Einige streuen Kurkuma sogar in ihren Morgenkaffee oder -tee, um einen pfeffrigen Hauch von Antioxidantien zu bekommen.

Doch für jene, die auf eine konzentriertere Dosis aus sind, gibt es eine ganze Bankbreite an Kurkuma-Ergänzungsmitteln und -Extrakten auf dem Markt, von denen einige behaupten, bis zu 98% Curcuminoide zu enthalten. Kurkuma-Ergänzungsmittel können in Kapselform konsumiert oder in verschiedene Flüssigkeiten gerührt werden.

Eine andere Methode, Kurkuma zu konsumieren, ist ein Heißgetränk, das als "goldene Milch" bekannt ist. Dieses warme Getränk wird gewöhnlich aus Kokosmilch, Süßungsmitteln und einer herzhaften Menge Kurkuma hergestellt. Das Ergebnis ist ein immunstärkendes Getränk mit einem überraschend angenehmen Geschmack.

Sind Kurkuma-Ergänzungsmittel sicher?

Sind Kurkuma-Ergänzungsmittel sicher?

Wie bereits in den obigen Studien erwähnt, weisen Kurkuma und Curcumin ein gutes Sicherheitsprofil auf und werden allgemein gut vertragen. Und da hochwertige Ergänzungsmittel eine vorbestimmte Menge Kurkuma enthalten, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Nutzer zu viel davon konsumiert. Es gibt jedoch einige milde Nebenwirkungen, die mit der Einnahme von Kurkuma assoziiert werden; wie beispielsweise Magenbeschwerden und Kopfschmerzen, wovon eine Minderheit der Menschen betroffen ist. Darüber hinaus sollten Personen, die blutverdünnende Medikamente verwenden, vor der Einnahme von Kurkuma-Ergänzungsmitteln ihren Arzt konsultieren.

Im Allgemeinen sind Kurkuma-Ergänzungsmittel jedoch sicher und einfach zu verwenden, was sie zu einer idealen Möglichkeit macht, alles zu probieren, was dieses legendäre Gewürz zu bieten hat. Solltest Du Dich schon immer gefragt haben, was Kurkuma für Dich tun kann, gab es noch nie einen besseren Zeitpunkt als jetzt, um Dich selbst davon zu überzeugen!

Adam Parsons
Adam Parsons
Der professionelle Cannabisjournalist, Texter und Autor Adam Parsons ist ein langjähriger Mitarbeiter von Zamnesia. Mit der Aufgabe, ein breites Themenspektrum von CBD bis Psychedelika und allem dazwischen abzudecken, erstellt Adam Blog-Posts, Leitfäden und erforscht eine ständig wachsende Produktpalette.
Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Dong, S., Zeng, Q., Mitchell, E. S., Xiu, J., Duan, Y., Li, C., Tiwari, J. K., Hu, Y., Cao, X., & Zhao, Z. (2012). Curcumin Enhances Neurogenesis and Cognition in Aged Rats: Implications for Transcriptional Interactions Related to Growth and Synaptic Plasticity. PLoS ONE, 7(2), e31211. - https://doi.org
  2. Jagetia, G. C., & Aggarwal, B. B. (2007). “Spicing up” of the immune system by curcumin. Journal of Clinical Immunology, 27(1), 19–35. - https://doi.org
  3. Jiang, S., Han, J., Li, T., Xin, Z., Ma, Z., Di, W., Hu, W., Gong, B., Di, S., Wang, D., & Yang, Y. (2017). Curcumin as a potential protective compound against cardiac diseases. Pharmacological Research, 119, 373–383. - https://doi.org
  4. Sharifi-Rad, J., Rayess, Y. E., Rizk, A. A., Sadaka, C., Zgheib, R., Zam, W., Sestito, S., Rapposelli, S., Neffe-Skocińska, K., Zielińska, D., Salehi, B., Setzer, W. N., Dosoky, N. S., Taheri, Y., El Beyrouthy, M., Martorell, M., Ostrander, E. A., Suleria, H. A. R., Cho, W. C., & Maroyi, A. (2020). Turmeric and Its Major Compound Curcumin on Health: Bioactive Effects and Safety Profiles for Food, Pharmaceutical, Biotechnological and Medicinal Applications. Frontiers in Pharmacology, 11. - https://doi.org
  5. Small, G. W., Siddarth, P., Li, Z., Miller, K. J., Ercoli, L., Emerson, N. D., Martinez, J., Wong, K.-P., Liu, J., Merrill, D. A., Chen, S. T., Henning, S. M., Satyamurthy, N., Huang, S.-C., Heber, D., & Barrio, J. R. (2018). Memory and Brain Amyloid and Tau Effects of a Bioavailable Form of Curcumin in Non-Demented Adults: A Double-Blind, Placebo-Controlled 18-Month Trial. The American Journal of Geriatric Psychiatry, 26(3), 266–277. - https://doi.org
  6. Wongcharoen, W., Jai-aue, S., Phrommintikul, A., Nawarawong, W., Woragidpoonpol, S., Tepsuwan, T., Sukonthasarn, A., Apaijai, N., & Chattipakorn, N. (2012). Effects of Curcuminoids on Frequency of Acute Myocardial Infarction After Coronary Artery Bypass Grafting. The American Journal of Cardiology, 110(1), 40–44. - https://doi.org
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