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Ayahuasca: Alles Was Du Wissen Musst

Lerne die Ayahuasca-Grundlagen kennen! Dieser Artikel bespricht alles, von botanischen Infos und Chemie bis zu Geschichte und Verwendung von Ayahuasca.

Inhalt:

  1. Was Ist Ayahuasca?
  2. Die Wirkung Von Ayahuasca
  3. Die Chemie Von Ayahuasca
  4. Botanisch Informationen
  5. Was Sind Ayahuasca Analoga?
  6. Ayahuasca-Verwendung
  7. Geschichte Des Ayahuasca

Was Ist Ayahuasca?

Ayahuasca ist ein entheogenischer Cocktail, hergestellt aus Abschnitten der Rankpflanze Banisteriopsis caapi und Blättern mehrerer anderer Pflanzen (z.B. Psychotria Viridis oder Jurema Preta). Dieses Gebräu enthält das stark halluzinogene Alkaloid DMT und MAO Hemmer (Harmaline, Harmine oder d-Tetrahydroharmine). Die Wirksamkeit dieses Gebräu schwankt erheblich von einem Aufguß zum Anderen. Die Potenz, Stärke und psychoaktive Wirkung hängt stark von der Fähigkeit des Schamanen und den verwendeten Zutaten ab.

Es ist bemerkenswert, daß orale Dosen dieser Pflanzenstoffe selbst normalerweise nicht psychoaktiv sind. Angeblich soll Harmine/Harmaline in hochgiftigen Dosierungen Halluzinationen verursachen, aber in niedrigeren Dosen eingenommen, ist beste Wirkung beruhigend (die schlimmste ist, daß es als Brechmittel wirkt).

Die orale Aufnahme einer beliebigen Menge DMT wird nur zu einer der tiefsten bewußtseinsverändernden Erfahrungen führen, wenn ein MAO Hemmer (die Harmala Alkaloide in der Banisteriopsis Caapi Rebe) hinzugefügt wird - und das ist genau, wie Ayahuasca funktioniert.

Das amazonische Peru, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, der Westen Brasiliens und bestimmte Regionen des Río Orinoco Beckens sind als die Gegenden bekannt, in denen dieses Getränk heutzutage sehr häufig verwendet wird. Das Wachstum der organisierten synkretistischen religiösen Bewegungen wie Santo Daime, União do Vegetal (UDV) und Barquinia fördern die Verwendung von Ayahuasca und es gewinnt heute in ganz Südamerika schnell an Popularität.

Die Wirkung Von Ayahuasca

Ayahuasca, auch gemeinhin Yagé genannt, ist ein halluzinogenes Gebräu, das von den indigenen Völkern im Amazonasgebiet schon seit Jahrhunderten verwendet wird. Es enthält eine Kombination von Stoffen und löst sowohl physische, als auch psychische Wirkungen aus. Die Wirkung setzt etwa 15 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein und hält zwischen 2-6 Stunden an.

Wirkung Von Ayahuasca Auf Den Körper

Die Wirkung auf den Körper, die Ayahuasca bewirkt, hängt von der Zusammensetzung des Gebräus und der eingenommenen Dosis ab. Normalerweise wird der Nutzer erstmal von einer Welle der Übelkeit getroffen, die ihn zum Erbrechen nötigt, bei manchen kann sogar ein milder Fall von Durchfall auftreten - die indigenen Völker betrachten dies als eine reinigende Wirkung, um einen Zustand der Reinheit zu erreichen, bevor man die Geister oder Götter der Natur trifft. Darüber hinaus werden alle Parasiten, wie etwa Würmer, aus dem Körper gespült, was den Körper von allen Ablenkungen der "alten" Realität befreit und außerdem kann der Körper dadurch die Wirkstoffe besser aufnehmen.

Die Übelkeit ist kein unvermeidliches Übel, es wurde beobachtet, daß die meisten Kulturen eine spezielle Diät einhalten, um diesen Effekt zu verringern. Andere verursachte körperliche Wirkungen könnten ein leises Summen im Ohr, Zittern, kalte Schauer, starkes Schwitzen, Schwindelgefühl und ein leichter Anstieg des Blutdrucks und Herzschlags sein. Es gibt keine dokumentierten Fälle einer tödlichen Überdosis, aber allergische Reaktionen auf die Substanzen können nicht ausgeschlossen werden. Aber als Faustregel gilt, wenn Du eine Überdosis Ayahuasca nimmst, wirst Du wahrscheinlich einfach ohnmächtig und ruinierst die Erfahrung, sonst nichts.

