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Der Einfluss Von Cannabis Auf Die Sportliche Leistung
7 min

Der Einfluss Von Cannabis Auf Die Sportliche Leistung

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Weed ist dafür bekannt, Filme und Musik angenehmer zu machen, sowie das Zusammensein mit Freunden noch besser zu gestalten. Aber welchen Nutzen (wenn überhaupt) hat es, Cannabis neben körperlicher Aktivität und Sport zu nutzen? Lies weiter, während wir tief in die Welt von Cannabis und sportlicher Leistung eintauchen.

Vielen Menschen ist es nicht fremd, Cannabis zu nutzen, um ihr tägliches Leben zu verbessern. Aber hast Du schon einmal an einen schnellen Joint vor einer Trainingseinheit oder Edibles als Snack nach dem Laufen gedacht? Für die meisten von uns lautet die Antwort wohl "nein", doch wie wir bald feststellen werden, könnte es mehrere Nutzen haben, Cannabis mit Deinen bevorzugten körperlichen Aktivitäten zu kombinieren.

Training mit Cannabis

Training mit Cannabis

Bevor wir uns den Einfluss von Gras auf die sportliche Leistung genauer ansehen, müssen wir zunächst festlegen, was wir erreichen wollen – welche sportlichen Eigenschaften wollen wir verbessern? Für manche Leute bedeutet es, ein neues 1-Wiederholungsmaximum zu erreichen, für andere ist es die mentale Stärke, frühere Laufzeiten oder Geschwindigkeiten zu schlagen.

Wir dürfen auch einen ebenso wichtigen Teil der sportlichen Leistung nach dem Wettkampf nicht vergessen – Erholung. Diese Regeneration von einem Training ist unerlässlich, um Verletzungen vorzubeugen, die Muskelmasse zu erhöhen und einen gesunden, bewegungsreichen Lebensstil zu führen. Also wie genau könnte Cannabis in das komplexe Thema sportliche Leistung passen?

Nun, so wie es aussieht, könnte Weed abhängig von den von Dir verfolgten Fitnesszielen Segen und Fluch zugleich sein kann. Oder, um es wissenschaftlicher auszudrücken, könnte es sowohl ergogen als auch ergolytisch wirken.

Ergogen vs. ergolytisch

Es mag übertrieben erscheinen, in einem Artikel über Cannabis und Sport auf die Begriffe "ergogen" und "ergolytisch" einzugehen, doch wie wir sehen werden, verwenden viele Cannabis-bezogene Studien diese Begriffe, um die formalen Implikationen der Drogennutzung im Sport zu diskutieren (Eichner, 1993).

  • Ergogen: Jede Substanz, die Leistung, Energieproduktion, Proteinsynthese oder Regeneration verbessert. Die verwendeten Stoffe sind nicht immer illegal (Koffein beispielsweise), doch die meisten Profisportarten haben Reglementierungen zur Einnahme von leistungssteigernden Substanzen.

  • Ergolytisch: Wenn eine Substanz die Leistungsfähigkeit in irgendeiner Weise beeinträchtigt, gilt sie als "ergolytisch". Dies können Alkohol, Tabak und in einigen Fällen auch Marihuana sein.

Die Auswirkungen von Cannabis auf die sportliche Leistung

Nachdem wir nun wissen, was sportliche Leistung bedeutet und wie verschiedene Substanzen kategorisiert werden, ist es an der Zeit, Cannabis ins Spiel zu bringen. In Übereinstimmung mit den eben hervorgehobenen Sport-bezogenen Attributen werden wir die Ergebnisse der Cannabis-bezogenen Forschung in drei Schlüsselbereichen untersuchen: Ausdauer, Erholung und kognitive Funktion.

Cannabis und Ausdauer

Cannabis und Ausdauer

Ausdauer oder "die Fähigkeit, durchzuhalten" ist ein zentrales Anliegen von Sportlern. Verdammt, es ist ein Hauptanliegen der meisten Menschen, denn viele von uns würden die Gelegenheit genießen, ein paar zusätzliche Minuten die Dinge zu tun, die sie lieben. Sollten wir uns für Hilfe also Cannabis zuwenden?

Laut einer im Journal of Cannabis Research veröffentlichten Übersichtsstudie fällt die Antwort kompliziert aus (Kramer et al., 2020). Kramer und Mitarbeiter skizzieren, dass "Nutzen plausibel durch psychotrope Verstärkung oder Schmerzreduktion vermittelt werden können". Im Wesentlichen könnten die allgemeinen Wirkungen von Cannabis einem Athleten helfen, sich selbst immer weiter voranzutreiben, was eine maximale Trainingsleistung fördert.

