Cannabis Und Die Lehren, Die Man Aus Dem Alkoholverbot Ziehen Kann


Zuletzt bearbeitet :
Veröffentlicht :
Kategorien : BetäubungsmittelgesetzBlogCannabis

Alkohol und Cannabis verbot


Die Lehren aus dem Alkoholverbot werden dazu beitragen, den Weg für einen vernünftigen Umgang mit legalisiertem Marihuana zu ebnen. Die Menschen sind wie sie sind und werden ihre Laster nicht aufgeben.

LEKTIONEN AUS DEM GEWALTIGEN SCHEITERN DES ALKOHOLVERBOTS

Rückblickend ist Prohibition immer als Misserfolg einzuschätzen. Alkohol, Cannabis und Prostitution sind zum Beispiel in verschiedenen Staaten auf der ganzen Welt verboten.

Wo Laster verboten sind, scheint allerdings unweigerlich ein illegaler Untergrund die Menschen entsprechend zu versorgen, die ganz einfach die herrlich fehlerhaften Wesen sind, die sie nun einmal sind. Schwarze Märkte erzeugen Verbrechen, sowie schlechte persönliche und öffentliche Gesundheit, treiben die Zahl der Verhaftungen nach oben, machen Gefängnisse notwendig und schachern Einzelpersonen große Mengen an Geld zu, wohingegen der Öffentlichkeit Steuern und Arbeitsbeschaffungsprogramme entgehen.

Wo man mit Lastern hingegen so wie mit jeder anderen menschlichen Regung vernünftig umgeht, gibt es weniger Verbrechen, bessere persönliche und öffentliche Gesundheit, weniger Verhaftungen, eine geringere Gefängnisbelegung und mehr steuerpflichtige Einkommensströme. Schau Dir die Milliarden-Dollar-Cannabisindustrie in Colorado an. Jeder einzelne profitiert und Leute wie Du und Ich werden nicht als Kriminelle abgestempelt.

Es gibt Lehren, die aus dem Versagen des Alkoholverbots gezogen werden müssen. Dies ist die einmalige Chance, die richtigen rechtlichen Weichenstellungen für ein reibungsloses Funktionieren der Cannabisindustrie in der Zukunft vorzunehmen. Weltweit legalisiertes Cannabis bedeutet die Entstehung einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie, ja Leute, Milliarden. Diese Einnahmequelle kann so viel Gutes tun, anstatt mörderischen Kartellchefs goldene WC-Sitze und Schränke voller Bargeld zu ermöglichen.

ABER ZUNÄCHST EIN DISKURS

Denjenigen, die an der Reform des Cannabisgesetzes interessiert sind, fällt es sehr schwer, das Thema anzuschneiden, was aus dem Alkoholverbot gelernt werden kann. Prohibition als solche ist aber ein Thema, dem eine intensive Debatte generell gut tut, unabhängig davon, was genau verboten wird.

Über Prohibition zu sprechen, heißt von der Herrschaft über Deinen eigenen Körper und Geist zu sprechen. Darüber, dass Dir Dritte vorschreiben wollen, was Du mit Deinem Körper tun oder vielmehr nicht tun darfst. Dritte wohlgemerkt, deren moralische Überzeugungskraft in der Regel aus dem Lauf einer Pistole besteht.

Verbot und Sittenpolizei gehen Hand in Hand. Wie krank ist eine Gesellschaft, in der einseitig entschieden wird, was ein bestimmter Teil dieser Gesellschaft zu tun und zu lassen hat, während spezielle Strafverfolgungsbehörden geschaffen werden, um mit diesem Teil umzugehen?

Der Vergleich von Alkohol und Cannabis erscheint so krampfhaft. Die ursprüngliche Absicht dabei war ganz sicher, hervorzuheben, dass die Gesetze jeweils ähnlich sein sollten, die beides regeln. Aber die hysterischen Medien haben Otto Normalverbraucher glauben gemacht, auch die Entmündigung vom Rausch sei ähnlich, was ein Irrtum ist, wie jeder Cannabisliebhaber weiß.

