Tagebuch Eines Cannabis-Anbauers Teil 1: Der Winter Kommt

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Tagebuch Eines Cannabis-Anbauers Teil 1: Der Winter Kommt


Der Winter kommt! Es wird Zeit Deinen Anbau nach innen zu verlegen. Der Cannabisanbau steht vor einer neuen industriellen Revolution. Die Zukunft ist jetzt, lass uns das Beste daraus machen. Folge mir bei meinem Versuch die neuesten Anbautechniken zu erforschen, um damit einen spektakulären high-tech Bio-Garten anzulegen.

Zamnesia ist stolz, Dir den ersten Teil der Serie über die Taten eines Veterans des Cannabisanbau vorzustellen, der über diesen Winter anbauen wird. Lese hier mit und erfahre mehr über einige wertvolle Erkenntnisse!

DER WINTER KOMMT!

Während ich meine zweite Ernte von draußen biologisch angebauten Samen abschließe und meinen kleinen Garten leckerer Autoflowers mit etwas süßer Melasse nähre, grüble ich über meine Anbaumöglichkeiten für die nächste Saison. 2016 war so etwas wie ein Jahr der ersten Male, für mich persönlich und auch das Anbauen betreffend.

Es ist Anfang September, aber die Tage werden schon kürzer, sogar hier im sonnigen Süden Spaniens ist der natürliche Lichtzyklus bereits fast gleichmäßig in 12/12 heiße trockene Tage und feuchte Nächte geteilt.

Zu dieser Jahreszeit ist es kurz vor der Erntezeit, egal was Du anbaust, sei es Kush oder Kohl. Der Herbst ist die Zeit der Seneszenz von Mutter Erde. Die Entscheidung lag auf der Hand. Ich muss Drinnen anbauen, schließlich ist der Winter im Anmarsch!

 

 

Erntezeit Cannabis

MEINE VORRICHTUNGEN

Die Technologie des 21. Jahrhunderts war für mich bislang eine herbe Enttäuschung. Sicher, wir haben allerhand "smarte" Geräte, ich kann mich aber für diese Art Spielzeug einfach nicht begeistern. Die beste Technologie ist Einfachheit, verschmolzen mit Funktionalität.

Es gibt diese seltenen Geräte, die wirklich einfach zu benutzen sind und ausschließlich einem Zweck dienen, aber sie lassen dies wie Magie aussehen. Lichtschwerter, Hoverboards, Racketenrucksäcke und LED-Leuchten sind solche Produkte und da die drei Erstgenannten in einem Zuchtraum nichts zu suchen haben, es sei denn man ist Ironman, werde ich mich eingehender mit den LED-Leuchten beschäftigen.

SCHLUSS MIT HID-LAMPEN & DER WECHSEL ZU KOMPAKTLEUCHTSTOFFLAMPEN

HID-Lampen

Ich war, was den Innenanbau betrifft, seit langer Zeit mit HPS-Lampen verheiratet. Versteht mich nicht falsch, in den 15 Jahren Eigenanbau habe ich kühn und beharrlich experimentiert, um Franklin D. Roosevelt zu paraphrasieren.

Vor ungefähr 5 Jahren habe ich mich von meiner geliebten 250W MH-Lampe und den digitalen Vorschaltgeräten getrennt und sie durch eine coole weiße 250W CFL (Kompaktleuchtstofflampe) ersetzt. Die CFL war nicht nur neu und anders, sie war besser und kam ohne Gepäck, äh, Vorschaltgerät.

CFL Lampen

Nach dem Wechsel habe ich herausgefunden, dass meine Pflanzen unter CFL-Licht besser wachsen, als unter MH-Lampen. Ein offensichtlicher Vorteil ist die enorm geringere Hitzeemission der Lampen. Dies ermöglicht es mir, den Reflektor näher an das Kronendach heranzuhängen und kann damit für engere Abstände der Internodien und vereinfachte Klimakontrolle sorgen. Allerdings fiel es mir schwer, mich für den Blütezyklus von meinen geschätzten HPS-Lampen zu trennen.

Natürlich experimentierte ich weiter und benutzte rote CFLs und diese violetten Duallampen, aber ich konnte nie wieder die Erträge, noch die Qualität an fetten, kristallreichen Knospen erreichen, die mein 1000W HPS-System konstant lieferte.

Sicher, es gab Zeiten, da war die Hitze in dem extra Zimmer, in dem mein Anbauzelt steht, mit einer 600W HPS in einem gigantischen Reflektor auf der einen Seite hängend und einer 400W HPS in einem ähnlich großen Reflektor auf der anderen Seite, ziemlich intensiv.

Merkwürdige Brummgeräusche von den digitalen Vorschaltgeräten, kombiniert mit dem seltsamen Rauschen der Ventilatoren, waren zudem Teil des Geschäfts. Hohe Stromkostenrechnungen schienen sich mal wieder am Horizont abzuzeichnen.