Bei der Messung von VO₂max (maximale Sauerstoffaufnahme) und PWC (körperliche Arbeitskapazität), die beide starke Indikatoren für die körperliche Leistungsfähigkeit sind, konnten die Forscher jedoch keinen Unterschied zwischen Kontrollgruppen und chronischen Cannabisnutzern feststellen.

Wir sollten hervorheben, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Metastudie gerade einmal vier Studien ihre strengen Kriterien erfüllten, weshalb es schwierig ist, eine eindeutige Antwort zu diesem Thema zu geben. Es scheint derzeit ganz so, als wäre ein langer Lauf in der Natur mit anständiger Musik und einem Joint im Schlepptau die einzige Möglichkeit, die persönliche Antwort zu finden.

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Cannabis und Muskelregeneration

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Viele Athleten und Trainer betrachten die Erholung als den wichtigsten Aspekt der sportlichen Leistung. Schließlich ist die Beständigkeit des Trainings unerlässlich für die körperliche Entwicklung. Wenn es jedoch darum geht, qualitativ hochwertige Erholung zu bekommen, sieht es so aus, als sollten wir uns eher auf CBD-reiche Sorten und CBD-fokussierte Produkte als auf Cannabis mit hohem THC-Gehalt konzentrieren.

Eine umfassende Metastudie untersuchte die Auswirkungen von THC und CBD auf die sportliche Leistung und Regeneration. Während THC im Allgemeinen mit einem größeren Belohnungsrisiko verbunden war (z. B. zu high zu werden, um sich an Sätze und Wiederholungen zu erinnern), zeigte CBD ein viel günstigeres Profil (Burr et al., 2021).

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass "die Nutzung von CBD durch Sportler wahrscheinlich relevanter für die Erholung während des Trainings und im Wettkampf ist“, und fügten hinzu, dass es "durch eine Reihe potenzieller Mechanismen" vielversprechend sei. Die größte Stärke von CBD scheint das Fehlen nennenswerter Nebenwirkungen zu sein, was es zu einer viel vielseitigeren Wahl macht.

Cannabis und kognitive Funktion

Cannabis und kognitive Funktion

Ein letzter Aspekt der körperlichen Leistungsfähigkeit, der in Bezug auf Cannabis zu berücksichtigen wäre, ist die kognitive Funktion. Obwohl es nicht zu leugnen ist, dass Technik und harte Arbeit entscheidend sind, um Leistungen auf höchstem Niveau zu erbringen, spielt die mentale Belastbarkeit eine bedeutende Rolle beim Durchbrechen von Plateaus.

Und auch hier scheint CBD allen die Show zu stehlen, was aus einer in Sports Medicine veröffentlichten Metastudie hervorgeht, die die potenziellen Auswirkungen von Cannabidiol (CBD) auf sportliche Faktoren wie Schlaf, Schmerzen, Thermoregulation, Versagensängste und Stress umreißt (McCartney et al., 2020).

Letztlich kommt die Übersichtsstudie aber zu ähnlichen Ergebnissen, wie wir sie bereits gesehen haben – die verfügbaren Belege sind vorläufig und manchmal unschlüssig. Obwohl die Autoren anerkennen, dass "CBD persönlichen Erfahrungsberichten zufolge eine Reihe von physiologischen, biochemischen und psychologischen Wirkungen ausübt, die das Potenzial haben, Sportlern zugute zu kommen", sind strenger kontrollierte klinische Studien erforderlich.

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Wie man Cannabis für die sportliche Leistung nutzt

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Die Bioverfügbarkeit eines Produkts, seine Konzentration und die Dauer seiner Wirkung spielen alle eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Weed erfolgreich mit seinen Lieblingssportaktivitäten in Einklang zu bringen. Nachfolgend findest Du Details dazu, wie die beliebtesten Konsummethoden zum Sporttraining passen könnten.

Rauchen

Obwohl Rauchen noch immer eine der beliebtesten Optionen für den Cannabiskonsum ist, werden wir es nicht im Detail untersuchen. Im Allgemeinen bringt das Rauchen eine Menge unangenehmer Substanzen mit sich, die das Ergebnis körperlicher Aktivität ruinieren können.

