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Stickstoff und Cannabis Pflanzen

Stickstoff Und Cannabis Pflanzen

Stickstoff ist für pflanzliches und tierisches Leben ein lebenswichtiges Element. Es erfüllt eine Reihe wichtiger Funktionen im gesamten Stoffwechsel einer Pflanze und ist essentiell für die Produktion von Chlorophyll.

Stickstoff ist relativ weit verbreitet im Universum, die Sonne und andere Sterne enthalten eine Menge davon. Es ist, im Bezug auf das Gewicht, das vierthäufigste Element in der Erdkruste. Die rot-braune Farbe der Erde wird durch Stickstoff verursacht. Stickstoff wurde seit prähistorischen Zeiten in der Landwirtschaft verwendet und ist noch heute die günstigste, häufigste und wichtigste Bodendüngung, die wir nutzen.

Im Allgemeinen ist Stickstoff von der Pflanze nicht sehr einfach aufzunehmen. Nur wenn es in der richtigen Form und unter den richtigen Bedingungen vorhanden ist, kann es in ausreichender Menge von den Wurzeln aufgenommen werden.

Boden selten enthält zu wenig Stickstoff, aber es ist möglich, das es im Überfluß vorhanden ist, jedoch in einer Form, die für die Pflanze nicht verfügbar ist. Die Verfügbarkeit von Stickstoff ist stark abhängig vom pH-wert; in sauren Böden ist in der Regel genügend Stickstoff vorhanden.

Stickstoffmangel

Stickstoffmangel

Cannabis ist bei der Aufnahme von Stickstoff sehr effizient und hat unter normalen Bedingungen wenig Probleme mit Stickstoffmangel, mit Ausnahme während eines schnellen Wachstumsschubes oder wenn die Pflanze starkem Stress ausgesetzt ist. Es können vorübergehende Symptome von Stickstoffmangel auftreten, die einfach durch Selbstheilung verschwinden, ohne die Notwendigkeit für einEingreifen. Diese Symptome wirken sich nicht negativ auf die Ernte aus.

Ein Stickstoffmangel ist gekennzeichnet durch eine scharfe Gelbfärbung der jungen Blätter und Triebe. Dies tritt vor allem auf, weil Stickstoff in der Pflanze nicht sehr beweglich ist. Die jungen Blätter können daher nicht einfach von den älteren Blättern Stickstoff abziehen, wenn sie es benötigen. In Fällen von schweren Stickstoffmangel werden die älteren Blätter und die kleineren Adern im Blatt gelb.

Chronologie

  • Grünlich-gelbe Verfärbung an den jungen Blättern und Trieben, von innen nach außen. Die Adern bleiben meist grün.
  • Vergilbung verstärkt sich, manchmal bis zu dem Ausmaß, daß die Blätter beinahe weiß sind; auch die größeren Blätter werden gelb. Dies hemmt das Wachstum.
  • In schweren Fällen beeinflußt Nekrose das Blatt und das Wachstum der Pflanze kommt zum völligen Stillstand.

Ursachen

  • Der pH-Wert in der Wurzelumgebung zu hoch ist (pH >6,5)
  • Zu große Mengen an Zink und Mangan in der Wurzelumgebung
  • Die Stickstoffkonzentration in der Wurzelumgebung ist zu niedrig
  • Die Wurzeltemperatur ist (zu) niedrig
  • Das Medium ist zu nass, wodurch die Zufuhr von Sauerstoff an der Wurzel stagniert
  • Die Funktion des Wurzelsystems ist beschädigt, krank oder Wurzeln sterben ab
  • Zu viel Licht dringt in das Nährwasserbehältnis: Licht fördert das Wachstum von Algen (und verbraucht dadurch Stickstoff) und bricht Stickstoffverbindungen auf

Stickstoffmangel: Gegenmasnahmen

Stickstoffmangel: Gegenmasnahmen

  • Leichte Symptome von Stickstoffmangel sind relativ leicht zu beheben. Der Mangel ist, abhängig von der Ursache, durch verschiedene Heilmittel lösbar. Man kann den pH-Wert senken, um einen Überschuss an Mangan oder Zink zu verhindern, den Substraten Stickstoffverbindungen hinzufügen, die Entwässerung verbessern oder die Bodentemperatur erhöhen. Alternativ dazu kann ein Blattdünger mit stickstoffhaltigen Verbindungen verwendet werden. Beim Anbau in Hydrokultur ist ein Stickstoffmangel in der Pflanze, sofern sie immer Nährstoffmischungen guter Qualität bekommt, praktisch unmöglich.
  • Besuch Deinen örtlichen Gartenhandel, sie bieten professionelle Beratung und die richtigen Produkte. Ein Düngemittel mit guter Zusammensetzung enthält mehr als genug verfügbaren Stickstoff.
  • Sollte ein Mangel offensichtlich werden, ist die Zugabe von Stickstoffverbindungen in den Boden weniger effektiv langsamer als die Anwendung von Blattnährstoffen. Im wesentlichen erfordert die Zugabe von 1kg Stickstoff über die Wurzeln 5 bis 10 mal so viel Stickstoffverbindungen. Die Stickstoffverbindungen müssen gut in den Boden gemischt sein, da Tageslicht sie zerlegt und die Verbindungen müssen sehr nahe an den Wurzeln vorkommen, um aufgenommen zu werden.
  • Das Beste, was man machen kann, ist die Blätter mit einer wässrigen Lösung EDDHA (max. 0,1 Gramm pro Liter) oder EDTA-Verbindungen (max. 0,5 Gramm pro Liter) zu besprühen.