Von der kontinuierlichen Nutzung von Ayahuasca ist nicht bekannt, das sie langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit des Nutzers hat und es ist nicht bekannt, daß Ayahuasca süchtig macht. Die einzige große Sorge bei der Einnahme von Ayahuasca ist der Anstieg von Tyramin, der zu einer hypertensiven Krise führen kann, die in einem hämorrhagischen Schlaganfall endet und ein bestehendes Aneurysma platzen läßt und/oder zu einem Myokardinfarkt, was zum Tod des Nutzers führen kann. Aber das ist nur Theorie und wurde noch nie dokumentiert. Abgesehen von dieser theoretischen Gefahr, gibt es eine Studie, die zeigt, daß Ayahuasca ein sehr gutes Mittel gegen Depressionen1 und Süchte2.

Wirkung Von Ayahuasca Auf Die Psyche

Ayahuasca enthält starke halluzinogene Alkaloide und löst die tiefste aller psychedelischen Erfahrungen aus. Die Verwendung unterschiedlicher beigemischter Pflanzen verändert die Wirkung, aber der am stärksten betroffenen Sinn während dieser psychedelischen Ayahuasca Erfahrungen ist das Auge. Die Erfahrungen werden als traumartige Sequenzen beschrieben, einschließlich der Manifestation spiritueller (pflanzlicher) Helfer, dämonischer Kreaturen, Gottheiten und aller Arten von Tieren.

Manche sehen Sequenzen schwebender Fraktale und geometrischer Muster und/oder erleben das erstaunliche Gefühl des Fliegens, während wieder andere Dinge in großer Entfernung und Ereignisse in der Zukunft zu sehen glauben. Der Nutzer erlebt buchstäblich eine völlig andere Welt, als die kalte, harte Realität, die er gewohnt ist und erreicht einen Zustand der Göttlichkeit, in dem er unvorstellbare Orte, wie das Paradies oder die Hölle, besuchen kann. Es ist auch möglich, den eigenen Tod zu erleben. All diese Effekte machen es recht einfach zu verstehen, warum die Mestizen Ayahuasca verwendeten, um die Seele für ihre spirituellen und religiösen Zwecke vom physischen Körper zu trennen.

Die Chemie Von Ayahuasca

Die wichtigsten aktiven biochemischen Substanzen in Banisteriopsis Caapi, Banisteriopsis Inebrians und anderen Arten von Banisteriopsis sind: ß-Carboline Alkaloide Harmine, Harmaline, Tetrahydroharmine, Harmol, Harmic Säure, MethylesterHarmic Amid, Acetyl Norharmine, Harmine N-Oxid, Harmalinic Säure und Ketotetra Hydronorharmine.

Banisteriopsis Caapi hat einen höheren Tetrahydroharmine Gehalt als Peganum Harmala (Steppenraute) und bestimmte Arten der Passiflora sp., die auch Harmala Alkaloide enthalten. Dies könnte der Grund für die vollständigere und länger anhaltende therapeutische Wirkung sein, die echtes Ayahuasca im Vergleich zu "analogen" Zubereitungen bietet.

1. Banisteriopsis caapi

Banisteriopsis caapi enthält Harmin, Harmalin, Tetrahydroharmin, Harmol und 6-Methoxytryptamin.

Die primären Wirkstoffe in Banisteriopsis caapi sind die Alkaloide Harmin, Harmalin und Tetrahydroharmin. Sowohl Harmin und Harmalin sind vollkommen umkehrbare MAO Hemmer, während Tetrahydroharmin ein schwacher Serotonin (5-Hydroxytryptamin) Inhibitor ist.

Harmin

Das kristalline Harmala Alkaloid Harmin hemmt umkehrbar Monoaminoxidase A (MAO-A), hat aber keinen Einfluß auf MAO-B. Als es erstmals in Ayahuasca entdeckt wurde, wurde es "Telephatin" genannt, aber der Name wurde schnell verworfen, als Wissenschaftler entdeckten, daß das gleiche Alkaloid bereits aus Preganum harmala gewonnen worden war. Harmine ist ein Alkaloid der beta-carbolin Familie und verhindert den Abbau von Monoamin Neurotransmittern durch die Hemmung der Wirkung der MAO Enzyme, die DMT normalerweise aufbrechen und verhindern würden, daß es die Blut Hirn Schranke passiert.

Harmin

Harmalin

Harmalin ist die reduzierte Form von hydriertem Harmin und ist ein umkehrbarer MAO-A Inhibitor. Harmalin ist ein Alkaloid der beta-carbolin Familie, das als Stimulans des zentralen Nervensystems agiert.