Wenn es Dir lediglich um so etwas Einfaches wie die Schrittzahl geht, dann klingt ein Joint und ein Spaziergang durch den Wald nach einer großartigen Idee. Für alles andere ist es jedoch wahrscheinlich am besten, mit den Tüten bis zur Zeit nach der Veranstaltung zu warten.

Edibles

Regelmäßigen Fitnessstudiobesuchern ist ein Snack vor dem Training nicht fremd; doch wenn Du darüber nachdenkst, Cannabis in die Gleichung aufzunehmen, wirst Du neben ihrer Stärke auch das verzögerte Einsetzen der Wirkung von Edibles berücksichtigen müssen.

Edibles sind berüchtigt dafür, selbst den erfahrensten Kiffer (buchstäblich und im übertragenen Sinne) in den Hintern zu hauen, weshalb es wichtig ist, eine Grunddosis festzulegen. Die vielleicht wichtigste Überlegung beim Mischen von Edibles mit dem Sporttraining ist jedoch nicht die Dosis, sondern das Timing – insbesondere, wie kurz vor einer Trainingseinheit Du sie isst.

Es kann bis zu eine Stunde dauern, bis THC Deinen Blutkreislauf erreicht, also wirst Du den Verzehr von Snacks vor dem Training sorgfältig planen müssen. Idealerweise sollte der Höhepunkt Deines Highs beginnen, wenn Du mit Deinem eigentlichen Training beginnst, damit es das Aufwärmen und Dehnen nicht stört. Außerdem sind viele Edibles kalorienreich, so dass Du entscheiden musst, ob sie zu Deinen Fitnesszielen passen.

Verdampfen

Das Verdampfen von Cannabis bringt zwei wesentliche Nutzen mit sich: Intensität und Geschwindigkeit des Einsetzens der Wirkung – was etwa 10 Minuten dauert. Beim Verdampfen ist es in gewisser Weise möglich, Deine Cannabisnutzung auf eine bestimmte Übung oder ein bestimmtes Training abzustimmen, da Du mit einer THC-reichen Sorte beginnen kannst, bevor Du nach dem Training zu etwas CBD-zentriertem wechselst. Abhängig von Deinen Fitnesszielen könntest Du sogar eine Sorte mit einem ausgeglichenen Verhältnis von THC und CBD ausprobieren, um von ihrer Synergie zu profitieren.

CBD-Öl

Technisch gesehen ist CBD-Öl keine Einnahmemethode, aber angesichts des klaren Fokus auf Cannabidiol in der oben hervorgehobenen Forschung ist es sinnvoll, das Produkt genauer zu untersuchen. Der Vorteil von CBD-Öl ist die Möglichkeit, die Bioverfügbarkeit zu optimieren, indem man zwischen sublingualer oder oraler Einnahme wählt.

Bei sublingualer Einnahme setzt die Wirkung schneller ein, während sie bei oraler Einnahme länger anhält, doch Du wirst etwa 45–60 Minuten warten müssen, bis Du die Wirkung spürst. Welche Option Du wählst, hängt wiederum ganz von der Sportart, Aktivität oder dem Ziel ab.

Bedenke bloß, dass sich die meiste Forschung rund um CBD auf die Erholung konzentriert. Solltest Du also bereits eine ausreichende Routine für die Zeit nach dem Training haben (Schlaf, Dehnübungen und Ernährung), wirst Du möglicherweise keine signifikante Verbesserung bemerken.

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Drogentests im Sport: THC und CBD

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In der Freizeit liegt es an Dir zu entscheiden, ob Cannabis gut geeignet ist, um die sportliche Leistung zu unterstützen. Sowohl für etablierte als auch für unerfahrene Athleten ist es jedoch wichtig zu wissen, wo man mit Blick auf Drogentests und illegalen Substanzen steht. Ob wir nun damit einverstanden sind oder nicht, hat Cannabis eine unsichere Beziehung zu professionellen Sportorganisationen.

THC

Was THC und Profisportler angeht, ist die Situation klar: Das Cannabinoid ist strengstens verboten, unabhängig davon, woher es kommt oder wie man es aufnimmt. Die US-Anti-Doping-Agentur beispielsweise erklärt:

"Die WADA-Verbotsliste identifiziert Marihuana und Cannabinoide als Substanzen, die im Wettkampf verboten sind".

Diese Regeln gelten sogar in Staaten oder Ländern, in denen Cannabis und THC legal sind, also lass im Zweifelsfall die Finger davon. Bei spezifischen Fragen zur Cannabisnutzung wendest Du Dich am besten direkt an den Dachverband Deiner Sportart.

