Der Ultimative Leitfaden für Cannabis Konzentrate

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Der Ultimative Leitfaden für Cannabis Konzentrate

"Wenn man sich erst einmal eine ernsthafte Drogensammlung zugelegt hat, ist die Tendenz, sie so weit wie möglich zu erweitern" - unsere Zustimmung könnte kaum größer sein, Hunter.

Aber für uns sind es nicht nur verschiedene Drogen, sondern auch verschiedene Formen der gleichen Droge - in diesem Fall Cannabis. Das Harz der Pflanzen bietet sich für eine solche Vielzahl von Konzentraten an, daß man ein ganzes Leben verbringen könnte, um ein wahrer Kenner all seiner Formen und Arten zu werden. Hier haben wir eine Liste mit allen Konzentraten und Formen von Cannabis zusammengelstellt, die wir kennen - wenn wir einige vergessen haben, laß es uns wissen!

Laß uns erstmal das Wort "Konzentrat" genauer ansehen, denn es ranken sich weit verbreitete Missverständnisse darum. Heutzutage bezieht sich Cannabis Konzentrat meistens auf Butan Extrakte wie Shatter (Bruch) oder Wax (Wachs). Aber natürlich ist auch das gute alte Haschisch ein Konzentrat, es steckt nur ein anderer Herstellungsprozess dahinter. Also, um es mal klarzustellen, wann auch immer die Dichte der Cannabinoide durch irgendeine Art von Verfahren erhöht wird, ist es ein Konzentrat.

Zwei Arten von Konzentraten: Mechanisch und auf Lösungsmittelbasis

Alle Konzentrate haben eines gemeinsam; bei ihnen werden die Cannabinoide von dem Pflanzenmaterial getrennt. Die externen Drüsen der Pflanze, die Trichomen sind die psychoaktiven und medizinisch wertvollsten Teile. Der Geruch und Geschmack, der so legendäre Sorten wie OG Kush oder Amnesia Haze einzigartig macht, stammt aus den aromatischen Flavonoiden und Terpenen, die der Pflanze ihren ihr ureigensten Duft verleihen. Diese Bestandteile - Trichomen, Flavonoide und Terpene - werden von der Pflanze gewonnen und zu einer konzentrierten Form verarbeitet.

Es gibt zwei Methoden, um dies zu erreichen - entweder mit Hilfe eines mechanischen Werkzeugs oder mit einem Lösungsmittel. Mechanische Konzentrate gab es schon seit Jahrtausenden, wobei die älteste Form das einfach von Hand gerollte Charas Haschisch ist. Es ist ein ganz natürlicher Vorgang, denn wenn man Cannabis erntet, werden die Hände klebrig. Also reibst man dann die Hände an einander, bis das Harz eine Kugel bildet - und schon hat man Charas Haschisch.

Extrakte, die auf Lösungsmitteln basieren, sind hingegen eine neuere Entwicklung, da gereinigte Chemikalien erst in den letzten Jahrzehnten weit verbreitet verfügbar wurden. Konzentrate auf Basis von Lösungsmitteln erlauben eine viel bessere Kontrolle darüber, was genau extrahiert wird und über die Qualität des Endproduktes. Jedes Lösungsmittel bindet verschiedene Moleküle und schafft somit ein anderes Produkt.

Mechanische Konzentrate

Haschisch

Haschisch ist die älteste und am weitesten verbreitete Form der Cannabiskonzentrate. Es ist einfach herzustellen und der Rausch sehr lohnend. In Marokko ist die moderne Haschischherstellung ein zweistufiger Prozess. Zuerst werden die getrockneten Pflanzen über ein feines Sieb geschlagen, wodurch Kif Pulver erzeugt wird. Jedes weitere Sieben verringert die Qualität des Pulvers, weshalb das erste Sieben das wertvollste ist. In einem zweiten Prozess wird das Kif Pulver gepresst und zu Haschischblöcken verarbeitet, die dann international verkauft werden.

Der THC Gehalt von Haschisch liegt abhängig von den Pflanzen und dem verwendeten Verfahren zwischen 40-60%.

Kif

Kif (oder Kief) wird hergestellt, indem trockenes Cannabis Pflanzenmaterial durch ein feines Maschengewebe gesiebt wird. Je feiner das Sieb, desto höher die Qualität des daraus resultierenden Pulvers. Das Kif ist das, was später zu Haschischblöcken verarbeitet wird. Einige Historiker glauben, daß Marokko erst in den 1960er Jahren anfing Haschischblöcke herzustellen - vorher wurde nur reines Kif Pulver geraucht.

Die feinen Trichomen der Pflanze fallen bei kühlen Temperatur ganz leicht ab, weshalb das Kif Pulver in Marokko in den kälteren Monaten hergestellt wird. Die moderne Produktion von Kif wurde durch die Erfindung des Pollinators in den Niederlanden stark vereinfacht. Der Pollinator ist ein Gerät zum trockenen Sieben, das aus einem mit einem Sieb abgedeckten Fass und einem Motor besteht. Das trockene Kraut wird in das Fass gegeben und durch das ständige Drehen sammeln sich die Trichome einfach am Boden. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, stellt man die gesamte Maschine in einen Kühlraum.