Harmalin

Tetrahydroharmin

Tetrahydroharmin ist ein beta-carbolin Derivat und ein schwacher Serotonin Aufnahme Inhibitor, es hemmt Monoaminoxidase A nicht.

Tetrahydroharmin

Harmol

Harmol ist ein toxisches beta-carbolin Indolamin Alkaloid (kommt auch in Perganum harmala, Tribulus, Kallstroemia spp., Elaeagnus angustifolia und Passiflora incarnata vor).

Harmol

6-Methoxytryptamin

6-Methoxytryptamin ist ein Indol der Tryptaminfamilie.

6-Methoxytryptamin

2. Psychotria viridis und Psychotria carthaginensis

Psychotria viridis und Psychotria carthaginensisenthalten Dimethyltryptamin, Monomethyltryptamin und 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-ß-carbolin.

Dimethyltryptamin

Dimethyltryptamin (abgekürzt DMT, kommt auch in Mimosa tenuiflora und Diplopterys cabrerana vor) ist eine körpereigene Chemikalie, die vom Körper während der REM Phase des Schlafes und wenn der Körper unter extremem Stress (Nahtoderfahrung) steht, ausgeschüttet wird. DMT ist strukturell ähnlich wie Bufotenin, Serotonin und Psilocin und Psilocybin, die Wirkstoffe in vielen Zauberpilzen. Es ist ein starkes Halluzinogen, das intensiver wirkt als LSD. DMT ist bei vernünftigen Dosen oral inaktiv und benötigt einen Monoaminoxidase Hemmer, um durch das Verdauungssystem zu gelangen und die Blut Hirn Schranke zu überwinden. DMT wurde erstmals im Jahre 1931 von dem kanadischen Chemiker Richard Helmuth Fredrick Manske synthetisiert.

Dimethyltryptamin

Monomethyltryptamin

Monomethyltryptamin ist ein Tryptamin Alkaloid, das in den Blättern, der Rinde und den Trieben zahlreicher Pflanzen vorkommt, es wurde auch im Urin autistischer Patienten mit geistiger Behinderung und Epilepsie gefunden.

Monomethyltryptamin

2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-ß-carbolin

2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-ß-carbolin ist eine Substanz, die in Spuren häufig in vielen Pflanzen mit entheogenen Tryptaminen vorkommen, darunter Mimosa hostilis und Phalaris spp.

2-methyl-1,2,3,4-tetrahydro-ß-carbolin3. Diplopterys cabrerana (Chaliponga)

Diplopterys cabrerana enthält N-Methyltryptamin, 5-MeO-DMT (5-Methoxy-Dimethyltryptamin), Bufotenin und N-Methyltetrahydro-ß-carbolin (Tetrahydroharman).

Diplopterys cabrerana enthält das Indol Ethylamin Alkaloid N,N-Dimethyltryptamin, ein Alkaloid mit einer ähnlichen Struktur wie Serotonin. Es bindet an die 5-HT2 Rezeptoren und teilweise an die 5-HT2A Rezeptoren an. DMT selbst, wenn es oral eingenommen wirkt, zeigt keine Wirkung, weil das endogene Enzym Monoaminoxidase es in inaktive Aldehyde umwandelt. Die beta-carboline in der Banisteriopsis caapi Rebe hemmen die Produktion dieser Monoaminoxidase, was es dem DMT ermöglicht, die empfindlichen Teile im Gehirn, wie den präfrontalen, parietalen und somatosensorischen Kortex und das Riechtuberkel zu erreichen. Diplopterys cabrerana enthält auch N-Methyltryptamin, 5-MeO-DMT (5-Methoxy-Dimethyltryptamine), Bufotenin und N-Methyltetrahydro-ß-carbolin, Alkaloide, die in Psychotria viridis kaum (nur in Spuren) zu finden sind.

N-Methyltryptamin

N-Methyltryptamin (abgekürzt NMT) ist ein Tryptamin Alkaloid, das in den Blättern, der Rinde und den Trieben zahlreicher Pflanzen wie Virola, Akazie, Mimosa und Desmanthus gefunden wurde und ist in Spuren ein natürlicher Bestandteil im menschlichen Urin. Es ist auch körpereigen; es wird im menschlichen Körper als Stoffwechselendprodukt aus der Aminosäure L-Tryptophan synthetisiert. NMT scheint oral inaktiv zu sein und löst keine psychoaktive Wirkung aus, wahrscheinlich aufgrund der ausgeprägten Verstoffwechslung im Magen.