DIE MAGIE DER LEDs

Dann entdeckte ich die 600W Vollspektrum G8 LED von DormGrow. Als ich mich durch die Beschreibung las, war ich äußerst beeindruckt oder besser gesagt, ich war überzeugt. Die Behauptung der Hersteller, dass diese Einheit das Äquivalent zu einer 1000W HPS-Lampe sei, ließ mir buchstäblich das Wasser im Munde zusammenlaufen. Das war Technologie nach meinem Geschmack.

LED cannabis

Das Tolle an LEDs ist, dass fast die gesamte Energie in Licht umgewandelt wird und weniger in Hitze. Außerdem benötigen sie wie die CFLs kein Vorschaltgerät und noch besser, man benötigt noch nicht einmal einen Reflektor, da die Lichtplatte eigenständig ist. Einem hochmodernen High-Tech-Winterprojekt ohne Kompromisse bei Qualität und Ertrag stand somit nichts mehr im Weg.

HEILUNG DER WELT

Ich baue am liebsten biologisch an und obwohl ich nicht gerade "Swampy" der Öko-Krieger bin, ist es teilweise eine Geschmacksfrage und es geht auch darum, der Erde keinen Schaden hinzuzufügen.

Vielleicht kommt dies von meiner neuerlichen Vorliebe für den Außenanbau oder auch nur von einem Herzinfarkt, aber in jedem Fall entwickelte ich eine stärkere Wertschätzung der Bauern und dafür, wie wichtig es ist, das Land nicht zu verschmutzen.

Cannabisanbau und Umweltverschmutzung gehen normalerweise nicht Hand in Hand. Aber mit dem verstärkten Innenanbau steigt natürlich auch der Stromverbrauch.

Sogar in Colorado hat Marihuana in dieser Beziehung Schuld auf sich geladen. Ich glaube zwar nicht, dass ein Verbot von HPS-Lampen die Antwort ist, aber man sollte eher in die Technologie der Zukunft investieren, um die Pflanzen der Zukunft zu produzieren.

 

 

Vertafort

KEIN RISIKO, KEINE BELOHNUNG

Indem ich auf ein LED-System umsattle, wechsle ich zugegebenermaßen den Glauben, aber wie bereits erwähnt, 2016 war für mich bislang das Jahr der ersten Male. Natürlich habe ich dabei auch eigennützige Gründe, da die Einheit so umweltfreundlich ist, ist sie sich auch super freakonomisch.

Was die Samen betrifft, so habe ich mich für eine paar exotische, feminisierte Sorten von Spliff Seeds entschieden. Eine Ladung Purple Berry Kush für den Geschmack und eine Ladung Mega Power Plant. Kein SOG, kein ScrOG, nur eine handvoll frei angeordnete Pflanzen mit viel Platz zum Atmen und um üppige kristallene Blütenstände zum Blühen zu bringen.

ALLES MÖGLICHST EINFACH UND NATÜRLICH HALTEN

Was die Nährstoffe anbelangt, bin ich stur wie ein Maulesel, der in schnell trocknenden Zement getreten ist. Ich baue zur Zeit ausschließlich mit Erdboden an.

Sowohl aktive, als auch passive Hydrokultursysteme haben mir in der Vergangenheit große Erträge und sehr wirksame Knospen geliefert. Aber was den Geschmack betrifft, so geht nichts über in der Erde angebautes Bio-Gras.

Hin und wieder experimentiere ich mit verschiedenen Marken und neuen Produkten, aber am liebsten halte ich es einfach. Komplexe Fütterungs-Zeitpläne, die ein Dutzend oder noch mehr Flaschen von irgendwelchen Produkten verwenden, sind unnötig, wenn man biologisch anbaut.

  Alle natürlichen Zutaten

Wann immer es möglich ist, binde ich lokales Wissen in meinen Anbauvorgang mit ein, dies war vor allem bei der Auswahl der passenden selbstblühenden Sorten für meine Outdoor-Grows im Sommer wichtig. Die Einheimischen hatten nur Gutes über die LEDs zu berichten und ich rauchte als Beleg dafür eine der so angebauten Knospen mit ihnen.

Während dem Schreiben rauche ich in der Tat einen ordentlich dicken Joint einer lokal angebauten, schweren Indicasorte namens "Dulce", die, Du wirst es erraten, unter LEDs hochgezogen wurde.

In der Tat bin ich in Spanien noch auf keine Grower getroffen, die HID-Lampen verwenden. Deshalb interpretiere ich das positive Feedback so, wie ich vermute, dass Yeats es aufgefasst hätte: "Eine schreckliche Schönheit wurde geboren."

Die Zukunft ist jetzt und es scheint so, als wussten das alle Grower in Spanien bereits. Der Winter kommt! Mach Hin! Ich habe vielleicht die modernste und neueste Technologie des 21. Jahrhunderts für die kommende Saison zur Verfügung, aber im Wesentlichen bin ich immer noch ein Geschichten erzählender Höhlenmensch, der mit den Händen im Dreck Dope anbaut.

 

         
  Top Shelf Grower  

Geschrieben von: Top Shelf Grower
Der ursprünglich aus Dublin in Irland stammende Veteran der Cannabiszucht amüsiert sich zur Zeit in Südspanien. Er widmet sich zu 100% den Top-Shelf Berichterstattungen, bis er entweder gefangen oder getötet wird.

 
 
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