Tipps

  • Besprühe die Blätter während der Stunden der Dunkelheit (nie bei hellem Licht)
  •  70-80% der angegebenen maximalen Dosis ist sicherer
  • Teste es an ein paar Blättern und warte 2 bis 4 Tage; wenn das Ergebnis gut ist, dann wende es auf den Rest der Pflanze an
  • Eine Verbesserung sollte in 2 bis 4 Tage sichtbar werden (abhängig von der Gesundheit der Pflanze)
  • Die Anwendung kann nach einer Woche wiederholt werden
  • Hinzufügen organischer Dünger wie Rindergülle, Hühnermist oder Pilzkompost reichert den Boden mit natürlichen Verbindungen an. Aber sei vorsichtig und vermeide die Pflanzenwurzeln zu verbrennen, indem Du zuviel hinzugibst
  • Besondere Enzympräparate stoßen tote Wurzeln ab, so daß neue Wurzeln gebildet werden können, während sie das Wachstum freundlicher Bakterien fördern, die mit der Pflanze in Symbiose leben. Diese schützen die Wurzeln gegen Pilzbefall und versetzen die Pflanze in die Lage organisch gebundenen Stickstoff aufzunehmen.

STICKSTOFFTOXIZITÄT

Die Pflanzen benötigen während des vegetativen Wachstums viel mehr Stickstoff als während des Großteils der Blütezeit. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Stickstofftoxizität in einem Garten auftritt, und es kann selbst fortgeschrittenen Anbauern passieren. Bestimmte Sorten (oder sogar bestimmte Phänotypen) benötigen signifikant mehr oder weniger von diesem Nährstoff als andere.

Ein pH-Messgerät, dessen Kalibrierung vernachlässigt wurde, kann zu fehlerhaften Messwerten führen. Auch eine ungleichmäßige Lichtverteilung kann bestimmte Bereiche stickstofftoxisch machen, da die Blätter diesen Nährstoff dort nicht verarbeiten können. Außerdem kann zu viel Hitze in der Anbauumgebung zu einer übermäßigen Wasser- und Nährstoffaufnahme führen. Als weitere Ursache der Stickstofftoxizität wäre die übermäßige Zugabe von Düngemittelm mit Retard-Wirkung in den Boden zu nennen.

WIE MAN STICKSTOFFTOXIZITÄT ERKENNT UND BEHEBT

Im Allgemeinen handelt es sich bei der Stickstofftoxizität lediglich um einen einfachen Fall der Überdüngung mit den grundlegenden NPK-Makronährstoffen, die leicht rückgängig gemacht werden kann. Die Symptome umfassen:

  • Dunkelgrüne Blätter: Das üppige und lebendige grüne Laub beginnt sich zu einem sehr matten Farbton abzudunkeln.
  • Klauenbildung kann auftreten: Die Spitzen der Blätter krümmen sich klauenartig nach unten. Dies ist in der Regel ein Zeichen für Überbewässerung. Nutze diesen Indikator für die Fehlerbehebung.
  • Gelbfärbung und Bräunung: Die Blätter leiden unter Chlorose und sterben ab, falls sie nicht behandelt werden.
  • Es können zufällig verteilte Flecken auftreten, die anderen Mängelsymptomen ähneln, z.B. jenen bei Calcium- und Magnesium-Mangel.

WIE MAN DIE STICKSTOFFTOXIZITÄT BEHANDELT

Wie Man Die Stickstofftoxizität Behandelt

Eine stickstofftoxische Umgebung in Ordnung zu bringen, ist relativ einfach:

  1. Zunächst musst Du bezüglich Deiner Bedingungen auf Fehlersuche gehen. Überprüfe Deine Tagestemperaturen und kalibriere Deine pH-und EC-Messgeräte.
  2. Überprüfe, ob eine ungleichmäßíge Bewässerungen vorliegt, um zu verhindern, dass einzelne Pflanzen überbewässert werden, was Welken und Klauenbildung auslösen kann.
  3. Bereite eine frische Charge des Nährstoffmixes vor und stelle dabei sicher, dass Du die Werte mit dem richtigen parametrischen System berechnest (Liter vs. Gallonen, ppm vs. EC). Reduziere die Menge an Stickstoff, die Du den Pflanzen verabreichst. Dies geschieht in der Regel, indem nur die Hälfte der empfohlenen Stärke der Nährstoffe gegeben wird.
  4. Überwache das neue Wachstum. In wenigen Tagen sollten die Pflanzen wieder gesundes und kräftig grünes Wachstum zeigen.