Schwere Frage für Anfänger: Boden im Vergleich zu Hydrokultu

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Schwere Frage für Anfänger: Boden im Vergleich zu Hydrokultu

Obwohl recht einfach zu erlernen, ist der Anbau von Cannabis eine Kunst, die schwer zu meistern ist. Ein Aspekt jeder Aufzucht, der die Grundlage für den Erfolg ist und eine entscheidende Rolle ...

... bei der Entwicklung der eigenen Fähigkeiten spielt, ist das verwendete Kultursubstrat. Es gibt nicht wenige und jedes hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Von allen Methoden des Cannabisanbaus sind die zwei mit Abstand beliebtesten die Verwendung von Boden oder eines Hydrokultursystems. Also was sind sie und was sind die Unterschiede?

Boden

Boden ist wohl eines der verzeihendsten Systeme für den Anbau von Cannabis überhaupt und ist die natürlichste Methode es zu tun - so wie Mutter Natur es vorgesehen hat. Wie man es vielleicht erwarten würde sind die Wurzeln der Cannabispflanze hierbei im Boden vergraben, wobei sie die Pflanze versorgen und ernähren. Dieser Boden wird dann von dem Anbauer mit Wasser und zusätzlicher Nahrung ergänzt.

Die Vorteile von Boden

- Der Anbau in Boden ist super einfach und bei weitem die anfängerfreundlichste Option überhaupt.
- Viele Anbauer behaupten, daß in Boden gewachsenes Cannabis einen viel besseren Geschmack hat.
- Boden dient als Puffer bei der Einhaltung des pH-Werts, so daß das Cannabis nicht so leicht Schaden nimmt.
- In Boden angebautes Cannabis reagiert tendenziell toleranter auf Vernachlässigung.
- Es ist so natürlich wie es nur sein kann, vor allem wenn man es biologisch macht.

Die Nachteile von Boden

- Die Verwendung von Boden neigt dazu die langsamste Art der Aufzucht von Cannabis zu sein.
- Boden muss gut entwässert werden.
- Es ist schwieriger Boden zu spülen und dies kann dazu führen, daß sich Salze ansammeln.
- Cannabisanbau in Böden kann im Vergleich zu anderen Verfahren zu niedrigeren Erträgen führen.
- Boden kann das Risiko einer Erkrankung und Parasitenbefall für Dein Cannabis erhöhen.
- Es dauert viel länger bis Pflanzen Anzeichen eines Problems zeigen und auch die Genesung kann länger dauern.

Hydrokultur

Der Anbau von Cannabis in einem Hydrokultursystem beinhaltet die Verwendung von Wasser als Hauptkultursubstrat. Dabei hängen die Wurzeln der Cannabispflanze oft in einem dunklen Kasten oder stecken in Steinwolle. Den Wurzeln wird dann tröpfchenweise eine Nährstofflösung auf Wasserbasis zugeführt, damit die Pflanze versorgt ist. Dies kann eine Reihe von Vorteilen bieten, insbesondere was die Kontrolle angeht, hat aber auch seine ganz eigenen Nachteile.

Die Vorteile von Hydrokultur

- Hydrokultursysteme bieten ein hohes Maß an Kontrolle über pH-Wert und Nährstoffgabe.
- Es gibt ein echtes Potenzial für größere Erträge.
- Cannabis wächst in einem Hydrosystem viel schneller.
- Cannabisanbau im Hydrokultursystem ist viel effizienter als in Boden, da weniger Nährstoffe benötigt werden.
- Kein Risiko von Krankheit oder Schädlingsbefall über den Boden.
- Geringere Wahrscheinlichkeit, daß Pestizide benötigt werden.
- Solange es richtig gepflegt wird, kann ein Hydrokultursystem sehr viel weniger Wasserstress für das Cannabis verursachen als ein auf Boden basiertes System, obwohl es auf Wasserbasis beruht.
- Cannabis zeigt in einem Hydrokultursystem viel schneller Anzeichen von Problemen und erholt sich schneller davon.
- Es ist einfacher die Aufzucht den spezifischen Bedürfnissen einer Sorte anzupassen. Für einen Anfänger mag dies über seinen Horizont hinausgehen, doch für den erfahrenen Züchter ist es ein großer Vorteil.

Die Nachteile von Hydrokultur

- Der Anbau von Cannabis in einem Hydrokultursystem ist viel komplizierter, als in Boden und erfordert eine präzise Steuerung. Wenn man nicht genau aufpasst oder die Cannabispflanze vernachlässigt wird, wird sie erheblich darunter leiden.
- Die Einstellung des pH-Werts muss sehr präzise sein.
- Alle Nährstoffe werden als Ergänzungen zugeführt, es gibt keine natürlichen Nährstoffe im Wasser. Daher ist es schwieriger die Aufzucht biologisch zu betreiben, wenn auch nicht unmöglich, wenn man Kompost Tee verwendet.
- Der Kauf eines Hydrokultursystems kann ziemlich teuer werden.
- Einige sagen, daß Marihuana aus einem Hydrokultursystem nicht so gut schmeckt wie sein in Boden aufgezogenes Gegenstück.
- Ein Hydrokultursystem muss peinlichst genau sauber gehalten werden. Zwar gibt es keine Gefahr von Krankheit oder Schädlingsbefall über den Boden, doch das Wasser kann mit anderen Arten von Krankheiten infiziert werden, wenn es nicht richtig in Ordnung gehalten wird.

Fazit

Wie Du sehen kannst gibt es bei jeder Anbaumethode Vor- und Nachteile. Welche Du wählst wird weitgehend von Deiner Situation abhängen. Du solltest in Betracht ziehen in Boden anzubauen, wenn Du Deinen Fähigkeiten (noch) nicht so recht traust, biologisch anbauen möchtest, die Flexibilität haben willst Dich weniger aufmerksam um Deine Pflanzen kümmern zu müssen oder das Gefühl hast, daß in Boden aufgezogenes Marihuana besser schmeckt. Wenn Du allerdings die absolute Kontrolle haben willst, Dir gerne die Zeit nimmst und den Aufwand gerne auf Dich nimmst, Deinen Fähigkeiten vertraust, mehr Flexibilität zum Experimentieren oder größere und schnellere Erträge sehen willst, dann erwäge ein Hydrokultursystem.

Noch besser wäre es, wenn Du wirklich Lust hast ein bisschen zu experimentieren - warum nicht versuchen die beiden in einem Bodensystem mit automatisierter Tropfenfütterung kombinieren! Es kann eine gute Möglichkeit sein ein bisschen hinter die Kulissen des hydroponischen Anbaus zu blicken, ohne sich gleich kopfüber hineinzustürzen! So oder so, es gibt hierauf keine richtige oder falsche Antwort, Du musst halt für Dich entscheiden, was zu Dir passt.

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