Haustiere auf Gras: Das neue Grenzgebiet für medizinischen Nutzen

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Kategorien : BlogMedizinisches Cannabis

Haustiere auf Gras: Das neue Grenzgebiet für medizinischen Nutzen


Cannabisbehandlungen werden für kränkliche Haustiere immer beliebter. Wie, wo und wie man anfängt, erfährst Du hier.

Es ist einfach, zu lachen, wenn man die Idee das erste Mal hört. Haustiere auf Gras? Auf gar keinen Fall!

Hör' auf zu lachen. Es ist fast überall ein wachsender Trend. Von den Augustseiten der New York Times über Tierärzte, die mit Anfragen überhäuft werden, kommen Haustiereigner schnell zu dem Schluss, dass, wenn Gras für Menschen funktioniert, es auch Spot oder Bubbles helfen könnte.

Obwohl es immer noch viel weniger Aufmerksamkeit als der Kampf für die generelle Legalisierung (für Menschen) erhält, gibt es eine weitreichende Unterstützung und eine wachsende Bewegung, Haustiere in medizinische Reformen aufzunehmen. Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren (PETA), eine gemeinnützige Organisation gegen Grausamkeit gegen Tiere, befürwortet ebenfalls, dass eine Marihuanareform eine Marihuanareform für Tiere beinhaltet.

 

 

PETA

Ein Gesetz, das genau dies erreichen wollte, bekam letztes Jahr viel Zugkraft in dem US Staat Nevada, bevor die Legislative es eingestampft hat (zumindest vorübergehend). Es ist aber klar, dass Leute in dem Rausch für die Legalisierung ihre Haustiere bei der Reformrevolution nicht außen vor lassen wollen.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Haustierbesitzer in US Staaten, welche diese vorschreiben, nicht für sich selbst, sondern für ihre Haustiere für eine medizinische Marihuanalizenz bewerben.

Tierärzten ist es nach wie vor nicht erlaubt diese Art der Medikation oder Behandlung zu verschreiben - und keine offizielle tierärztliche Vereinigung hat für die eine oder andere Weise Stellung bezogen. Gleichwohl wächst die anekdotenhafte Beweislage, dass bestimmte Cannabinoide genauso gut für Tiere wie für Kinder funktionieren.

WAS FUNKTIONIERT?

Es ist nicht überraschend, dass Gras für kranke und angeschlagene Tiere genauso funktioniert wie für Menschen, da alle Säugetiere Endocannabinoidrezeptoren in ihrem ganzen Körper beherbergen. Bevor Du jedoch Deinem Hund einen Haufen Gras verfütterst oder Buds auf das Essen Deines Kätzchens streust, ist es am besten, zu verstehen, wie es gemacht wird. Haustiere können krank werden und sehr schlechte Reaktionen auf viele Sachen haben, die beim Menschen funktionieren.

 

CBD für Haustiere

Tierbehandlungen fokussieren sich überwiegend auf CBD. THC ist nicht für den Tierverzehr empfohlen. Tierärzte, die Cannabinoide verschreiben, verschreiben überwiegend CBD - was sehr einfach aus Hanf gewonnen werden kann.

In Bezug auf die Anwendung sind sich sowohl Tierärzte als auch Haustierbesitzer überwältigend einig, dass Tinkturen und Öle am besten für die Vewendung bei Tieren sind. Wenn man neugierig ist, können Nachforschungen im Internet zeigen, was für Arten von Medikamenten, die schon kommerziell für Haustiere erhältlich sind, und welche Behandlungen, wenn nicht richtige Produkte, am besten für Tierleiden funktionieren. Laut der Australian Veterinary Association scheint eine Cannabinoidkur Krämpfe bei Tieren aufzuhalten.

Es gibt (derzeit) weder Studien zu spezifischen Behandlungen, noch zu empfohlenen Dosen, obwohl es wahrscheinlich ist, dass die Tierforschung wie die Forschung für Menschen kurz bevor steht.