THC Gehalt: 40-60%

Charas, nepalesische Tempelbälle und Fingerhasch

Ursprünglich fand man Charas in Nepal und den Himalayaregionen Indiens, es hat sich aber bis in Teile Pakistans verbreitet. Anders als das marokkanische Haschisch, das aus getrockneten Pflanzen hergestellt wird, wird Charas aus frischen, lebendigen Cannabis Knospen hergestellt. Charas ist wohl die naheliegendste Möglichkeit, ein Cannabiskonzentrat herzustellen, denn während man bei der Ernte mit der Pflanze hantiert, klebt das Harz ganz natürlich an den Händen. Wenn die Hände dann aneinander gerieben werden, wird das Harz zu einer Kugel geformt. Nepalesische Tempelbälle sind das gleiche wie Charas - von Hand gerolltes Haschisch.

Auf Lösungsmitteln basierende Konzentrate

Diese Cannabisextrakte werden mit einem Lösungsmittel (wie Wasser, Butan, CO2 oder Alkohol) hergestellt. Das Lösungsmittel zieht bestimmte Moleküle an, die mit ihm eine Verbindung eingehen, wodurch sie aus dem Pflanzenmaterial herausgelöst werden. Jedes Lösungsmittel zieht eine etwas andere Zusammenstellung der Moleküle an; Isopropyl Alkohol (IPA) zum Beispiel neigt dazu, eine breite Palette von Cannabinoiden zu extrahieren, aber auch Chlorophyll und Zucker, was IPA Extrakte ideal für medizinische Anwendungen mit einem breiten Spektrum macht - aber es wird immer eine dunkelbraune, harzige Masse mit einem relativ schlechten Geschmack sein. Butan andererseits extrahiert kein Chlorophyll, was die Herstellung goldfarbener Cannabinoidextrakte ermöglicht. Butan erfordert jedoch eine modernere Ausrüstung, um ein sicheres und wirksames Produkt herzustellen.

Blasenhaschisch (Bubble Hash)

Der Name Blasenhasch leitet von den charakteristischen Blasen ab, die entstehen, wenn es erhitzt wird. Es ist ultrareines Hasch, das das Resultat eines ausgeklügelten Systems ist, bei dem verschiedene Schichten feiner Siebe verwendet werden. Im Wesentlichen ist es die gleiche Idee wie beim Kif Pulver, aber es wird unter Wasser und Eis hergestellt, wodurch die Reinheit drastisch erhöht wird. Mit der feinsten Maschenweite erzeugt man ein hervorragendes völlig schmelzendes Extrakt mit einem goldenen Schimmer - grundsätzlich gilt, je heller die Farbe, desto besser ist die Qualität. Je dunkler es wird, desto mehr Pflanzenmaterial enthält es.

THC Gehalt : 40-70%

Trockeneishasch

Diese Form von Kif ist im Wesentlichen die gleiche wie Blasenhasch, wobei das Wasser und Eis jedoch durch Trockeneis ersetzt wird. Hierbei wird Kif mit der gleichen Qualität wie Blasenhasch hergestellt, aber es ist schneller und sauberer zu produzieren, da man nichts mit verschüttetem Wasser zu tun hat.

BHO - Butan Hash Oil (Butan Hasch Öl)

In Apotheken wird dies unter vielen Namen geführt, wie Shatter (Bruch), Goo (Schmiere), Crumble (Brösel), Ear Wax (Ohrenschmalz), Honey Oil (Honig Öl), Amber Glass (Bernsteinglas), Moon Rocks (Mondgestein), Budder. Es sind alles Butan Extrakte, wurden aber verschieden verarbeitet. Einige sind trocken wie Stein, andere cremig wie Ohrenschmalz. Im wesentlichen ist der Unterschied die Menge an Wasser, die das endgültige Extrakt enthält, wodurch sich die Konsistenz erhöht oder verringert.

BHO wird hergestellt, indem man Butan durch ein mit Pflanzenmaterial gefülltes Glasrohr laufen läßt, wodurch schließlich ein extrem reines, leckeres und starkes Öl erzeugt wird. Ab da liegt es bei dem Hersteller, das BHO weiter zu verfeinern, zu so etwas wie Shatter oder Budder.

Shatter (Bruch)

Shatter ist ein hartes, beinahe glasähnliches, honigfarbenes Produkt, das wie der Name schon sagt, in kleinere Stücke zerbrochen wird. Obwohl es so bezeichnet wird, kann Shatter recht geschmeidig sein, so daß es geformt werden kann. Es ist ein extrem starkes Konzentrat und die reinste Produktart, die man durch das Butan Öl Extraktionsverfahren erhalten kann - es ist Stoff mit Kennerniveau und nicht für unerfahrene Kiffer.

Budder

Budder ist ein weiteres mögliches Resultat der Verwendung einer Butan Hasch Ölextraktionstechnik. Um Budder herzustellen, wird das Öl zu einer cremigen Konsistenz aufgeschlagen. Dies führt zu einem Produkt, das farblich hellgelb ist und eine krümelige Konsistenz hat. Es wird manchmal auch als Superschmelze bezeichnet, da es ohne irgendwelche Asche verbrennt.