N-Methyltryptamin

5-MeO-DMT

5-MeO-DMT ist ein Mitglied der Klasse der Tryptamine und ist eine kristalline, weiße Substanz. Genau wie N-Methyltryptamin wird es im menschlichen Körper als Stoffwechselendprodukt der Aminosäure L-Tryptophan synthetisiert. 5-MeO-DMT ist in einigen Pflanzen eine natürlich vorkommende Substanz; sie kann im Harz der Virola gefunden werden, in den Samen der Juckbohne, Yopo und in den Sekreten einiger Kröten wie der Colorado Kröte und Bufo marinus. 5-MeO-DMT wird meistens geraucht, kann aber auch nasal oder intravenös aufgenommen werden.

5-MeO-DMT

Bufotenin

Bufotenin (abgeleitet von Bufo - Kröte) ist ein halluzinogenes Tryptamin Alkaloid. Bufotenin ist eng mit dem menschlichen Neurotransmitter Serotonin verwandt und ist strukturell ähnlich aufgebaut wie Psilocin, 5-MeO-DMT und DMT. Bufotenin war erstmals in den Hautabsonderungen von Kröten gefunden worden, aber vor allem in den Absonderungen der Colorado Kröte (Bufo alvarius). Es wurde auch in Anadenanthera colubrina und Anadenanthera peregrina gefunden.

Bufotenin

Ayahuasca: Warnungen & Kontraindikationen

Obwohl es durchaus möglich ist, sich selbst zu schaden, wenn Du Ayahuasca verwendest, gibt es nur sehr wenige, wenn überhaupt, schwere Verletzungen oder Todesfälle, die damit verbunden sind. Ayahuasca enthält eine potenziell gefährliche Komponente: Einen MAO Hemmer - eine Substanz, die ein wichtiges Enzym im Körper hemmt, das für mehrere Prozesse im Körper und Gehirn verantwortlich ist. Um schwere negative Reaktionen auf Ayahuasca zu vermeiden, empfiehlt es sich, herauszufinden, wie MAO Hemmer mit verschriebenen Medikamenten und bestimmten Lebensmitteln interagieren, bevor Du sie einnimmst.

MAO Hemmer darf nicht mit anderen Medikamenten kombiniert werden - die Folgen können viel schlimmer als unangenehm und im schlimmsten Fall tödlich sein.

Ayahuasca ist ein sehr starkes Psychedelikum und kann zu psychotischen oder neurotischen Episoden und Veränderungen der Persönlichkeit führen.

Ayahuasca kann und wird wahrscheinlich gänzlich negative Nebenwirkungen haben, wenn es in Kombination mit Antidepressiva und Serotonin Wiederaufnahme Hemmern wie Kanna genommen wird.

Botanisch Informationen

Die Wirkstoffe von Banisteriopsis Caapi, einer südamerikanisches Dschungelrebe der Malpighiaceae Familie, befinden sich auf der Innenseite der Rinde von frisch geschnittenen Stämmen.

Phalaris Arundinacea ist auch als Rohrglanzgras bekannt. Die invasive, grob aussehende, mehrjährige Pflanze wächst üblicherweise entlang der Ränder von Seen und Flüssen und kann eine Höhe von bis zu 2m erreichen, mit blau-grünen Halmen. Die Blüten entwickeln sich am Stamm, hoch über den Blättern und sehen rosa aus, wenn die Pflanze in voller Blüte steht.

Steppenraute (Peganum harmala) wächst vom Mittelmeer bis zum nördlichen Indien, der Mongolei und der Mandschurei und ist ein Mitglied der Familie Zygophyllaceae.

Der immergrüne tropische Baum Psychotria Viridis wird im gesamten nördlichen Südamerika und großen Teilen Zentralamerikas angebaut, aber seine ursprüngliche Heimat ist das Tiefland des Amazonas. Er wächst bevorzugt in voller Sonne bis Halbschatten und hat bis zu 24cm große, ovale Blätter, mit spitzen Enden. Er wächst in der Regel in sehr reichen und fruchtbaren Boden, verteilt seine Samen aus roten Beeren.

Jurema Preta oder Mimosa Hostilis, ist eine Pflanze, die natürlicherweise in Brasilien wächst, wobei einige ihrer Wurzeln über der Erde wachsen. Die Wurzeln der Pflanze sind faserig und brechen leicht, zeigen in der Regel eine schöne rosa Farbe des Fleisches.

Was Sind Ayahuasca Analoga ?