CBD

Was CBD angeht, ist die Situation zum Glück viel entspannter, da die Welt-Anti-Doping-Agentur dieses Cannabinoid nicht mehr als verbotene Substanz listet. Infolgedessen erlauben die meisten Sportinstitutionen ihren Athleten die Nutzung von CBD.

Es gibt jedoch ein paar Vorsichtsmaßnahmen, deren Athleten sich bewusst sein sollten:

  • Obwohl CBD selbst nicht verboten ist, könnten CBD-Blüten oder ungetestete CBD-Produkte eine inakzeptable Konzentration an THC enthalten.

  • Selbst wenn Du ein Produkt findest, dem Du vertraust, empfehlen viele Sportverbände, dieses Produkt unabhängig testen zu lassen, um dessen Inhaltsstoffe zu verifizieren. Dieser vorsorgliche Schritt bringt allerdings zusätzliche Komplikationen und Kosten mit sich.

Was sind die Risiken von Cannabis für die sportliche Leistung?

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Nachdem wir die potenziellen Nutzen und praktischen Anwendungen von Cannabis im Sport ausführlich erörtert haben, ist es an der Zeit, auch die Risiken zu besprechen. Was die Legalität betrifft, überlassen wir Dir die Feinheiten, da es in diesem Artikel unmöglich ist, all die unterschiedlichen weltweiten Implikationen vorauszusehen.

Nehmen wir an, dass Du Cannabis gerne neben dem Sport nutzt, ist eine mögliche Verletzung das unmittelbarste Risiko, das Du in Betracht ziehen sollten. Es ist nicht zu leugnen, dass THC die Reaktionszeit und Wahrnehmung verzerrt, was zum Beispiel in Kombination mit schweren Gewichten Ärger verursachen kann. Glücklicherweise bedeuten die Ähnlichkeiten zwischen einem Cannabis-High und dem berühmten "Runner's High", dass das Kraut möglicherweise weit besser zu Aerobic-Übungen passt.

Es fehlt auch an qualitativen Daten, die Cannabisnutzung im Sport unterstützen. Aus rein wissenschaftlicher Sicht scheinen die potenziellen Nutzen dünn gesät zu sein. Das Schöne an Cannabis ist jedoch, dass keine zwei Erfahrungen gleich sind und die Forschung nicht jedes Ergebnis untersuchen kann. Manche Menschen lieben es, vor dem Laufen Edibles zu verzehren oder einen Verdampfer zu nutzen, während andere ein sanftes High nach dem Training als perfekte Belohnung empfinden. Während wir auf umfangreichere Studien am Menschen warten, sieht es derzeit so aus, als seien die Auswirkungen von Cannabis auf die sportliche Leistung von Fall zu Fall unterschiedlich!

Luke Sholl
Luke Sholl
Seit mehr als zehn Jahren verfasst Luke Sholl fundierte Texte über Cannabis. Insbesondere beschäftigt er sich mit dem Potential von Natur und Cannabinoiden für das Wohlbefinden der Menschen. Lukes technische Kenntnisse werden in seiner Arbeit genauso deutlich wie die gründliche Recherche, auf der seine vielfältigen Texte beruhen. Seine Inhalte werden von verschiedensten Akteuren der Cannabis-Branche veröffentlicht.
Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Burr, J. F., Cheung, C. P., Kasper, A. M., Gillham, S. H., & Close, G. L. (september 2021). Cannabis and athletic performance. Sports medicine (Auckland, NZ). Geraadpleegd op 15 augustus 2022 - https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Eichner, E.R. (1993). Ergolytic drugs in medicine and sports. The American journal of medicine. Geraadpleegd op 12 augustus 2022 - https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Kramer, A., Sinclair, J., Sharpe, L., & Sarris, J. (7 oktober 2020). Chronic cannabis consumption and physical exercise performance in Healthy Adults: A systematic review - journal of cannabis research. BioMed Central. Geraadpleegd op 15 augustus 2022 - https://jcannabisresearch.biomedcentral.com
  4. McCartney, D., Benson, M. J., Desbrow, B., Irwin, C., Suraev, A., & McGregor, I. S. (6 juli 2020). Cannabidiol and sports performance: A narrative review of relevant evidence and recommendations for future research - sports medicine - open. SpringerOpen. Geraadpleegd op 15 augustus 2022 - https://sportsmedicine-open.springeropen.com
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