Unternehmen bekommen das ebenso mit. Folglich ist Gras für Haustiere eine vor allem in den Vereinigten Staaten wachsende Industrie, wo sich die medizinische Industrie abhebt. Und das spiegelt sich nicht nur in den Verkaufszahlen von Weed selbst wider, sondern auch in denen der Grasprodukte. Besorgte Tiereigner sind immer mehr dazu in der Lage, selbst Cannabisprodukte für Haustiere zu verwenden, welche von Ölen bis zu Hundefutter reichen, hauptsächlich um Bewegungsstörungen und einsiedlerische Haustiere, die Arthritis haben, zu behandeln. Aber es gibt mehr und mehr Haustierbesitzer, die Cannabisöle anwenden, welche sie kommerziell für andere Zwecke kaufen. Haustiereigner berichten, dass die äußere Anwendung vor allem für Hautausschlag gut ist.

 

 

Tierische Cannabisforschung

UND WAS NICHT?

Obwohl es einen Lichtblick bei dem Trend gibt, gibt es andererseit auch viele Schattenseiten. Cannabis sativa beeinflusst das Nervensystem von allen Säugetieren. Für all die begeisterten Berichte über verjüngte Tiere gibt es genauso viele oder mehr Berichte über Pferde, Schweine und Hunde, die ernshaft krank werden, wenn nicht sogar sterben, nachdem sie Cannabis eingenommen haben.

 

Tödlicher Hund

 

Die häufigsten Nebenwirkungen nach der Einnahme bei Hautieren sind Depressionen, Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination, Erbrechen und Unterkühlung. Sie kann auch Sabbern, Diarrhoe, allergische Reaktionen, Inkontinenz und Krämpfe hervorrufen. Die schädlichen Wirkungen von Cannabis können nach einer halben Stunde nach der Einnahme beginnen und oft mindestens einen halben Tag anhalten. Sie können allerdings länger als das andauern, weil THC im Fett eingelagert wird.

Wenn Du denkst, dass Dein Haustier Cannabis eingenommen hat, bringe es so schnell wie möglich zu einem Tierarzt. Sei ehrlich. Tierärzte sind nicht verpflichtet, diese Art der Vergiftung zu melden.

Die beste Behandlung für Marihuanatoxizität bei Tieren ist Aktivkohle. Sie kann auch in den meisten Drogerien und Lebensmittelläden erworben werden.

Wenn Du ein regelmäßiger Nutzer bist und Tiere um Dich hast, ist es wahrscheinlich eine gute Idee, sich damit auszurüsten und "nur für den Fall" etwas in der Nähe zu behalten.

GIBT ES IRGENDWELCHE RICHTLINIEN?

Es ist schwer, Informationen über empfohlene Richtlinien zu finden. Bevor man jedoch irgendetwas anwendet, ist es ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren. Obwohl dies beinahe genauso wenig untersucht wird wie Gras für Menschen, gibt es Tierärzte, die jetzt damit werben, dass sie kranke Tiere mit Cannabis behandeln. Hinterlasse ihnen eine Email. Gehe es langsam an.

Wenn Du verzweifelt bist, beginne mit einfachem Hanföl (jetzt legal in freiverkäuflicher Form in den meisten europäischen Ländern erhältlich). Fange mit geringen Mengen im Essen oder auf Leckerli an und schaue, was funktioniert. Laut einem Tierarzt in New York City sollten Hunde, die nicht mehr als 20 Pfund wiegen, Dosen nicht höher als 3mg auf einmal bekommen. Größere Hunde (bis zu 50kg) können Dosen bis zu 7mg verkraften.

Zieht man jedoch die Wahl zwischen Sterbehilfe für leidende Tiere und dem Experimentieren mit einer Wundedroge in Betracht, die heutzutage überall in den Schlagzeilen ist, ist es nicht verwunderlich, dass Haustierbesitzer mit angeschlagenen Tieren versuchen, Gras in die Pfoten zu bekommen.

Endoca Hanföl

 

         
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