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Was Sind Cannabis-Topika Und Wie Wirken Sie?
4 min

Was Sind Cannabis-Topika Und Wie Wirken Sie?

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Forschung Neuigkeiten

Cannabis-Topika erobern die Welt der Kosmetika im Sturm. Die Verwendung von Weed-Cremes kann jedoch entmutigend sein,  falls Du mit Cannabis und seiner Funktionsweise noch nicht vertraut bist. Lies weiter, um Dich über die Einzelheiten zu informieren.

Topika zählen zu den angesagtesten Cannabisprodukten. Lotionen, Balsame, Öle und transdermale Pflaster sind dabei nur einige der vielen topischen Produkte, die mit Cannabis angereichert werden können, um Cannabinoide, Terpene und andere nützliche Pflanzenverbindungen direkt zu den Rezeptoren in der Haut zu befördern.

Lies weiter, um einen detaillierten Überblick über Cannabis-Topika zu erhalten, und erfahre, wie sie wirken und welche potentiellen Nutzen sie mit sich bringen.

Was sind Cannabis-Topika?

Was Sind Cannabis-topika?

"Topikum" (englisch: Topical) ist ein Überbegriff, der für sämtliche Cannabisprodukte verwendet wird, die für die äußerliche Anwendung auf der Haut bestimmt sind. Während beim Rauchen, Verdampfen und oralen Konsum von Cannabis Cannabinoide und andere Cannabisverbindungen in den Blutkreislauf befördert werden, ist das bei Cannabis-Topika nicht der Fall (außer bei transdermalen Pflastern, die wir in einem späteren Abschnitt dieses Artikels abhandeln).

Stattdessen wirken Cannabis-Topika, indem sie ihre Wirkstoffe direkt an die Rezeptoren in der Haut liefern, ohne dass sie zuvor in den Blutkreislauf gelangen.

Was sind transdermale Cannabispflaster?

Transdermale Pflaster sind, wie der Name schon sagt, topisch anzuwendende Pflaster, die über einen längeren Zeitraum hinweg durch die Epidermis und Dermis hindurch kleine Dosen von Cannabisverbindungen in den Blutkreislauf abgeben.

Obwohl diese Methode vielleicht fortschrittlich aussieht, gibt es sie bereits seit Längerem. Nikotinpflaster beispielsweise wirken, indem sie über einen längeren Zeitraum kleine Mengen Nikotin ins Blut abgeben, um Rauchern dabei zu helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Wirken Cannabis-Topika wirklich?

Wenn Du dies hier liest, bist Du wahrscheinlich mit dem Endocannabinoid-System (ECS) vertraut. Falls nicht: Beim ECS handelt es sich um ein biologisches System, das alle Menschen und Wirbeltiere aufweisen. In den letzten 10 Jahren haben immer mehr Wissenschaftler versucht, das ECS und seine Rolle innerhalb des Körpers zu verstehen.

Obwohl dieser Bereich noch weiter untersucht werden muss, weisen die bisherigen Untersuchungen bereits darauf hin, dass das ECS bei der Vermittlung vieler verschiedener physiologischer Prozesse eine wichtige Rolle spielt. Tatsächlich gehen einige Forscher so weit, das ECS als "universellen Regulator[1]" des Körpers zu bezeichnen.

Auch wenn uns eine Menge Fakten über das ECS und seine Rolle noch nicht bekannt sind, konnte die Forschung dennoch zeigen, dass es über den gesamten Körper verteilt ist, einschließlich in der Haut[2], wo es bei Proliferation, Wachstum und Differenzierung der Hautzellen sowie bei der Hormonproduktion und bei Entzündungen möglicherweise eine wichtige Vermittlerrolle spielt.

Wirken Cannabis-Topika Wirklich?

Da die Rezeptoren, die das ECS bilden, auch in der Haut anzutreffen sind, könnte die Verwendung von Cannabis-Topika möglicherweise Cannabinoide und Terpene zu diesen Rezeptoren transportieren.

Man hat bereits damit begonnen, in Untersuchungen die Rolle des ECS bei der Regulation der Hautgesundheit zu entschlüsseln. Beispielsweise beschäftigte sich eine im Journal of Dermatological Science veröffentlichte Studie[3] mit der Effektivität von Cannabinoiden bei der Reduktion der Hyperproliferation von Hautzellen, die rote, juckende und schuppende Haut verursachen kann.

Andere Studien haben sich mit dem Effekt von Cannabinoiden[4] auf die Talgproduktion beschäftigt. Die Überproduktion von Talg, einer öligen, wachsartigen Substanz, die von den Talgdrüsen des Körpers produziert wird, ist eine der Hauptursachen für Hautunreinheiten.

Da die in der Haut vorkommenden Rezeptoren mit Verbindungen interagieren können, die von Natur aus von Cannabispflanzen produziert werden, kann die Verwendung von Cannabis-Topika möglicherweise eine wirksame Möglichkeit sein, um diese Interaktion zu erleichtern. Aus diesem Grund kann die Verwendung von Cannabiscremes, -lotionen, -Ölen und anderen Topika die folgenden Nutzen bieten:

  • Reduktion von Rötungen, Trockenheit und Juckreiz
  • Förderung einer gesunden Proliferation der Hautzellen
  • Kontrolle der Talgproduktion

Wird man von Cannabis-Topika high?

Wird Man Von Cannabis-Topika High?

Dies ist eine sehr häufige Sorge bzw. Frage von Nutzern, die neugierig geworden sind und Cannabis-Topika ausprobieren möchten. Die Antwort auf diese Frage lautet jedoch: Nein! Die Nutzung von Cannabis-Topika macht Dich nicht high, da sie, selbst wenn THC (die berauschende Verbindung aus Cannabispflanzen) enthalten sein sollte, ihre Inhaltsstoffe nicht in den Blutkreislauf befördern.