Ayahuasca Analoga (alias Anahuasca) sind Pflanzenkombinationen, die den chemischen Mechanismus von Ayahuasca imitieren, nämlich die MAO HemmerDMT Interaktion. Die Banisteriopsis caapi Rebe und die beigemischten Pflanzen kommen einzig im Regenwald des Amazonas vor, aber ihr chemischer Mechanismus kann mit einer Reihe von Pflanzen aus anderen Teilen der Welt nachgestellt werden.

In seiner Grundform ist Ayahuasca eine Mischung aus der Banisteriopsis caapi Rebe und Blättern der Psychotria Viridis (Chacruna). Oft wird dem Gebräu eine Reihe von anderen psychoaktiven Pflanzen hinzugefügt. Das Beimengen von Pflanzen erfordert Wissen und Können, damit die Zugabe der anderen Pflanzen auch wirklich die Gesamtenergie des Gebräus verbessert. Da Ayahuasca oft für Heilungszeremonien verwendet wird, könnten von dem "Curandero," dem Schamanen, insbesondere Pflanzen hinzugefügt werden, die den Heilungsprozess unterstützen.

Die RIMAs: Reversible Inhibitoren Der Monoaminoxidase A

Es gibt ein Missverständnis über die MAO Hemmer Wirkung von Ayahuasca. Der zugrundeliegende Mechanismus, der Ayahuasca oral aktiv macht, ist die Hemmung der Monoaminoxidase Enzyme, die allgemein als MAO bezeichnet werden. Aber im Fall von Ayahuasca wird nur MAO-A gehemmt, was es zu einem RIMA macht, einem reversiblen Inhibitor der Monoaminoxidase A. RIMAs gehören zur Familie der MAO Hemmer, zeigen aber eine spezifischere Wirkung als MAO Hemmer und sind im allgemeinen sicherer, da MAO-B unbegrenzt weiter aktiv ist. Einschränkung bei der Ernährung müssen nicht so streng befolgt werden, wie bei MAO Hemmern, obwohl die Interaktion mit einigen verschreibungspflichtigen Medikamenten immer noch sehr gefährlich oder sogar tödlich sein kann.

Die Ayahuasca MAOI Diät

Anahuasca & Pharmahuasca

Terence McKenna, ein renommierter Psychonaut, Verfechter heroischer Dosierungen, Dozent und Schriftsteller war von der Potenz von Ayahuasca äußerst fasziniert, aber er sah in der begrenzten Verfügbarkeit von Ayahuasca außerhalb des Regenwaldes ein großes Problem:

"Wahrscheinlich wird nur ein synthetisches Duplikat von Ayahuasca mit dem richtigen Prozentsatz an DMT und Beta-Carbolinen die Erfahrung jemals außerhalb des Bereiches verfügbar machen, wo es endemisch ist." (1989)

Rückblickend gesehen, konnte McKenna nicht kommen sehen, daß Banisteriopsis caapi weit verbreitet angebaut und weltweit verfügbar werden würde. Mit nachhaltigen Ayahuasca Farmen, die jetzt auf Bildfläche erscheinen, wurde das Gebräu tatsächlich außerhalb seines endemischen Gebiets leicht verfügbar. Dennoch hat die Suche nach "Ayahuasca Duplikaten" zu interessanten Entdeckungen geführt, insbesondere die Anahuasca Kombination.

Syrische Steppenraute (Peganum Harmala) & DMT Pflanzen

Die gebräuchlichste Kombination, die die Wirkung von Ayahuasca nachahmt, ist Syrische Steppenraute und verschiedene Quellen von DMT, aber am häufigsten Mimosa tenuiflora.

Die psychoaktive Wirkung der Syrischen Steppenraute war seit Jahrhunderten bekannt und Beweise deuten auf eine frühe rituelle Verwendung der Pflanze im Mittleren Osten hin. Bevor das Harmala Alkaloid in Ayahuasca entdeckt wurde, wurde sein Vorkommen zuvor in der Syrischen Steppenraute festgestellt. Neben Ayahuasca ist die Syrische Steppenraute die geläufigste Pflanze, die MAO Hemmer enthält und wird häufig als Verstärker von anderen Psychedelika, wie DMT, verwendet.

Samen der Syrischen Steppenraute enthalten Alkaloidkonzentrationen im Bereich von 0,3 bis 7%, was in einigen Fällen deutlich höher ist, als die Konzentrationen, die in Banisteriopsis caapi gefunden werden. Sie ist zwar eine exotische Pflanze, die ursprünglich aus Zentralasien stammt, doch die Syrische Steppenraute kann jetzt auch in der Wildnis von Eurasien und der Westküste der USA gefunden werden.

Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, die DMT enthalten. Der Anteil variiert stark und wenn man hierbei die Verfügbarkeit und andere Alkaloide berücksichtigt, beschränkt sich die Auswahl auf nur ein paar wenige, die interessant bleiben. Eine von ihnen ist Mimosa hostilis, die auch seit Jahrhunderten rituell verwendet wurde. In der Amazonas Region wurde die Wurzelrinde zu einem Getränk namens "Jurema" zubereitet, welches bereits von sich aus aktiv ist. Tatsächlich hat diese Wirkung von Jurema Zweifel über die geläufige Theorie der MAO Hemmer und DMT gestreut - denn Mimosa enthält keine MAO hemmenden Verbindungen. Allerdings könnte es sein, daß sie noch unentdeckte Quellen von MAO Hemmern enthält. Dies ist noch immer weitgehend experimentell und es steht nur wenig Forschung zur Verfügung.

Pharmahuasca3 ist ein kontrollierterer, pharmazeutischer Ansatz der Einnahme von Ayahuasca. Statt mit den rohen Pflanzen zu arbeiten, werden reine Extrakte von Harmala Alkaloiden und DMT verwendet. Zuerst wird eine Kapsel mit MAO Hemmern eingenommen, gefolgt von einer Kapsel mit DMT.

Ähnlich, Aber Anders

Die Ayahuasca Erfahrung geht über die einfache Chemie hinaus, sie beeinhaltet eine komplexe phytochemische Zusammensetzung und Interaktion, die immer noch nicht sehr gut verstanden wird. Während der Mechanismus von MAO Hemmern leicht kopiert werden kann, bleibt die spirituelle Energie der Banisteriopsis caapi einzigartig. Pflanzen tragen mehr Informationen in sich, als das, was chemisch analysiert werden kann und die Banisteriopsis caapi Rebe ist ein sehr gutes Beispiel für eine Pflanze mit einem einzigartigen "Geist" oder Essenz. Viele, die erlebt haben, wie sowohl Ayahuasca, als auch Analoga wirken, haben es als eine ganz andere Sache beschrieben. Zwar bietet Anahuasca sicherlich eine vollständig ausgewachsene Erfahrung, doch der Inhalt des Trips ist anders.

Ein guter Weg, um es zu betrachten, ist, durch die Tunnel und Taschenlampe Analogie. Banisteriopsis caapi öffnet einen Raum - wie einen Tunnel oder eine Kuppel - aber erst DMT bringt das Licht, um sie zu sehen. Was das betrifft, wirkt DMT wie eine Taschenlampe, die teilweise Licht in einen bestimmten Aspekt der Banisteriopsis caapi bringt. Ähnliche Pflanzen wie Syrische Steppenraute eröffnen einen anderen Raum.

Ayahuasca-Verwendung

Moderne Verwendung von Ayahuasca

Die moderne Nutzung Ayahuascas wird kontrovers diskutiert. Manche Leute wollen Ayahuasca einfach mal antesten um zu sehen wie der Trip verläuft - diese Leute werden es wahrscheinlich nie wieder verwenden. Ein ganz anderer - und akzeptablerer - Ansatz ist, es in der Natur auszuprobieren, wo der Proband dann Weisheit und Antworten von den Pflanzen sucht, die er gerade mit seinem Ayahuasca Gebräu aufgenommen hat. Noch mehr als bei magischen Pilzen, kriegst Du das Meiste aus der Erfahrung mit Ayahuasca, je besser Du vorbereitet bist - vorbereitet, um in Kontakt mit alten Göttern zu treten und bereit, Deine Pforten der Spiritualität zu öffnen.

Traditionelle Verwendung von Ayahuasca

Ayahuasca wird seit Tausenden von Jahren verwendet - viele Indianerstämme führen Rituale mit Gesang und Tanz durch - und wird allgemein als ein religiöses Einweihungsmedium, ein Heilmittel, um Hellsichtigkeit auszulösen und Astralreisen zu machen und um zu entspannen/meditieren, verwendet.

Ayahuasca spielt eine zentrale Rolle in der neuen Santo Daime Kirche - eine neue katholische spirituelle Bewegung in Brasilien - und ist besonders beliebt bei den armen Indigenen in den Städten, die ermutigt werden, neue kleine religiöse Gemeinschaften zu schaffen.

Medizinische Verwendung von Ayahuasca

Die spezifischen heilenden Aspekte von Ayahuasca sind bisher nicht erforscht. In Peru zum Beispiel, wird Ayahuasca von Schamanen zu Heilzwecken verwendet - wenn sie in Trance sind, sind sie in der Lage, die Ursachen einer Krankheit aufzuspüren. So wird Ayahuasca als Wegweiser verwendet, um das richtige Mittel für die Kranken zu finden.

