Was passiert mit Deinem Gehirn, wenn Du Ayahuasca über Jahre verwendest?

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Was passiert mit Deinem Gehirn, wenn Du Ayahuasca über Jahre verwendest?

Da Ayahuasca sich rasch wachsender Beliebtheit erfreut, ist es wichtig, die langfristigen Auswirkungen auf das Gehirn zu beurteilen. Wie üblich, hat die Wissenschaft die Antwort.

Gute Nachrichten für alle! Diejenigen von Euch, die das Glück haben, Zugang zu Ayahuasca zu haben, können beruhigt sein, in dem Wissen, daß es keine langfristigen negativen Auswirkungen auf das Gehirn hat. Untersuchungen zufolge verursacht die langfristige Verwendung von Ayahuasca keine kognitive oder neurologische Fehlanpassung oder Verschlechterung. Tatsächlichh gibt es anscheinend kleine Hinweise, die andeuten, daß Ayahuasca für das Gehirn von Vorteil sein könnte!

Was ist Ayahuasca?

Ayahuasca ist ein Kräutergebräu aus dem Amazonasgebiet, das für seine intensive psychedelische Macht bekannt ist. Es wurde seit Jahrhunderten von den einheimischen Stämmen des Amazonas' als ein spirituelles Werkzeug verwendet, ist allerdings vor kurzem bei den Weltenbummlern unter den Pyschonauten sehr beliebt geworden. Ein großer Teil seiner Popularität beruht auf der Tatsache, daß seine Inhaltsstoffe relativ hohe Mengen an natürlich vorkommendem DMT enthalten und es damit eines der potentesten Psychedelika ist, das der Menschenheit bekannt ist. Daher sind natürlich Sorgen um seine langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit des Gehirns aufgekommen.

Die Wissenschaft sagt, Ayahuasca ist sicher

Glücklicherweise hat die wissenschaftliche Forschung diese Ängste beschwichtigen können, denn die Ergebnisse erbrachten keine Hinweise auf nachteilige Auswirkungen. Erste Studien wurden bereits im Jahr 1993 durchgeführt und im Journal of Nervous & Mental Disease veröffentlicht, wobei die Forscher die psychische Verfassung von 15 langfristigen religiösen Ayahuascanutzern beurteilten. Es wurde festgestellt, daß es keinen Beweis für eine kognitive Beeinträchtigung gab und jeder der Nutzer tatsächlich kognitiv hochfunktionell war.

Diese Ergebnisse wurden durch neuere Studien gestützt, die vom Team der experimentellen Neuropsychopharmakologie des Hospitals Sant Pau durchgeführt wurden. Sie bewerteten die psychische Gesundheit von 127 Ayahuasca Langzeitnutzern und verglichen sie mit einer Kontrollgruppe von 115 Nichtnutzern. Es wurde festgestellt, daß es in der Gruppe der Ayahuascanutzer keine Hinweise auf Degeneration oder Schäden gab, sondern sie tatsächlich geringere psychopathologische Werte und höhere kognitive Leistungswerte aufwiesen, als die Kontrollgruppe, die kein Ayahuasca verwendet hatte!

Langfristige Nutzen?

Dies wirft die Frage auf, ob das Gehirn von einer langfristigen Nutzung von Ayahuasca tatsächlich profitiert. Obwohl dies noch näher überprüft werden muss, wurde in der Studie eine weitere interessante Erkenntnis getroffen, nämlich daß Ayahuascanutzer viel höhere Serotoninwerte im Blut hatten. Wenn ein Gebräu mit den Serotoninrezeptoren interagiert, sollte man in der Regel annehmen, daß Ayahuascanutzer eine Toleranz aufbauen würden, was wiederum zu verminderten Niveaus führen müsste - so ziemlich in der gleichen Art und Weise viele Antidepressiva es tun, was bewirkt, daß sie schließlich weniger wirksam werden. Die Tatsache, daß bei Ayahuasca dies scheinbar nicht der Fall ist, hat immense Auswirkungen auf Ayahuasca oder Derivate davon, die zukünftig als Alternative zu Antidepressiva verwendet werden könnten.

Es ist noch ein langer Weg und es muss noch sehr viel mehr erforscht werden, doch es ist eine aufregende Aussicht. Nun da der Krieg gegen die Drogen in den letzten Zügen liegt, nimmt die Erforschung des Themenbereichs stetig zu - wir wollen mal hoffen, daß die wissenschaftliche Gemeinschaft mit der Dynamik mithalten kann und weitere Möglichkeiten findet, wie Ayahuasca verwendet werden kann, damit die Menschheit davon profitiert.