BHO Hasch Öl / Wax (Wachs)

Wax ist ein weiteres Produkt, das durch Butan Hasch Ölextraktion hergestellt werden kann und ist oft das Ergebnis eines gescheiterten Versuchs, Shatter oder Budder herzustellen. Es ist nicht vollständig verfestigt, so daß es eine klebrige, honigartige Konsistenz hat.

Mit Lösungsmitteln reduzierte Hasch Öle

Um diese Art von Hasch Öl zu produzieren, wird eine Reihe verschiedener Chemikalien verwendet: Isopropyl Alkohol, Äther, Ethanol, Naphtha und andere exotische Chemikalien. Die meisten Hasch Öle, die auf Lösungsmitteln basieren, durchlaufen einen grundlegenden dreistufigen Prozess; das sind: 1) Einweichen 2) Filtern und 3) Reduzieren. Zunächst wird das Pflanzenmaterial für eine bestimmte Zeit in dem Lösungsmittel eingeweicht, dann wird die Flüssigkeit von dem Pflanzenmaterial getrennt und schließlich wird das Lösungsmittel verdampft - und nur das Konzentrat bleibt übrig. Diese Art von Hasch Öl kann leicht an seiner dunklen Farbe erkannt werden, die eine Mischung aus grün und schwarz ist. Diese Färbung kommt von dem Chlorophyll, das zusammen mit den Cannabinoiden ebenfalls extrahiert wird.

Das Rick Simpson Öl wird oft mit Naphtha oder IPA hergestellt, was ein Konzentrat ergibt, das das gesamte Spektrum umfaßt. Dies ist ideal für medizinische Anwendungen, da eine Vielzahl nützlicher Bestandteile wie Terpene und Flavonoide absorbiert werden.

CO2 Extraktion

Die CO2 Extraktion ist von allen Techniken und Verfahren wahrscheinlich die sicherste und schmackhafteste - aber auch die seltenste. Um eine überkritische CO2 Extraktion durchzuführen, ist Zugang zu modernen Laborgeräten erforderlich. In einer speziell entwickelten Maschine um Wirkstoffe aus Pflanzen zu extrahieren, wird unter hohem Druck CO2 durch das Pflanzenmaterial geleitet. Das daraus resultierende Produkt ist eine sehr potente und reine Creme. Da es völlig sicher ist, CO2 zu sich zu nehmen (tatsächlich atmen wir es ständig ein), besteht absolut keine Gefahr von giftigen Rückständen.

Cannabutter

Dies ist die Wahl für die Küche. Außerdem ist es eine der sichersten Extraktionen, die es gibt, da man mit nichts anderem gefährlichen, als der normalen Küchenausstattung zu tun hat. Die Wissenschaft dahinter ist einfach; die Fette in der Butter (oder in diesem Fall einem Öl) binden sich an die Cannabinoide. Cannabutter ist eine extrem diskrete Art und Weise um Cannabis zu sich zu nehmen und ist ideal für die Verwendung in gekochten Waren, wobei alle Lebensmittel zu einem Cannabis Vergnügen werden. Sachen wie Cannabisbutter können auch eingefroren und für eine lange Zeit gelagert werden.

Wie man Cannabisbutter macht, kannst Du hier erfahren.

Pflanzenölextrakte

Alle Fette binden Cannabinoide, so daß alles vom Olivenöl bis zum Kokosfett verwendet werden kann, um ein Pflanzenölextrakt herzustellen. Insbesondere beim Olivenöl hat sich gezeigt, daß es wirksam alle Terpene und Cannabinoide extrahiert, was es zu einem Lösungsmittel erster Wahl macht. Da es billig, nicht brennbar und ungiftig ist, können Olivenöl Cannabis Extrakte sicher für die Selbstmedikation hergestellt werden. Da Öle jedoch nicht verdampft werden können, ist es nicht möglich, ein wirkliches Konzentrat daraus herzustellen.

Cannabis Tinkturen

Eine Cannabis Tinktur ist eine Alkohol- oder Glycerinlösung, die Cannabinoide und andere aktive Pflanzeninhaltsstoffe enthält. Der Alkohol wird verwendet, um die Cannabinoide aus dem Pflanzenmaterial zu extrahieren und zu binden, um eine sehr starke Lösung herzustellen. Diese kann dann unter die Zunge getropft oder in Lebensmittel gegeben werden. Oft als Green Dragon (grüner Drache) bezeichnet, wird eine Cannabis Tinktur mit hochprozentigem Alkohol, manchmal reinem Getreidealkohol hergestellt, der vor der Einnahme verdünnt wird. Cannabis Tinkturen können auch mit pflanzlichem Glycerin zubereitet werden, was den Vorteil hat, daß sie für Kinder, wie etwa jene, die unter Epilepsie leiden, geeignet sind.

Wie man eine Alkohol Cannabistinktur herstellt, kannst Du hier erfahren.

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