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Die Bedeutung Von Bioverfügbarkeit
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Die Bedeutung Von Bioverfügbarkeit Für Medizinischen Cannabis

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Die Art und Weise wie Marihuana konsumiert wird, kann die Potenz seiner Wirkungen beeinflussen. Wenn Patienten, die medizinisches Marihuana nutzen, verstehen, was Bioverfügbarkeit bedeutet, können sie eine fundierte Entscheidung darüber treffen, welche Konsummethode für die Behandlung ihres Leidens am besten geeignet ist.

Der Begriff “Bioverfügbarkeit” bezieht sich auf die Geschwindigkeit, mit der eine Substanz in ein lebendes System aufgenommen und für eine physiologische Aktivität zur Verfügung gestellt wird. Wenn es um Cannabis geht, bestimmt die Bioverfügbarkeit die Geschwindigkeit, mit der Cannabinoide absorbiert werden und Wirkungen auftreten. Mit anderen Worten, die Bioverfügbarkeit bestimmt wie “high” Du wirst oder wie wirksam Deine Medizin sein wird.

Die Bioverfügbarkeit von medizinischem Cannabis hängt in erster Linie von der Art des Konsums ab. Bestimmte Methoden verbessern die Wirksamkeit von Cannabinoiden und machen sie zu einer besseren Wahl für tiefe Schmerzen oder Beschwerden, die möglicherweise eine sofortige Linderung erfordern. Für Patienten, die medizinisches Marihuana nutzen, könnte ein Verständnis der Bioverfügbarkeit ihnen ermöglichen, ihre Leiden wirksamer zu behandeln.

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WIE FUNKTIONIERT DIE BIOVERFÜGBARKEIT?

Wie Funktioniert Die Bioverfügbarkeit?

Der Verabreichungsweg (also wie eine Substanz vom Körper aufgenommen wird) ist der Hauptfaktor für die Bestimmung der Bioverfügbarkeit einer bestimmten Substanz. Verschiedene Verabreichungswege beeinflussen, wie der menschliche Körper eine Substanz aufnimmt, verteilt, verarbeitet und entfernt. Die Bioverfügbarkeit beeinflusst also direkt, wie eine Substanz vom menschlichen Körper verarbeitet wird und wie potent oder wirksam sie ist.

Eine Substanz, die injiziert oder auf andere Weise intravenös verabreicht wird, gilt als zu 100% bioverfügbar, da sie direkt in den Blutkreislauf gelangt und sofort Wirkungen produziert. Daher ist die intravenöse Verabreichung der Goldstandard für Bioverfügbarkeit. Marihuana wird aber ja nicht gespritzt. Stattdessen verraten wir Dir hier die Bioverfügbarkeit der gebräuchlichsten Verabreichungswege von Marihuana.

50–99% BIOVERFÜGBARKEIT

Bioverfügbarkeit: Cannabis Verdampfen

Marihuana-Dampf hat eine Bioverfügbarkeit von über 50%. Eine Studie aus dem Jahr 2016[1] ergab, dass einige im Handel erhältliche Verdampfer (wie der Vulcano) eine Bioverfügbarkeit von 50–80% erreichen können.

Durch das Verdampfen von Cannabis wird nicht nur die Bioverfügbarkeit erhöht, der Dampf enthält auch weit weniger Karzinogene und Toxine als Rauch. Deshalb ist das Verdampfen die ideale Konsummethode für Patienten, die medizinisches Marihuana nutzen, die die Bioverfügbarkeit maximieren und gleichzeitig ihre Lungen sauber halten möchten.

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25%+ BIOVERFÜGBARKEIT

Bioverfügbarkeit: Cannabis Rauchen

Eine frühe Studie aus dem Jahr 1980[2] schätzte die Bioverfügbarkeit von Cannabisrauch zwischen 6 und 18% ein. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass sie tatsächlich höher liegt. Laut einer Studie aus dem Jahr 2005[3] hat Cannabis bei der Inhalation als Rauch eine durchschnittliche Bioverfügbarkeit von 30%. Die Studie ergab, dass die Cannabinoidwerte nach dem Rauchen eines Joints mit einem THC-Gehalt von 3,55% nach etwa 10 Minuten ihren Höhepunkt erreichten

Unabhängig davon, ob Marihuana in Form von Rauch oder Dampf konsumiert wird, hat die Absorption über die Lunge gewisse Vorteile. Die Lungen haben eine große Oberfläche, eine hohe Durchlässigkeit und einen guten Blutfluss, so dass die Cannabinoide schnell in die Blutbahn gelangen können.

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10%+ BIOVERFÜGBARKEIT

Bioverfügbarkeit: Sublinguale Verabreichung

Die sublinguale Verabreichung ist der Prozess, bei dem eine Substanz von den Schleimhäuten unter der Zunge und an den Seiten des Mundes aufgenommen werden kann. Die Bioverfügbarkeit von sublingual verabreichtem Cannabis wird durch die Umgehung des First-Pass-Effekts gesteigert, da es über die Mundschleimhaut und nicht über den Darm aufgenommen wird. Darüber hinaus kann die Wirkung von Cannabis bei sublingualer Verabreichung bereits innerhalb weniger Sekunden spürbar sein. Dies macht sie zu der idealen Wahl für eine sofortige Linderung.

