Pro-Cannabis Anwalt soll Leitung der Bürgerrechtsabteilung des Justizministerium

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Pro-Cannabis Anwalt soll Leitung der Bürgerrechtsabteilung des Justizministerium

In einer spannenden Entwicklung wird US Präsident Barack Obama Vanita Gupta, einen Pro-Cannabis Anwalt zum Leiter der Bürgerrechtsabteilung des US Justizministeriums ernennen.

OK, das ist eine gute Nachricht für Amerika, aber warum sollte es für uns wichtig sein? Warum erzählen wir Dir etwas über die Vereinbarungen und Arbeiten des politischen Systems in Amerika? Weil was wie eine einfache politische Beförderung klingt, eine sehr wichtige Sache im Kampf das Cannabis Verbot zu beenden sein könnte.

Vanita Gupta ist eine der Anwälte, die unverblümt für eine Reform des amerikanischen Haftsystems ist und sie ist ein massiver Kritiker des Krieges gegen die Drogen. Sie hat zahlreiche Artikel veröffentlicht, warum genau der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, warum es tatsächlich ein Krieg ist, der gegen farbige Gemeinden geführt wird und wie unverhältnismäßig es ist, Konsumenten kleiner Drogenmengen ins Gefängnis zu schicken, ohne daß der Drogenkonsum tatsächlich reduziert wird.

Das Ende des Cannabis Verbots

Was wichtigste an ihrer Ernennung ist, ist, daß Gupta glaubt, daß Marihuana entkriminalisiert und sogar von jedem Staat komplett legalisiert werden sollte. Auf CNN beschrieb sie kürzlich, daß die Entkriminalisierung von Marihuana der erste Schritt zu einer gerechteren Strafjustiz ist, die "ungetrübt von rassistischen Vorurteilen" ist und daß die Staaten, die dem Beispiel von Washington und Colorado gefolgt sind viele zusätzliche Steuereinnahmen machen und Kosten für die Strafverfolgung eingespart haben, die sie in andere Bereiche der Gemeinde, wie Bildung, Drogentherapien und die Gesundheitsversorgung investieren.

Dies ist ein bedeutender Schritt für die, die ein Ende des Cannabis Verbots sehen wollen, denn dies ist das erste Mal, daß jemand in einer so hohen Position im Justizministerium geradeheraus seine Unterstützung für das Ende des Verbots ausspricht. Daß jemand wie sie die Verantwortung für die US Bürgerrechte übernimmt bedeutet einen Wechsel und ein Zeichen für eine deutliche Veränderung in der US Politik.

Stellvertretende Leiterin der Abteilung

Obwohl Gupta nur für die Leitung der Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums nominiert wurde, hat sie schon den Job als "handelnder" Kopf mit dem Titel des Principal Deputy Assistant Attorney General und Acting Assistant Attorney General angefangen. Was dies bedeutet ist, daß ihr der Job zwar noch dauerhaft übertragen werden muss, er ihr aber so ziemlich totsicher ist. Dies macht Vanita Gupta zu einer der einflussreichsten Pro-Cannabis Personen in der Gesetzgebung in der Geschichte der USA - wollen wir hoffen, daß sie den Generalstaatsanwalt überreden kann, den Prozess der Neueinstufung von Cannabis unter Bundesgesetz einzuleiten!

Vanita Gupta

Ein seltenes Ereignis

Um dem Ganzen das Sahnehäubchen aufzusetzen, ist Gupta eine der wenigen Persönlichkeiten, die nicht nur eine progressive Veränderung befürwortet, sondern auch Respekt, Vertrauen und Unterstützung der beiden großen politischen Parteien genießt. In gewisser Weise ist sie das sprichwörtliche Einhorn der Reform der Drogenpolitik, denn ehrlich gesagt ist es schwer, sich vorzustellen, daß die Demokraten und Republikaner sich in solch einer politischen Angelegenheit hinter eine einzelne Person stellen. Als solches wird sie als ein Einiger und Konsensschaffer gefeiert - der Wendepunkt, um den Krieg gegen den Drogen zu beenden.

Der Schmetterlingseffekt

Das ist alles schön und gut, könntest Du vielleicht denken, aber wie wirkt sich das auf uns in Europa aus? Es betrifft uns, weil, wenn es um die Beendigung des Krieges gegen Drogen und das Ende des Verbots geht, muss es zuerst da enden, wo es begann - in Amerika. Die USA sind traditionell eine der lautesten und einflussreichsten Stimmen des Cannabisverbots auf der Weltbühne - sei es durch ihren Einfluss auf die Reform oder drohende wirtschaftliche Sanktionen gegen alle, die nicht mit ihnen übereinstimmen, ist die USA das größte Hindernis.

Da die USA Cannabis in ihrem eigenen Hinterhof entkriminalisiert, verringert dies die Stimme und wie sie mit dem Gegenstand der Lockerung der Beschränkung umgehen, wenn andere Länder diesem Beispiel folgen. Dann ist da noch die Tatsache, daß die Welt sieht, daß die Beendigung des Cannabisverbots der USA nicht nur nicht schadet, sondern sie eigentlich davon profitiert und viele Länder dann in Erwägung ziehen werden, wie sie ähnliche Vorteile aus der Reform ziehen können.

Während also all diese Reformen weit weg und fern erscheinen, werden sie sich verbreiten und an Dynamik gewinnen, während sie ihren Weg nach Europa finden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir signifikante Veränderungen sehen. Ich meine, zum Teuel auch, die UN wird sich im nächsten Jahr treffen, um insbesondere Reformen der Drogenpolitik anzusprechen und während die Dinge sich in der UN in der Regel ziemlich langsam bewegen, ist es ein Zeichen, daß die Veränderung auf globaler Ebene geschieht. Sei getrost - da das Verbot in den USA sich dem Ende nährt, tun wir es auch. Es ist nur eine Frage der Zeit.

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