Alkohol vs Cannabis

Welcher Clown war es, der den Alkoholvergleich aufgebracht hat? Jemand muss das Quanten-Paradoxon lösen, eine Zeitmaschine erfinden und dorthin zurückgehen, um diese Person darauf hinzuweisen, dass er korrekterweise Cannabis mit etwas viel Unschädlicherem, sagen Kaffee oder Tee, vergleichen sollte, aber ganz gewiss nicht mit Alkohol. Es würde uns allen heutzutage sicher eine Menge Verrenkungen ersparen, da wir versuchen, ein Argument zu entwirren, das eigentlich gar nicht existieren sollte. In naher Zukunft wird man das Cannabisverbot als historische Absurdität ansehen.

Danke Harry Anslinger, Du Holzkopf!

Okay. Genug aufgeregt.

CANNABIS ZU SEINEM RECHT VERHELFEN

In mehreren Staaten und Ländern rund um den Globus geht man die ersten unsicheren Schritte für eine generelle Legalisierung von Cannabis. Mut machende Statistiken belegen, dass Legalisierung eben gerade nicht „Cannageddon“ bedeutet, sondern Tonnen von legalen Einnahmen durch Steuern und Lizenzierung erzeugt, wohingegen organisiertes Verbrechen eine echte Plage ist. Die Gerichte werden entlastet, weil sie sich nicht länger mit Marihuana Vergehen befassen müssen und ansonsten perfekt gesetzestreue Bürger nicht mehr dem Risiko ausgesetzt sind, dass ihr guter Ruf durch frivole Strafverfolgungen besudelt wird.

VON DER MEDIZIN ZUR LANDWIRTSCHAFT

Es liegen mittlerweile Beweise aus Staaten vor, in denen der Umgang mit Cannabis gut ist, wonach eine Verringerung der Opiod-Schmerzmittelsucht bzw. Überdosierungen um bis zu 25% feststellbar ist. Ärzte berichten, dass sie deutlich weniger Opioid-Schmerzmittel verschreiben, wenn das Gesetz ihnen erlaubt Cannabis zu verschreiben. Wo es legal ist eigene Marihuanapflanzen anzubauen, findet eine Revolution der Selbstbehandlung statt. Die gesunden und positiven Effekte der Gartenarbeit bei der Herstellung ihrer eigenen Medizin drinnen oder im Freien helfen Menschen, die teuren Ketten der Schmerzmittelsucht mit einer positiven mentalen Einstellung zu sprengen, ohne Abstriche bei der effizienten Schmerzstillung machen zu müssen.

MILLIARDEN ÜBER MILLIARDEN VON GELDSCHEINEN

Es ist kein Witz. Marihuana ist ein riesiges Geschäft, Baby. Fünfhundert Bauernhöfe mit 5-Pfund-Pflanzen im Dutzend. Fabriklagerhallen mit automatisierter Hybrid-Sonne/Kunstlicht für den Cannabisanbau. Unzählige Boutiquen und Selbstanbauer. High-Tech-Extraktoren, die Hunderte von Litern Öl oder kiloweise Shatter und Wachs pro Tag produzieren. Alles, um eine zunehmende Leere der Cannabisnachfrage zu füllen.

Cannabis Geld

Die entstehende Cannabisindustrie ringt internationalen Drogenkartellen hart verdiente öffentliche Gelder ab und gewinnt sie als Steuern für staatliche Kassen zurück, die in öffentliche Projekte investiert werden können. Der Rest ist Profit, wie bei jedem anderen Geschäft und sammelt sich auf den Bankkonten lokaler Geschäftsleute, der Erzeuger, Apothekenbesitzer und Kuriere, die das Geld wiederum lokal ausgeben. Mexikanische Drogenkartelle zum Beispiel können sich auf Weed verlassen, das 30% ihres Umsatzes ausmacht. In Anbetracht dessen ist eine schnell wachsende Multi-Milliarden-Dollar-Industrie für legalisiertes Cannabis ökonomisch wirklich sinnvoll.