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Die sublinguale Verabreichung hat jedoch nur eine Bioverfügbarkeit von etwa 15–35%. Dies ist geringer als beim Rauchen oder Verdampfen, ist aber immer noch höher als bei der oralen Einnahme von Cannabis in essbarer Form.

4%+ BIOVERFÜGBARKEIT

Bioverfügbarkeit: Cannabisesswaren

Essbare Cannabisprodukte haben die niedrigste Bioverfügbarkeit aller Konsummethoden. Es wird angenommen, dass die Bioverfügbarkeit beim Schlucken essbarer Cannabinoide irgendwo zwischen 4 und 20%[4] liegt. Eine andere Studie[5] schätzt, dass sie zwischen 4 und 12% liegt. Beide Studien kamen zu dem Schluss, dass die Bioverfügbarkeit von essbaren Cannabisprodukten von Person zu Person sehr unterschiedlich sein kann.

Diese geringere Bioverfügbarkeit wird größtenteils dem metabolischen First-Pass-Effekt zugeschrieben, der die Potenz von essbaren Cannabisprodukten reduziert. Der First-Pass-Effekt ist ein Prozess, bei dem die Konzentration eines Arzneimittels deutlich reduziert wird, bevor es tatsächlich das System erreicht. Der Anteil der Substanz, der während der Aufnahme verloren geht, wird normalerweise auf die Leber und die Darmwand zurückzuführen sein.

Trotz ihrer niedrigeren Bioverfügbarkeit wird die Aufnahme von essbaren Cannabisprodukten einen Rausch produzieren, der viel länger als der Rausch durch andere Konsumformen andauert. Darüber hinaus führt der Konsum von essbaren Cannabisprodukten oft zu einem “stärkeren” High, da ein Großteil des darin enthaltenen THC in 11-Hydroxy-THC umgewandelt wird, eine leistungsfähigere Version des Cannabinoids, das leicht mit dem Gehirn interagiert. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine niedrige Bioverfügbarkeit nicht immer bedeutet, dass auch eine geringe Wirksamkeit produziert wird.

DIE RICHTIGE METHODE FÜR DAS RICHTIGE LEIDEN

Die Richtige Methode Für Das Richtige Leiden

Indem sie die Bioverfügbarkeit verstehen, können Patienten eine bessere Entscheidung darüber treffen, welche Marihuana-Produkte und Konsummethoden für sie am besten geeignet sind.

Patienten, die eine sofortige Linderung benötigen, sollten Produkte und Methoden ausprobieren, die eine hohe Bioverfügbarkeit von Cannabinoiden aufweisen. Das Verdampfen ist wahrscheinlich der wirksamste Weg, um tiefe oder chronische Schmerzen zu behandeln. Die Wirkungen sind innerhalb von Sekunden zu spüren und es werden weniger Cannabinoide verschwendet, als wenn sie sublingual oder oral eingenommen werden.

Andererseits erhöht der Konsum von essbaren Cannabisprodukten die Wirkungsdauer um ein Vielfaches. Je nach Stärke des essbaren Cannabisprodukts kann die Wirkung der Cannabinoide zwischen 5 und 8 Stunden spürbar sein. Daher müssen Patienten, die ihre Leiden mit essbaren Cannabisprodukten behandeln, über den Tag hinweg nicht so oft Cannabis konsumieren.

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Darüber hinaus zeigen Forschungen, dass die Art des konsumierten Cannabinoids ebenfalls die Bioverfügbarkeit beeinflussen kann. In einer Studie aus dem Jahr 2003[6] wurde festgestellt, dass THC bei sublingualem und oralem Verzehr eine höhere Bioverfügbarkeit als CBD aufweist. Daher ist der Konsum von CBD durch eine Methode mit hoher Bioverfügbarkeit wahrscheinlich eine gute Idee.

Patienten, die medizinisches Marihuana nutzen, sollten versuchen, die für sie richtige Konsummethode zu finden. Wenn man die Methode des Konsums ändert, können Cannabinoide wirksamer für die medizinische Behandlung genutzt werden. Die Bioverfügbarkeit sollte jedoch nur eine der Überlegungen sein, wenn Du Dich für eine bevorzugte Methode zur Behandlung Deines Leidens entscheidest.

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David AB

Geschrieben von: David AB
Autor und Cannabisenthusiast aus Westkanada. Wenn er nicht gerade schreibt, findest Du ihn vermutlich an den Pisten der Rocky Mountains oder mit einem kalten Bier ausspannen!

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Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Medicinal Cannabis: In Vitro Validation of Vaporizers for the Smoke-Free Inhalation of Cannabis - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4718604/
  2. Plasma delta-9 tetrahydrocannabinol concentrations and clinical effects after oral and intravenous administration and smoking. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6250760
  3. Pharmacokinetics of cannabinoids. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16237477
  4. Human Cannabinoid Pharmacokinetics - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2689518/
  5. Pharmacokinetics of cannabinoids. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16237477
  6. http://www.cannabis-med.org

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