Dad & Dudes CBD Bier geht in den USA landesweit an den Start

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Dad & Dudes CBD Bier geht in den USA landesweit an den Start


Ein, mit CBD angereichertes, Bier hat in den USA gerade die Erlaubnis bekommen, über die Bundesgrenzen hinaus, verkauft werden zu dürfen.

Behörden in fast jedem Land sehen sich der Cannabis Revolution gegenübergestellt. Daraus resultieren Regulationen in jedem Land, in dem Cannabis immer mehr zu einem Thema wird – auf staatlicher Ebene. Gerade als sich die britische Regierung dazu entschlossen hatte, die Abgabe von CBD zu regulieren, läuft die Diskussion in den USA darüber viel seltsamer ab.

Gut zu sehen am Erfolg der Brauerei Dad & Dude‘s aus Colorado. Die bekam nämlich eine staatliche Genehmigung, ihr CBD Bier im ganzen Land vertreiben zu können. Colorado ist schon lange für eine Szene aus vielen kleinen Brauereien bekannt. Kaum sind ein paar Cannabinoide im Spiel, scheint es so, als versuche der Staat nun in ein anderes Terrain vorzustoßen.

Dad Dudes Breweria

D&D‘s existiert seit 2010 aber beschränkte die Produktion auf Colorado – bis jetzt. Die Brauerei, aus einem Vorort von Denver, hat gerade von dem Treasury, Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau die Erlaubnis bekommen, das Bier auch national vertreiben zu dürfen. Die Behörde überprüft die nationalen Bierverkäufe und erteilt Genehmigungen. Erhält eine Brauerei die Exportgenehmigung, darf das Bier in allen 50 Staaten verkauft werden.

Das erste CBD Bier von Dad & Dude‘s, das unter dem Namen George Washington‘s Secret Stash verkauft wird, ist aber nicht das einzige CBD Bier auf dem Markt. Es gibt landesweit mindestens drei andere Anbieter von CBD Bier. Die Humboldt Brewing Company aus California, Ulinta Brewing Company aus Utah und die O‘Fallon Brauerei aus Missouri sind bereits auf den Cannabis Bier Zug aufgesprungen.

MACHT ES DICH HIGH?

Die „psychoaktive“ Zutat des mit CBD angereicherten Bieres ist nicht das darin enthaltene Cannabinoid, sondern der Alkohol, der während des Fermentierungsvorganges entsteht. George Washington‘s Secret Stash hat einen Alkoholgehalt von 6,5%.

CBD Bier zu brauen ist in Europa sogar in manchen Ländern verboten. In den USA war es, bis zu Beginn des Jahrhunderts, legal. Als dann die Debatte um die Legalisierung (von Marihuana) losging, wurde es eher illegal. Kanadische Firmen produzierten Hemp Ale in der Mitte des letzten Jahrzehnts.

Die Zeiten ändern sich definitiv.

VIEL LÄRM UM NICHTS?

Hopfen cannabis

Der Hauptbestandteil des Bieres – Hopfen – ist in Wirklichkeit der nächste botanische Verwandte der Cannabispflanze. Zwischen den beiden Pflanzen gibt es außerdem charakteristische Gemeinsamkeiten. Beide Pflanzenarten besitzen eine, sowohl männliche als auch weibliche Ausprägung. Genau wie bei Cannabis auch, werden nur die weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. In beiden Fällen sind Samen in den Blüten unerwünscht. Glaubt man den Brauern und ihren Kunden, verfälscht das, in Ölform zugeführte CBD, den Geschmack des Bieres nicht.
Die Brauer von D&D‘s hatten die Idee, als ein Freund an Epilepsie erkrankte und CBD als Therapiemaßnahme verordnet bekam. Die Brauer behaupten auch, das Bier helfe bei Magenproblemen und Schlafstörungen. Aber warum sollte man CBD, trotz des Bedenkens über die medizinische Wirkung, in Form von Bier konsumieren?