EIN VERBOT IST SEHR TEUER

Legalisiertes Cannabis schafft Arbeitsplätze. Legalisiertes Cannabis öffnet einen Multi-Milliarden-Dollar-Einnahmefluss, der ansonsten heimlich in den Schwarzmarkt fließt und skrupellose Kartelle füttert. Legalisiertes Cannabis generiert Einkommen auf mehreren Ebenen.

Verbote hingegen kosten mehrfach, abgesehen von den Milliarden von Dollar, die benötigt werden, um das Personal zu finanzieren und zu verwalten, das Menschen verfolgt, die außer dem Konsum oder Anbau von Cannabis vollkommen gute, gesetzestreue Bürger sind.

Der Prohibition folgt oft ein Anstieg der Verwendung von härteren Drogen, die leicht in einer Hausküche aus gängigen und preiswerten Allerweltszutaten hergestellt werden. "Trockene" Staaten und Städte erleben eine Crystal Meth-Epidemie, die eine ganze Generation zu dezimieren droht. Die sozialen Kosten des Verbots sind zu groß.

AM ENDE IST SOWIESO ALLES LUG UND TRUG

Alles beweisen zu müssen, was Cannabis betrifft, ist eine Verirrung und ein klassisches Lehrstück für die Macht der angewandten Sozialwissenschaften. Es ist die Prohibition, welche die historische Bodenschwelle darstellt und deshalb sollte sie sich an der Realität beweisen müssen. Jedes Mal, wenn die Nützlichkeit von Cannabis vertreten wird, muss ein Nachweis erbracht werden. Das nimmt Zeit in Anspruch und verzögert den Entkriminalisierungsprozess. Gerade weil Cannabis so nützlich ist, arbeitet seine eigene Wirksamkeit gegen die Legalisierung, während tausend Feldversuche durchgeführt werden, für die medizinische Wirksamkeit, Faser- und Saatgutverarbeitung, sowie für Steuer- oder Lizenzmodelle, die getestet werden sollen. Cannabis, seit Jahrtausenden ein bewährter Freund der Menschheit, schmachtet. So böse hingerichtet, so perfide und weitreichend.

Ebenso wie Weizen oder Zuckerohr war Cannabis einst mit seiner unbestrittenen Nützlichkeit nichts weiter als ein Bestandteil des normalen Alltags. Die Verbotsbefürworter erschienen jedoch erst in den 1940er Jahren auf der Bildfläche. Sie waren föderativ unterstützte Tyrannen, die bis heute nicht eine einzige ihrer Behauptungen beweisen können, ohne sich in Übertreibungen zu ergehen. Dass Cannabis gefährlich ist. Das dürfen sie einfach nicht.

Ganz allgemein kann eine Auflistung der Vorteile, welche die Cannabisgesetz-Reform und Cannabis selbst bieten, als eine Dokumentation der Geschichte der menschlichen Art verstanden werden, insbesondere darüber, wie sie gerne feiert und welche Naturmedizin sie gerne einsetzt. Im Gegensatz zum Verbot war Cannabis schon immer da. Deshalb glänzt weiter, all ihr verrückten Diamanten, glüht weiter und ein spezieller öffentlicher Dank und Anerkennung all jenen an vorderster Front, die dem bürokratischen Shit Storm trotzen, damit wir frei rauchen können.

 

         
  Guest Writer  

Gastautor
Gelegentlich haben wir Gastautoren, die etwas zu unserem Blog hier bei Zamnesia beitragen. Sie verfügen über eine Vielzahl von Hintergründen und Erfahrungen, so dass ihre Kenntnisse von unschätzbarem Wert sind.

 
 
      Über Unsere Autoren