Neue Studie: Ayahuasca hilft im Kampf gegen Depression

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Neue Studie: Ayahuasca hilft im Kampf gegen Depression

Es wurden neue Forschungsergebnisse über die Erkundung der Verbindung zwischen Ayahuasca und Depression veröffentlicht. Bisher sehen die Ergebnisse vielversprechend aus.

In den letzten Nachrichten wurde von Ayahuasca, dem halluzinogenen Gebräu aus dem Amazonasgebiet, berichtet, daß es eine wirksame Therapie zum Ausbrechen aus einer Sucht und bei der Linderung von PTBS ist. Die neuesten Berichte deuten jetzt darauf hin, daß dieses Heilmittel aus dem Regenwald der Schlüssel zur Behandlung von Depressionen sein könnte - ein Bereich, den Pharmazeutika oft nicht abdecken.

Was ist Ayahuasca?

Ayahuasca ist ein traditionelles Amazonasgebräu, das aus einem Cocktail aus zwei Regenwaldpflanzen gemacht wird: Banisteriopsis caapi und Psychotria viridis. Das Ergebnis ist ein Gebräu, das anständige Mengen an DMT und einen MAO-Hemmer enthält, welcher das DMT oral aktiv macht. Mehr Details über Ayahuasca, was es ist, seine Geschichte und wie es verwendet wird findest Du auf unserer Informationsseite über Ayahuasca.

Die Studie

Diese neue Studie stammt von einem Team brasilianischer Wissenschaftler, die die potenziellen Einsatzmöglichkeiten von Ayahuasca untersuchten. Zwar gibt es noch viel Arbeit zu tun, doch die bisherigen Ergebnisse, die in der Zeitschrift Revista Brasileira de Psiquiatria veröffentlicht wurden, sind positiv.

Die Experimentatoren gaben 6 Teilnehmern eine Dosis von Ayahuasca, die laut Diagnose alle unter einer Depression litten, bei der im Handel erhältliche Antidepressiva als Therapie versagt hatten. Die Teilnehmer wurden dann in einen schwach beleuchteten Raum gesetzt und im Verlauf des Trips über eine Vielzahl von Symptomen befragt. Es wurde festgestellt, daß die Symptome der Depression begannen sich nach 3 Stunden auf dem Trip zu lindern, wobei die durchschnittliche Dauer des Trips 5 Stunden betrug. Und am wichtigsten: Von der positiven Verringerung der Symptome wurde berichtet, daß sie für bis zu 3 Wochen nach der Einnahme der Dosis anhielt.

Die Studie kommt zu diesem Schluss: "Diese Ergebnisse legen nahe, daß Ayahuasca eine schnell wirkende anxiolytische und antidepressive Wirkung bei Patienten mit einer depressiven Störung hat."

Warum hat Ayahuasca funktioniert wo Pharmazeutika gescheitert sind?

Als er über die Studie sprach, sagte Brian Anderson, ein Psychiater von der University of California: "Es ist ein Beweis des Konzepts, das so viele rituelle Ayahuasca Nutzer schon kennen: Ayahuasca kann einem helfen sich besonders gut zu fühlen, nicht nur während der Erfahrung, sondern auch noch Tage oder Wochen danach. Die Beziehung zwischen den psychedelischen Effekten von Ayahuasca und seiner therapeutischen Wirkung muss empirisch untersucht werden."

Es ist ein klares Zeichen dafür, daß es, zwar nicht abschließend, doch eine Menge Beweise dafür gibt, daß Ayahuasca in der Tat psychische Störungen behandeln kann, bei der kommerzielle Medikamente in der Regel versagen. Aber warum ist das so?

Eine Theorie ist, daß es das Ergebnis der starken und grundlegenden Unterschiede zwischen der Wirkungsart von Antidepressiva und Halluzinogenen ist. Antidepressiva neigen dazu die Symptome einer Depression in direkter Weise anzugehen, wobei sie die chemische Balance so einstellen, daß versucht wird das Problem zu lindern. Halluzinogene andererseits wirken nicht in der gleichen Art und Weise. Stattdessen neigen sie dazu, die Art zu ändern, wie wir uns selbst und die Welt um uns herum wahrnehmen, was ermöglicht, daß man negative Kreisläufe aufbrechen und die Dinge für einen bestimmten Zeitraum aus einer anderen Perspektive sehen kann. In Verbindung mit konstruktiven Situationen kann dies zu einer positiven Aussicht führen, da es zu einem grundlegenden Umdenken führt. Natürlich ist es schwierig dies wissenschaftlich zu beweisen, aber wer die Wirkung von Halluzinogenen selbst erlebt hat, für den ist es oft eine akzeptierte Ansicht.

Die Wissenschaft hinter Ayahuasca gedeiht und findet weiterhin positive Ergebnisse. Es kann nicht mehr lange dauern, bis wir beginnen konkretere Grundlagen zu sehen, auf die dann klinische Studien folgen.