Geschichte Des Ayahuasca

Historische Ayahuasca-Verwendung unter Eingeborenenstämmen

Ayahuasca ist für mindestens 75 verschiedene indigene Stämme in der Amazonas Region die Grundlage der traditionellen Medizin, aber die Geschichte von Ayahuasca selbst ist relativ unbekannt. Aufgrund eines Mangels an Daten und Fakten kann niemand sagen, woher die Herstellung und Verwendung des Ayahuasca Gebräus stammt, obwohl mehrere archäologische Zeugnisse wie Keramikgefäße, Figuren, Schnupfschalen und -Rohre mehr oder weniger darauf hindeuten, daß halluzinogene Pflanzen seit 1500-2000 v. Chr. im ecuadorianischen Amazonasgebiet verwendet wurden.

Von einem Zeremonienpokal, der in Ecuador gefunden wurde, wird vermutet, daß er gut über 2500 Jahre alt ist und er enthielt Spuren von Ayahuasca. Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen von damals und es wird vermutet, daß die spanischen Eroberer, die im 16. Jahrhundert in die Amazonas Region eindrangen, Tonnen über Tonnen von Büchern der indigenen Stämme wegen der blasphemischen Inhalte zerstörten (wie sie es auch mit der Maya Literatur taten).

Jesuiten, die den Amazonas bereisen, waren die ersten Europäer, die Ayahuasca in einem Bericht aus dem Jahr 1737 erwähnen, worin sie es als einen berauschenden Trank beschrieben, der eingenommen wurde, um in Kontakt mit den Göttern zu treten und zu anderen Zwecken und daß es das Potenzial hat, jemanden von all seinen Sinnen und manchmal sogar seinem Leben abzutrennen. Andere frühe Entdecker verwiesen ebenfalls auf Ayahuasca, Yagé und Caapi, erwähnten aber keine Details.

Die Etablierung des Ayahuasca-Rezeptes

In den 1850er Jahren erforschte der englische Botaniker Richard Spruce die Amazonas Region und beschrieb die Quellen und Zubereitung von Ayahuasca und seine Auswirkungen auf sich selbst. 1851, während er den oberen Rio Negro erkundete, beobachtete er, daß die Tukano Indianer Yagé verwendeten und sammelte einige Proben von Banisteriopsis, die er dann zur chemischen Analyse nach Hause schickte.

Zwei Jahre später in Peru, beobachtete er zwei weitere Male die Verwendung von Banisteriopsis. Im Jahr 1860 begegnete ihm Banisteriopsis im Einsatz bei den Guahibo Indios in Kolumbien und Venezuela und später im selben Jahr, fand er heraus, daß sie von den Záparo Indios in Peru verwendet wurde. Als er zusah, wie der "teuflische Trank" zubereitet wurde, vermutete er, daß die beigemischten Pflanzen die psychedelischen Effekte des Gebräus verursachen und wies darauf hin, daß Banisteria Caapi (der Name der Spezies erwies sich später als falsch; anschließende botanische Studien zeigten, daß sie tatsächlich in die Gattung Banisteriopsis gehörte) als ein Wirkstoff von Ayahuasca anzusehen sei.

Mehr als ein Jahrhundert nachdem er Banisteriopsis caapi Proben nach England geschickt hatte, wurden die Proben im Jahr 1966 schließlich überprüft und erwiesen sich als noch immer psychoaktiv. Die Entdeckungen von Richard Spruce wurden erst 1873 veröffentlicht und es dauerte weitere 35 Jahre, bis seine Notizen vollständig veröffentlicht wurden. Ebenfalls im 19. Jahrhundert berichteten verschiedene Ethnologen, Botaniker und Entdecker von ihren Begegnungen mit der Verwendung eines göttlichen Gebräus, das von verschiedenen indigenen Stämmen in der Amazonas Region zubereitet wurde und erwähnten die "Wurzeln" oder "Ranken", die in diesem Verfahren Verwendeung fanden, aber nur selten sammelten sie Proben der Pflanzen. Aber die Tatsache, daß mehrere verschiedene Beimischungen für Ayahuasca verwendet wurden, wurde gefestigt.