Transdermale Pflaster hingegen geben diese Verbindungen an das Blut ab und könnten möglicherweise ein High auslösen, sofern sie THC enthalten. Transdermale Pflaster ohne THC rufen jedoch keine Wirkung hervor, die wir mit einem typischen Cannabis-High verbinden.

Können Cannabis-Topika dazu führen, dass ein Drogentest positiv testet?

Nein, die Verwendung von Cannabis-Topika sollte nicht zu einem positiven Drogentestergebnis führen. Dies ist wieder auf die Tatsache zurückzuführen, dass keine Cannabisverbindungen ins Blut transportiert werden.

Falls Du THC-freie transdermale Pflaster verwendest, solltest Du daher in doppelter Hinsicht kein Problem damit haben, einen Drogentest zu bestehen. Vollspektrum-CBD-Pflaster hingegen können möglicherweise Spuren von THC enthalten, die jedoch nicht ausreichen sollten, um von einem Drogentest am Arbeitsplatz angezeigt zu werden. Pflaster schließlich, die THC enthalten, können und werden zu einem positiven Drogentestergebnis auf Cannabis führen.

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THC-Topika vs. CBD-Cremes

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Den Hauptunterschied zwischen THC-Topika und CBD-Cremes macht ihre chemische Zusammensetzung aus. Die meisten CBD-Cremes werden mittels Extrakten aus nicht-berauschendem Hanf oder Cannabissorten hergestellt, die speziell mit Blick auf einen vernachlässigbaren THC-Gehalt gezüchtet wurden. Diese Produkte sind für die meisten Menschen normalerweise am einfachsten zugänglich, da CBD in vielen Teilen der Welt legal ist.

THC-Topika enthalten, wie Du richtig erraten hast, THC und werden für gewöhnlich aus Extrakten hergestellt, die aus THC-reichen Cannabispflanzen stammen (dasselbe Zeug, das Du rauchst, um high zu werden). Da THC in den meisten Teilen der Welt immer noch illegal ist, sind diese Produkte für die meisten Nutzer weitaus schwieriger zu bekommen als CBD-Topika.

Da sie unterschiedliche Cannabisverbindungen enthalten, interagieren sowohl topische THC-Produkte als auch CBD-Cremes jeweils ein wenig anders mit dem ECS.

THC ähnelt strukturell sehr stark dem Anandamid, einem Endocannabinoid, das von Natur aus von unserem Körper produziert wird. Daher kann es auf natürliche Weise an Anandamid-Rezeptoren binden, die man als CB1-Rezeptoren bezeichnet. Um diesen Prozess ein wenig besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich THC und Anandamid als zwei verschiedene Schlüssel vorstellen, die in dasselbe Schloss (also denselben Rezeptor) passen.

CBD und andere in CBD-Cremes enthaltene Cannabinoide passen dagegen anders als THC nicht zu Cannabinoid-Rezeptoren. Stattdessen nimmt man an, dass diese Verbindungen mit dem ECS auf eher indirekte Weise interagieren. Darüber hinaus geht man davon aus, dass sie verschiedene andere molekulare Ziele anvisieren.

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Wie man Cannabiscremes verwendet

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Die Verwendung von Cannabiscremes und -Topika ist einfach: Zuerst trägt man eine kleine erbsengroße Menge des Topikums auf einen Hautbereich auf, um die eigene Empfindlichkeit zu testen. Sobald man sich sicher ist, dass das Produkt zu keinen Irritationen führt, kann man damit fortfahren und es gemäß den Anweisungen/Richtlinien verwenden.

Der Rest liegt bei Dir und der Wirkung, die Du von Deinem Produkt erwartest. Menschen, die Cannabiscremes verwenden, um beispielsweise nach dem Training Muskelschmerzen zu behandeln, verwenden sie bei Bedarf nach dem Fitnessstudio.

Wie Du Dein eigenes Cannabis-Topikum herstellst

Wie Du Dein Eigenes Cannabis-Topikum Herstellst

Topische Cannabisprodukte werden ständig beliebter, weshalb Du wahrscheinlich bei Online-Händlern oder Reformhäusern und Kosmetikgeschäften in Deiner Nähe aus einer Menge Optionen auswählen kannst.

Solltest Du jedoch Probleme haben, im Laden eine passende Cannabiscreme zu finden, kannst Du mit praktisch jeder Cannabissorte Deine eigene Creme herstellen.

Cannabiscremes bieten Dir eine großartige Möglichkeit, die Nutzen der Cannabispflanze zu genießen, ohne Blüten/Konzentrate rauchen/verdampfen oder Edibles verzehren zu müssen. Da sie nicht in den Blutkreislauf gelangen, sind Topika eine erstklassige Wahl für jeden, der Cannabis gerne ausprobieren möchte, ohne high zu werden oder einen positiven Drogentest zu riskieren.

Besuche unseren CBDShop, um unser Sortiment topischer Produkte kennenzulernen oder Informationen darüber zu erhalten, wie Du Deine eigenen Topika herstellst!

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. The Endocannabinoid System, Our Universal Regulator - https://www.jyi.org
  2. The endocannabinoid system of the skin in health and disease: novel perspectives and therapeutic opportunities - https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Cannabinoids inhibit human keratinocyte proliferation through a non-CB1/CB2 mechanism and have a potential therapeutic value in the treatment of psoriasis - ScienceDirect - https://www.sciencedirect.com
  4. Cannabidiol exerts sebostatic and antiinflammatory effects on human sebocytes - https://www.ncbi.nlm.nih.gov

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