WAS STECKT HINTER DEM HYPE?

In den USA ist das Bier vorwiegend wegen der Tatsache beliebt, dass es ein Newcomer auf dem Markt, der auf Cannabis basierenden Produkten, ist. Mit Cannabis angereicherte Produkte werden immer beliebter und neben dem ständig wachsenden Markt für Canabisprodukte, die nicht geraucht oder verdampft werden, gibt es noch eine mindestens genauso interessante Entwicklung.

Das Bier kommt gerade in einer Zeit auf den Markt, in der bundesstaatliche Behörden das Thema Marihuana überdenken müssen und darüber entscheiden, wie es über Bundesgrenzen hinweg transportiert werden kann. Laut Gesetz regelt jeder Bundesstaat die, darin wirtschaftende, Marihuana Industrie (auch CBD) selbst. Das trifft auch auf CBD zu, und spielt vor allem im Süden eine Rolle. Dort hatte der Gesetzgeber sogar nach der „Legalisierung“ der Droge zu medizinischen Zwecken, die Einfuhr von CBD Öl, als Medikament für Kinder, verboten.

WARUM SOLLTE MAN ÜBERHAUPT ZWISCHEN CANNABINOIDEN UNTERSCHEIDEN?

Im Grunde genommen geht es bei der ganzen Diskussion über Bier eigentlich darum, die Regulierung von Cannabis in den USA im Allgemeinen zu hinterfragen. Die Ankündigungen über das CBD Bier lassen Rückschlüsse darauf zu, dass die Regierung anfängt, die Regulierung der Cannabis Industrie neu zu überdenken. Ähnlich der britischen Regierung glauben auch die amerikanischen Behörden, dass eine national geregelte Abgabe von CBD, der erste Schritt in Richtung einer regulierten Industrie, sei. In eine Industrie mit einer Pflanze, die mindestens 80 verschiedene Arten von Cannabinoiden aufweist.

THC CBD CBN

Die viel größere Frage jedoch ist, wie man mit dem Cannabinoid, das dem Ganzen zugrunde liegt, umgeht – THC – vor allem in einer Zeit, in der es zu medizinischen Zwecken in viel größeren Mengen international verschifft wird.

Letztes Jahr benachbarte Kanada Holland als das zweitstärkste Exportland von THC. Der Transport von CBD innerhalb irgendwelcher Landesgrenzen wirkt dagegen schon fast lächerlich.

WAS BEDEUTET DIE ENTWICKLUNG?

Tatsächlich läuft gerade eine Diskussion darüber (auf internationaler und nationaler Ebene), wie man mit dem Ende des Verbotes von Cannabis weiter verfahren soll – und wie man die viel wichtigere Abgabe von Cannabinoiden in Zukunft regeln will.

Das beinhaltet mehrere Themen. Erstens sollte es Abgabestellen für alle Cannabinoide geben – auch diejenigen, die kein THC enthalten. Die Abgabe von CBD, wenn es, wie in dem D&D Szenario mit Alkohol gemischt wird, lässt zumindest erahnen dass Cannabinoide in den USA ,egal welche psychoaktive Wirkung sie haben, entweder als Medizin oder Alkohol eingestuft werden.

Außerhalb der USA gestaltet sich diese Frage als zunehmend schwierig. In der EU, wo der Trend Einzug hält, Cannabis als Medizinprodukt anzubieten, ist es wahrscheinlich, dass die Droge erst einmal auf nationaler und EU Ebene als Medizin eingestuft wird.

Wie auch immer, das Verbot scheint einer regulierten Abgabe Platz zu machen. Wie das in Zukunft in einem Markt außerhalb der USA aussehen wird, auf dem immer mehr medizinisches Marihuana nicht nur über Landesgrenzen, sondern über Ozeane geschifft wird, kann man nur erahnen.

 

         
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