Zusätzliche frühe Forschung zu Ayahuasca und seinen Bestandteilen

1905 und 1923 wurden Alkaloide aus "Yagé" isoliert und beide wurden als "Telepathin" genannt; ein kolumbianisches Team gewann ein weiteres Alkaloid und nannte es Yageine. Yageine, Telepathin und Banisterin waren die Namen, die den Alkaloiden gegeben wurden, die zwischen 1926 und 1928 isoliert wurden, doch es stellte sich heraus, daß es sich stets um das gleiche Alkaloid handelte und es war identisch mit Harmin, einem Alkaloid, das bereits 1847 aus Peganum harmala isoliert worden war. Im Jahr 1939 wurde festgestellt, daß die verschiedenen Begriffe Caapi, Yagé und Ayahuasca, allesamt nur verschiedene Namen für das gleiche Gebräu waren und daß das verwendete Ausgangsmaterial (fast) identisch war; Banisteriopsis caapi oder Banisteriopsis inebriens.

Zwischen 1941-1953 erforschte Richard Evans Schultes, später Professor in Harvard und Autor zahlreicher Bücher, vor allem das kolumbianische Amazonasgebiet und recherchierte über die Pflanzenkenntnis der amazonischen Völker. Er beobachtete die Wichtigkeit der Verwendung des Ayahuasca Gebräus bei den indigenen Kulturen in der oberen Amazonas Region und dokumentierte die Verwendung von mehr als 2000 Heilpflanzen, was ihm den Titel "Vater der modernen Ethnobotanik" einbrachte.

Er dokumentierte und untermauert auch, daß die beigemischten Pflanzen stark variierten, während die Verwendung von Banisteriopsis caapi oder eines ihrer nahen Verwandten die einzige Konstante in dem Gebräu war. Schultes und seine Studenten veröffentlichten in den Jahren 1968 und 1969 ihre erste Erkenntnisse über die beigemischten DMT-haltigen Pflanzen in den Ayahuasca Gebräuen.

Ayahuasca und DMT

1955 wurde das potente, aber nur kurz wirkende Halluzinogen N,N-dimethyltryptamine (DMT) aus diesen Arten gewonnen; eine Überraschung, denn DMT war 1931 bereits synthetisiert worden. Harmin, Harmalin und Tetrahydroharmin wurden 1957 aus Banisteriopsis caapi isoliert und im Jahr 1965 als aktives Alkaloid in Banisteriopsis caapi und ihren verwandten Arten bestätigt. Die ersten ausführlichen Berichte über die Verwendung von beigemischten Pflanzen als häufige Komponenten in Ayahuasca entstanden in den späten 1960er Jahren.

In den 1980er Jahren arbeitete Luis Eduardo Luna in der Nähe der Städte von Iquitos und Pucallpa unter den Mestizen der Amazonas Region in Peru. Luna war der erste, der die Bedeutung der strengen Diät ansprach, der ein angehender Schamanen folgen mußte, sowie die Verwendung einiger eher ungewöhnlicher beigemischter Pflanzen. Er berichtete auch über den Begriff der "pflanzlichen Lehrer", ein Ansehen, das viele der beigemischten Pflanzen von den Mestizen genossen.

Im Jahr 1984, veröffentlichten Dennis McKenna (ja, der Bruder von Terrance McKenna, dem Typen, der rund um den Globus reiste, um die Welt der Zauberpilze zu erkunden) und andere die Ergebnisse ihrer ethnobotanischen, chemischen und pharmakologischen Untersuchungen, die die Theorie untermauerten, daß einer der Wirkstoffe von Ayahuasca DMT war, das selbst zwar oral inaktiv ist, jedoch durch die ß-carbolin vermittelte Blockade der peripheren MAO oral aktiv gemacht wird.

In den letzten Jahren hat das Gebräu in der westlichen Welt für die Freizeitgestaltung an Popularität gewonnen, nachdem einige Berichte über die halluzinogene Wirkung verbreitet wurden und wissenschaftliche Studien bestätigt haben, daß die ritualisierte Verwendung des Ayahuasca Gebräus die psychische und physische Gesundheit verbessern kann. Im Jahr 2008 veröffentlichte Benny Shanon, Professor der Psychologie, eine umstrittene Hypothese, daß im frühen Judentum ein Gebräu verwendet wurde, das ein Ayahuasca Analog gewesen sei und daß die Wirkung dieses Gebräus für für einige der bedeutendsten Ereignisse im Leben Moses verantwortlich war, darunter und vor allem seine Vision des brennenden Dornbuschs, der zu ihm sprach.

Externe Ressourcen:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29903051
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23627784
  3. https://pdfs.semanticscholar.org/9f95/8be0924e28f2a2c25e13f7dceb03fc12aa78.pdf
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Besten von Ayahuasca